Automatische Updates: Nutzt ihr eine solche Funktion? Wenn ja, in welcher Distribution und wie?

  • Da ich noch immer auf der Suche nach einer passenden Linux-Distribution für meinen Sohn und meine Frau bin, wäre es sehr hilfreich, wenn deren Systeme sich regelmäßig selbst patchen würden, ohne dass ich unbedingt Hand anlegen muss.

    So weit ich bei meiner Recherche erfahren habe, gibt es spezielle Pakete, die man z. B. auf Ubuntu oder Fedora nachinstallieren kann, um so etwas umzusetzen.

    Nun meine Frage an euch. Setzt ihr so etwas ein? Lasst ihr Systeme automatisch patchen? Vorstellen könnte ich mir so etwas z. B. auch bei Verwandten und Freunden, die sich nicht großartig um die Installation von Updates kümmern und die weiter entfernt wohnen, wo man den Updateprozess nicht regelmäßig selbst anstoßen kann.

    Was meint ihr?

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  • Also ich nutze das nicht, bei mir mach ich es über das Terminal, deshalb kann ich dir leider nicht viel helfen.

    Sinnvoll ist es natürlich wenn man wie du es beschreibst bei Menschen die sich nicht darum kümmern nachinstallieren kann.

    Dazu gibt es bei Ubuntu z:b das hier: https://wiki.ubuntuusers.de/Aktualisierungen/Konfiguration/

    Grüsse

    Gregor

    Debian Trixie GNU/ Linux-Gnome

    AMD Ryzen™ 7 5800H with Radeon™ Gra.phics × 16, 32 GB-RAM 1000 GB-SSD

    MacMini M4 24 GB-Ram 512 GB SSD MacOSX



    ..

  • Ui, da waren wir gleichzeitig am Posten ^^

    Grüsse

    Gregor

    Debian Trixie GNU/ Linux-Gnome

    AMD Ryzen™ 7 5800H with Radeon™ Gra.phics × 16, 32 GB-RAM 1000 GB-SSD

    MacMini M4 24 GB-Ram 512 GB SSD MacOSX



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  • Dazu gibt es bei Ubuntu z:b das hier: https://wiki.ubuntuusers.de/Aktualisierungen/Konfiguration/

    Vor ungefähr fünf Jahren habe ich auf Debian unattended upgrades verwendet.

    Auf diese Möglichkeit bin ich auch bereits gestoßen. Danke euch! <3

    Für Fedora hätte ich da auch schon etwas:
    Automatic Updates :: Fedora Docs

    Vielleicht nutzt ja noch jemand eine andere Möglichkeit? Oder spricht etwas komplett dagegen?

  • Ich nutze es in Debian (Server) bzw. OMV für Sicherheitsupdates. Alles andere wird händisch updated.

    ________________________________________________________________________________

    PC | AMD Ryzen 7 3700X - NVIDIA GeForce RTX 2070 Super - 32 GB RAM - 1 TB NVME - 1 TB HDD - ArchLinux

    Lappi | Intel i3 - 16 GB RAM - 128 GB SSD - ArchLinux

    Homi | Intel i3 - 8 GB RAM - 1x 128 GB SSD - 2x 4 TB Seagate IronWolf HDD im RAID1 - Debian 13 mit OMV8 und Docker

  • In Linux Mint gibt es ja die Option automatische Updates in der Aktualisierungsverwaltung. Ich habe es mal getestet. Die Aktialisierung läuft allerdings nur , wenn man den Rechner mindestens 1 Stunde anlässt.

    Aber für die, die sich nicht drum kümmern wollen, ist es gut.

  • Ist bei Mint in der Aktualisierungsverwaltung von Haus aus einschaltbar.

    War ich eben zu spät.

    Die Zeit, wann aktualisiert wird richtet sich danach, wann das erste mal aktualisiert wurde.

    Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. ;)

  • In Linux Mint gibt es ja die Option automatische Updates in der Aktualisierungsverwaltung.

    Gut zu wissen. :thumbup:

    Die Zeit, wann aktualisiert wird richtet sich danach, wann das erste mal aktualisiert wurde.

    Was bedeutet das? Aktualisiere ich manuell um 17 Uhr, findet die nächste Aktualisierung auch wieder um 17 Uhr statt? :/

  • Was bedeutet das? Aktualisiere ich manuell um 17 Uhr, findet die nächste Aktualisierung auch wieder um 17 Uhr statt? :/

    Ja, da läuft ein Timer ab, und nach 24 Std. (oder mehr, wenn der PC gerade nicht läuft) wird die automatische Aktualisierungsverwaltung gestartet. Das ist aber Erfahrungswert. Wo das im System steht weiß ich nicht.

    Edit: So lange bis die Aktualisierung gestartet wird, ist im Schild-Symbol in der Leiste ein kleiner roter Punkt zu sehen, der signalisiert, dass Aktualisierungen anstehen. Aktualisiert wird aber erst nach Ablauf des Timers. Das irriziert viele User, weil sie sehen, dass ein Update ansteht, aber (noch) nicht gestartet wird.

    Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. ;)

  • Edit: So lange bis die Aktualisierung gestartet wird, ist im Schild-Symbol in der Leiste ein kleiner roter Punkt zu sehen, der signalisiert, dass Aktualisierungen anstehen. Aktualisiert wird aber erst nach Ablauf des Timers. Das irriziert viele User, weil sie sehen, dass ein Update ansteht, aber (noch) nicht gestartet wird.

    Danke. Gut zu wissen.

  • Da ich noch immer auf der Suche nach einer passenden Linux-Distribution für meinen Sohn und meine Frau bin, wäre es sehr hilfreich, wenn deren Systeme sich regelmäßig selbst patchen würden, ohne dass ich unbedingt Hand anlegen muss.

    So weit ich bei meiner Recherche erfahren habe, gibt es spezielle Pakete, die man z. B. auf Ubuntu oder Fedora nachinstallieren kann, um so etwas umzusetzen.

    Nun meine Frage an euch. Setzt ihr so etwas ein? Lasst ihr Systeme automatisch patchen? Vorstellen könnte ich mir so etwas z. B. auch bei Verwandten und Freunden, die sich nicht großartig um die Installation von Updates kümmern und die weiter entfernt wohnen, wo man den Updateprozess nicht regelmäßig selbst anstoßen kann.

    Was meint ihr?

    Ich würde auch unter Linux zumindest Sicherheitsupdates automatisch machen lassen. Ich weiß, Linux ist nicht so stark unter Virenbeschuss wie Windows, aber ich finde, zumindest solche Update sollten doch zeitnah gemacht werden.

    Mit freundlichen Grüßen.
    Forgotten Wanderer

  • Ja, da läuft ein Timer ab, und nach 24 Std. (oder mehr, wenn der PC gerade nicht läuft) wird die automatische Aktualisierungsverwaltung gestartet. Das ist aber Erfahrungswert. Wo das im System steht weiß ich nicht.

    Edit: So lange bis die Aktualisierung gestartet wird, ist im Schild-Symbol in der Leiste ein kleiner roter Punkt zu sehen, der signalisiert, dass Aktualisierungen anstehen. Aktualisiert wird aber erst nach Ablauf des Timers. Das irriziert viele User, weil sie sehen, dass ein Update ansteht, aber (noch) nicht gestartet wird.

    Danke für die Info, das hätte mich sonst auch sicher verwirrt

    Mit freundlichen Grüßen.
    Forgotten Wanderer

  • Die ganze Family fährt Debian 12 mit Autoupdate allem voran die über 70 jährigen. Solange man sich auf apt beschränkt ist es stressfrei.

    Laptop: Lenovo ThinkPad P16v 64GB RAM 2x 2TB NVME - Debian 12
    Workstation: MacStudio M2 Max 64 GB RAM 1TB NVME + 4 TB Thunderbolt NVME - macOS Sonoma
    HomeLab: NUC12WSHi5 64GB RAM, 2TB NVME, 2TB SSD, 4TB Thunderbolt NVME - Proxmox
    Phone: Pixel 8 Pro 256GB - GrapheneOS
    Tablet: Google Tablet 256GB - GrapheneOS

  • Also ich hab mich vor 2-3 Wochen ja mal richtig in die Nesseln gesetzt bezüglich Linux-Mint-Auto-Update. Hab bei uns in der Firma aus Versehen angeklickt, dass der PC meines Vaters das alles automatisch handhaben soll und dann bekam ich einen sehr genervten Anruf, dass der Bildschirm schwarz bleibt. Dann durfte ich statt Home-Office einmal durch die ganze Stadt fahren, weil Mint bei Update den Kernel zersägt hat.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Besonders wenn die, die den PC nutzen, nur Grundlagen-Wissen haben.

    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.


    dbd.png?raw=true Don't Break Debian

  • Linux Mint. Ich nutze es nicht. Ich bin dagegen. Weil ich möchte Wissen, welches Update wann gemacht wird. Jedes Update bringt auch die gewisse Gefahr, dass etwas nicht mehr so ist oder funktioniert wie ich es kenne. Und es würde mich ärgern, wenn etwas dann plötzlich nicht mehr funktioniert und ich es dann brauche. Deshalb stoße ich ca. einmal die Woche, die Updates selbst an. Dann weiß ich, wo ich Veränderungen erwarten kann. Und zwischendurch mache ich dann auch backups, sodass ich dann zur Not auch wieder ein Backup einspielen kann. Leider mache ich, mehr oder weniger aus langeweile, trotzdem häufiger die Updates.

    Als ich Linux Mint komplett neu installiert habe als völliger Newbie, habe ich über die Anwendungsverwaltung Programme installiert. z.B. Blender. Dort habe ich dann meine Addons installiert und so eingerichtet, wie ich es von Windows gewohnt war (bzw. wie es mir gefiel). Danach habe ich das Update gemacht. Blender war dabei. Nach dem Update waren dann auch meine Addons weg und meine Einstellungen, die ich alle mühevoll installiert und eingestellt habe. Das hat mich sehr geärgert. Das Problem kenne ich aber nur von Blender und ist mir bei anderen Programmen nicht aufgefallen. Das wusste ich damals aber noch nicht. Blender habe ich seitdem auch bei den Updates ausgeschlossen.
    Ich dachte zuerst, dass sei bei Linux Mint grundsätzlich der Fall und hätte beinahe dazu geführt, nicht mit Linux weiterzumachen.

    Redshift (oder eine Abhängigkeit davon) hat sich auch selbst weg-geupdated. Es hat immer funktioniert, dann nicht mehr. Bin dem noch nicht richtig nachgegangen, aber offensichtlich hat sich da irgendwas auf Wayland umgestellt, dass ich aber nicht nutze.

    VirtualBox funktioniert auch nicht mehr richtig. Vermute aber auch ein Update dahinter. VirtualBox startet, aber keine einzige Maschine lässt sich mehr starten, die zuvor funktioniert haben. Hier habe ich sogar mehrmals versucht ältere Backups einzuspielen. Aber dann hat sich immer irgendwas andere gebissen.

  • Ich lasse mir bei TuxedoOS zumindest die Updates automatisch suchen und mich darüber informieren. Installation wird also manuell ausgelöst. Mache ich eigentlich nur, um vorher zu wissen, was alles aktualisiert wird.

  • Die ganze Family fährt Debian 12 mit Autoupdate allem voran die über 70 jährigen. Solange man sich auf apt beschränkt ist es stressfrei.

    Wie stellst du denn bei debian ein autoupdate ein?

  • Ich habe irgendwann im letzten Jahr Linux Mint auf dem zum damaligen Zeitpunkt 12 Jahre alten MacBook Air installiert und lasse es seither automatisch updaten. Ich schaue immer wieder mal nach, ob alles noch läuft, wenn ich sie besuche.

    Fazit: Es läuft wunderbar. Auch die Wechsel auf die höheren Versionen haben funktioniert, allerdings habe ich diese dann manuell durchgeführt.

    Ich selbst verwende Arch und für die Updates manuell via Konsole durch.

  • Also ich hab mich vor 2-3 Wochen ja mal richtig in die Nesseln gesetzt bezüglich Linux-Mint-Auto-Update [...]

    Eine Distribution, die Repos anderer Distributionen in der /etc/apt/sources.list 'default' einbindet, würde ich nicht zwingend als "stabil" bezeichnen.

    Wie stellst du denn bei debian ein autoupdate ein?

    Suche nach Debian 12 und unattended-upgrades. Z.B.: https://www.cyberciti.biz/faq/how-to-kee…-automatically/

    Nachtrag:

    So einfach wie ich mir das mache ist es aber nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob man automatische Updates auf dem Server oder auf dem Desktop macht. Des Weiteren sollte überlegt werden, ob dies überhaupt sinnvoll ist bei Bleeding-Edge Distributionen wie Fedora, OpenSuse, Gentoo, oder gar Arch Linux (and Derivatives). Mit Bleeding Edge meine ich nicht unbedingt die Varianten SID, Tumbleweed, Rawhide oder ~arch, aber eher den Versionsvorsprung der Pakete zu Debian Stable.

    Mit unattended-upgrades unter Debian werden meist nur Security Patches ohne User-Feedback oder gar -Interaktion durchgeführt. Das funktioniert auf dem Server sauber. Auf einem Desktop wird es vielleicht zum Problem. Stellt Euch mal vor die Oma hat Textdokument über die Nacht offen und es kommt gerade ein Kernelupdate und das System macht ein geplantes reboot.

    Also automatische Updates funktionieren nur dann, wenn die Wahl-Distro ein GUI Feedback auf dem Desktop ausgibt und es grundsätzlich zu keinen Überraschungen kommt.

    Nur zur Info: Es gibt eine Distro, die sich schon seit Dekaden mit automatischen Updates auf dem Desktop beschäftigt und zwar Ubuntu. Auch wenn ich von SNAP nicht sonderlich angetan bin, für automatische Updates scheint Ubuntu LTS eine brauchbare Lösung zu sein. Bei meinen Eltern läuft zwar debian mit unattended-upgrades für Security Patches, aber sie surfen nur und checken ihre Emails. Ein

    Code
    apt update && apt upgrade -y && apt autoremove -y 

    wird dann halt einmal die Woche durchgeführt. Ich bin sowieso ein mal die Woche da.

    Laptop: Lenovo ThinkPad P16v 64GB RAM 2x 2TB NVME - Debian 12
    Workstation: MacStudio M2 Max 64 GB RAM 1TB NVME + 4 TB Thunderbolt NVME - macOS Sonoma
    HomeLab: NUC12WSHi5 64GB RAM, 2TB NVME, 2TB SSD, 4TB Thunderbolt NVME - Proxmox
    Phone: Pixel 8 Pro 256GB - GrapheneOS
    Tablet: Google Tablet 256GB - GrapheneOS

    Edited 8 times, last by nodea: Nachtrag (July 28, 2024 at 11:23 AM).

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