Neues NAS/Server-Projekt

  • Moin Community,

    Ich will einen Server bzw NAS künftig betreiben, welches ein indirekter Ersatz von meinen demnächst auslaufenden verbliebenen Microsoftdienste abzulösen. Indirekt daher, da ich nicht 1 zu 1 ersetze. Ich weiß allerdings noch nicht so recht, ob es so einfach machbar ist, insbesondere als Anfänger in dieser Hinsicht, wie ich es mir Vorstelle oder haben will. Ich habe noch sehr beschränkte Erfahrung im Thema Netzwerk-Speicher, Zugriffe, Freigaben und insbesondere das alles unter Linux.

    Was ich mir vorstelle:

    Ich will zunächst ein Netzwerkspeicher, was noch der einfachste Teil ist, um diverse Daten von da aus zuzugreifen und von diesem NAS/Server die Backups zu erstellen. Es handelt sich dabei um verschiedene Medien- und Projektdateien, also reine Nutzerdaten. Dabei will ich einige Ordner mit denen einiger der Rechner auch Synchron halten, sodass einige Daten gleichermaßen auf den Systemen vorhanden sind.

    Nun kommt der Part, bei dem ich mir noch überhaupt nicht sicher bin, ob das so gehen wird: Ich möchte weg von OneNote und OneDrive, wobei ich es inzwischen nur noch sehr eingeschränkt nutze, wegen den Linuxumstieg. Allerdings will ich auf meine Mobilgeräte trotzdem auf Daten zugreifen zu können, dann aber ohne echte Cloud, sondern meine Idee ist es, Smartphone und Tablet nur im lokalen Netzwerk zu synchronisieren. Es sind nicht so viele Daten, die ich dafür bräuchte, weshalb der interne Speicher locker ausreichen dürfte. Wichtiger Punkt: Obsidian als Markdown-Editor, der dann zu Hause am besten automatisch synchronisiert, sodass ich die Notes quasi immer dabei habe und wenn ich wieder zu Hause bin, die geänderten Notes gleich wieder synchronisiert werden, sodass die heimischen Systeme auch die aktuellen Daten haben. Zusätzlich will ich ähnlich mit einen Terminkalender so vorgehen: Im Heimnetz synchronisieren, unterwegs Daten einfügen, zu Hause wieder mit dem Rest synchronisieren.

    Würde dieses Vorhaben funktionieren und wäre das für ein Linux-Anfänger Nicht-ITler einigermaßen bewältigbar?

    Obsidian benötigt von der Sache her ja nur einen Speicherort für die Vault, der synchronisiert wird. Unter Windows war das dann recht egal wo, solange man einfach auf einen Ordner zugreifen kann, egal ob OneDrive, Netzwerkfreigabe oder USB-Stick. Automatisch sollte es möglichst sein, damit keine Konflikte bei den Dateiversionen vorkommen, also so bald wieder im Dunstkreis des eigenen Netzwerks sollte die Synchronisation laufen, idealer weise. Wenn nicht voll Automatisch, dann wäre auch ein kurzer Klick auf einer Schaltfläche auch noch ok.

    Ich stelle mir dann es auf dem NAS so vor, dass ich verschiedene Grundordner habe, die dann mit verschiedenen Systemen und Geräten Synchron gehalten werden sowie einfacher Netzwerkspeicher ohne Synchronisation. Also Ordner "Tablet", Ordner "Handy", Ordner "PC", Ordner "Obsidian Vault"... Und wie läuft das mit dem Kalender.

    Der Hintergedanke dabei ist, dass ich Daten zwischen Geräten austausche, aber ohne dabei eine Cloud zu nutzen, aber ähnlichen Komfort zu genießen. Zuvor wollte ich schauen, ob ich eine Cloud selbst hoste, aber um Probleme mit der Netzwerk- und Datensicherheit zu vermeiden, habe ich mir überlegt, was ich eigentlich wirklich benötige. Theoretisch könnte ich es auch manuell lösen, aber ständig anstöpseln und Daten kopieren ist nicht gerade das, was man ständig machen will.

    Die Hardware dazu ist auch noch nicht geklärt. Würde da gerne ein DeskMini für nutzen und könnte damit teilweise bereits vorhandene Hardware einsetzen. Der Datenbedarf ist nicht so hoch und möchte schon gerne kompakt und leise sein beim System. Das Ding steht immerhin im Wohnzimmer. Wenn ich mir ein System mit Unraid vorstelle und Unraid dann ein RAID5 aus zwei M.2 und zwei SATA-SSDs aufsetzen kann, wären es 12TB Nutzbarer speicher. Zwei SATA 4TB hätte ich schon, und auch eine APU und nen leisen Kühler. Klassische NAS sind ja für HDDs und dabei dann nicht ganz kompakt, zudem sind die HDD-Zugriffe hörbar, dafür eben insgesamt doch recht Günstig, wenn man dann mit HDDs arbeitet. Dazu müssten meine Bedingungen mit einem NAS auch erstmal so funktionieren.

    Vielleicht habt ihr ja auch noch andere Ideen. Externe Cloudanbieter will ich nicht nutzen, da die Daten in der Obsidian-Vault eben nicht verschlüsselt sind. Hoffentlich war es verständlich, was ich gerne hätte. Ansonsten bitte nachfragen.

    PC1: Ubuntu Studio, Ryzen 8700G, 32GB 6000, RX9070XT, 2TB 970 Evo, 2x2TB MX500, ITX Dan A4

    PC2: Linux Mint, Ryzen 5600G, 16GB 3200, 1TB P1, 2x4TB MX500, ITX Dan A4

    PC3: Ubuntu Studio, Ryzen 8500G, 16GB 4200, 4TB SN5000, SFX Deskmini X600

    PC4: Ubuntu, Ryzen 2200G, 16GB 2133, 512GB WD OEM M.2, 1TB MX500, SFX Deskmini X300

    PC5: Fedora KDE, Ryzen 7600, 32GB 6000, 2TB SN7100, ITX Jonsbo NV10

    Laptop: Kubuntu, Ryzen 2500U, 16GB 2400, 1TB SSD, HP Envy X360 13"

  • Ich experimentiere auch gerade mit Obsidian und Nextcloud und bin dabei auf das Plugin Remotely-Save gestoßen. Der erste Versuch war erfolgreich, die Synchronisation in beide Richtungen hat funktioniert.

    Habs bislang nur mit Nextcloud ausprobiert, aber diese Clouddienste sollen möglich sein:

    • Amazon S3 or S3-compatible (Cloudflare R2 / BackBlaze B2 / MinIO / ...)
    • Dropbox
    • OneDrive for personal (App Folder)
    • OneDrive for personal (Full) (PRO feature)
    • Webdav (NextCloud / InfiniCloud / Synology webdav server / ...)
    • Webdis
    • Google Drive (GDrive) (PRO feature)
    • Box (PRO feature)
    • pCloud (PRO feature)
    • Yandex Disk (PRO feature)
    • Koofr (PRO feature)
    • Azure Blob Storage (PRO feature)
    GitHub - remotely-save/remotely-save: Sync notes between local and cloud with smart conflict: S3 (Amazon S3/Cloudflare R2/Backblaze B2/...), Dropbox, webdav (NextCloud/InfiniCLOUD/Synology/...), OneDrive, Google Drive (GDrive), Box, pCloud, Yandex Disk,…
    Sync notes between local and cloud with smart conflict: S3 (Amazon S3/Cloudflare R2/Backblaze B2/...), Dropbox, webdav (NextCloud/InfiniCLOUD/Synology/...),…
    github.com
  • Meine Frage ist ja, wie ich eine "lokale Cloud" hinbekomme und damit dann meine mobilen Geräte synchronisiere statt einen dauerhaften Onlinezugang zu nutzen.

    PC1: Ubuntu Studio, Ryzen 8700G, 32GB 6000, RX9070XT, 2TB 970 Evo, 2x2TB MX500, ITX Dan A4

    PC2: Linux Mint, Ryzen 5600G, 16GB 3200, 1TB P1, 2x4TB MX500, ITX Dan A4

    PC3: Ubuntu Studio, Ryzen 8500G, 16GB 4200, 4TB SN5000, SFX Deskmini X600

    PC4: Ubuntu, Ryzen 2200G, 16GB 2133, 512GB WD OEM M.2, 1TB MX500, SFX Deskmini X300

    PC5: Fedora KDE, Ryzen 7600, 32GB 6000, 2TB SN7100, ITX Jonsbo NV10

    Laptop: Kubuntu, Ryzen 2500U, 16GB 2400, 1TB SSD, HP Envy X360 13"

  • Da du Ubuntu nutzt, könntest du testweise auf deinem Desktop Nextcloud installieren. Gibt es als Snap, ist schnell erledigt. Und dann ausgiebig testen, ob dir das überhaupt zusagt. Die Sache mit Obsidian funktioniert jedenfalls, nutze ich selber.

    Install nextcloud on Linux | Snap Store
    Get the latest version of nextcloud for Linux - Nextcloud Server - A safe home for all your data
    snapcraft.io

    Über den Menüpunkt "Remotely Save" lässt sich die Synchronisation auf dem Samrtphone manuell anstoßen.

  • Hi also nextcloud kannst du dafür wirklich nutzen und wenn du eh keine Ports oder andere Sachen einrichtest wie ein Reverse-Proxy ist deine Nextcloud eh nur im Netzwerk erreichbar ;)

    Eine andere Lösung wäre, dass du nur mit SMB-Shares arbeitest. Denn jedes Smartphone oder Tablet kann mit SMB umgehen und du würdest einfach dich lokal mit Benutzer und Passwort einloggen. Dann wären jedoch die Daten nicht selbst auf den Geräten, sondern nur verfügbar, wenn du in deinen Heimnetzwerk bist. Daher die Frage müssen die Daten auch unterwegs verfügbar sein oder reicht es auf Sie zuzugreifen wenn du wieder zu Hause bist? Das wäre der Nachteil. Vorteil wäre die Daten würden kein Speicher belegen auf den mobilen Geräten, da Sie ja nicht auf den Geräten selbst liegen. Vielleicht als Kompromiss dafür, dass es nur lokal funktionieren soll :/

    Synchronisieren wäre dadurch nicht mehr notwendig :)

  • Daher die Frage müssen die Daten auch unterwegs verfügbar sein oder reicht es auf Sie zuzugreifen wenn du wieder zu Hause bist?

    Ja, ist gewünscht. :)

    Wichtiger Punkt: Obsidian als Markdown-Editor, der dann zu Hause am besten automatisch synchronisiert, sodass ich die Notes quasi immer dabei habe und wenn ich wieder zu Hause bin, die geänderten Notes gleich wieder synchronisiert werden, sodass die heimischen Systeme auch die aktuellen Daten haben. Zusätzlich will ich ähnlich mit einen Terminkalender so vorgehen: Im Heimnetz synchronisieren, unterwegs Daten einfügen, zu Hause wieder mit dem Rest synchronisieren.

  • Daher die Frage müssen die Daten auch unterwegs verfügbar sein oder reicht es auf Sie zuzugreifen wenn du wieder zu Hause bist?

    Ja, wie Sojanauch schon rauszitiert hat, sowohl die Daten von Obsidian als auch weitere Daten will ich unterwegs nutzen und dann zu Hause dann wieder synchronisieren, damit die Daten aktuell bleiben, wenn man dann per PC darauf zugreifen will.

    Platz wäre nicht so das Problem, zumindest, wenn alles so funktioniert, wie ich mir das Vorstelle. Obsidian soll dann zwischen den PC(s), dem Smartphone und dem Tablet synchron gehalten werden. Daneben wären noch einige zusätzliche Daten gut, die ich gerne sogar aufteilen will, welche dann mit dem Smartphone, dem Tablet und dem Notebook synchronisiert werden sollen.

    Kalender benötige ich ja auch noch, aber Nextcloud bringt glaube ich sogar ein Terminkalender mit, wenn ich mich richtig dran erinner. Dann teste ich mal Nextcloud auf meinem Nebensystem, dann sehe ich ja, ob es auf den jeweiligen Geräten läuft. Mit Netzwerkverbindungen im eigenen Heimnetz habe ich mich unter Linux auch noch nicht beschäftigt, also ist es keine ganz kleine Baustelle für mich.


    Ansonsten soll das künftige System auch als NAS herhalten, für alle weitere Daten, auf die ich dann im Heimnetz zugriff habe.

    PC1: Ubuntu Studio, Ryzen 8700G, 32GB 6000, RX9070XT, 2TB 970 Evo, 2x2TB MX500, ITX Dan A4

    PC2: Linux Mint, Ryzen 5600G, 16GB 3200, 1TB P1, 2x4TB MX500, ITX Dan A4

    PC3: Ubuntu Studio, Ryzen 8500G, 16GB 4200, 4TB SN5000, SFX Deskmini X600

    PC4: Ubuntu, Ryzen 2200G, 16GB 2133, 512GB WD OEM M.2, 1TB MX500, SFX Deskmini X300

    PC5: Fedora KDE, Ryzen 7600, 32GB 6000, 2TB SN7100, ITX Jonsbo NV10

    Laptop: Kubuntu, Ryzen 2500U, 16GB 2400, 1TB SSD, HP Envy X360 13"

  • Kalender, Kontakte, Aufgaben und Dateien lassen sich über die Nextcloud mit deinen Geräten synchronisieren.

    Und mit dem Plugin Remotely Save funktioniert auch Obsidian. Dabei wird ein Verzeichnis namens "Obsidian" (was auch sonst ;)) in der Nextcloud angelegt und darüber die Notizen synchronisiert.

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