Für Linux (Desktop) spricht nur noch die Ideologie

  • Nein. Aber Apps müssen so gebaut sein das sie jeder "dahergelaufene Trottel" bedienen kann sonst wird das nicht mit "alle mitnehmen bei digitaler Transformation".

    Ja und nein, wenn man nicht mal mehr bis 3 Zählen kann, sollte man auch keine APP bedienen, egal wie einfach sie ist. Da werden wir uns wohl nicht einig werden ;)

  • Nein. Aber Apps müssen so gebaut sein das sie jeder "dahergelaufene Trottel" bedienen kann sonst wird das nicht mit "alle mitnehmen bei digitaler Transformation".

    Und einfache Apps, mit klarerer Benutzerfreundlichkeit, die so zugenagelt sind (siehe iOS oder Android) das man gar nicht mehr alles mit dem Gerät machen kann und im Grunde kein Admin mehr ist - hilft da ungemein.

    IT Nerds die aber gerne Admin sind oder Dinge ausprobieren wollen nerven sich verständlicherweise unheimlich daran. Für die breite Gesellschaft ist es aber gut das das Zeug vernagelt ist.

    Beinahe täglich.

    Einfach nur alles zu vereinfachen löst die Probleme nicht. Gerade in der heutigen Zeit wo LLM's immer mehr die einfachen Arbeiten abnehmen braucht es mehr Leute die sich Komplexen neuen Dingen zuwenden können welche die "KI" nicht lösen kann.

    Wenn deine Arbeit über ein extrem simples GUI zu lösen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, das man dich bald durch eine "KI" ersetzen kann.

  • Der riesen Punkt der für mich einfach für Linux spricht ist der, dass ich meinen PC und meinen Laptop noch nutzen kann. Bei meinem Laptop wurde die CPU nicht unterstüzt inkl Secure Boot und bei meinem PC hat Secure Boot gefehlt.

    Ja, man konnte es mit Rufus umgehen aber dann kamen auch schon wieder Infos, dass dies von Windows aus umgangen werden soll. Dann hatte ich mir Windows 11 mit dem Rufus Trick installiert und es hat mir überhaupt nicht gefallen. (verschachtelte Einstellungen, die ganze Werbung und so).

    Und jetzt habe ich ein System, womit ich weiterhin meine Hardware nutzen kann und alles was ich mit dem PC mache, kann ich erledigen inkl Spiele spielen. Und den Desktop einfach mal einrichten zu können, hat mir mächtig Spaß gemacht, welches mir unter Windows nicht einfach so möglich war.

    Genau das waren jetzt auch meine Erfahrungen und Gründe. Ich fande diesen "Zwang" neue Hardware kaufen zu müssen mit dem Hindergrung das der Support für Win10 auch weg fällt ganz schrecklich. Und für jemanden der nur mal ein Briefchen schreibt, im Internet surft und seine Emails erledigt ist Linux auf jeden Fall auch eine Alternative.

  • Irgendwie ist mir dieser Thread ein Dorn im Auge.

    Ein Thread von einem Moderator eines Linux Forums mit dem Titel:" Für Linux (Desktop) spricht nur noch die Ideologie"

    Nicht sehr nützlich für die Community und das Forum an sich finde ich.
    Wenn Moderatoren diese Meinung vertreten, wird es schwierig mehr Leute für Linux zu begeistern dabei überwiegen die Vorteile von Linux ja definitiv und das sollte dieses Forum vertiefen. Aber alleine schon dieser Titel vermittelt für Neulinge einen anderen Eindruck.

    Ich denke die wenigsten werden die Gegenargumente lesen. Der Titel und der Autor wird leider mehr Eindruck hinterlassen.

    Schade!

  • Irgendwie ist mir dieser Thread ein Dorn im Auge.

    Ein Thread von einem Moderator eines Linux Forums mit dem Titel:" Für Linux (Desktop) spricht nur noch die Ideologie"

    Nicht sehr nützlich für die Community und das Forum an sich finde ich.
    Wenn Moderatoren diese Meinung vertreten, wird es schwierig mehr Leute für Linux zu begeistern dabei überwiegen die Vorteile von Linux ja definitiv und das sollte dieses Forum vertiefen. Aber alleine schon dieser Titel vermittelt für Neulinge einen anderen Eindruck.

    Ich denke die wenigsten werden die Gegenargumente lesen. Der Titel und der Autor wird leider mehr Eindruck hinterlassen.

    Schade!

    Ich sehe das genau so und ich hatte schon öfter bei Beiträgen von kim88 den Eindruck, dass für ihn Linux eher ein Hobby ist er aber ansonsten Windows bevorzugt. Nicht falsch verstehen! Das ist vollkommen OK, ich hab mein Leben lang viel Geld mit Windows Usern verdient und war immer dankbar das es Windows gibt ;)
    Aber ich würde bei dieser Konstellation einige Beiträge dann doch eher in einem Windows Forum veröffentlichen.

  • Ein Thread von einem Moderator eines Linux Forums mit dem Titel:" Für Linux (Desktop) spricht nur noch die Ideologie"

    Was stört dich eigentlich daran? Das ein Mod dieses Thema gestartet hat oder einfach nur an dem Wort Ideologie?

    Nun an für sich hat das Wort erst einmal nicht Böses, wenn es nicht gerade um politische Ideologie geht. Der Begriff Ideologie bezeichnet eine Weltanschauung oder ein geschlossenes Weltbild, das sich auf bestimmte Ideen, Werte und Prinzipien stützt. Der Begriff wird oft verwendet, um ein System von Überzeugungen und Vorstellungen zu beschreiben und kann deshalb auch ohne weiteres auf die Grundideen von Linux und Open Source angewendet werden. Da ist nichts schlimmes bei.

    LG,

    Matthias


    Dum Spiro Spero (Cicero)

    __________________________________________________________________________________________________________________

    Meine Systeme!

    LMDE 7 / Windows 10 Pro auf: HP Elite 8300 MT mit Intel Core i3-3220 (3 MB Cache, 3,30 GHz), 8GB (DDR3)
    Windows 11 Pro auf HP EliteBook 840 mit Intel Core i5-6300U (3 MB Cache, 3.00 GHz), 16GB (DDR4)
    Manjaro 25.0.3 auf HP EliteDesk 800 Ultra Slim mit Intel Pentium G3220 (3 MB Cache, 3.00 GHz), 8GB (DDR3)

  • Das ist ein für ein Linux-Forum unerwarteter Thread.

    Zu den von kim88 einige Male angesprochenen Sicherheitslücken würde mich interessieren, WIE so etwas genau ablaufen könnte: Angenommen, es gibt in einem Debian-Paket auf meinem System eine Sicherheitslücke: Welche Arten von Fehlern können dabei vorkommen, die ein Angreifer ausnutzen kann? Oder was könnte ein Virus damit konkret anstellen? Wie häufig sind Systeme von Heimanwendern davon betroffen?

    Würde mich interessieren. Wäre vielleicht ein interessantes Thema für einen Blog-Artikel.

    Möglicherweise sind meine Anforderungen anders als bei einem Entwickler.

    • Jeder meiner Computer soll funktionieren, wenn ich ihn brauche. Meine Toleranz in dieser Hinsicht liegt ziemlich genau bei null.
    • Wenn ich für Software Geld ausgeben soll, dann bitte nur einmal und in einem überschaubaren Rahmen.
    • Die Möglichkeiten eigener Anpassungen sind mir wichtiger als Perfektion. OSX ist sicher schick, aber vermutlich sehr viel schwieriger anzupassen als Cinnamon oder Xfce. Außerdem bräuchte ich dafür Apple-Hardware, die gefühlt soviel wie ein Gebrauchtwagen oder ein netter Urlaub kostet.
    • Die nötigen Wartungsarbeiten bei Windows würden mir auf die Nerven gehen. Dasselbe gilt für die Begegnungen mit Viren.

    Edited once, last by Herr_Berg (November 14, 2024 at 8:29 PM).

  • Irgendwie ist mir dieser Thread ein Dorn im Auge.

    Ein Thread von einem Moderator eines Linux Forums mit dem Titel:" Für Linux (Desktop) spricht nur noch die Ideologie"

    Nicht sehr nützlich für die Community und das Forum an sich finde ich.
    Wenn Moderatoren diese Meinung vertreten, wird es schwierig mehr Leute für Linux zu begeistern dabei überwiegen die Vorteile von Linux ja definitiv und das sollte dieses Forum vertiefen. Aber alleine schon dieser Titel vermittelt für Neulinge einen anderen Eindruck.

    Ich denke die wenigsten werden die Gegenargumente lesen. Der Titel und der Autor wird leider mehr Eindruck hinterlassen.

    Schade!

    Genau, auch ich dahergelaufener Trottel finde das Thema sehr irritierend.

    Für Neueinsteiger dürfte es daher auch eher abschreckend sein.

  • Der Titel enthält ja eigentlich eine Feststellung die zudem, so pauschal formuliert, auch nicht stimmt. Für mich sprechen viele technische Sachen für Linux. Die Möglichkeiten die Privatsspähre wirklich in der Hand haben zu können ist mir ein gewichtiger Grund.
    Aber ist es idiologisch sich für "unbeobachtete" Kommunikation zu interessieren?
    Ideologie wird oft im Zusammenhang mit Politik assoziert und so fand ich es spontan Schade das das brave Linux plötzlich politisiert wird, wo doch viel nur die Überschriften lesen.
    Wie wäre: "Welche Gründe sprechen für euch für Linux Desktop heute"

    Das coole an Linux (und Programmierung) ist ja das es im Gegensatz zu Politik oder Ideologie immer eindeutig in richtig und falsch (Geht/Geht so nicht) auflösbar ist.
    Danke für dieses feine Forum nebenbei.

  • Was stört dich eigentlich daran? Das ein Mod dieses Thema gestartet hat oder einfach nur an dem Wort Ideologie?

    Nun an für sich hat das Wort erst einmal nicht Böses, wenn es nicht gerade um politische Ideologie geht. Der Begriff Ideologie bezeichnet eine Weltanschauung oder ein geschlossenes Weltbild, das sich auf bestimmte Ideen, Werte und Prinzipien stützt. Der Begriff wird oft verwendet, um ein System von Überzeugungen und Vorstellungen zu beschreiben und kann deshalb auch ohne weiteres auf die Grundideen von Linux und Open Source angewendet werden. Da ist nichts schlimmes bei.

    Ich finde den Titel sehr reißerisch und er suggeriert Linux sei keine valide Alternative im Desktopbereich. Und wenn ein Moderator sowas verfasst hat es nochmal eine grössere Wirkung.

    Die meisten Leute werden diesen Eindruck behalten egal wie gut die kommenden Gegenargumente sind.

    Du bestätigt mich indirekt weil ich in einem meiner Antworten schon darauf eingegangen bin, wie wichtig der Ideologie Punkt ist. Wenn du es gelesen hättest, würdest du wissen das ich mit dem Begriff kein Problem habe. Oder du könntest es zumindest erahnen.

    Kein Vorwurf, eben die wenigsten lesen dann auch alles in so einem Thread.

    Was soll ein Linux-Neuling denken wenn er sowas liest? Offensichtlich sind ja nicht mal die Moderatoren von Linux über zeugt wieso sollte er es dann sein?


    Rate mal wie stark sie sich die folgende Headline in die Köpfe der Leute bohren würde:

    "Klimaschutz Massnahmen sind nur noch für die Ideologie, sie bewirken sowieso nichts"

    Egal was danach kommt jene die zweifeln, zweifeln automatisch mehr.

  • Der Titel enthält ja eigentlich eine Feststellung die zudem, so pauschal formuliert, auch nicht stimmt. Für mich sprechen viele technische Sachen für Linux. Die Möglichkeiten die Privatsspähre wirklich in der Hand haben zu können ist mir ein gewichtiger Grund.
    Aber ist es idiologisch sich für "unbeobachtete" Kommunikation zu interessieren?
    Ideologie wird oft im Zusammenhang mit Politik assoziert und so fand ich es spontan Schade das das brave Linux plötzlich politisiert wird, wo doch viel nur die Überschriften lesen.
    Wie wäre: "Welche Gründe sprechen für euch für Linux Desktop heute"

    Das coole an Linux (und Programmierung) ist ja das es im Gegensatz zu Politik oder Ideologie immer eindeutig in richtig und falsch (Geht/Geht so nicht) auflösbar ist.
    Danke für dieses feine Forum nebenbei.

    Dein Post war mir ein Denkanstoß. Wie wird sich das Ganze entwickeln, wenn Linux an Beliebtheit gewinnt? Werden wir dann noch mehr Gründe für Linux bekommen oder ist das Gegenteil der Fall? Wird die Sicherheit abnehmen, weil es plötzlich für noch mehr Angreifer attraktiv wird? Werden Firmen aktiv, weil sie Gewinnmöglichkeiten wittern? Wird es dann ein Windows-Linux mit Telemetrie oder anderen proprietären Systemen geben?

    Jetzt könnten wir natürlich sagen, dass wir Auswahl haben und dann einfach eine "saubere" Distro wählen. Aber es geht ja nicht unbedingt um uns. Was ist mit Anfängern, die dann von einem Windows zu einem "Linux-Windows" wechseln?

    Ich bin unsicher, ob "Das Jahr des Linux-Desktop" wirklich ein schöner Meilenstein oder der Anfang vom Ende wird. Wo viele Möglichkeiten sind, sind auch viele Nutznießer, die dann nicht immer unbedingt die besten Absichten haben.

  • Was soll ein Linux-Neuling denken wenn er sowas liest?

    Er wird an den positiven Beiträgen die die Vorteile von Linux hervorheben, dass Linux eine echte und gute Alternative zu Windows ist erkennen und das Linuxer (zu mindest die Meisten) auch vernünftig über kontroverse Themen diskutieren können.

    LG,

    Matthias


    Dum Spiro Spero (Cicero)

    __________________________________________________________________________________________________________________

    Meine Systeme!

    LMDE 7 / Windows 10 Pro auf: HP Elite 8300 MT mit Intel Core i3-3220 (3 MB Cache, 3,30 GHz), 8GB (DDR3)
    Windows 11 Pro auf HP EliteBook 840 mit Intel Core i5-6300U (3 MB Cache, 3.00 GHz), 16GB (DDR4)
    Manjaro 25.0.3 auf HP EliteDesk 800 Ultra Slim mit Intel Pentium G3220 (3 MB Cache, 3.00 GHz), 8GB (DDR3)

  • Er wird an den positiven Beiträgen die die Vorteile von Linux hervorheben, dass Linux eine echte und gute Alternative zu Windows ist erkennen und das Linuxer (zu mindest die Meisten) auch vernünftig über kontroverse Themen diskutieren können.

    Ich fürchte, das ist nicht korrekt. Viele Leser nehmen nur die Überschrift zur Kenntnis. Vielleicht mit dem Vorsatz, den Thread irgendwann später zu lesen. Und auch wenn sich jemand die Mühe macht, den Thread von vorne bis hinten durchzulesen, bestimmen der Titel und die ersten Absätze den Eindruck, der im Gedächtnis bleibt.

  • Genau das waren jetzt auch meine Erfahrungen und Gründe. Ich fande diesen "Zwang" neue Hardware kaufen zu müssen mit dem Hindergrung das der Support für Win10 auch weg fällt ganz schrecklich. Und für jemanden der nur mal ein Briefchen schreibt, im Internet surft und seine Emails erledigt ist Linux auf jeden Fall auch eine Alternative.

    Ja vor allem wenn man bedenkt, dass mein PC jetzt mit einer neuen graka(die war kein Ausschluss Kriterium) jetzt auch satisfactory auf max Einstellungen läuft ist das echt n schlechter Witz, dass der nicht mehr laufen sollte.

  • Nicht sehr nützlich für die Community und das Forum an sich finde ich.
    Wenn Moderatoren diese Meinung vertreten, wird es schwierig mehr Leute für Linux zu begeistern dabei überwiegen die Vorteile von Linux ja definitiv und das sollte dieses Forum vertiefen. Aber alleine schon dieser Titel vermittelt für Neulinge einen anderen Eindruck.

    Ich denke die wenigsten werden die Gegenargumente lesen. Der Titel und der Autor wird leider mehr Eindruck hinterlassen.

    Was soll ein Linux-Neuling denken wenn er sowas liest? Offensichtlich sind ja nicht mal die Moderatoren von Linux über zeugt wieso sollte er es dann sein?

    Das, was kim88 schreibt, ist seine Sicht und völlig legitim. Die Überschrift könnte sicher anders gewählt werden, aber das wird einen Mann der mit Werbung und Medien zu tun hat, schwerfallen. (Es muss auffallen, entweder laut oder schrill)

    Wir sind hier auch keine Religion, die Entweder oder nur erlaubt. Wenn mir ein Thread nicht gefällt, wird er ignoriert (und es sind viele) und gut ist. Und kein neuer wird deswegen bei Windows bleiben, weil er das liest. Es ist gut, dass auch andere Sichtweisen aufgezeigt werden, es muss ja nicht mit der eigenen übereinstimmen.

    Für neue ist mehr interessant wie funktioniert dies oder jenes.

    Allerdings gibt es auch Moderatoren, die eine Überschrift anpassen können, damit sie entweder entschärft oder verständlicher wird. Wird ja öfter gemacht.

  • Ich fürchte, das ist nicht korrekt. Viele Leser nehmen nur die Überschrift zur Kenntnis. Vielleicht mit dem Vorsatz, den Thread irgendwann später zu lesen. Und auch wenn sich jemand die Mühe macht, den Thread von vorne bis hinten durchzulesen, bestimmen der Titel und die ersten Absätze den Eindruck, der im Gedächtnis bleibt.

    Also mich würde so eine Überschrift neugierig machen und ich würde da mit Sicherheit weiterlesen. Wenn ich mich ernsthaft mit einem Wechsel zu Linux beschäftige, da lasse ich mich doch nicht von einer einzelnen Meinung/Thread davon abhalten. Ich glaube, hier wird die Intelligenz der Wechselwilligen unterschätzt!

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: CachyOS, MX Linux (Plasma) im Multiboot mit Win11

  • Wenn Moderatoren diese Meinung vertreten, wird es schwierig mehr Leute für Linux zu begeistern dabei überwiegen die Vorteile von Linux ja definitiv und das sollte dieses Forum vertiefen.

    Hast du Beispiele für diese Vorteile? Ich habe im Startpost zwei aufgezählt und dieses - wie auch der Blogautor - als Ideologische Vorteile bezichnet. Sprich Datenschutz und OpenSource.

    Nochmal für alle was ich mit ideologisch meine: Das sind halt keine technische Vorteile. Eine Software hilft mir nicht meine Arbeit besser, schneller oder effizienter zu erledigen nur weil sie OpenSource ist oder meinen Daten nicht missbraucht.

    Was ich aus den Beiträgen hier herausgelesen habe, ist das es viele als Vorteil sehen dass sie alte Hardware weiterverwenden können. Fair Point. Den hatte ich nicht auf dem Schirm - liegt wohl daran dass ich in der Regel spätestens alle 2-3 Jahre meine Notebooks durch neue ersetze.

    In weiteren Postings habe ich aufgezeigt, dass ich früher (TM) durchaus "technische" Vorteile bei der Nutzung von Linux gesehen habe. Hab das am Beispiel der globalen Benachrichtigungen ausgemacht. Linux hat diese im Desktop-Bereich erfunden. Seit 2008 gibt es die - total cool. Mac OS und Windows haben das erst Jahre später adaptiert. Inzwischen haben diese beiden Betriebssystemen das Konzept aber massiv ausgebaut - und helfen dir dabei bei einer Benachrichtigung effizient zu bleiben - ohne das du den Fokus verlassen musst.

    Bei Linux ist seit 2008 da nichts mehr passiert, das System funktioniert heute noch 1:1 wie damals. Es ist stehen geblieben. Technisch hat hier Microsoft und Apple das bessere System - das kann man nicht wegdiskutieren - und das das System von Linux wird auch nicht besser nur weil es OpenSource ist oder gute Datenschutzrichtlinien hat.

    Es gibt aber viele weitere Beispiele. Nehmen wir mal Paritionsverschlüsselung. Gefühlt jeder Linux Installer bietet die Option die zu nutzen. Das ganze basiert auf LUKS war glaub so um 2004 rum aufgekommen. Cooles Konzept - und wieder eine Vorreiter Rolle. Gab es weder unter MacOS noch unter Windows.

    Inzwischen gibt es das natürlich unter Windows (BitLocker) und Mac OS (FileVault2). Beide Systeme haben aufgeholt. Aber nicht nur das sie haben auch direkt "überholt". LUKS unter Linux ist absolut unbrauchbar bei einem Multi-User-System. BitLocker und FileVault2 können damit umgehen.

    Und Moderator hin- oder her. Ich darf hier durchaus eine eigene Meinung haben und die auch vertreten. Auch bin ich niemand der andere Menschen zu Linux bekehrt. Wenn jemand eine technische Frage oder ein Problem hat helfe ich gerne - aber ich gehe nicht andere Menschen aktiv davon überzeugen - dass sie Linux nutzen sollen.
    Ich denke die Menschen nutzen das, was für sie am besten ist. Die werden besser wissen was Sie brauchen als ich das tue.

    Ich sehe das genau so und ich hatte schon öfter bei Beiträgen von kim88 den Eindruck, dass für ihn Linux eher ein Hobby ist er aber ansonsten Windows bevorzugt. Nicht falsch verstehen!

    Ich nutze seit über 20 Jahren Linux. In meiner Jugend war ich mehrere Pakete in einer Linux Distribution maintaint. Ich bringe sowohl damals wie auch heute noch regelmässig bei Diskusssionen im Gnome Projekt ein. Seit rund 8 Jahren arbeite ich berufliche mit Linux hauptsächlich im Server Bereich. Seit etwa 3 Jahren zusätzlich noch mit LLMs (mal mehr und mal weniger erfolgreich ;))

    Wenn überhaupt würde ich MacOS bevorzugen. Da dort aus meiner Sicht konzeptionell sehr viel richtiges passiert. Das grundlegende Bedienprinzip von Windows mit einer Leiste unten und einem "Startmenü" (Warum muss ich auf "Start" drücken um meinen Computer herunterzufahren) ist so gar nicht mein Ding.

    Aber bei Microsoft passieren in de letzten paar Jahren ein paar spannende Dinge in Windows. Mir gefällt was sie mit HyperV gemacht haben. Und ich finde das Prinzip von WSL super spannend. Diese Integration - ist technisch eine Meisterleistung - und auch bei der Nutzung sehr spannend. Sowas würde ich mir auch unter anderen Systemen wünschen. Eine gefühlte Adaptierung davon dürfte wohl die Software Distrobox sein - die aber noch ein paar Hürden hat.

    Angenommen, es gibt in einem Debian-Paket auf meinem System eine Sicherheitslücke: Welche Arten von Fehlern können dabei vorkommen, die ein Angreifer ausnutzen kann?

    Das ist sehr abhängig von der Lücke und dem Setup. Es gab mal den eine heftige Sicherheitslücke in Kombination mit den gstreamer Codecs und Gnome. Die Lücke in gstreamer ermöglichte es, dass man bösartigen Code in eine audio oder Videodatei verstecken konnte die dann von gstreamer ausgeführt wurde.
    Die Problematik hierbei war, dass man als Gnome Nutzer die Datei nicht mal öffnen musste. Wenn man bei Gnome eine Datei herunterlädt, wird die vom Indexierungsdienst gelesen (damit die suche nachher schneller läuft). Bei Multimedia Inhalten nutzt Gnome gstreamer um die Dateien besser auszulesen. Das führte dazu, dass der reine Download (oder Kopie von einem Datenträger auf die Festplatte) reichte um Schadcode auszuführen.

    Der Super-Gau gab es 2008 bei Debian mit der SSL-Lücke. Dessen Geschichte man hier nachlesen kann.

    Das coole an Linux (und Programmierung) ist ja das es im Gegensatz zu Politik oder Ideologie immer eindeutig in richtig und falsch (Geht/Geht so nicht) auflösbar ist.

    Hier würde ich wiedersprechen. Beispiel:

    JavaScript
    function sumArray(arr) {
      let sum = 0;
      for (let i = 0; i < arr.length; i++) {
        sum += arr[i];
      }
      return sum;
    }

    und

    JavaScript
    function sumArray(arr) {
      return arr.reduce((acc, curr) => acc + curr, 0);
    }

    Diese beiden JavaScript Funktionen machen beide exakt das selbe. Beide sind richtig und valide und in der freien Wildbahn wirst du beide Implementierungen finden. Man kann das nicht einfach in "richtig" und "falsch" runterbrechen.

    Was soll ein Linux-Neuling denken wenn er sowas liest? Offensichtlich sind ja nicht mal die Moderatoren von Linux über zeugt wieso sollte er es dann sein?

    Dass bei Linux wie auch bei allen anderen Systemen nicht alles perfekt ist und es Probleme gibt.

    Das, was kim88 schreibt, ist seine Sicht und völlig legitim. Die Überschrift könnte sicher anders gewählt werden, aber das wird einen Mann der mit Werbung und Medien zu tun hat, schwerfallen. (Es muss auffallen, entweder laut oder schrill)

    Also am besten beides LAUT und Schrill! Ist eine furchtbare Berufskrankheit aber ja Slogans, Titel, etc da denke ich tatsächlich auch in meiner Freizeit so wie im Beruf.

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