Verbindung zu einen Synology NAS DS918+ -> empfohlene Methoden Stand Oktober 2024

  • Distrowahl
    Linux Mint

    Hallo Zusammen,

    vorab: Ich bin Anfänger, was die Linuxwelt angeht, zumindest Linux Mint. Mit der Kommandozeilen konnte ich im Proxmox und den LXC Container seit 2023 etwas Erfahrung sammeln. Nun habe ich hier im Forum einiges gesucht, was die Einbindung von Shares von meiner Synology betrifft. Fragt man 4 Leute bekommt man 5 Antworten :D. Ich suche hier etwas Hilfe, wie ich die Verbindung zu den Shares auf meiner Synology am besten, am einfachsten und ggf. am effektivsten herstellen/umsetzen kann. Hier die Grundvoraussetzungen:

    1. Im Moment ein Netzwerk, wo Windows PCs auf die Synology zugreifen. Der Zugriff erfolgt zum Großteil via SMB. Proxmox und Home Assistant greifen via NFS darauf zu (Backups).

    2. Die Laufwerke werden im Windows sofort nach Start hergestellt.

    3. Die Benutzer im Windows sind nicht identisch mit dem Nutzer auf der Synology.

    4. Verschiedene Nutzer greifen auf Daten auf der Synology zu. Also sollte eine "Sperre" schon sein, um die Dateien nicht "kaputt" zu machen.

    Daher nun meine, sicherlich für euch simplen, für mich aber entscheidenden Fragen, um von Anfang das richtig Konzept zu wählen.

    Welche Methoden sind nach heutigen Stand (Linux Mint V22) zu empfehlen? Über den Dateimanager? Über /etc/fstab? Mit welchen Optionen (hier sehe ich noch nicht ganz klar, was das sofortige Mounten und das Mounten nach Bedarf (Mount bei Nutzung und Unmount bei Nichtnutzung) betrifft -> Vorteile/Nachteile??? Vielleicht könnt ihr mir als Nutzer von Windows seit über 30 Jahren etwas "unter die Arme greifen"? Die Antworten auch gern mit #effektiv / #einfach / #besten gliedern.

    #einfach -> heißt für mich: Halbwegs auch den Code der Einbindung nachvollziehen zu können oder ganz ohne Konsole

    #effektiv -> heißt für mich: Im Netzwerk mit bester Performance und Sicherheit (siehe oben auch Punkt 4).

    #besten -> heißt für mich: Die goldene Mischung aus #einfach und #effektiv. Ich habe nun schon gelesen, dass es in Linux mehrere Methoden gibt. Im Gegensatz zu Windows hat man bei Linux natürlich dann die Qual der Wahl und ist - das gebe ich zu - auch schnell überfordert, was nun die "richtige" Methode (die es wahrscheinlich gar nicht gibt) ist. ;)

    Auch für eure Hilfe hier in diesem Thread vielen Dank im Voraus. Ich weiß eure Tipps sehr zu schätzen.

  • Ich komm mal gleich zum Punkt.

    NFS + fstab

    NFS Client in Linux Mint installieren:

    sudo apt install nfs-common

    Ordner erstellen, in den die NFS Freigabe eingebunden wird:

    sudo mkdir /mnt/NAS

    fstab bearbeiten:

    Entweder mit sudo nano /etc/fstab oder Rechtsklick auf /etc/fstab und als root ausführen.

    Jetzt zum kniffligen Teil. Füge als unterste Zeile in der /etc/fstab Datei einen Eintrag nach dem Muster

    <synology_ip>:<nfs_freigabe_pfad> <mount_ordner> nfs defaults 0 0

    hinzu. Zum Beispiel:

    192.168.0.10:/volume1/freigabe /mnt/NAS nfs defaults 0 0

    Eingebunden wird dann in der Konsole mit sudo mount -a oder den Rechner einfach neu starten.

    --------
    Und du kannst das vorab auch einfach erstmal in der Konsole mit

    sudo mount -t nfs 192.168.0.10:/volume1/freigabe /mnt/NAS

    testen. Gibt da noch ein paar Dinge zu verfeinern, aber so ist erstmal das Prinzip.
    --------

    Ja, es sind auf den ersten Blick viele Befehle, die kompliziert aussehen. Aber so lernst du es von Grund auf und wirst es immer wieder genau so anwenden können.

    Mit einer Suche nach "NFS Freigabe in Linux Mint über fstab mounten" bekommt man auch reichlich Informationen, falls etwas unklar sein sollte.

  • Jetzt zum kniffligen Teil. Füge als unterste Zeile in der /etc/fstab Datei einen Eintrag nach dem Muster

    So knifflig ist die Aufgabe nicht. Das kenne ich bereits aus dem Jellyfin LXC Container, um die Ordner der Synology zu mounten. ABER: Du hast mir sehr geholfen. Jetzt noch einmal die Fragen, wegen dem Zugriff auf Dateien: Ich hatte mal gelesen, das NFS nix "sperrt". Also sollten jetzt mehrere Benutzer zufällig auf die gleiche Datei zugreifen, was macht dann NFS??? Lässt NFS die Öffnung der Datei von beiden Nutzern zu? SMB sollte die Datei ja zur Bearbeitung "sperren", sobald ein Benutzer die schon geöffnet hat?

    reichlich Informationen

    Eben... die Informationen bzw. Optionen haben mich am Anfang etwas "überfordert". ^^

  • Hallo Zusammen,

    ich muss mich leider als Anfänger an euch wenden: Das Einbinden mit CIFS und der fstab klappt soweit. Sobald ich mit

    sudo mount -a

    einbinde, klappt alles. Die Laufwerke bzw. Ordner sind auf dem Schreibtisch zu sehen. Meine fstab ist so aufgebaut:

    //192.168.1.220/home /media/home_NAS01 cifs vers=3.0,credentials=/home/ronny/Dokumente/.irgendwas,user,_netdev,iocharset=utf8,file_mode=0777,dir_mode=0777 0 0

    Das Laufwerk bzw. der Ordner/die Quelle erscheint auch im nemo und lässt sich anklicken. ERST DANN erscheint auch home_NAS01 auf dem Schreibtisch. Ich würde aber gern nach dem Anmelden den Ordner schon auf dem Schreibtisch eingebunden haben.

    Was mache ich falsch? Welche Option habe ich nicht oder zu viel gesetzt?

    Wie gesagt: Klicke ich im nemo Filemanger drauf erscheint es umgehend auf dem Desktop. Mit sudo mount -a genauso. Hintergrund: Ich habe eine Keepassdatenbank auf dem NAS liegen, welche KeepassXC natürlich nur beim Start direkt einbinden kann, wenn auch das Netzlaufwerk da ist. :/ Und das ist es eben nicht.


    Schon einmal vielen Dank für eure erneute Hilfe. :thumbup::)

  • Update: Ich habe jetzt bei Startprogramme den Befehl mount -a eingebaut und eine Verzögerung von 5 Sekunden. Somit wird jetzt beim Start das Netzlaufwerk bzw. die SMB Freigabe auf der Synology gemountet. Wenn es besser/anders/sicherer oder eleganter geht, bitte meldet euch.


    Ich bin für jeden Tipp dankbar.

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