Umstellung von Windows auf Mint, Mint erkennt den freien Platz nicht.
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Beaver -
February 24, 2025 at 10:11 AM -
Thread is Resolved
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ist im UFEI Modus installiert
Woraus schließt Du das?
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Tja, wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Bilder mehr sagen mehr als Worte.
Dafür schon einmal 'Daumen hoch' von mir.Vorab gesagt: lass Dir nun ruhig Zeit zum Nachdenken, denn die Bildinfos erfordern eine Neuausrichtung der Installationsstrategie.
Punkt 1: Dein Rechner hat ein UEFI-BIOS. Das bedeutet aber nicht, dass Betriebssysteme automatisch als UEFI-Systeme installiert werden. Ältere Rechner wie Dein Gerät sind zwar UEFI-tauglich, verfügen aber darüber hinaus, über die Möglichkeit OSe auch noch im klassischen BIOS installieren zu können. Du erkennst das daran, wenn Du im UEFI nach Begriffen wie 'Legacy+UEFI', 'UEFI (only)', 'CSM', 'Secure Boot' suchst. Alle Features gleichzeitig sind allerdings nicht verfügbar. 'Secure Boot' beispielweise gibt es nur für UEFI.
Im reinen UEFI-Boot-Modus kann nur von UEFI-Systemen gebootet werden. Bei aktiviertem CSM (bzw. ggf. Modus 'Legacy+UEFI') sind auch non-UEFI-Systeme bootfähig (Stichworte: Legacy, MBR).
Punkt 2: Dein Windows ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Legacy-System installiert worden (also kein UEFI). Das sieht man schon daran, dass sich auf keinen der beiden Platten eine EFI-Partition befindet (eine EFI-Partition ist normalerweise maximal ein paar hundert MB groß, ist in FAT formatiert und mit den Flags 'boot+esp' markiert). Diese 100 MB große Partition auf Datenträger 1 (sdb) ist vermutlich die Windows-Startpartiton, wie ich sie von Windows 7 noch kenne. Anscheinend errichtet auch Windows 10 noch so eine Mini-Partition, wenn es gezwungen wird, sich als Legacy-System einzurichten, statt als UEFI-System.
Punktt 3: Sei froh, dass die Installation von Mint noch nicht geklappt hat!
Die Antwortgeber gehen hier zunächst davon aus, dass der Fragesteller mit UEFI-Installationen arbeitet, weil das seit einigen Jahren Standard ist. Auf Legacy-Systemen muss aber anders vorgegangen werden, wenn zusätzliche Betriebssysteme auf die Boot-Platte aufgespielt werden sollen.Punkt 4: Die Installation von Mint wurde vom Installer abgelehnt, weil keine Root-Partition benannt worden war. Du musst auf der Seite mit den Install-Parametern die von Dir vorbereitete Partition mit dem Einhängepunkt '/' und zur Formatierung mit 'Ext4' anmelden.
Markiere also die Zeile mit der Partition sdb5; klicke darunter auf 'Ändern' und gib die erforderlichen Parameter ein. Die Zeile sieht dann (sinngemäß) wie folgt aus:Laufwerk = /dev/sdb5 | Verwendung = ext4 | Einhängepunkt = / | Formatierung? (getickt)
Die sogenannte Root-Partition ist immer in '/' einzuhängen (im Mint-Installer) und nicht etwa als '/boot'.Aber erstmal nicht installieren! (Siehe nächster Punkt)
Punkt 5: Wenn die Installation wie in Punkt 4 beschrieben durchgeführt wird, überschreibt der Bootloader von Linux-Mint den Bootloader von Windows! Ganz einfach, weil es auf Boot-Datenträgern vom Typ 'Legacy' jeweils nur einen Bootloader geben kann. Mehrere Bootstarter auf derselben Boot-Disk geht nur bei Typ 'UEFI'. Hier gibt es nämlich extra dafür eine sogenannte EFI-Partition zur Aufnahme multipler Bootloader.
Der Bootloader (Grub) für Linux (Mint) nimmt zwar auch ein installiertes Windows in sein Auswahlmenü auf, sodass Du nach geglückter Installation bei jedem Neustart des Rechners aus dem Grub-Menü heraus wählen kannst, ob Du jetzt gerade Mint oder Windows starten möchtest. Aber ich kann verstehen, dass ein Windows-Umsteiger davor Angst hat. Was ist, wenn unerklärlicherweise das Ganze nicht geklappt hat und gar kein System mehr startet? Außerdem musst Du damit rechnen, dass Windows nach einem Update den Grub-Loader wieder rausschmeißt und somit erstmal nur wieder Windows läuft.Es gibt aber die Möglichkeit, beide Bootloader auf derselben Disk zu behalten, wenn man mit dem Windows-Programm 'EasyBCD' den Linux-Starter nachträglich in den Windows BootManager integriert (geeignet für Legacy-Datenträger wie in Deinem Fall).
Punkt 6: Du könntest die Inhalte des Datenträgers 0 umkopieren und anschließend die freie Disk zu einem separaten Boot-Datenträger umwandeln. Du hättest sogar die Wahl, ob der Datenträger als UEFI- oder ebenfalls als Legacy-Datenträger initialisiert werden soll. Im letzteren Fall würde der Bootloader für Linux dann im MBR dieses Datenträgers untergebracht und der Windows-Bootloader auf Datenträger 1 wäre nicht tangiert. Allerdings wäre mit dem Umkopieren der alten Inhalte viel Aufwand verbunden. Ich würde diese Lösung nur im äußersten Notfall wählen.
Noch ein Tipp. Unter Linux werden die Datenträger nicht automatisch in derselben Reihenfolge durchnummeriert wie in der Datenträgerverwaltung von Windows. Im Augenblick ist das zwar so bei Dir (Datenträger 0 = sda; Datenträger 1 = sdb), kann aber ggf. davon abweichen.
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Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen und auf den Punkt erklärt. Bin geplättet.
Das Thema mit dem paralell installieren und danach kein Auswahlmenu mehr haben, nach dem Neustart hatte ich bei meinem Laptop. Drei, vier Mal da drüber installiert, mal gings mal nicht....
Hab nicht gefackel und ehrlich gesagt auch nichts dabei gedacht, einfach alles formatiert und Mint inst. Das läuft jetzt reibungslos.

Jedoch, jetzt weiss ich mehr... hat einen schauder Effekt - nach dem Gesetz der Verdrängung.
werde das alles mal ausdrucken und zu Gemühte ziehen.
Die Geschichte mit dem Multi Boot System uefi entzieht sich gänzlich meinem Wissen (Nachhohlbedarf).
BRB
bin später am Abend wieder online
Jetzt weiss ich was du meintest mit; woher ich weiss dass das System UEFI Bootfähi ist....
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Hatte gerade noch einen Nachtrag geschrieben und bin aber noch vor dem Abschicken von Deinen beiden Posts überrollt worden, in der Du von der geglückten Mint-Installation berichtest.
Ich schicke den Text jetzt trotzdem noch in seiner ursprünglichen Form ab, für den Fall, dass daraus noch ergänzende Erkenntnisse für Dich drin sein sollten.
Nachtrag: Das letzte Bild in Post #24 hatte ich noch nicht so recht auf dem Schirm.
Hier wäre zu sagen, dass die Einstellungen schon fast richtig sind. Lediglich der Einhängepunkt müsste noch, wie schon gesagt, auf '/' abgeändert werden.
Interessanterweise hast Du als Ort für den Bootloader ebenfalls die Root-Partition eingetragen. Sowas gilt zwar offiziell als 'deprecated', funktioniert aber nach wie vor. Ich mache das immer noch so auf einem alten Legacy-Notebook, wo sich neben einem Offline-Windows7 zusätzlich noch ein aktuelles Mint befindet. Nach Abschluss einer Mint-Installation ist Mint zunächst noch unauffindbar. Ich gehe dann aber in das Windows 7 und starte dort das Programm 'EasyBCD' (V.2.1). Damit bearbeite ich indirekt den Windows BootManager und lasse einen Eintrag für Mint hinzufügen (in Deinem Fall für sdb5). Beim nächsten Reboot startet der modifizierte Windows BootManager und ich kann dort den eingefügten Mint-Eintrag wählen. Dieser bootet dann den Grubstarter von Mint (auf sdb5) mit Einträgen für Mint und Windows.
Ich kann also Mint und Windows sukzessiv über den Windows BootManager und dann Grub starten lassen.
Sowas funktioniert aber nur noch auf Legacy-Systemen.Was ich aber auch nicht verstehe, ist, warum Dir der Mint-Installer bei der Gelegenheit, eine neue Partitionstabelle für den gesamten Datenträger aufdrängen will!?
Ich würde an der Stelle erst mal abbrechen und versuchen, die Formatierung von sdb5 in ext4 unter GParted vorzuziehen. Im Mint-Installer wäre dann die erneute Formatierung nicht mehr nötig (Formatierung abgewählt).
Die Notwendigkeit einer neuen Partitionstabelle besteht doch nur bei komplett leeren Datenträgern. Es klingt aber so, als wollte der Mint-Installer alles auf der Disk löschen! Und wie das Ganze dann später rückkgängig gemacht werden
kann, ist erst recht rätselhaft. Also Vorsicht! Und ggf. nach dieser Warnmeldung vorab erstmal googlen.Soweit der nun teilweise obsolete Nachtrag.
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Ja die Geschichte steht immer noch an meinem Tower an.
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Hm, das wäre erstaunlich wenig betreffend Punkt 1.
Der deaktivierte 'UEFI network stack' auf Register 'Erweitert' bringt da keine neuen Erkenntnisse.
Mit einem 'Asus UEFI-BIOS' hatte ich bisher noch keine Erfahrungen.
Gibt es da kein Register namens 'Sicherheit', keine Einstellung, den Betriebsmodus zu ändern (UEFI, Legacy), oder ein CSM (enable/disable)?
Auf meinem alten Desktop versteckte sich beispielsweise Secure Boot unter den speziellen Optionen für den Betrieb mit Windows 8.1.Bei Laptops muss man manchmal erst ein Passwort im UEFI-BIOS setzen, um auf verborgene Optionen Zugriff zu erlangen.
Zur Zeit liegen nur Indizien für einen Non-UEFI-Betrieb vor, die der Zustand von Datenträger 1 liefert (Post #18, Bild 2).
Dieser ist im MBR-Stil gehalten. Das heißt, es sind maximal nur 4 Partitionen möglich, wovon eine in eine Erweiterte Partition umgewandelt werden kann (,die dann mehrere Subpartitionen ('Laufwerke') aufnehmen kann). Dies ist im Bild die dritte Partition, welche derzeit nur ein 'Laufwerk' beinhaltet (das, was für Linux reserviert wurde).Der Begriff 'Laufwerk' in der offiziellen Terminologie ist unglücklich gewählt, weil mißverständlich. 'Laufwerk' ist hier nicht als Synonym für Datenträger, sondern als Partition einer (größeren) Partition zu verstehen. Ich benutze in dem Zusammenhang lieber den englischen Originalbegriff 'Volume'. Vielleicht erklärt das auch die seltsame Warnmeldung im Bild auf Post #23. Wenn mit 'Laufwerk' nur das 'Volume' gemeint ist, das als Ort für Mint vorgesehen ist, dann wäre es plausibel.
Tja, ab Dienstag bin ich voraussichtlich wieder online. Mal sehen, was dann noch an Erkenntnissen dazu gekommen ist.
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Ja, okay viel Vergnügen mit deinem verlängerten Wochenende

Das asus BIOS ist sehr kofortabel, hat allerdings auch wieder techn. Fremdwörter die ich auch nicht kenne....

bin bereits daran auf der dev/sda eine Partition zu räumen. mal sehen wohin das führt wenn wir diesen Weg beschreiten.
jedenfalls; danke vielmals und Gruss Beaver
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bin bereits daran auf der dev/sda eine Partition zu räumen. mal sehen wohin das führt wenn wir diesen Weg beschreiten.
Was genau versprichst Du Dir davon jetzt für den weiteren Verlauf?
Der aktuelle Stand der Dinge ist, soweit ich sehe, dass mit Windows und Linux Mint zwei lauffähige OSe (Legacy-Methode) auf einer im MBR-Stil initialisierten, internen Disk residieren (Datenträger 1).
Auf Datenträger 0 befinden sich derzeit nur zwei riesige Datenpartitionen, die sowohl unter Windows als auch Linux les- und beschreibbar sind. Bei mir ist das ähnlich so. Ich nutze das beispielsweise, um unter Linux Videos aus dem MediathekView-Programm herunterzuladen, die ich mir dann wahlweise unter Windows oder Linux ansehe. Und wenn ich in ein paar Wochen mein Mint 20 gegen eine neuere Mint-Version austauschen muss, hat das keinerlei Einfluß auf die Datenpartitionen. Ich muss nichts umkopieren oder auch nur neu konfigurieren. Das neue Mint macht einfach da weiter, wo das Alte aufgehört hat.
Natürlich kannst Du Datenträger 0 zusätzlich auch noch als zweite Boot-Disk verwenden. Weitere Partitionen würden sich allein schon durch Verkleinerung der bestehenden gewinnen. Schwieriger würde es aber werden, wenn Du zugleich den Initialisierungsstil der Disk ändern wolltest. Das würde ich nur machen, wenn ich zuvor sämtliche Inhalte auf der Disk gesichert hätte. Denn es braucht spezielle Tools, um eine Stil-Konversion ohne gleichzeitige Datenlöschung hinzubekommen.
Aus dem Bild der Datenträgerverwaltung unter Windows läßt sich nicht erkennen, ob Datenträger 0 derzeit im MBR- oder GPT-Stil vorliegt (Rechtsklick auf das linke Feld der Datenträgerzeile).
Ist er MBR, sind maximal 4 Primäre Partitionen möglich oder drei Primäre Partitionen plus einer Erweiterten Partition, auf der dann beliebig viele, sogenannte Logische Laufwerke angelegt werden dürfen. OSe würden als Legacy-Systeme installiert werden.
Ist er GPT, sind beliebig viele Primäre Partitionen erlaubt und die maximale Plattengröße ist nahezu unbegrenzt (bei MBR weniger als 3 TB). OSe würden als UEFI-Systeme installiert werden (;dies setzt zugleich eine kleine EFI-Partition voraus, die mit 'boot+esp' als aktiv markiert wird).Ich habe schon vieles selbst ausprobiert, aber mehrere interne Boot-Platten (ggf. zusätzlich noch in unterschiedlichen Initialisierungsstilen) hatte ich noch nie. Was ich aber nutze, sind externe USB3-Datenträger (1 x HDD, 1 x SSD), von denen ich bei Bedarf weitere Linux-OSe starte. Diese laufen allesamt als UEFI-Systeme.
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Vielen Dank Mr. Neumann
bin sehr kurz angebunden, habe zu viele Baustellen offen.
muss die Mint Sache schieben werde mich dann wieder melden.
BRB
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