OneDrive in Linux Mint 22 einbinden

  • Hallo zusammen,

    ich habe die letzten Tage nach einer einfachen Möglichkeit gesucht, OneDrive in Linux Mint einzubinden. Dabei habe ich versucht das mit den Internetkonten (Online Accounts) zu probieren. Anscheinend kann man bei Ubuntu damit direkt OneDrive einbinden, bei Mint scheint das aber so nicht zu funktionieren (oder übersehe ich da etwas)?

    Dafür gibt es in der Anwendungsverwaltung eine OneDrive App, die aber veraltet ist und die Entwickler davon abraten eine Version unter 2.5 zu verwenden. Somit müsste man diese von Github installieren wovor ich noch zurückschrecke.

    Mittelfristig überlege ich mir auf einen anderen Cloud-Anbieter umzusteigen, aber bis dahin würde ich gerne OneDrive für mich und meine Familie (die aktuell nicht auf LInux umsteigt) weiter zu verwenden.

    Gibt es da aktuell eine gute Lösung?

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Wenn man vor ein wenig Terminalarbeit nicht zurückschreckt geht's auch so:

    OneDrive in Linux einbinden mit Rclone
    Mehr im Blog: https://bit.ly/3saEagMOneDrive in Linux mounten mit der kostenlosen Software Rclone. Im Video zeigen wir, wie Rclone in Linux installiert werde...
    youtu.be

    Linux Command Library     Commandlinefu.com

    Code
       __   _                  _____     _    __      
      / /  (_)__  __ ____ __  / ___/_ __(_)__/ /__ ___
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  • Vielen Dank schon mal :thumbup:

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich nehme, immerhin geht es um meine Fotos und andere Dateien, die ich ungerne verlieren will.

    rclone macht mir da noch den seriösesten Eindruck.

    Wenn du das unbedingt beauchst würde ich eine Distro mit aktuellem Gnome nehmen - wie z.b Ubuntu.


    Wie du bemerkt hast funktioniert es dort out-of-the-box.

    Unter diesem Gesichtspunkt scheint das zu stimmen, aber ich habe mich jetzt erstmal für Mint entschieden und hier auch schon Arbeit reingesteckt und insgesamt bin ich positiv überrascht wie gut der Einstieg gelaufen ist.

    Ich bin noch Linux Anfänger, aber ich merke schon, dass ich mich irgendwann der Distributionsauswahl noch einmal stellen werde. Dann aber mit mehr Erfahrung und auch dem Wissen, was mit Mint für mich nicht optimal läuft.

    Aktuell habe ich das Gefühl, dass bei Mint viele Programme in der Anwendungsverwaltung ziemlich veraltet sind. Dafür hat aber auch Vieles super funktioniert.

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Ich hab hier mal was dazu geschrieben, wie ich es selber für jemanden mit rclone aufgesetzt habe. Man muss dabei aufpassen. Selbst in Mint 22 ist die rclone Version zu alt und man muss sich die aktuelle holen, dann geht es aber sehr gut.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Vielen Dank, aber zu spät. Ich habe die Version aus der Anwendungsverwaltung genommen und es so eingerichtet, wie es im Video (von Gonzo) beschrieben wurde. Auf der Homepage von rclone wird das übrigens genauso gut beschrieben.

    Bis jetzt klappt es bei mir auch mit dieser rclone Version gut (1.60.1+dfsg-3ubuntu0.24.04.2)

    Hast du da andere Erfahrungen gemacht?

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Als Ergänzung: Es kostet zwar Geld (einmalig 36 EUR - bei Aktionen auch mal unter 20 EUR), aber ich habe sehr gute Erfahrungen mit Insync gemacht. Man kann hier sogar wählen, welche Ordner man mit welchen synchronisieren möchte. Du kannst also auch sagen, synchroniere meinen Ordner "Dokumente" am Rechner mit dem Ordner "Linux-PC/Dokumente" in OneDrive.

    Hatte nie Probleme und es läuft sehr zuverlässig.

    Link: https://www.insynchq.com/


    @ Ryzen 9 7900X/RX7800XT/64GB | unRAID @ Ryzen 5 9600x/32GB/40TB

  • Hast du da andere Erfahrungen gemacht?

    Die Erfahrung war, dass man mit der mitgelieferten rclone Version (kann nicht mehr testen, welche es Mitte letzten Jahres war) zwar aus der Cloud runter synchronisiersn konnte, selber aber keine neuen Dateien anlegen konnte. Dann wurde ein Fehler gemeldet. Schön, dass es bei dir funktioniert. Vielleicht hat's inzwischen ein ja rclone Update gegeben?!

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Die Erfahrung war, dass man mit der mitgelieferten rclone Version (kann nicht mehr testen, welche es Mitte letzten Jahres war) zwar aus der Cloud runter synchronisiersn konnte, selber aber keine neuen Dateien anlegen konnte. Dann wurde ein Fehler gemeldet. Schön, dass es bei dir funktioniert. Vielleicht hat's inzwischen ein ja rclone Update gegeben?!

    Ich habe zwar noch keine sehr ausführlichen Tests gemacht, aber ich habe Dateien angelegt, die dann nach OneDrive synchronisiert wurden.

    Aktuell ist es so (habe noch nicht geschaut, ob man das ändern kann), dass alles ohne lokale Kopien arbeitet. Es wird also bei jeder Aktion synchronisiert. So ist das für mich eher eine Notlösung, bis man etwas besseres findet.

    Als Ergänzung: Es kostet zwar Geld (einmalig 36 EUR - bei Aktionen auch mal unter 20 EUR), aber ich habe sehr gute Erfahrungen mit Insync gemacht. Man kann hier sogar wählen, welche Ordner man mit welchen synchronisieren möchte. Du kannst also auch sagen, synchroniere meinen Ordner "Dokumente" am Rechner mit dem Ordner "Linux-PC/Dokumente" in OneDrive.

    Hatte nie Probleme und es läuft sehr zuverlässig.

    Link: https://www.insynchq.com/

    Das sieht schon deutlich besser aus. Ist für mich nur die Frage, ob man lieber gleich auf eine andere Cloud umsteigt bevor man dafür Geld ausgibt. Aber ich schau mir das auf jeden Fall nochmal etwas genauer an.
    Vielen Dank für den Tipp!

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Das sieht schon deutlich besser aus. Ist für mich nur die Frage, ob man lieber gleich auf eine andere Cloud umsteigt bevor man dafür Geld ausgibt.

    Mega bietet zero knowledge und 2 TB für weniger als 10 EUR. Deren Client läuft auf allen Systemen und kann das selbe.

    Für knapp 4 EUR bekommst du bei Hetzner eine Storage Box, also Nextcloud. Da bist du selbst der Herr und kannst nach Belieben Apps installieren. Der Client kann ebenfalls das selbe und läuft auf allen Systemen. Auf Windows und MacOS sogar mit Platzhaltern - unter Linux so leider nicht. Das kann man aber dank webdav mit anderen Clients realisieren.


    @ Ryzen 9 7900X/RX7800XT/64GB | unRAID @ Ryzen 5 9600x/32GB/40TB

  • Für knapp 4 EUR bekommst du bei Hetzner eine Storage Box, also Nextcloud.

    Kann ich nur empfehlen. Sind aber etwas über 5 EUR, wenn man die Märchensteuer dazu nimmt. Nachdem ich meine Daten bei OneDrive und dann in der pCloud hatte, bin ich nun in der Nextcloud bei Hetzner und bin mein eigener Herr. Frau und Tochter haben bereits Accounts und nutzen die Nextcloud fleißig. Sohnemann kommt dann auch noch dran. ;)

  • Kann ich nur empfehlen. Sind aber etwas über 5 EUR, wenn man die Märchensteuer dazu nimmt. Nachdem ich meine Daten bei OneDrive und dann in der pCloud hatte, bin ich nun in der Nextcloud bei Hetzner und bin mein eigener Herr. Frau und Tochter haben bereits Accounts und nutzen die Nextcloud fleißig. Sohnemann kommt dann auch noch dran. ;)

    Oh, da bin ich noch auf dem alten Stand. Das waren mal 3 EUR irgendwas. Sehe aber gerade, dass die Preise erhöht wurden und nur noch die Storage Box den alten Preis hat. Aber 5 EUR für 1 TB mit vollem Zugriff sind immer noch super.


    @ Ryzen 9 7900X/RX7800XT/64GB | unRAID @ Ryzen 5 9600x/32GB/40TB

  • Die Cloud Auswahl ist echt schwer :)
    Besonders, wenn man die Preise mit OneDrive aus dem MS 365 Familiy Paket vergleicht:
    6 x 1 TB für ca. 50€/Jahr (wenn man bei Amazon im Angebot einkauft)

    Das ist unschlagbar :cursing:

    Kann ich nur empfehlen. Sind aber etwas über 5 EUR, wenn man die Märchensteuer dazu nimmt. Nachdem ich meine Daten bei OneDrive und dann in der pCloud hatte, bin ich nun in der Nextcloud bei Hetzner und bin mein eigener Herr. Frau und Tochter haben bereits Accounts und nutzen die Nextcloud fleißig. Sohnemann kommt dann auch noch dran. ;)

    Die pCloud habe ich auch schon gefunden. Interessant ist da, dass man nur einmalig zahlt. Da spart man dann nach ca. 4 Jahren Geld im Vergleich zu anderen Anbietern. Was hat dich daran gestört?


    Mega bietet zero knowledge und 2 TB für weniger als 10 EUR. Deren Client läuft auf allen Systemen und kann das selbe.

    Für knapp 4 EUR bekommst du bei Hetzner eine Storage Box, also Nextcloud. Da bist du selbst der Herr und kannst nach Belieben Apps installieren. Der Client kann ebenfalls das selbe und läuft auf allen Systemen. Auf Windows und MacOS sogar mit Platzhaltern - unter Linux so leider nicht. Das kann man aber dank webdav mit anderen Clients realisieren.

    Bei Mega hat man leider nur ein Benutzer und ich brauche das mittelfristig für 4 Personen. Da ist die Storage Box besser geeignet. Aber evtl. macht dann eine Nextcloud mehr Sinn, dann hat man auch noch Kalender und Kontakte dabei.

    Bei Hetzner wäre das dann Storage Share, oder?

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Aktuell ist es so (habe noch nicht geschaut, ob man das ändern kann), dass alles ohne lokale Kopien arbeitet. Es wird also bei jeder Aktion synchronisiert. So ist das für mich eher eine Notlösung, bis man etwas besseres findet.

    Ja, das liegt daran, dass es eher dem Mounten eines Plattenplatzes entspricht und nicht dem einer Synchronisation. Ob das auch anders geht weiß ich nicht. Aber bei meinem Freund war das unter Windows genau so?!

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Bei Hetzner wäre das dann Storage Share, oder?

    Korrekt.

    Interessant ist da, dass man nur einmalig zahlt.

    Genau deswegen hatte ich hier vor einigen Jahren auch einmalig Geld investiert.

    Was hat dich daran gestört?

    In letzter Zeit war hier immer wieder Negatives zu lesen ...

    NextCloud, pCloud, Seafile, IceDrive - sogenannte "sichere" Cloud-Anbieter sind alle broken - GENERELLE pCLOUD WARNUNG! - Linux-News - Linux Guides Community

    Welchen Cloudspeicher würdest du verwenden, wenn Datenschutz/Privacy keine Rolle spielen würde? - Sonstige IT-Themen - Linux Guides Community

    Da kam ich dann schon ins Grübeln. Es ist ja nicht so, dass ich die pCloud nun nicht mehr nutze. Ich nutze sie weiterhin, lege meine Daten dort allerdings aktuell nur noch verschlüsselt dort ab.

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