Was haltet ihr von Proton Mail/Drive/VPN/Kalender

  • Wie ist eure Meinung zu Proton und findet ihr Proton Unlimited / Proton Family lohnt sich?

    Es macht auf mich einen sehr guten Eindruck da alle Apps Open Source sind, das Unternehmen in der Schweiz sitzt und sich auch in der Vergangenheit (soweit ich weiß) gut im Bezug auf Sicherheits und Privatspähre verhalten hat

  • Ich nutze seit vielen Jahren ProtonMail als mein Privat Mail Anbieter und bin sehr zufrieden damit.

    Über die Jahre habe ich auch weitere Dienste angefangen zu nutzen:

    ProtonVPN nutze ich wenn ich unterwegs auf Reisen bin - da ich den Public Wlans in den Hotels, etc nicht wirklich traue. Oft wird VPN ja auch genutzt um Netflix Inhalte aus den USA, etc zu sehen. Ob das geht kann ich nicht wirklich sagen - ich habe es nie für sowas verwendet.

    ProtonCalender ist okay. Ich hab hier Mühe mit der iPhone App, da man dort wenn man einen neuen Termin erstellt keine anderen Personen einladen kann. Auf dem Desktop über die Weboberfläche und (soweit ich weiss bei Android) geht das allerdings. Da ich aber iPhone User bin ist es nervend - da ich immer alle Termine wo ich Personen einlade am Rechner machen muss.

    Zu ProtonPass (Passwort Manager), habe ich hier vor einiger Zeit mal einen Testbericht geschrieben: ProtonPass im ausführlichen Test

    Der Bericht ist aber bereits veraltet. Proton hat extrem viel Energie in die Entwicklung des Passwort Managers gesteckt - und alle Kritik Punkte die ich noch hatte (bis auf SSH-Agent Integration) wurden inzwischen behoben. Ich hab 1Password gekündig und nutze seit rund 2 Monaten ProtonPass als mein privater PasswortManager.

    ProtonDrive: Ist im Grunde eine Cloud wie Google Drive etc. Ich bin mit der weitgehend zufrieden. Upload Geschwindigkeit ist sehr gut (um längen besser als bei iCloud und OneDrive). Man kann Dateien auch per Link oder Link & Passwort freigeben. Was hier fehlt ist eine Linux App. Man kann es zwar über den Browser bedienen aber eine native Integration ist hilfreich.

    Es gibt einen inoffzielle Linux App, die funktioniert hat aber etwas Mühe bei grossen Datenmengen:

    Celeste (inoffizielle ProtonDrive App für Linux) als Snap: https://snapcraft.io/celeste
    Celeste (inoffizielle ProtonDrive App für Linux als Flatpak: https://flathub.org/apps/com.hunterwittenborn.Celeste

    Der Proton CEO hat sich in einem Interview Anfang Jahres zur Linux App Situation geäussert und meinte das ende diesen Jahres evtl was kommen wird. Linux ist da aber sehr mühsam zu entwickeln (weil es keine APIs für Cloud Anbieter gibt - im Gegensatz zu Mac OS und Windows). Daher werden sie wohl mit einer Ubuntu only App anfangen - um das meistgenutzt Linux zu supporten.

    Ob es sich lohnt weiss ich nicht. Hab die aktuellen Preise nicht im Kopf. Ich habe einen lebenslangen Account (ohne Abo) da Proton die zur Anfangszeit zur Startfinanzierung für relativ hohes Geld verkauft hat. Daher ich habe Proton Visionary - also alles im Vollumfang für die damalige einmalige Zahlung.

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    Ciao!

    Linux Nutzer seit über 20 Jahren. I ❤️ Freedom!

    Offizieller Proton-Botschafter aus der Schweiz 🇨🇭 😅

    Meine Haupt-Distribution ist Ubuntu.

    Mein Blog: https://rueegger.me

    Wer meinen sinnlosen Gedanken folgen möchte, kann dies gerne auf Mastodon tun: https://swiss.social/@srueegger

  • Oft wird VPN ja auch genutzt um Netflix Inhalte aus den USA, etc zu sehen. Ob das geht kann ich nicht wirklich sagen - ich habe es nie für sowas verwendet.

    Für die USA habe ich es noch nicht genutzt, aber unter dem Fire TV Stick lässt sich die Geoblock Funktion sehr gut damit umgehen.
    Ach ja, ich erwende auch Proton VPN, die anderen Dienste habe ich noch nie gebraucht.

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    Lehre jemandem, wie man Angeln geht, anstatt ihm jeden

    Tag einen Fisch zu geben.

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  • Ich hab 1Password gekündig und nutze seit rund 2 Monaten ProtonPass als mein privater PasswortManager.

    Wow. Dann muss ich mir den Passwort-Manager doch mal genauer anschauen. Mal sehen, ob er auch meinen Ansprüchen gerecht wird. ;)

    Arch Linux | Gnome | Kernel 6.8.7-arch1-1

    MSI MAG X570 Tomahawk WIFI | AMD Ryzen 9 3900X | 2x 16 GB G.Skill RipJaws V DDR4-3200 | Sapphire NITRO+ AMD Radeon RX 7800 XT | Seasonic Prime PX-750 80+ Platinum

  • Proton Mail hatte mal damit geworben, dass es keine (Zugangs)-Daten speichert. Bei einer Anfrage der Polizei sind Kriminelle Kunden aber identifiziert worden. Daran kann ich im Prinzip nichts verwerfliches erkennen - nur wie wurden sie Identifiziert wenn es keine Daten gibt?

  • Proton Mail hatte mal damit geworben, dass es keine (Zugangs)-Daten speichert. Bei einer Anfrage der Polizei sind Kriminelle Kunden aber identifiziert worden. Daran kann ich im Prinzip nichts verwerfliches erkennen - nur wie wurden sie Identifiziert wenn es keine Daten gibt?


    Standardmässig werden keine Daten geloggt. Logischerweise werden die Mails in deinem Posteingangverschlüsselt.


    protonMail loggt aber normalerweise aber z.b nicht deine IP Adresse (beim Login oder der Nutzung). Ausnahme ist wenn sie es müssen. Wenn es einen Antrag von einem Gericht gibt (von einem Schweizer Richter abgesegnet) - muss Proton die Metadaten wie z.b die IP Adresse die du verwendest loggen und weitergeben.

    Das ist das was einer französischen Klimaaktivistin zum Verhängnis geworden ist weil man so nachweisen konnte das ein E-Mail Account von dem ein Aufruf kam von ihr betrieben worden ist.

    Auf die Inhalte der Mail hat weder Proton noch ein dritter Zugriff.

    Proton veröffentlich jährliche Transparenzberichte wo sie angeben wie oft sowas passiert.


    Ironie hier: die gesetzliche Grundlage dafür ist das Schweizer Fernemeldegesetz (da fallen E-Maildienste mit rein). Hätte die Aktivistin gleichzeitig ProtonVPN benutzt für den Login in den Account hätte man es ihr nicht nachweisen können.


    Da VPN Dienste nicht ins Fernmeldegesetz fallen und in der Schweiz gibt es abaoljt keine gesetzliche Regelung von VPN Fiensten - daher müssen die Anbieter da nichts loggen und können von einem Gericht auch nicht dazu verdonnert werden 😅

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  • Moin,


    Ich nutze Proton tatsächlich nur als "Notfallemail". Wenn man sich bei seinem Dienst/Account ausgeschlossen hat...

    Aber Proton ist schon was gutes...kann ich nicht schlechtes dran finden...würde ich nicht alles selber hosten, wäre Proton auf jeden fall unter den ersten, die ich als Standard nutzen würde. Auch noch erwähnenswert ist murena.io

    Linux Mint 21.3 Cinnamon Nutzer seit 18.04.2023 ;)

    In World without Fences and Walls, who needs Gates and Windows?


  • Danke für die Antwort, viele Dienste von Proton nutzte ich ja bereits und bei dem gutem Feedback werde ich mir wahrscheinlich die Premium Version holen.


    Das mit dem fehlen der Proton Drive App für Linux könnte ein Problem sein. Wenn ich eine Cloud verwende möchte ich das Dateisystem nutzten können als wäre es ein Laufwerk auf meinem PC, also z.B Dateien direkt von dort in einfügen können ohne sie erst ins lokale System downloaden zu müssen.
    Wenn das aber alles gut mit Celeste klappt ist es ok so.
    Ist Celeste denn Open Source? Ich denke zwar schon, aber ich aus irgendeinem Grund sehe ich im Snapstore keine Kennzeichnungen mehr und Gnome Software lädt nichts (Bei Linux ist immer irgendwas kaput)

  • Ja ist OpenSource der Quellcode ist hier: https://github.com/hwittenborn/celeste (GPL V3)

    Es ist aber kein "Laufwerk" sondern du wählst aus welche Ordner synchronisiert werden sollen und die werden dann vollständig synchronisiert - wenn du ein "Laufwerk-Lösung" willst musst du auf die offizielle App warten.

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  • Das mit dem fehlen der Proton Drive App für Linux könnte ein Problem sein. Wenn ich eine Cloud verwende möchte ich das Dateisystem nutzten können als wäre es ein Laufwerk auf meinem PC, also z.B Dateien direkt von dort in einfügen können ohne sie erst ins lokale System downloaden zu müssen.

    Mit rclone soll es angeblich auch gehen. Ich nutze rclone um u.a. meine Daten verschlüsselt auf Google Drive abzulegen.

    Proton Drive


  • Es gibt einen inoffzielle Linux App, die funktioniert hat aber etwas Mühe bei grossen Datenmengen:

    Celeste (inoffizielle ProtonDrive App für Linux) als Snap: https://snapcraft.io/celeste
    Celeste (inoffizielle ProtonDrive App für Linux als Flatpak: https://flathub.org/apps/com.hunterwittenborn.Celeste

    Danke für die Info. Also wenn Celeste auf rclone baut, dann stellt sich die Frage, wie Daten übertragen werden bzw. wie Daten abgeglichen werden und wie genau Celete die Datenübertragung überprüft. Ich kenne Celeste nicht. rclone sollte die Daten eigentlich recht zügig übertragen. Was ich damit sagen will, ob in Celeste "die" Optionen gesetzt werden können, wie bei rclone auch.

  • Also das man Daten direkt von der Cloud irgendwo einfügt

    Verstehe nicht ganz was du mit "irgendwo einfügt" meinst. Bei mir zeigt sich das in Thunar (xfce4) einfach als ein ganz normaler Ordner an. Es wird nur entschlüsselt, wenn ich's brauche. Auf Google Drive sind alle Daten AES256-bit verschlüsselt. Sogar die Ordnernamen sind verschlüsselt.

  • Verstehe nicht ganz was du mit "irgendwo einfügt" meinst. Bei mir zeigt sich das in Thunar (xfce4) einfach als ein ganz normaler Ordner an. Es wird nur entschlüsselt, wenn ich's brauche. Auf Google Drive sind alle Daten AES256-bit verschlüsselt. Sogar die Ordnernamen sind verschlüsselt.

    Wenn es wie ein ganz normaler Ordner funktioniert müsste ja alles gehen.

    Mit einfügen meine ich das ich Dateien direkt aus so einem Ordner z.B hierrein ziehen kann

  • Wenn es wie ein ganz normaler Ordner funktioniert müsste ja alles gehen.

    Mit einfügen meine ich das ich Dateien direkt aus so einem Ordner z.B hierrein ziehen kann

    Klar das geht. Hin und her kopieren, reinziehen, löschen usw ..

  • Ich tue mich immer noch schwer mit Proton, was aber an alten Gewohnheiten liegt. kim88 als offizieller Proton-Botschafter der Schweiz (just kiddin) hat hier gute Arbeit geleistet. Aktuell verwende ich Proton sogar als Haupt-Account inklusive VPN und Pass.

    Mails laufen super, VPN ist augenscheinlich schnell und vielfältig und Pass gefällt mir außerordentlich gut. Womit ich halt immer ein Problem hatte, ist wie sie bezüglich PR auf den Putz hauen. Der berühmte schweizer Datenschutz! Was halt einfach Quatsch ist. Nichts ist sicherer, nur weil Server in der Schweiz stehen. Das Internet kennt keine Grenzen und wenn da die Amis oder andere Nationen anklopfen und um Amthilfe bitten, kooperieren die schweizer Behörden in der Regel mit denen und die Daten verlassen das Land. Da ist nichts sicherer, als es das z.B. in Deutschland wäre.

    Naja.. mein Bedrohungsszenario ist ein völlig anderes und mir ist es eigentlich egal, ob die Server in Frankfurt, Basel oder Wrocław stehen. Ich finde das Ganze immer noch etwas überteuert, da ich im Prinzip für Dienste und Funktionen mitzahle, die ich gar nicht nutze. Aber okay - das muss jeder selbst wissen. Weshalb ich Proton aktuell als Main nutze, hat die folgenden Gründe:

    • zuverlässiger Mailservice
    • eigene App
    • meine Daten werden (angeblich) weder verkauft, noch für Werbezwecke missbraucht
    • Kategorien/Labels statt (nur) Ordner
    • Proton Pass finde ich klasse
    • VPN ist schnell und ich kann Länder wählen

    Das mag jetzt bei genau diesem Anbieter etwas paradox erscheinen, aber die Verschlüsselung mit PGP/GPG ist mir völlig egal. Mails sind für mich generell kein sicheres Medium und PGP im Prinzip tot. Ich habe niemanden der es nutzt und ich habe bis auf Testmails noch nie mit jemandem wirklich verschlüsselt kommuniziert. Das nutzt kein Mensch und jede die es nutzen, kommunizieren nicht mit mir. Wenn die Funktion morgen entfernt werden würde, würde ich es nicht mal bemerken.

    Auch die Möglichkeit, dass ALLE eingehenden Mails nachträglich verschlüsselt werden ist für mich völlig uninteressant. 90% meiner Mails wurden eh aus Gmail importiert und alle eingehenden Mails sind so oder so bei Eingang unverschlüsselt. Wenn Proton die jetzt verschlüsselt lagert, ändert das nichts daran, dass die zuvor unverschlüsselt waren. Das ist so, als würde ich zuhause eine Postkarte empfangen und dann in einen Umschlag stecken, zukleben und in den Schrank legen und dann denken, dass die nie jemand zu Gesicht bekam oder gar bekommen hat. Aber das nachträgliche Verschlüsseln würde ich zumindest als "nett" und "im Preis inbegriffen" bezeichnen. Aber ist jetzt nichts, weshalb ich Proton auswählen würde. Das selbe übrigens bei Mailbox.org. Wenn die nachträglich Verschlüsseln, sind die Mails vorher trotzdem in plain text einmal quer durch das Netz und wer das mitschreiben will, kann das tun.

    Aber nochmals: Das was mir wichtig ist, liefert Proton und deshalb bin ich aktuell bei denen. Sie scheinen zuverlässig zu sein und Klappern gehört halt zum Handwerk. Alles was den "tollen" Schweizer Datenschutz betrifft und auch das restliche PR überlese ich einfach und freue mich über Services die halt einfach funktionieren.

    💾 AMD EPYC 7452 (8 Cores) 40GB | 💾 Unraid Homeserver i5-4570 16GB

    💻 Ryzen 9 7900X RX7800XT 32GB | 💻 MacBook Pro M2Pro 32GB

    EndeavourOS <3

  • Der beste Datenschutz ist am Ende Verschlüsselung 🤷‍♂️


    Ob die Daten von ProtonDrive in der Schweiz, Deutschland China oder Russland liegen ist am Ende egal solange sie niemand lesen kann.

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