Wow ist ist ja etwas los. Ich bin ja neu mit Linux und sehe es bestimmt anders als Ihr Kenner der Materie. In meinem Umfeld ist Linux kein Thema. Es ist durch Windows-10-du-musst-nun-Windows-11-nutzen zum Thema für mich geworden. Mein Umfeld ist sonst Windows und MacOs unterwegs. Ich denke die Frage "wann ist das Jahr des Linux Desktop" ist sehr spannend geworden, wegen Proton/Steam und die neu Hardware. Ich finde die Taktik von Valve sehr gut. Viele Menschen interessieren sich für Spiele und das greifen Streamer auf. Youtube zb Linus Tech sehe ich als Entertainment. Entertainment brauch kontroverse und klicks.
Wenn man Linux einfach einspielt und es funktioniert die Basis, wie Dokumente editieren, Web Browsen und dazu Spielen, hat man einen großen Markt. Ich denke, wenn alles gleich funktionieren würde auf Windows und Linux würden mehr User bei Linux landen, weil es so ist, wie Windows7 zu den besten Zeiten. Man startet, macht etwas, es gibt updates, die man einspielen kann, wann man möchte und kein Aufzwingen von allem möglichen Kram, den keiner Braucht.
Habe vor vielen Jahren mal mit Suse und Knoppix hantiert, als es noch die C't mit CDs/DVDS gab. War zu nerdig und funktioniert nicht so richtig für mich. Damals war man dem puren Wissen und Foren von ungehemmten mitteilungsbedürftigen Menschen ausgeliefert. War damals hart und steil in der Lernkurve und ich fand es schwierig für banales ganze Anleitungen zu lesen, die von/für Programmierer geschrieben wurden. Ich habe die Zuwendung damals falsch verstanden. Vieles ist für mich heute noch zu nerdig, aber wenn man sich Zeit nehmen kann und schaut (youtube und blogs), was wie gehen kann und es funktioniert mach es sehr viel Spaß und man hat die "Kontrolle". Ich blicke zum Beispiel immer noch nicht bei dem Distro/Dektop Thema ganz durch, aber gut zu wissen, dass man hier frei ist, zu mischen und sich auszuprobieren.
Als ich mir den letzten Rechner gebaut habt, habe ich neben Windows 10 auch mal Mint eingespielt, weil ich las, dass vieles besser ist, als noch vor zehn Jahren. Und so war das auch - installiert, wie Jean das vorschlägt, Steam gestartet, Indiana Jones und der Große Kreis installiert und losgespielt als wäre ich auf Windows am Start. Ich konnte es gar nicht glauben. Das hat für mich alles geändert. Nun geht es nur noch darum, die besten Alternativen für alte Workflows zu finden und ich teste viel in der OpenSource Welt aus. Was ich noch schade finde, dass ich mit Mint nicht auf mein iPhone zugreifen kann (zB Backups erstellen oder resetten) und mir ist klar, dass das nicht ein Problem von der Linux Welt ist. Nur eben schade, dass es teilweise geht und bei mir nicht. Aber das ist eben die Luft nach oben, die ich noch ausschöpfen kann. Und eines Tages mache ich auch mal ein Debian oder Fedora Test .... Danke für die Community und den Austausch.