Posts by MBAdept
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So gesehen muss man wirklich trennen zwischen Open Source und kostet oder kostet nichts.
Trotzdem verstehe ich nicht, wieso jemand überhaupt sein Produkt Open Source bereitstellt, wenn er über Lizenzen doch gut Geld verdienen könnte. Ist das Ziel die Verbreitung zu fördern (also sehr unternehmerisch gedacht) oder Überzeugung.. vermutlich ein Mix aus ganz Vielem. Aber man verliert ja gefühlt etwas die Kontrolle, auf der anderen Seite vielleicht auch ein Qualitätsmerkmal. Wer schlimmsten Code produziert hat, wird das vermutlich nicht Open Source stellen

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Da stellt sich wieder die Frage nach dem Gesamtbild.
Könnte ich beispielsweise über Spenden mehr einnehmen als über einen echten Verkauf? Brauche ich für Professionalität vielleicht einen Verwaltungsapparat, den ich gar nicht will, oder Leute, die mir Druck w#hrend der Entwicklung lassen? Und manchmal dient ein freies, kostenloses Objekt auch entweder als kleine Marketingstrategie, Testballon oder wird sowieso als Unterbau für eine andere, meinetwegen "professionelle" Soft- oder Hardware benötigt, aber der Aufwand für eine Vermarktung wäre zu hoch.
Alleine schon die Kombination aus Valve/Steam -> Wine -> Proton -> SteamDeck zeigt doch, dass es quasi eine Win/Win/Win/Win-Situation geben kann, in dem am Ende sogar zusätzlich der Kunde gewinnt.
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Vielleicht ist es eine völlig alberne Frage, aber ich verstehe es wirklich nicht
Ich hätte nämlich gesagt, dass genau das Problem von Linux ist, dass der Anspruch ist, dass alles Open Source / kostenlos sein soll. Dadurch ist es für Unternehmen auch gar nicht so interessant (zusätzlich zum geringen Marktanteil) Software für Linux zu entwickeln, weil wenig Bereitschaft vorhanden ist Geld auszugeben, und damit bekommt aber Linux auch nicht mehr Marktanteil, weil die professionelle Software fehlt.Hoffe, es ist verständlich was ich meine. Mich würde sehr Eure Meinung interessieren. Gerne auch Links zu Blogs / Videos wenn Ihr meint, dass das irgendwo anders eigentlich gut erklärt wird.
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In den meisten Bereichen ist das unter Windows aber nicht anders. Viele "Tools" sind dort free, freeTrial, Shareware oder an einen Hardwarekauf gebunden. OBS, VLC, LibreOffice, diverse Virenscanner und Screenrecorder kosten da auch nichts und werden semi-professionell oder professionell genutzt. Das beste Beispiel ist wohl tatsächlich Blender, aber selbst Nischen-Produkte wie beispielsweise MAME setzen hohe sechsstellige Beträge um.
Man kann also eigentlich sagen, dass nur, weil man etwas kaufen undd/oder lizensieren muss, dies weder ein Gesichtspunkt für Professionalität ist, noch kann man sagen, dass OpenSource nicht professionell sein kann.
Ausserdem sind die "großen" wie Red Hat, Canonical usw. durchaus in der Lage, am Markt zu bestehen, und zwar auch nicht anders wie Microsoft: das Geld bringt nicht das Desktop-Bestriebssystem. Das wird in anderen Bereichen gemacht.
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Ich hätte eine Folgefrage an Euch:
Habt Ihr Beispiele, bei denen Ihr sagen könnt, dass Ihr unter Linux nun deutlich produktiver seid? Also Workflows etc.?
Vielen Dank

Mike
Das kommt ein wenig darauf an. Wenn man sich einmal Zeit nimmt, sein System vernünftig aufzusetzen, ist der Workflow finde ich tatsächlich unter Linux besser.
Das liegt zum großen Teil finde ich an den Desktop Enviroments. Wenn man mit Cosmic oder Hyperland klar kommt, hat man eine famose Kombination von Window-Tiling (in dem Bereich kann W11 wirklich nicht mithalten) und Tastatur-Shortcuts. Vor allem auf einem Einzelmonitor ist das unschlagbar.
Eingeschränkt gilt das auch für KDE und Cinnamon, bei xfce habe ich mich schwerer getan.
Und (und das gilt wahrscheinlich wirklich nur für mich): ich mag Spiele, die ruhig sind und wo man ein wenig AFK-Zeit hat. Bei vielen von denen wird im Vollbildmodus das Fenster einfach minimiert, wenn ich raustabbe. Selbst bei Tastenkombinationen, die das verhindern sollen, funktioniert das nicht immer. Linux? Kein Problem. Einmal die Windows-/Supertaste gedrückt, und ich kann gemütlich an meinen Memoiren schreiben ("11.08.2020: Nichts passiert.") und gleichzeitig gemütlich beobachten, ob nicht gerade ein Karpfen auf einer meiner Gewürzangriff-Amino-Boilies beisst.

Aber ich will Dich wirklich nicht überzeugen wollen. Wenn Windows für Dich funktioniert---ich glaube ich spreche für so ziemlich alle, wenn Menschen, die einfach nur interessiert an Linux sind, hier im Forum aufschlagen und sich austauschen wollen.

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Warum Linux?
Endlich ist mein PC wirklich wieder mein PC.
Endlich interessiert sich niemand mehr dafür, ob sich auf meinem Laufwerk por---tugiesische Heimatfilme, sämtliche Staffeln von Hallo Spencer! oder Baupläne für den ultimativen Papierflieger befinden.
Endlich keine Werbung im Startmenü.
Endlich Updates, wenn ICH sie machen will.
Endlich habe ich das Gefühl, dass ich mein OS jederzeit wieder reparieren kann, weil ich die Kontrolle habe.
Endlich kein Outlook-Gefrickel mehr.
Leider bin ich davon mittlerweile so begeistert von allem, was das Linux-Universum mit sich bringt, dass mich das monatlich an Spendengeldern mehr Kostet als Win11 + Office365 im Jahr, aber ENDLICH ist das mir jeden Cent wert.
Mein Laptop rast, bootet deutlich schneller, ist leiser und kühler, verbraucht weniger Strom und macht einfach wieder Spass.
Und dann ist da noch die grandiose, hilfsbereite und quasi immer verfügbare Community...
Was war noch gleich die Frage?

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Hm. Als Deep Blue damals Kasparow schlug, dachte ich auch schon: "nu isses bald soweit".
28 Jahre später finde ich, dass die Entwicklung nicht nur hinter meinen Erwartungen herhinkt, sondern mir in ihrem derzeitigen Status nützlicher erscheint als ich mir das in meiner eigenen Dystopie ausgemalt hatte.
Ich bin mal eher auf der abwartenden Seite. Vielleicht kommt ja doch eher ein "Data" statt eines "Allied Mastercomputers".
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TPM lässt sich deaktivieren wenn es sich nicht um ein Dualboot-System mit WIndows handelt. Also nur Linux auf dem Rechner/PC installiert ist und kein WIndows.
Das zu erklären wie das nun geht ... wichtig ist das eigentlich nicht. Es sollte Linux nicht davon abhalten zu starten
Ich glaube, dass das ein seltenes CPU Problem ist. DualCore I3 mobile spricht so ein wenig dafür, dass die Lane für TPM unvermutet woanders liegt oder der prefetch nicht im CPU-Cache ist. Natürlich ist das mehr ein Erklärungsveruch als "educated".
Sprechen ältere Kernel eigentlich auch den TPM-Chip an?
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Der ST hatte ja - wenn ich mich recht erinnere - den Yamaha YM2149. Der konnte eigentlich nur "Rauschen" erzeugen. Trotzdem haben es paar Leute irgendwie geschafft, den Refrain von Foreign Affair (Mike Oldfield) auf eine Diskette für den ST zu packen.
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Naja. Der Yamaha hatte sogar 3 Stimmen plus Rauschen. Aber Sampling oder eine aufwendige Soundkullisse konnte man einfach auf nem Datenträger speichern und beispielsweise über die CPU abspielen lassen, was diese allerdings so sehr forderte, dass sie quasi nichts anderes mehr konnte.
Ich mochte den ST sehr...aber weder der Shifter noch der Yamaha waren eine gute Entscheidung von Atari.
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Warum Linux? Warum Manjaro?
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Herzlich willkommen.
Gute Wahl, finde ich. Manjaro genißt einen zweifelhaften Ruf aus längst vergangenen Tagen, aber ich finde es nach wie vor übersichtlicher und einfacher als CachyOS oder EndeavourOS. Und ich habe bisher keine Update-Probleme erlebt, im Gegensatz zu beispielsweise Garuda.
Schön, einen Manjaro-User mehr im Forum zu haben.
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Unwahrscheinlich aber man weiß ja nie, bekommt das Brett genug Spannung? Netzteil korrekt verkabelt?
Wäre auch meine erste Idee gewesen...aber da wird ja wohl bei der Ausstattung kein 600-W-Netzteil dran sein...
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