openSUSE Leap / Tumbleweed - Erfahrungen und Meinungen

  • Mir fiel eben noch ein, dass es noch etwas gab, was mich gestört hat. Viele Texte meiner KDE-Installation waren auf Englisch. Manche Einstellungen hatten deutsche und manche englische Texte. Es war ein kompletter Mischmasch. :/

  • Ich habe gestern Abend mal wieder Lust auf Tumbleweed gehabt und es mir auf meine Hardware installiert.

    [...]

    Dann verlor ich die Lust und wollte gar nicht erst weitermachen. Es hat sich also an Tumbleweed nichts geändert. Ist noch immer mit Bastelarbeit verbunden. Ich erwarte ja nicht wirklich viel, aber Dinge, die in anderen Distributionen für mich bewährt funktionieren, sollten das auch in Tumbleweed.

    Schade …

    Tumbleweed oder Slowroll hätte ich gerne auch auf meinem neuen Lappi installiert aber aus Gründen, die ich nicht eruieren konnte, lief die Installation von Slowroll in ein Bootloop.

    Tumbleweed ließ sich installieren aber lief nicht geschmeidig. Ich hatte "Denkpausen" beim Öffnen von Dolphin (Dateimanager) und beim Öffnen von Dateien. Alles wirkte träge. Sowas Komsiches hatte ich noch nie mit OpenSUSE.

    LAPTOP ▪️ ThinkPad T14s G2 | AMD Ryzen 5 PRO | 16 GB RAM | 500 GB NMVE | GuideOS
    SERVER ▪️ Gigabyte C246M-WU4-CF | Xeon E-2244G | 32 GB RAM ECC | ...viel GB ;-p | Radeon RX550 | unRAID OS Pro
    RASPBERRY ▪️ 2x 3B+, 2B+ | Raspberry Pi OS
    3D-Drucker ▪️ Creality Ender 3 V3 SE (rooted)

  • Viele Texte meiner KDE-Installation waren auf Englisch. Manche Einstellungen hatten deutsche und manche englische Texte. Es war ein kompletter Mischmasch.

    Dafür gibt es übrigens eine Lösung: Das Paket libPlasma6-lang mus nachinstalliert werden. Dann ist alles in Deutsch.

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich hier registriert, weil ich selbst seit 1-2 Wochen openSUSE Tumbleweed ausprobiert hab und gleichzeitig dann auch nach Erfahrungen von anderen Leuten hängen geblieben bin. Ich diesem Sinne gebe ich auch mal meine Erfahrung / Meinung dazu ab.

    Was mich dazu bewegt hat, Tumbleweed auszuprobieren ist zu einen die Tatsache, dass ich durchaus ein kleiner Distro-Hopper bin und ich gerne was neues ausprobiere, vor allem war und bin ich aber so etwas auf der Suche nach einer Distro, welche nicht aus den USA kommt und man nicht deren Willkührt ausgesetzt ist, gleichzeitig fand (und finde) ich es natürlich richtig cool, wenn man sogar ein deutsches Unternehmen unterstützen kann, in irgendeiner Form.

    Die Installation war bei mir schon mal zickig, oder besser gesagt, die ISO von Tumbleweed überhaupt zu booten. Die Installation hinterher war dann kein Problem. Ich hatte auch schon einige Distros durch, da ging das immer ohne größeren Widerstand. Bei Tumbleweed hab ich mir aber wirklich die ein oder andere Stunde die Zähne dran ausgebissen. Verschiedene USB-Sticks und Festplatten, verschiedene Ports, Ventoy, BalenaEtcher, Fedora Media Writer, diverse BIOS-Einstellungen durchprobiert immer wieder die Meldung mit "...out of Memory...". Letzlich funktionierte es, als ich TPM deaktivierte. Hatte ich bisher noch aber keine Distro erlebt, aber seis drum. Wenn man es weiß, dann ist es halb so wild.

    Anschließend die Einrichtung etc. immer wieder kleinere Störungen. Bspw. hab ich von X11 auf Wayland gewechselt und dann hatte ich nur noch 1 Frame alle 5 Sekunden, oder 0,2 FPS. Hab dann den Treiber der NVIDIA-GPU nochmal drüber gebügelt, dann ging das auch. Installation von virt-manager über die Kommandozeile... das hat mich schon etwas genervt. Ich konnte einfach keine Anleitung dazu finden, wo ich michi frage, wie sowas bei einer nicht gerade kleinen Distro nicht irgendwo im Netz zu finden sein kann? Das lästigste war dann die Dienste zu aktivieren, die dann aber scheinbar auch anders heißen wie in Fedora oder Arch. Ich bekam immer wieder die Fehler, dass es den Dienst nicht geben würde oder nicht gefunden werden kann... nach eine Reboot ging dann alles. Hatte ich bisher auch noch bei keiner Distro erlebt, dafür rebooten zu müssen.
    Über YaST hätte ich es dann schneller hin bekommen, aber das Ding soll ja eh bald rausfliegen.

    Da kommen wir auch zum nächsten Punkt. YaST ja eigentlich ganz cool, aber das Teil ist seit praktisch 20 Jahren fast unverändert. Cockpit und Myrilym sollen das ersetzen. Okay, Cockpit finde ich ziemlich gut. Myrilym ist aber ebenfalls aus dem letzten Jahrhundert und als ich was updaten wollte, hat es einfach einen Countdown runtergezählt und das wars. Nichts ist passiert. Hab da das Gefühl, dass hier nicht all zu viel in die Distro investiert wird.

    Ich hatte mal noch die ein oder andere weitere kleinen Zickereien, aber nichts gravierendes. Der Unterschied ist nur, dass bei mir jede Distro so out of the box bzw. beim Einrichten ich deutlich weniger Aufwand / Probleme hatte. Egal ob Fedora, CachyOS, EndeavourOS, Linux Mint, Ubuntu, Pop!_OS und welche Distros ich noch vergessen hab.

    Aber, es gibt auch positive Punkte. Der intigrierter Snapper, wo man immer zurück springen kann im Boot loader schon, ist natürlich mega. Die KDE-Integration finde ich sehr gut, nervt mich bspw. bei anderen Distros, dass ich hier erst 50 Sachen in KDE anpassen muss. Hab mir dafür schon ein Skript angelegt, um mir einige Klicks zu sparen, aber ein paar Sachen bleiben mir trotzdem nicht erspart.
    Mit Druckern hatte ich jetzt weniger Probleme. Ports freigeben und es funktioniert. Hatte anfangs nur über YaST versucht den Drucker zu finden, das war furchtbar.

    Fazit: Bis auf die Tatsache, dass es eine richtig coole Integration von Snapper gibt und es sich quasi um eine regionale Distro handelt, sehe ich eigentlich absolut keinen Grund, warum man openSUSE einem Fedora vorziehen sollte. Meiner Erfahrung nach, läuft das super smooth, zickt deutlich, deutlich weniger, ist ebenfalls sehr aktuell und hat eine super große Community / Wissensdaten / Informationen zu diversen Fehlern, Problemen oder Anleitungen. Da ist es bei openSUSE etwas mau, finde ich persönlich.

    Aktuell bin ich wieder auf Fedora, aber ich überlege dennoch, mich bei openSUSE durchzubeisen, oder vielleicht Linux Mint oder ähnliches auszupacken. Ich würde mich einfach gerne etwas aus der technischen Abhängigkeit der USA losreißen. Gleichzeitig ist das bei OpenSource jetzt auch nicht so wild, wenn das was dummes passiert ist bspw. Fedora mal ganz schnell geforkt.

  • Ich hatte in den letzten 3 Tagen immer wieder versucht, mich mit openSUSE TW anzufreunden. Fast alle vorher erwähnten Probleme konnte ich lösen, und nachdem ich zuletzt eine Minimalinstallation durchgeführt hatte, indem ich so gut wie alle zusätzliche Software abgewählt hatte, lief es auch ganz gut.

    Dann passiert wieder genau das, was mich schon vor Monaten zur Verzweiflung getrieben hatte. openSUSE hakte und klemmte an allen Ecken. Egal, was ich machte, es dauerte teilweise bis zu 3 Sekunden, bis endlich etwas passierte. Im Browser Webseiten durchscrollen war so unmöglich. Irgendwie war das wieder alles sehr ärgerlich. Dabei hatte ich diesmal so viel Zeit investiert und wollte es packen ... :(

  • Ich würde mich selber als openSUSE Fan bezeichnen. Ich bin vor allem Tumbleweed und Slowroll stark verbunden. Aber auch ich muss sagen, dass sich die letzten Jahre nicht viel getan hat. 2025 hatte ich Slowroll ein halbes Jahr lang eingesetzt, und war sehr zufrieden. Dann musste ich wegen Problemen mit dem Nvidia Treiber wechseln, und seit dem versuche ich immer mal wieder auf openSUSE zu wechseln, aber entweder es scheitert an Nvidia-Treibern oder mir wird es irgendwann zu langweilig. Natürlich, man hat immer die neueste Software, aber abgesehen davon hat sich doch ewig nichts mehr getan. Ja, Myrlyn existiert, Agama existiert, aber beide machen für mich Rückschritte im Vergleich zu Yast. Myrlyn ist irgendwie langsam und mMn auch zu ähnlich zu Yast, so dass Yast Software immer die bessere Wahl ist. Und Agama nimmt einen viele Individualisierungsoptionen weg, mir ist es wichtig im Installer Pakete selber auswählen und abwählen zu können, und das nicht nur in vereinfachter Form wie es Agama kann. Da hat man ja einzelne Punkte die verschiedene Software enthalten, unter Yast kann ich eigentlich jedes Paket ab und anwählen, und ich finde es schade dass man das so einschränkt in Agama, weil ich glaube dass das doch von vielen geschätzt wird und es war ja auch schon bei Yast immer optional. Somit mussten Anfänger nichts extra machen, konnten sie aber. Aber um das hier abzuschließen, openSUSE Tumbleweed ist eine super Distro, aber sie müssen sich mMn neu erfinden und nicht unbedingt Yast ersetzen, aber sie müssen weitere Gründe außer Yast und automatischen BTRFS Snapshots schaffen warum man openSUSE nutzen sollte. Und es wäre gut wenn sie die Nvidia Treiber Situation mal unter Kontrolle kriegen würden, weil das ist aktuell einfach chaotisch und schreckt Anfänger sofort ab. Ich denke da z.B an ein Programm dass das automatisch konfiguriert wie es viele andere Distros haben. Aber es wurde auch schon helfen mal die verfügbaren Treiber im Repo aufzuräumen. Also, was soll ich sagen, ich liebe openSUSE aber irgendwas muss da für mich mal passieren weil sonst kann ich auch z.B eine Arch Distro oder Solus nutzen.

  • Hat sich bei mir jetzt so eingependelt, dass ich Fedora auf meinem Desktop-PC benutze und openSUSE Tumbleweed auf meinem Laptop. Fedora läuft natürlich extrem smooth und meiner Meinung sehr viel Feinschliff, der bei openSUSE hier und da mal fehlt.

    Trotzdem muss ich sagen, dass es sich mit openSUSE einpendelt, je länger man es benutzt und je mehr man rein wächst. Zypper finde ich langsam ziemlich cool. Ich bekomme auch verschiedene Dinge zum laufen und kann mich reinarbeiten, was für mich aber nach wie vor die große Downside ist, dass die Community online sehr klein ist, die Dokumentation von Suse teilweise bodenlos ist (veraltet, mal nicht vorhanden), das zur Folge hat, dass wenn ich nach Fehlern oder Anleitungen suche, einfach nichts dazu finde. Das finde ich sehr, sehr schade. Man kann natürlich noch den KI-Joker ziehen, aber daran hab ich nicht so viel Spaß und dazu das ständige diskutieren, weil mir gerade Müll aufgetischt wird. Ansonsten werde ich aber tendenziell immer zufriedener mit openSUSE.

  • Ich hab Tumbleweed Xfce mal getestet, als es den Streit im Manjaro-Team gab. Es ist leider unterirdisch! Dinge die mit anderen Distributionen auf Anhieb klappen haben da nur Probleme gemacht. Beispielsweise einen, mit NTFS formatierten und mit BitLocker verschlüsselten USB Stick einhängen. Das klappt bei anderen Distros out of the box, sogar im Livesystem. Ich bin von Tumbleweed dann wieder weg. Aber generell hatte ich mit openSUSE schon immer Probleme, schon damals vor mehr als 10 Jahren, als ich auf Linux umgestiegen bin. Immer wenn ich es zwischendurch mal versuche und openSUSE eine Chance geben will, stoße ich sofort wieder auf Probleme.

  • Ich bin mal wieder zu Tumbleweed gewechselt, diesmal Gnome, was sich gerade irgendwie frischer als KDE anfühlt. Aber was ich interessant fand: Ich habe Gear Lever im Repo gefunden. Das werden viele kennen und das war eines von zwei Paketen weswegen ich das Flathub immer brauchte. Das könnten gerne mehr Distros mit aufnehmen.

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