Youtube, Twitch, cursor und allgemein die Bedinung sind laggy

  • Hallo,

    das neue Windows Update hat mir ärger bereitet. Es hat mehrere Desktop Verknüpfungen und die Symbole aus dem Startmenü gelöscht, so dass ich mit Mühe nun auf die Programme zugreifen muss. Das war der Punkt, an dem ich mich für Linux entschieden habe. Auf der Suche nach Tutorials auf Youtube, welches Linux das beste für einen Anfänger ist, kommt man an Jean's Youtube Kanal nicht vorbei, somit habe ich mir einige Videos angeschaut und entschieden Linux Mint zu installieren. Ich habe absolut alle Punkte beachtet die Jean in dem Video "Linux Mint 21.1 neben Windows installieren - Crashkurs für Anfänger" aufführt.
    Mein großes Problem sind nun die einfachsten Dinge, die man so im Internet macht, wie z.B. Youtube Videos oder einen Twitch Stream schauen. Diese sind teilweise abgeschnitten, laggen oder das Bild asynchron zu dem Ton. Es ist sehr frustrierend, wenn sogar die einfachsten Dinge nicht funktionieren. Bei Windows habe ich nie Probleme damit gehabt, mehre Youtube Videos und Twitch streams gleichzeitig flüssig laufen zu lassen.
    Wie gesagt ich habe alle Schritte genau so erledigt wie Jean in seinem Tutorial Video. D.h. 100GB der patriotierten Festplatte zugewiesen, alle Updates installiert und alle Treiber aktualisiert.

    Mein Laptop ist ein Lenovo Thinkpad T480

    Prozessor Intel(R) Core(TM) i7-8650U CPU @ 1.90GHz, 2112 MHz, 4 Kern(e), 8 logische(r) Prozessor(en)

    Installierter physischer Speicher (RAM) 32,0 GB
    Intel(R) UHD Graphics 620

    Da Linux nicht so viele Ressourcen verbraucht wie Windows, sollte es flüssig laufen, was leider das Gegenteil zur Zeit ist. (Windows läuft absolut flüssig)
    Ich habe nun nachdem Problem gegoogelt und festgestellt das so einige Benutzer genau das gleiche Problem haben. (Suchbegriffe wie Linux Mint Firefox laggy)
    Es gab verschiedene Lösungsansätze mit Firefox about:config und Linux command Einstellungen, aber es hat minimal bis gar nichts gebracht.
    Nach mehreren Stunden Recherche und Einstellungen bin ich nun frustriert und will am besten zurück zu Windows (Ist noch nicht gelöscht)

    Ich hoffe hier kann mir geholfen werden.

    Grüße Alchemist

  • Go to Best Answer
  • Kurze Rückfrage, das T480 hat soweit ich weiss neben der Intel GPU auch noch die Nvidia GPU. Hast du ebenfalls die Nvidia Grafikkarte in deinem Notebook?

    Falls ja hast du die properitären Treiber installiert?

  • Ja unbedingt beim empfohlenen Treiber bleiben. Ich dachte das lagging kommt von den quelloffenen (da die wirklich furchtbar sind).


    Wenn du deinen Browser mal komplett beendest. Und dann im Startmenü von Linux Mint per Rechtsklick auf deine Browser klickst sollte es dort eine Option geben die heisst "Mit Nvidia Grafikkarte ausführen".


    Laggt es dann immer noch?

    Falls ja bin ich mit meinem Latein am Ende. Falls Nein, kann ich dir danach helfen, wie du die Anwendung immer über die Nvidia Graka laufen lässt.


    Falls du Firefox benutzt. Installier vor dem beenden unbedingt noch das Paket ffmpeg.

    sudo apt install ffmpeg

  • Ich benutze Firefox. Das Paket ffmpeg habe ich installiert und Firefox mit "Mit NVIDIA Multi-GPU ausführen" gestartet.

    Die Videos bei Youtube werden weiterhin vorgeladen, dass sieht man an dem grauen Balken. Sie sind jedoch weiterhin ruckelig. Keine Veränderung.

  • Alchemist

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  • Ich habe vergessen zu sagen, dass ich an meinem Lapi einen Bildschirm angeschlossen habe. Nun habe ich den Test gemacht und den USB Stecker abgezogen und siehe an, es läuft aufeinmal alles super flüssig.
    Jetzt möchte ich meinen Monitor weiter nutzen und das ruckelfrei.

  • Ist der Bildschirm über HDMI angeschlossen?


    Folgender Tipp, im Bios kannst du definieren ob du du sowohl Nvidia und Intel GPU im Dual Betrieb oder nur die Nvidia GPU verwenden willst.


    Kannst du dort mal auf nur Nvidia umstellen. Die Option müsste irgendwas mit "discrete Graphic only" oder so heissen. Wenn externer Monitor angeschlossen ist läuft das eh immer über Nvidia -> evtl können wir das Problem eliminieren wenn wir die Intep GPU quasi gar nicht einschalten.

  • Hmm ich nehme an der Bildschirm läuft über Thunderbolt und nicht über USB. Wenn das wirklich über USB läuft würde das definitiv das lagging erklären xD

    Schade wegen dem Bios auf meinem schon älteren Thinkpad X1 habe ich diese Einstellung im Bios.


    Die Frage ist wie viel Zeit du dafür investieren willst. Viel mehr helfen kann ich dir hier nicht. Da ich kein grosser Linux Mint Experte bin und nun alles durchgegangen bin was ich kenne.

    Es kann sein, dass es hier Probleme mit Cinnamon gibt der noch auf dem X-Server statt Wayland läuft, oder auch was ganz anderes.

    Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du mal versuchen ein aktuelles Ubuntu auf nen Stick zu laden und prüfen ob es damit besser geht. Viel mehr kann ich dir aber nicht mehr dazu sagen -> vielleicht finden wir hier aber noch ein paar Experten die mehr Ahnung von davon haben.

  • Ja stimmt es ist ein Thunderbolt Anschluss, ich war erstmal etwas verwirrt, weil auf dem Kabel vom Lapi zum Minitor USB3.1 drauf steht.

    Ich denke ich weiß jetzt wo das Problem ist.
    Unter Display/Bildschirm Einstellungen hatte ich die "Bildschirmskalierung" auf 125% gestellt auf beiden Monitoren.
    Nun habe ich diese Einstellungen wieder auf 100% gestellt und es läuft alles flüssig.

    Ich kann erstmal mit dieser Einstellung arbeiten. Würde aber gerne trotzdem den 125%igen Zoom haben ohne die laggs.

  • Ah dann habe ich wieder einen Ansatzpunkt der wird dir aber nicht gefallen.

    Die Stufenweise Saklierung (also 125, 150 und 175%) unter GTK Desktops (Cinnamon, Gnome, XFCE, Mate, etc) ist naja wenn überhaupt einen Hack -> erst Recht unter X11.


    Wenn du 125% nutzen willst, kann ich dir nur empfehlen, auf einen Desktop zu setzen der mit Wayland klar kommt (Gnome oder KDE).

    Wenn du zwingend bei X11 bleiben willst. Dann KDE (das basiert auf QT) die haben keine Probleme mit stufenloser Skalierung.


    Cinnamon von Linux Mint wird irgendwann auch auf Wayland wechseln, aber das wird definitiv noch ein paar Jahre dauern.

  • Erstmal danke für deine Hilfe. Zum Glück gibt es solche Foren.

    Schade das so etwas "simples" in Mint nicht funktioniert. (Wir sind in 2023 und nicht in 2010)

    Ich vermute Linux Mint und/oder andere Versionen bringen ganz viele solcher Kleinigkeiten mit sich mit und deshalb geben die Leute schnell auf bei diesen Betriebssystemen. Man hat einfach keine Lust sich Stunden lang mit solchen Problemen zu beschäftigen.
    Aber mittlerweile ist Windows keine Option für mich, deshalb bleibt mir nichts anderes übrig.

    Ungerne würde ich jetzt auf ein anderes Linux wechseln, ich habe gerade Mint installiert.

    Man kann ja noch im Firefox die Zoom Funktion einstellen.

  • Das Problem ist, dass der Cinnamon Desktop, im Grunde ein Fork ist. Also der wurde damals vor vielen Jahren quasi 1:1 von GNOME kopiert und seither unabhängig weiterentwickelt werden.

    Das ist aber so gefühlt ein 3-10 Mann Projekt.

    Und in den letzten Jahren -> wie du sagst es ist nicht mehr 2010 ist sehr viel passiert. Die grossen Desktops KDE und GNOME haben mehrere Hundert Entwickler und können daher schnell auf neue Entwicklungen reagieren -> z.b. eben fraktionelle Skalierung (aber auch noch viele andere Dinge).

    Da kann ein 3-10 Mann Team gar nicht mithalten.

    Zusätzlich haben die grossen Desktops - massive finanzielle Sponsoren (Red Hat, etc) und zusätzlich auch noch externe Entwickler. Also da gibt es Leute die quasi jeden Tag beruflich an Gnome arbeiten und den Lohn von Red Hat beziehen usw.


    Linux Mint ist - in der breiten Linux Welt halt eine Nische die zwar aktiv und mit viel Sympathie entwickelt wird -> aber technische Neuigkeiten immer erst mit (sehr) vielen Jahren Verspätung kommen.


    Und Wayland ist eben ein "dickes" Ding. Wayland ist ein Projekt, das seit über 15 Jahren in Entwicklung ist und eben das Ziel hatte die Art und weise wie Dinge auf dem Bildschirm dargestellt werden zu verändern.

    Bisher wurde der X-Server genutzt (bzw. Linux Mint nutzt den immer noch) das ist ein Software Relikt aus der frühen 80er Jahre. Mit kaum wartbarem Code und definitiv nicht geeignet für hochauflösende Monitore, oder Dinge wie z.b. HDR Inhalte, usw


    Deswegen hat man vor vielen Jahren gesagt, man macht einen "Cut". X-Server wird nur noch gewartet und wir entwickeln mit Wayland etwas komplett neues modernes von Grund auf. Das hat auch gedauert.

    Lange war dann Wayland in den Distributionen nur optional verfügbar und per Default immer noch X11, da viele Desktops und auch andere Programme eben erst ihren Code anpassen mussten um mit Wayland zu funktionieren.


    Seit so Ende 2016 haben aber die ersten Distributionen angefangen Wayland als Standard auszuliefern. Inzwischen dürfte bei allen grossen Distributionen (Ubuntu, Fedora, Suse) Wayland längstens Standard sein.

    Bei einigen (z.b. Fedora) diskutiert man bereits den "Legacy-X11-Support" bald komplett aufzugeben und nur noch Wayland zu nutzen.


    Früher oder später muss Cinnamon und damit auch Mint auf Wayland wechseln, da führt kein Weg dran vorbei -> aber wie gesagt das passiert nicht morgen und auch nicht übermorgen.

  • Das ist sehr aufschlussreich. Es würde in meinem Fall wahrscheinlich Sinn machen auf ein anderes Linux umzusteigen, denn ich plane mich damit längerfristig zu beschäftigen.


    Ich möchte ein Linux installieren, welches auf dem neusten technischen Stand ist, ständig weiterentwickelt wird und mit anderen Betriessystemen mithalten kann.
    Die Oberfläche muss nicht unbedingt dem Windows gleichen, hauptsache es ist intuitiv bedienbar.

    Ich blicke bei den ganzen verschiedenen Distributionen überhaupt nicht durch, es ist wirklich verwirrend, gefühlt gibt es hunderte.

    So wie ist das verstehe gibt es eine Basis wie Ubunutu und Oberflächen die dann darauf aufbauen.

    Welches Linux sollte ich deiner Meinung nach mir anschauen?

  • Wenn dir Mint gefällt könntest du auch versuchen den Desktop zu wechseln.

    Möchtest du dir aber definitiv erstmal klar werden welche Distribution du benutzen willst, solltest du dich erst einmal schlau machen. Dazu gibt es im Netzt diverse Anlaufpunkte.


    External Content www.youtube.com
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    https://www.heise.de/downloads/18/3/2/5/8/6/2/3/Linux_Linienplan_A3_final.pdf

    Linux Betriebssysteme - eine Übersicht
    Der Umstieg auf Linux beginnt mit der Wahl eines "Linuxes" - aber wo liegen die Unterschiede?
    www.heise.de

    Bye, Windows: Welche Linux-Distribution soll ich nehmen?
    Es gibt viele Gründe, auf Linux umzusteigen, etwa Sicherheit, Gratis-Software und Datenschutz. Wir vergleichen die Distributionen.
    www.pcwelt.de

  • Ich möchte ein Linux installieren, welches auf dem neusten technischen Stand ist, ständig weiterentwickelt wird und mit anderen Betriessystemen mithalten kann.
    Die Oberfläche muss nicht unbedingt dem Windows gleichen, hauptsache es ist intuitiv bedienbar.

    Warum der Vergleich mit anderen Betriebssystemen? Ist doch nicht wirklich wichtig. Wichtig ist, dass Du Dir ein System aussuchst, das kann, was Du willst.

    Mit der Bedienung hast Du unter Linux eine große Spielwiese. Nicht nur, dass es unterschiedliche Oberflächen gibt, Du kannst jede auch noch sehr weit konfigurieren. Da sollte auf Jeden Fall etwas dabei sein.

    So wie ist das verstehe gibt es eine Basis wie Ubunutu und Oberflächen die dann darauf aufbauen.

    Welches Linux sollte ich deiner Meinung nach mir anschauen?

    Die Basis von Ubuntu und vielen anderen Systemen ist Debian. Das läuft stabil, hat aber nicht so viele Pfeifen und Glöckchen eingebaut, was man aber selbst nachrüsten kann. Und es ist nicht immer auf dem hochaktuellsten Stand, es sei denn, man betreibt den testing-Zweig, der allerdings nicht umsonst so heißt.

    Wenn es Dir um Aktualität geht, wäre Manjaro-Linux eine Option. Ist sehr aktuell, allerdings manchmal mit ein paar Eigenheiten. Die müssen nicht unbedingt auffallen, aber es gibt sie.

    Ich nutze derzeit Manjaro, Debian und MX-Linux auf verschiedenen Rechnern. Teilweise wegen der Systemansprüche, teilweise aber auch, weil ich mich da nicht wirklich gegen eines von denen entscheiden will. Die gefallen mir alle.

    Schinder und Knarren, statt Kinder und Narren...

    Alles ist so unsagbar schnell geworden.
    (EROC, Let's Gläntz)

  • Welches Linux sollte ich deiner Meinung nach mir anschauen?

    Naja du hast ein "spezielles" Setup. Damit meine ich, dass du halt ein Dual-GPU Setup ist. Grundsätzlich läuft das bei allen Distributionen braucht aber bei vielen ein manelles und teilweise komplexes Setup.

    Ubuntu und Pop!_OS unterstützen das Out-of-the Box. Würde daher eine der beiden anschauen. Pop!_OS und Thinkpads sind eh immer Herz und Seele.

  • Ich möchte ein Linux installieren, welches auf dem neusten technischen Stand ist, ständig weiterentwickelt wird und mit anderen Betriessystemen mithalten kann.

    Dann kannst du schon mal Debian als Basis aussortieren da Debian nicht gerade auf den "neusten Stand" ist. Auch Manjaro solltest du nicht Benutzen da sie in der Vergangenheit gerne unfertige Software gegen den Willen der Entwickler rausgebracht haben und nach Oberflächen Updates gerne verbuggt sind (kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen).


    Zudem kannst du dich bei den Oberflächen auf Gnome und KDE beschränken da diese am Besten mit Wayland und damit auch "fractional scaling" funktionieren.


    Ich würde mit Ubuntu bzw. Kubuntu (KDE) 22.04 ausprobieren da diese relativ neue KDE/Gnome Versionen bringen und trotzdem Einsteigerfreundlich sind.

  • Wenn Du optisch für den Gnome Desktop zu erwärmen bist, kann ich Pop!_OS (basiert auf Ubuntu) empfehlen. Pop!_OS ist idiotensicher. Und ich muss das wissen, denn ich benutze es und bin ein ... äh, vergessen wir das ... . :D :D:D

    Daily Driver PC: Pop!_OS 22.04 + Win 10 Dual Boot/ Intel i7-7700K / NVIDIA GeForce GTX 1070 / 32 GB RAM / 3x 1TB Samsung SSD

    Daily Driver Laptop: HP Elitebook x360 1030 G2 / Pop!_OS 22.04 + Win 11 Dual Boot / Intel i5-7200U / Intel HD 620 / 8 GB RAM / 500 GB Samsung NVMe

    Retro-Spiele PC: Manjaro XFCE / Intel i5-4670K / NVIDIA GeForce GTX 760 / 16 GB RAM / 250 GB Samsung SSD

    Couch Laptop: Dell Latitude E6220 / Linux Mint 21 Cinnamon / 8 GB RAM / 250 GB Samsung SSD

  • Danke Leute, für eure Tipps. Ich habe mir Pop!_OS und Kubuntu angeschaut. Mir gefällt Kubuntu von der Oberfläche ganz gut. Ich denke, dass wird es werden.

    Auf der Seite Kubuntu.org gibt es verschiedene Version und dadrunter sind Zeitangaben, bis wann die Version unterstütz werden, dass verwirrt mich.

    Mir stellen sich folgende Fragen:
    Warum gibt es nicht nur eine aktuelle Version, die ständig geupdated wird?
    Warum wird eine ältere Version von Kubuntu 22.04.1 LTS bis April 2025 und Kubuntu 22.10 nur bis Juli 2023 unterstützt?
    Warum wird der Support überhaupt zeitlich begrenzt?
    Welche Version ist nun die richtige für mich?

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