Steam Deck Einsteiger Guide

  • Teil 1: Wie fängt man an? Welches Modell nehme ich?

    Gleich vorab. Das Steam Deck ist ein Sparten-Produkt. Ich bin Jahrgang 1988 und spiele seit 27 Jahren mit ein paar Ausnahmen die selben Spiele. Das kompetitive Spielen hat bei mir nach Counter-Strike: Source aufgehört. Wer Fortnite und Valorant zockt, der wird mit dem Deck nicht glücklich, da diese Spiel gar nicht bzw. noch nicht auf’m Deck laufen. Dennoch gibt es sehr hier viele Shooter, die laufen. Hier ist es eine Frage eurer Game-Pad-Skills.

    Sowohl olle Kamellen aus den 2000ern als auch Spiele neuerem Datum laufen mit Anpassungen wirklich gut. Für mich ist Multiplayer nichts mehr. Ab und an Overwatch ist noch drin, aber wenn alle mit Maus und Tastatur zocken und ich mit Pad, merke ich für mich, das Multiplayer-Shooter auf dem Deck nicht funktionieren. Generell lässt sich alles, was von Haus aus Gamepad-Unterstützung hat, gut spielen. Wenn es um klassische Echtzeitstrategie geht, kann ich nur sagen: „Schließt eine Maus an, wenn ihr mit der Bildschirmgröße kein Problem habt.“

    Ich habe mir auch ein Dock für USB und Ethernet zugelegt. Wenn Ihr gerne Mit Maus + Tastatur spielt und gleichzeitig noch andere Peripherie-Geräte braucht ist das ein Muss.

    Haben die wirklich Ahnung?

    Ich habe habe mich natürlich auf YouTube vor dem Kauf informiert. Konsens bei den (meist englischsprachigen) Youtubern ist, dass die Kaufempfehlung zur 64GB Version geht. Ich habe mein Steam Deck seit Mitte April und muss sagen: „Das kann ich nur teilweise unterschrieben.“

    Natürlich habe ich auch den Geldbeutel bedacht und die kleinste Version (64 GB) bestellt.

    Wenn man sich dann zum ersten Mal in den Desktop-Modus traut und in die Sidebar des File Managers schaut, fällt einem das ins Auge:

    - EFI 31,9 MiB

    - ROOT 5 GiB

    - VAR 229,9 MiB

    - HOME 46 GiB

    Real hat man somit nur noch 46 GB zur Verfügung. Es wird jetzt doch recht schwer GTA 5 mit seinen 100 GB Speicherplatz zu installieren. Die Lösung hier ist eine microSD. Hier würde ich nicht nicht geizig sein. 512 GB sollten es mindestens sein. Ich habe die Größe der Spiele doch stark unterschätzt, da ich immer noch in mid-2000 Maßstäben von 5-10 GB pro Spiel gedacht habe. Außerhalb der Indie-Sparte muss man mit Installationsgrößen von 25 bis 150 GB rechnen.


    Trotz 46 GB + 265 GB microSD bin ich auf Probleme gestoßen. Es gibt ganz genau Zwei Möglichkeiten das Steam Deck zu nutzen.

    1. Man ist ein reiner „Steam Nutzer“

    2. Man nutzt GOG, EPIC Game Store und/oder möchte auch im Desktop-Mode einen Browser / E-Mail-Client etc. nutzen sowie Steam Deck Tools installieren.


    Ist man ein einer Steam Nutzer, ist man mit der 64 GB + einer microSD komplett bedient und könnte hier aufhören zu lesen. Tschüss und viel Spaß !! ;)

    Gehört man zu Kategorie Zwei, ergeben sich ein paar Probleme. Ich nehme mich als Beispiel. Es ist kein Browser vorinstalliert. Kann per Flatpak installiert werden, das habe ich gemacht. Dann brauchte ich noch den Brave Browser, Thunderbird, Proton-Up, Epic-Game-Store, Cryo-Tools und Decky Loader.

    Flatpaks sind mächtig groß und die Home-Partition war komplett voll. Ja die SD war leer aber Steam wollte manchmal trotzdem keine Spiele runterladen weil…. Irgendwas auf HOME temporär gespeichert werden muss???

    Ich hatte nie ein Problem, Computer aufzuschrauben und zu „basteln“, deswegen habe ich mir einen Monat später eine 265 GB M.2 SSD die fürs Deck geeignet ist gekauft. Jetzt bin ich als User mit erweitertem Anspruch zufrieden mit dem Deck und Speicherprobleme sind passé.

    Der Screen

    Kurz und knapp: Er spiegelt bei Sonneneinstrahlung, und zwar sehr. Von der Lichtsituation abhängig, kann einiges gut mit dem Helligkeitsregler kompensieren. Hier gibt es zwei Lösungen:

    1. Panzerglas mit Entspiegelung kaufen.

    2. Das Steam Deck für 679,00€ mit matt geätztem Display

    Fazit

    Wenn man nur auf Steam unterwegs ist kann man bedenkenlos die kleinste Version des Decks kaufen und mit microSD und entspiegeltem Displayschutz erweitern.

    Wenn Ihr nicht technisch begabt seid und lieber keine Gehäuse öffnen wollt, sind die beiden höherpreisigen Varianten etwas für euch.

    Seid ihr „Bastler“ und braucht mehr als nur den Steam-Client, ist die Basis-Version eine super Sache, die man mit größer M.2 aufrüsten kann und auch noch Geld spart.

    Am Ende muss man abwägen, wie groß der Geldbeutel ist und wie gut eure Linux-Kenntnisse sind, denn die Hardware-Spezifikationen sind bei allen drei Modellen die Selbe.

    Bedenkenlos die 64 GB Version kaufen, wie mir auf Youtube suggeriert wurde, würde ich aus jetziger sich also Niemandem raten.

    Andere Meinungen würden mich sehr interessieren. Teil 2 und 3 würde ich auch noch schreiben. Da würde es dann um Einstellungen, gute Websites, Tool und Ausreizen der Möglichkeiten gehen.

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    Mein Tool um das Desktop-Erlebnis auf dem Raspberry Pi zu verbessern: PiGro - Just Click It!

    Edited 2 times, last by Actionschnitzel (July 23, 2023 at 12:57 AM).

  • Habe echt Mal eine Frage die mich beschäftigt.

    Ich sehe aktuell kein Mehrwert in ein solches Teil.

    Wer es da nicht besser sich ein Notebook zu kaufen mit Controller und die Steam Deck OS zu nutzen :/ oder lohnt sich das Teil doch?

    Wie groß ist der Akku eigentlich?

  • Für mich gab es ein paar wichtige Punkte die für den Kauf sprachen:

    1. Ich habe schon immer gerne auf Handhelds gezockt.

    2. Mein PC ist 3 Jahre alt aber die Grafikkartenpreise sind so hoch, dass ich immer noch mit meiner GTX960 zocke und die mach langsam die Biege.

    3. Wenn ich am PC zocke gehen die Lüfter steil und der PC zieht teilweise 290 Watt. Steam Deck 9-14 Watt)

    Noteboook + Controller hatte ich vorher. Du braucht natürlich ein Gaming-Notebook. Ich sag immer "Unter 600 € sollte man eh kein Notebook kaufen". Also preislich für mich supi.

    Für mich als Handheld-Liebhaber ist es einfach ein Träumchen meine PC Spiele wie mit der Switch aufm Sofa zu zocken.

    Batterielaufzeit ist je nach Einstellungen 2-4 Stunden

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  • Teil 2: Einstellungssache

    Der Anmeldeprozess funktioniert genauso wie beim Steam-Client. Per Handy kann man sich bequem über einen QR-Code einloggen.

    Nach dem Systemstart gelangt man zur Benutzeroberfläche, die im Grunde genommen eine Website ist. Von hier aus kann man direkt loslegen.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, um zu starten:

    Man kann ein Spiel installieren, es starten und dann die Grafikeinstellungen anpassen, bis das Spiel reibungslos läuft.

    Oder:

    Schau doch zunächst auf ProtonDB vorbei: https://www.protondb.com/

    Ich persönlich habe dort am PC schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings sollte man sich nicht zu 100 % auf die Bewertungen und Einstellungen in der Kommentarspalte verlassen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel "Control". Viele schreiben dort: „Runs like a charm“, „Runs out of the Box“. Andere berichten, dass sie die Auflösung herunterschrauben, Details auf MITTEL stellen, das Bild mit FSR hochskalieren und zusätzlich die FPS auf 40 begrenzen. Das mag für viele Spiele funktionieren, aber in meinem Fall ruckelt "Control" alle paar Sekunden und die Grafik ist schlimm anzusehen.

    Das war jetzt ein negatives Beispiel, aber bei grafisch anspruchsvollen Titeln wähle ich meistens Grafik-Details auf Mittel, während die Auflösung bei 1280x800 bleibt. Um Batterie zu sparen, reduziere ich generell die Bildwiederholungsrate auf 40 und die FPS ebenfalls. Ehrlich gesagt merke ich den Unterschied zwischen 40 und 60 FPS nicht wirklich.

    Auf ProtonDB sind bereits viele Spiele als verifiziert oder spielbar aufgelistet. Einige werden jedoch noch nicht offiziell getestet. Ein aktuelles Beispiel bei mir ist "Elder Scrolls Online". Es hat weder Grüne noch Gelbe Bewertungen, läuft aber einwandfrei.

    FSR

    AMD FidelityFX™ Super Resolution (FSR) nutzt innovative Upscaling-Technologien, um Framerates in ausgewählten Titeln1 zu steigern und hochwertiges, hochauflösendes Gaming zu bieten, ohne dass auf eine neue Grafikkarte aufgerüstet werden muss.

    AMD FSR 3.0: Ein großer Sprung für die Gaming-Performance
    AMD FidelityFX Super Resolution 3.0 bietet eine Verbesserung des bereits leistungsstarken AMD FSR 2.0. Wir zeigen euch, was die neue Technik kann.
    www.gamestar.de


    Spielen von nicht-Steam-Inhalten

    Ich denke, es ist nicht notwendig, zum X-ten Mal ausführlich über Lutris und Heroic zu sprechen. Allerdings gibt es ein oder zwei wichtige Details im Zusammenhang mit dem Deck, die erwähnenswert sind. Zum Beispiel müsst ihr Flatpaks installieren, da SteamOS schreibgeschützt ist und ihr daher nur das HOME-Verzeichnis frei nutzen könnt. Aber dazu kommen wir später.

    Flatpak-Support ist von Anfang an verfügbar, und ihr könnt sie ganz einfach über Discover installieren.

    Code
    flatpak install flathub net.lutris.Lutris

    Lutris

    Lutris ist eine Gaming-Plattform, die es ermöglicht, Spiele unter verschiedenen Konfigurationen zu starten. Neben der Installation von Lutris werden auch die Mono-, Gecko- und GTK-Bibliotheken installiert. Dies ist notwendig, da KDE auf QT basiert, während Lutris auf GTK aufbaut. Aktuell wird wine-lutris-7.2.2 mitgeliefert, was in den meisten Fällen gut funktioniert. Allerdings habe ich persönlich schon öfter Probleme mit wine-lutris gehabt und bevorzuge mittlerweile Proton-GE in der neuesten Version.

    Ein Beispiel dafür ist das Spiel Bloodrayne Terminal Cut, das unter wine-lutris-7.2.2 nicht den vollen Support für meinen X-Box-Series-Controller bietet. Auch bei älteren Spielen wie Soul Reaver 2 gab es Probleme mit der Farbtiefe. Daher bin ich auf Proton-GE umgestiegen, da es mir eine reibungslosere Spielerfahrung bietet.

    Mit Proton-GE kann ich nun meine Spiele besser genießen, ohne mich mit den genannten Problemen herumschlagen zu müssen. Es ist erstaunlich, wie ein kleiner Wechsel der Gaming-Plattform so einen großen Unterschied machen kann.

    Proton-Up

    Mit Lutris erhältst du Zugriff auf verschiedene Wine-Versionen über den Menü-Punkt "Wine". Wenn du mehrere Programme zum Zocken installiert hast, gibt es eine äußerst einfache Lösung namens "Proton-Up-Qt". Dieses praktische Tool erkennt automatisch, ob Steam, Lutris oder Heroic auf deinem System installiert sind. Es zeigt dir die installierten Wine/Proton-Versionen an und informiert dich darüber, welche Spiele eine bestimmte Wine-Version nutzen.

    Das Beste daran ist, dass du ganz ohne die Verwendung von Terminal oder Webbrowser die Wine-Version deiner Wahl herunterladen und installieren kannst.

    In Lutris kannst du anschließend per Rechts-Klick auf ein Spiel die Option "Konfigurationen" auswählen. Im Reiter "Optionen des Starters" hast du dann die Möglichkeit, die Wine-Version zu ändern und anzupassen.

    Auch in Steam ist es ganz einfach: Rechts-Klick auf ein Spiel > Eigenschaften > Kompatibilität.

    Um "Proton-Up-Qt" zu nutzen, installiere es einfach mit dem folgenden Befehl über Flatpak:

    Code
    flatpak install flathub net.davidotek.pupgui2


    Wenn aus irgendeinem Grund ein gesicherter Spiele-Ordner herumliegt, kann man das Spiel ganz einfach in Steam integrieren. Klicke einfach mit der rechten Maustaste auf die Datei "SPIEL.EXE", um das Spiel zu starten, und wähle "Zu Steam hinzufügen". Bitte beachte, dass du später die Kompatibilität aktivieren musst, damit das Spiel ordnungsgemäß startet.

    Für zusätzliche Sicherheit verwende ich persönlich gerne Lutris und erstelle einen Wine-Präfix. Gehe dazu wie gewohnt vor und klicke auf "Windows-Spiel installieren". Gib den Namen ein und installiere nach und nach die Common_Redists. Achte darauf, dass du über "Rechts-Klick" > "Konfiguration" die auszuführende Datei änderst. Am Ende kopiere den Spiele-Ordner in das C: Laufwerk und stelle sicher, dass du "SPIEL.EXE" als auszuführende Datei festlegst und das korrekte Arbeitsverzeichnis angibst.

    Spiele, die bereits einen Startmenü-Eintrag haben, lassen sich einfach über das Kontext-Menü direkt zu Steam hinzufügen.

    Common Redistributables

    (Installationsreihenfolge: von unten nach oben / Beachte, dass "dotNetFx40_Full_setup.exe" wahrscheinlich bereits installiert ist.)

    • vcredist_x64.exe
    • oalinst.exe
    • xnafx40_redist.msi
    • vcredist_2015-2019_x86.exe
    • dxwebsetup.exe
    • vcredist_x86.exe
    • vcredist_2015-2019_x64.exe
    • dotNetFx40_Full_setup.exe

    Übrigens verwendet Steam auch eine ähnliche Methode, wenn es die Datei "Steamworks Common Redistributables" herunterlädt.

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  • Teil 2.1: DeckyLoader

    DeckyLoader ist ein kraftvoller Plugin-Manager, der von der Open-Source-Community entwickelt wurde und speziell für das Steam Deck optimiert ist.

    Die Installation ist besonders benutzerfreundlich gestaltet, um das oft verwirrende Terminal-Chaos bei der Installation von Programmen, die nicht gepackt oder im Repository verfügbar sind, zu umgehen.

    Um DeckyLoader zu installieren, kannst du entweder das Github-Repository oder die offizielle Homepage besuchen. Dort findest du deutlich sichtbare Download-Links. Mit einem Klick auf den Download-Button wirst du aufgefordert, den Speicherort für die Datei "decky_installer.desktop" festzulegen. Du kannst diese Datei an einem beliebigen Ort ablegen.

    Nachdem du die "decky_installer.desktop"-Datei platziert hast, kannst du sie einfach doppelklicken, um den Download und die nahtlose Installation zu starten. Wichtig ist, dass du zuvor mit dem Befehl "passwd" ein Passwort festgelegt hast, da dies das Signal dafür ist, dass Änderungen am System vorgenommen werden.

    Die automatisierte Installation findet in einem Terminal statt, das sich automatisch schließt, sobald der Vorgang abgeschlossen ist. Die durchgeführten Änderungen werden in dem Verzeichnis "/home/deck/homebrew" gesichert.

    DeckyLoader bietet dir somit eine einfache und bequeme Möglichkeit, leistungsstarke Plugins auf deinem Steam Deck zu verwalten und zu nutzen. Probier es aus und erlebe die Vielfalt, die dir diese Open-Source-Software bietet!


    Decky Loader
    Decky Loader is an open-source project that brings plugin support to the Steam Deck.
    decky.xyz
    GitHub - SteamDeckHomebrew/decky-loader: A plugin loader for the Steam Deck.
    A plugin loader for the Steam Deck. Contribute to SteamDeckHomebrew/decky-loader development by creating an account on GitHub.
    github.com

    Deckbrew

    Jetzt gibt es im Game-Mode einen zusätzlichen Menü-Punkt in Form eines "SchuKu-Steckers", der über die "OOO-Taste" zugänglich ist. Über diesen Stecker können Anwendungen und Plug-Ins problemlos installiert und verwaltet werden. Die Palette reicht von kosmetischen CSS-Modifikationen bis hin zu äußerst nützlichen

    Erweiterungen wie dem "Spiel pausieren", das man von Konsolen kennt, ProtonDB, das den Kompatibilitäts-Status für jedes Spiel anzeigt, SteamDB Grid, wo man nach Belieben Cover, Hintergrund und Logo jedes Spiels ändern kann, Fan-Tastic zur Überwachung der Lüfterleistung und Mango Peal für die Bearbeitung von MangHud nach individuellen Vorstellungen.

    Alles in allem ist DeckyLoader äußerst nützlich, durchdacht und verbessert das Spielerlebnis erheblich. Im Vergleich zu einem geschlossenen System wie der Nintendo Switch könnte man nur sagen: "So etwas wäre hier gar nicht möglich".

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  • Teil 2.2: Erweiterung des Speichers

    Möglichkeit 1: Mit einer microSD-Karte

    Die microSD-Karte lässt sich einfach in den entsprechenden Slot einsetzen und fixieren. Im Game-Mode muss die microSD-Karte zunächst über den Menüpunkt "Einstellungen" formatiert und dann eingebunden werden. Das erfordert nur zwei Klicks, und schon ist der zusätzliche Speicher einsatzbereit.

    Auf Linux-Ebene wird der erweiterte Speicher dauerhaft unter „/run/media/mmcblk0p1/“ eingebunden und im Dateimanager als das Laufwerk "primary" angezeigt. Beachte jedoch, dass wenn du vorhast, dein Deck auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen oder SteamOS komplett neu zu installieren, du die Daten der microSD-Karte zuvor extern (auf einem USB-Stick) sichern solltest. Nach einem Reset oder einer Neuinstallation wird das Volume der microSD-Karte nicht mehr als lesbar erkannt. Das gleiche Vorgehen gilt auch, wenn du die Karte mittels Adapter am PC sichern möchtest.

    Möglichkeit 2: Mit einer neuen M.2-Festplatte

    Für den Einbau einer neuen M.2-Festplatte muss das Steam Deck geöffnet werden. Hierbei ist es ratsam, sich anhand von Tutorials vorzubereiten, besonders wenn du keine Erfahrung mit dem Zusammenbauen von Hardware hast.

    Beachte die folgenden Schritte:

    1. Schalte das Gerät aus.
    2. Entferne die beiden Außenschalen auf der Rückseite, die mit insgesamt 8 Schrauben befestigt sind. Diese Schrauben sind aus Plastik und daher leicht zu lösen.
    3. Trenne die Schnappverbindungen an den Schalenrändern vorsichtig mit einem Plastikwerkzeug oder einem Plektrum.
    4. Löse die 3 Schrauben des Abschirmkäfigs. Eine davon befindet sich unter dem Aluminiumaufkleber in der Mitte.
    5. Der Akku-Anschluss wird sichtbar und kann mit einer Plastik-Pinzette gelöst werden.
    6. Die alte Festplatte ist mit einem kleinen Schräubchen befestigt und hat einen Schutzmantel, den du auf die neue Platte übertragen solltest.

    Alles in allem ist der Vorgang recht einfach (für mich). Die zu tauschenden Teile und Anschlüsse haben eine angenehme Größe, sodass du nicht mit der Lupe arbeiten musst.

    Nachdem du die neue M.2-Festplatte eingebaut hast, musst du Steam OS mit BalenaEtcher auf einen USB-Stick flashen, der mindestens 8 GB groß sein sollte. Um das BIOS/UEFI aufzurufen, drücke die Power-Taste und den Minus-Button gleichzeitig und wähle das USB-Laufwerk aus. Das Booten dauert eine Weile. Sobald du auf das Live-System zugreifen kannst, klicke auf "ReImage", ein Terminal öffnet sich, und das war's. Starte das System neu, und los geht's!

    Einbau-Tutorial:

    Easy Steam Deck SSD Upgrade!
    Firmware - https://store.steampowered.com/steamos/download/?ver=steamdeck&snrRufus - https://rufus.ie/en/Music - https://soundcloud.com/thbdsultan/thbd-good-...
    www.youtube.com


    ISO-Download:

    SteamOS

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  • Teil3: Harte Eingriffe ins System (Fun-Part)

    Achtung: Bitte beachte, dass das folgende Verfahren Änderungen an deinem System vornimmt und Risiken mit sich bringen kann. Führe diese Schritte nur durch, wenn du genau weißt, was du tust, und sei dir bewusst, dass du möglicherweise dein System beschädigen könntest.

    SteamOS basiert auf ARCH LINUX. Anfangs hatte ich Bedenken, dass ich das System regelmäßig neu installieren müsste, wie es oft bei Arch-Systemen der Fall ist. Allerdings stimmt das nicht. Zum einen ist SteamOS immutable, was bedeutet, dass es schreibgeschützt ist. Zum anderen ist der Paketquellen-Index nicht einmal vorhanden. Updates werden nur dann durchgeführt, wenn Valve es möchte. Also, ist es wirklich noch Arch? Ich denke nicht!

    Wenn man jedoch das Maximum aus seinem System herausholen möchte, führt kein Weg daran vorbei, das System zu modifizieren.

    Standardmäßig hat der Benutzer "deck" kein Passwort. Um das System zu bearbeiten, ist jedoch ein Passwort erforderlich.


    Terminalbefehl:

    Code
    passwd

    Ab diesem Zeitpunkt ist "sudo" verfügbar.


    Zum Glück können wir immer noch nichts kaputt machen. Doch das können wir ändern:

    Code
    # Read-Only-Modus deaktivieren
    sudo steamos-readonly disable

    Ich besitze auch Linux-native Spiele, die gelegentlich Linux-Bibliotheken benötigen. Ein Beispiel ist OpenAL. Um diese Bibliotheken zu erhalten, müssen wir Pacman initialisieren.

    Code
    # Pacman-Schlüssel initialisieren
    sudo pacman-key --init
    sudo pacman-key --populate
    sudo pacman-key –refresh-keys


    Um Texte zu bearbeiten, habe ich Nano installiert.

    Code
    # Nano-Editor installieren
    sudo pacman -S nano

    Sobald alles erledigt ist, kannst du den Schreibschutz wieder aktivieren.

    Code
    # Read-Only-Modus aktivieren
    sudo steamos-readonly enable


    Systemweit de_DE locale

    Im Steam-Game-Mode kannst du die Sprache auf Deutsch einstellen. Im Desktop-Mode ist jedoch alles auf Englisch, einschließlich der Tastatur. Aber keine Sorge, du kannst das ändern. Beachte jedoch, dass ich nicht garantieren kann, dass nach einem Update alles wieder auf den Standard zurückgesetzt wird.

    Um die Spracheinstellung auf Deutsch im Desktop-Mode umzustellen, folge diesen Schritten:

    1. Deaktiviere den Read-Only-Modus, um Änderungen zu ermöglichen:

    Code
    sudo steamos-readonly disable

    2. Bearbeite die Datei "locale.gen" mit dem Texteditor "nano":

    Code
    sudo nano /etc/locale.gen

    3. Finde die Zeile:

    Code
    #de_DE.UTF-8 UTF-8
    Und ändere sie in:
    
    
    de_DE.UTF-8 UTF-8

    Speichere die Änderungen mit STRG+X, dann Enter und schließe den Editor.

    4. Aktualisiere "glibc":

    Code
    sudo pacman -S glibc

    5. Generiere die geänderten Locale-Einstellungen:

    Code
    sudo locale-gen

    6. Installiere das "i18n" Paket für KDE (falls noch nicht installiert):

    Code
    sudo pacman -S ki18n

    7. Installiere "plasma" erneut, um sicherzustellen, dass alle Änderungen übernommen werden:

    Code
    sudo pacman -S plasma

    8. Falls du die deutsche Rechtschreibkorrektur benötigst, installiere das "aspell-de" Paket:

    Code
    sudo pacman -S aspell-de

    9. Schließlich installiere alle Pakete neu, um sicherzustellen, dass alle Spracheinstellungen aktualisiert werden:

    Code
    sudo pacman -Qqn | sudo pacman -S -

    Danach kann man KDE-Typisch die Lokalisierung vornehmen. Beachte jedoch, dass Systemupdates oder Änderungen an den Steam-Einstellungen diese Anpassungen möglicherweise rückgängig machen könnten.

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  • Teil 3.1: CryoUtilities

    Mit dem Tool CryoUtilities wird versprochen, die Performance von Spielen deutlich zu verbessern - teilweise um 10 FPS. Da ich recht furchtlos bin, habe ich es ausprobiert und kann bestätigen: Es stimmt! Allerdings ist CryoUtilities keine Zauberei! Es nimmt einige Einstellungen vor, um die Leistung zu steigern:

    • Die Swap-Größe wird auf 16 GB erhöht und die Swappiness auf 1 gesetzt.

    • Huge Pages und Shared Memory in THP werden aktiviert.

    • Der VRAM wird von 1 auf 4 GB erhöht.

    Ich möchte jedoch betonen, dass die Verwendung von CryoUtilities auf eigene Gefahr erfolgt. Es gibt Bedenken, dass der Einsatz von Swap auf einer SSD zu einem schnelleren Verschleiß führen kann.

    Das Tool kann hier heruntergeladen werden:

    GitHub - CryoByte33/steam-deck-utilities: A utility to improve performance and help manage storage on Steam Deck.
    A utility to improve performance and help manage storage on Steam Deck. - GitHub - CryoByte33/steam-deck-utilities: A utility to improve performance and help…
    github.com

    Wer visuelle Anleitungen bevorzugt, findet hier ein Youtube-Tutorial:

    Wir schöpfen mit Cryo Utilities 2.0 das versteckte Potential des Decks aus! | Steam Deck Tutorials
    Die Cryo Utilities sind in der Version 2.0 erschienen. Wir gucken uns das Tool anhand von zwei Benchmarks an, und finden heraus, ob und wie viel mehr Leistun...
    www.youtube.com


    Insgesamt sind dies alle Erkenntnisse aus 20 bis 30 Tutorials, die ich gesehen oder gelesen habe, in einem Artikel komprimiert. Oftmals ist es nützlicher, alle Informationen auf einmal zu haben, anstatt sie einzeln zusammenzusetzen. Alles in allem ein tolles Spielzeug für große Jungs (und Mädchen) :P

    Ich hoffe, dass dieser Artikel dem einen oder anderen Leser hilfreich ist.

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  • 1. Aktiviere den Read-Only-Modus, um Änderungen zu ermöglichen:

    sudo steamos-readonly enable

    nur eine frage aber wenn du den read only mode aktivierst solltest eigentlich nichts ändern können. das ist mir bei allen anleitungen die du geschrieben hast aufgefallen

    PC:      Ryzen 9 7950 X3D, 64GB DDR5 RAM, Sapphire 7900 XTX - Arch Linux Plasma

    Laptop:    Lenovo Legion 5 AMD    - Manjaro KDE

    Server1:   Dedicated von Hetzner   - Debian Linux (für Xmpp+omemo, und Gameserver)

    ServerHome:   2x Xeon E5 2630v4, 64GB DDR4, 2x Raid5, 2x 512GB SSD - Debian Linux (als KVM host, NAS, ...)

  • nur eine frage aber wenn du den read only mode aktivierst solltest eigentlich nichts ändern können. das ist mir bei allen anleitungen die du geschrieben hast aufgefallen

    Boa, danke! Das passiert also, wenn man ChatGPT fragt, obes auf Rechtschreibung prüfen kann -.- ... Is' geändert

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