Tolles Setup an Kollegen weitergeben

  • Hallo liebe Forumskollegen!


    Die Firma, in der ich arbeite, ist, mit Ausnahme der Laptops, komplett "Linux", auch unter Windows findet bei uns auf der Konsole alles in WSL2 statt.


    Da ich die letzten Tage recht viel Zeit hatte habe ich jetzt auch das Projekt (Eigeninitiative) "Entwicklerlaptops auf Linux umstellen" begonnen und bei mir große Fortschritte erzielt.


    Jede (!) Software, die wir brauchen, läuft, ich hab zsh mit ordentlichen Erweiterungen (Starship, oh-my-zsh, vim-Mode, etc...) und guake installiert, MicroK8S läuft wie ein Glöckchen, selbst netcore70 und Rider sind drauf und funktionieren besser als unter Windows.


    Aber jetzt meine Frage:


    Kann ich mit Ubuntu eine Art "erweiterten Installer" basteln, der alles, was ich da so gemacht habe, gleich mitinstalliert und vorkonfiguriert? Oder muß ich ein Shell-Script schreiben und das via git verteilen?


    Hat von Euch jemand Erfahrung mit sowas?


    Nebenbei bemerkt: bin erstaunt, wie reibungslos mein designiertes Entwicklungssystem läuft. Installation von "eh allem" war fast komplett schmerzlos, es ist flott, es ist komfortabel.

  • Ich kann leider nichts direkt beitragen, da dies nicht mein Thema ist. Wenn deine Frage beantwortet wurde, würde ich aber gerne noch ein wenig mehr zu deiner Firma hören. Dass ihr wirklich komplett auf Linux seid, klingt mindestens spannend - fast schon einzigartig. Vielleicht kannst du uns später mal ein paar Infos geben. Ich meine hier so eine grobe Richtung. Branche, Firmengröße, etc. Einfach ein paar Infos, damit wir das Ganze besser einschätzen können.

    💻 ThinkPad X250 i5-5300U Intel HD 5500 8GB | 💾 Unraid Homeserver i5-4570 16GB

    💻 Zenbook 13 OLED Ryzen 7 5800U 16GB | 💾 AMD EPYC 7702 10 Core - 32GB RAM - 1TB SSD

    Hardcore Distrohopper und die nächsten 24-72 Stunden unterwegs mit: Linux Mint

  • Ich kann leider nichts direkt beitragen, da dies nicht mein Thema ist. Wenn deine Frage beantwortet wurde, würde ich aber gerne noch ein wenig mehr zu deiner Firma hören. Dass ihr wirklich komplett auf Linux seid, klingt mindestens spannend - fast schon einzigartig. Vielleicht kannst du uns später mal ein paar Infos geben. Ich meine hier so eine grobe Richtung. Branche, Firmengröße, etc. Einfach ein paar Infos, damit wir das Ganze besser einschätzen können.

    Gern.


    Wir kümmern uns um das Thema "erneuerbare Energie", vor allem in Bezug auf Sektorenkoppelung: wir entwickeln ein Heizgerät auf Pellets-Basis, das auch Elektrizität, und zwar ziemlich viel, erzeugt.

    Ich leite die Backend-Entwicklung sowie CI/CD, devops und den Betrieb unserer Cloud-Infrastruktur, wir sind im Bereich Software derzeit 4 interne und 2 externe Mitarbeiter.

    Unsere Cloud ist komplett Linux-basiert, wir entwickeln auch rein Linux-Software, daher ists manchmal ein bisserl "seltsam", daß unsere Laptops noch auf Windows laufen, was wir aber ändern wollen. :)

    Ich meine, Powershell oder sowas existiert für uns gleich gar nicht, wird alles in WSL2 gemacht, mit zsh zu arbeiten ist ja extrem komfortabel, da kommt nichts anderes ran. Auch kein explorer.exe oder ähnliches, wir helfen uns da auch gegenseitig aus und bringen uns gegenseitig Tricks bei. So eine kleine "WSL2"-Community, wennst so willst. :)

    Auf das Forum hier bin ich gestoßen, weil ich auf YouTube ein paar linuxguides-Videos gesehen habe, die mir gestern auch enorm geholfen haben bei meinem Initiativprojekt (danke dafür, ich hoffe, der Mann, der die macht, liest hier mit!). Und ich würde sowieso gern in Zukunft noch viel mehr in Sachen Linux tun, ich bin ja Fan seit Mitte der 90er, hab auch privat (außer zum Zocken) Linux in Verwendung seit einiger Zeit (1999-2000 wars schon mal mein daily driver, weil ich da einen Mentor hatte, der mir da viel beigebracht hat, aber das waren noch gaaaaanz andere Zeiten), würde mich insbesondere für das GNU-Rust-Projekt interessieren (exa ist ja schon mal echt toll).

  • Theoretisch müsste das gehen. Im Ordner "/etc/skel" sind alle Dateien vorhanden, die beim erstellen eines neuen Benutzers in seinen Home Ordner kopiert werden.


    Ich gehe davon aus, dass man hier ein ISO basteln kann, dass dann die entsprechenden Configs in dem Ordner hat. Ich markiere hier mal evilware666 der baut immer wieder eigene ISOs mit Custom Configs, er kann da sicherlich gute Hilfe leisten.

  • Moin Pelletsburner


    Gib mal bitte in der Suche Programm Vorstellung: Cubic“ ein, eventuell ist das Programm genau das was du suchst.


    Mfg Evilware666

    Mein System: Ubuntu 22.10 auf Macbook Pro 2013 mit 8GB Arbeitsspeicher und 500 GB SSD.

    Nicht ärgern, nur wundern. :):thumbup:
    Ich denke, also bin ich und einige sind trotzdem. ;)
    Clint Eastwood: Zu viele Idioten, zu wenig Kugeln.👍🏻😎
    sudo apt autoremove --purge windows* :P
    sudo apt autoremove --purge osx* :P

    Kein Backup, kein Mitleid. ^^

  • Also für mich klingt dass, das Du ein Linux System aufgesetzt hast, mit allen benötigten Programmen und Einstellungen. Für deine Anforderung bietet sich meiner Meinung nach ideal MX-Linux an, weil das von Haus aus ein sehr geniales Snapshot Tool mitbringt, was Du dann bspw. auf einen USB Stick für die Installation "beamen" kannst.


    Damit entfällt jegliche Neukonfiguration für Dein Projekt.

  • Liebe Freunde, dankeschön! :)


    Ich hab jetzt erstmal begonnen, auf die /etc/skel-Lösung aufzusetzen und ein sudo-"onboarding"-Script ("sudo ./onboarding.sh") geschrieben, das gleich mal apt und snap ausführt und unter /etc/skel einige Voreinstellungen vornimmt.

    Die Idee wird dann sein, einen default-User anzulegen, der das Script ausführt und dann kann der neue Entwickler selber alles andere machen - Entwickler müssen ja sowieso sudoer sein und wir schreiben ja auch "Linux-Kenntnisse" in die Job-Description.

    Daß in Linux alles, aber auch wirklich ALLES (!) über Dateien konfiguriert wird, das macht solche Aufgaben viel einfacher. Die Registry-Hacks, die man unter Windows für alles, was über Klickibunti (ja, ist ein Klischee, ich weiß...) hinausgeht, die bleiben mir da erspart, wofür ich sehr dankbar bin. Der Obskurantismus, der in der Windows-Registry abgeht (undokumentierte Keys, seltsame Semantiken, etc...), der darf im Jahr 2022 einfach nicht mehr sein. Das hat vielleicht ins Umfeld der 80er gepaßt, als Interoperabilität und offenes Design noch als "Verschwörungstheorien" galten in den Chefetagen, aber ich erwarte heute, daß ein PC exaktest das macht, was ich ihm vorschreibe, was mir Linux (ok, mit der kleinen Ausnahme "systemd", aber gut, da kann man sich ja auch herummogeln, wenns sein muß) einwandfrei bietet.

    Ich glaube, daß das verdammt gut wird. :)

    Im Übrigen:


    Die neuen, in Rust umgesetzten, CLI-Tools gefallen mir sehr gut. Ich hab exa und bat (bei Ubuntu "bobcat") schon jetzt liebgewonnen. Es reizt mich auch gerade sehr, Rust zu lernen. :)

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