Sicherheitssoftware

  • Ich finde, dass beide Seiten hier sehr gute Argumente bringen und vielleicht sollten wir da dann mehr auf das "Drumherum" achten. Zum einen gibt es viele Anwender, die hier "Fire and forget" erwarten. Man hat ein gutes Gewissen, weil besagte "Sicherheitssoftware" im Hintergrund läuft und im Prinzip kann dann nichts mehr passieren. Das ist eine trügerische Sicherheit und solche Software entbindet nicht von einer gewissen Sorgfalt der Nutzer. Ich habe nicht selten infizierte Rechner mit installiertem Kaspersky, Norton oder McAfee erlebt. Wobei McAfee.. naja xD


    Wenn eine Software als Firewall agiert und Ports anständig kontrolliert, ist das sicher von Vorteil. Wenn diese mit sonstigen Funktionen vollgestopft wird, nur um eine Daseinsberechtigung zu erhalten, eher weniger. Es gibt einen Grund, wieso die Hersteller da immer mehr und mehr Funktionen einbauen. Hier muss man dann überlegen, ob man wirklich Backups seiner Dateien auf die Server von Kaspersky oder Norton laden will. Auch, ob der ganze zusätzliche Quatsch wirklich nötig ist.


    Ich sehe das ja so: 0-days sind extrem teuer und ABSOLUT NIEMAND wird diese verschwenden, um auf Tante Gudruns Rechner Bilder vom Enkelkind abzugreifen oder auf Opas Laptop an die Dateien des Modellbauplaners zu gelangen. In der Regel wird da ja der Nutzer selbst zum Einfallstor - oder aber bereits bekannte und einfach nicht gestopfte Sicherheitslücken. Und da sehe ich halt die Macher in der Schuld. Wenn bekannte Schwachstellen über Wochen und Monate offen bleiben, ist das ein Problem der Macher. Wenn die einfach schneller und besser reagieren würden, wären die Probleme so nicht gegeben.


    Hätten wir also eine ausgewogene Mischung aus "Kopf benutzen" und zeitnahen Security-Fixes, wären sehr viele Secuirity Suiten einfach nutzlos.


    Ich empfinde es zudem nach wie vor als bedenklich, dass viele dieser Sicherheitsprogramme die bereits gegebene Sicherheit selbst torpedieren. Verschlüsselte Verbindungen werden aufgebrochen, um den Netzwerkverkehr "analysieren" zu können. Es wird auf Webseiten alles mitgelesen, um einen "Identitässchutz" anbieten zu können. Eine eigener Browser bzw Fork wird mitgeliefert, damit man in diesem proprietären Stück Software "sicher" seine Bankgeschäfte abwickeln kann.


    Zudem sind manche Sicherheitspakete so tief ins System integriert und selbst schlecht programmiert, dass sie dann erst ein Einfallstor eröffnen.


    Ich würde mich hier nicoletta anschließen wollen, dass es Situationen/Szenarien gibt, in denen gewisse Tools Sinn machen. Ich persönlich bin aber gegen den Gedanken, dass man sich eine solche Sammlung installiert und man dann sicher ist und gehe da eher mit kim88

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