Bei Mint habe ich den Eindruck, dass es Probleme mit dem swapiness gibt.(sudo sysctl -w vm.swappiness=).Im Endeffekt kann man da einstellen was man will, er cached sich trotzdem zu. Beobachte habe ich das erst seit Kernel 6.8. Bei den 5.15 war es nicht so. Das muss mit dem Speichermanagment zusammen liegen. Der 5.15 hat erst geswapt ,wenn 80% belegt waren.
Ich habe mir ein script gebastelt mit
sudo swapoff -a
sudo swapon -aIn Terminator als Befehl hinterlegt.
Gleiches Verhalten bei mir. Habe mich in dem Punkt mal etwas eingelesen. Das liegt daran, dass neuere Kernel oft den Wert bei swappiness ignorieren. Z.B. wenn man eine NVMe-SSD eingebaut hat, dass andere Anwendungen expliziet den Swap nutzen oder vm.watermark_scale_factor zu aggressiv eingestellt ist.
Immerhin erklärt das meine ursprüngliche Frage. Scheinbar ist das ganz normal, dass ab ca. 60% Speicherauslastung der Swap vollgeschrieben wird und anschließend der Speicher weiter genutzt wird. Das soll Out-of-memory-kills, die bei vollem Speicher Prozesse einfach abwürgen verhindern. Deshalb wird da schon sehr früh auf den Swap zugegriffen. Oft werden an dem 60% Punkt dann z.B. inaktive Browser Tabs etc. ausgelagert, die auf die Geschwindigkeit vom RAM verzichten können.