o.K. ich versuchs mal, wenn ich noch darf...
vorab, einen dummen post (ein Schnellschuss) bedaure ich und hätte ihn nicht machen sollen.
Trotzdem gehe ich (noch) relativ unbelastet an die Sache, ich sehe mich sowohl was linux anbelangt als auch was die Gepflogenheiten und auch technischen Möglichkeiten in so einem blog betrifft eher als Anfänger. Auch deswegen fühlte ich mich von dem guide Os Projekt eingeladen.
Ich verstehe einfach nicht, wie man die eigene politische Meinung als so unglaublich wichtig ansehen kann, dass man sie jedem hier zu jeder Zeit aufs Auge drücken muss.
Meine Motivation ist ganz klar eine politische, aber es geht mir dabei nicht darum, meine politische Überzeugung in den Vordergrund zu stellen (ich halte damit aber auch nicht hinter dem Berg). Ich finde das kann man aus meinen posts aber auch nicht schliessen, - wenn ich etwas verlinke oder Hinweise gebe ist das ja immer nur ein Angebot, - kann man drauf eingehen kann man auch sein lassen (kann man mir auch sagen: lass mich in Ruhe damit).
Bei diesem Thema "890 Millionen-Strafe für Google von der EU verhängt" war die Diskussion und ist sie ja jetzt schon beendet bevor sie überhaupt angefangen hat und deswegen hatte ich Actionschnitzel's leise Zweifel, ob das vielleicht zu politisch sei aufgegriffen.
Aber einige hier sehen Themen mit politischem Bezug scheinbar wieder und wieder als Einladung, dieses Thema für ihre persönliche Vendetta politischer Parteien und Regierungen zu missbrauchen.
Ich verfolge keine persönliche Vendetta, - wie auch?, - allerdings hat sich für mich (ohne hier im Einzelnen darauf einzugehen) durch die Administration von Donald Trump und deren Politik in vielen Bereichen etwas grundlegendes geändert. Dass Donald Trump hier einen solchen Schutzstatus geniesst, habe ich nicht erwartet, respektiere aber die Ablehnung der zitierten Formulierung und versuche mich diesbezüglich zu mässigen, was mir in diesem Fall allerdings schwer fällt...
Ich verstehe, daß es hier um das Prinzip geht und kann dem sogar etwas positives abgewinnen...
Im übrigen sind es hier ganz oft genau die, die komplett über die Strenge schlagen, sich dann aber beschweren, sie dürften nichts sagen oder wir betreiben Zensur.
Hab ich nich gemacht und würde es auch nicht tun, weil ich deine Entscheidungen respektiere, - daß ich darauf Bezug nehme kannst du mir nicht vorwerfen.
Leider sind die Zitate aus meinem post jetzt natürlich nicht mehr im Zusammenhang, - kein Problem, - aber mein post in der Gesamtheit war ganz klar am Thema!
Das Problem ist nicht, dass wir wichtige oder interessante Themen unterdrücken wollen. Das Problem ist, dass einige hier jede Möglichkeit nutzen, ihre Politikverdrossenheit, Ablehnung von Regierungen und/oder Parteien in jedem möglichen Thema sehr eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.
Tut mir Leid, - aber das eigentliche Problem liegt, glaube ich, in der Tatsache, daß viele Diskussionsteilnehmer andere Meinungen nicht ertragen können, - und in dem Dilemma, daß du dich als Moderator in weiser Vorraussicht (keine Ironie!) genötigt siehst eine Diskussion zu beenden, bevor sie begonnen hat. Ich beneide dich nicht um diese Aufgabe und habe auch deswegen großen Respekt davor.
Dies aber als Politikverdrossenheit von mir zu interpretieren, halte ich für abwegig. Im Gegenteil, ich möchte und habe es hier ja auch gemacht, dem bashing von Politischen Vorgängen, Entscheidungen der EU usw. mit wachsender Begeisterung entgegentreten.
Die Politikverdrossenheit drückt sich für mich eher dadurch aus, daß man sich gezwungen, genötigt sieht politisches auszuschliessen sozusagen aus vorauseilender Sorgfalt, weil man das drohende "Palaver" vermeidem möchte. Ich kann das durchaus verstehen, so weltfremd bin ich nicht.
Unser Thema ist Linux und IT. Und IT ist nie ganz unpolitisch. Ob digitale Souveränität, europäische Alternativen zu US-Diensten, Datenschutzgesetze oder staatliche Backdoors – das sind technische Themen mit politischem Bezug. Die würde ich grundsätzlich schon besprechen wollen. Aber dann hast du 3 Antworten mit möglichen Lösungen und Vorschlägen und der vierte Post geht dann direkt wieder los mit "so lange XY an der Macht ist wird sich da gar nichts ändern" (beispielhaft).
Ich denke hier spricht deine langjährige Erfahrung, weil du dich eben schon lange in diesem Metier bewegst, für mich ist es ehrlich gesagt Neuland. Ich bin schon der Meinung, daß meine posts, und das sagen mir auch einige Reaktionen, meist zur Sache und sogar teilweise informativ waren. Manchmal resultieren Missverständnisse, glaube ich, auch einfach aus der Tatsache, daß wir uns in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen bewegen und deswegen einen ganz anderen Focus haben...
Faustregel: Wenn euer Beitrag auch ohne Nennung einer Partei, eines Politikers oder eines Regierungssystems funktioniert, ist er wahrscheinlich in Ordnung. Wenn er nur aus Frust über „die Politik" oder "die da oben" besteht, wohl eher nicht.
Mit dem genannten Frust kannst du mich nicht meinen, ich finde meine posts geben das nicht her...
Linux ist hoch politisch und deswegen bin ich hier.
Wenn es "nur" um IT-Fragen gehen soll, müsst ihr unter euch bleiben...
