Wieso betreibt ihr Distrohopping?

  • Ich bin mit Fedora KDE so zufrieden, dass ich seit einigen Monaten nicht mehr gehoppelt bin...;)

    Viele Grüße

    Hans-Peter

    Mein Blog

    "Ich bin froh einer dieser Menschen zu sein der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen."

  • DenalB ist auf der Suche nach dem heiligen Gral der IT! ;)

    Leider wird er da vermutlich vergeblich suchen. Es gibt Gerüchte, dass es sich beim heiligen Gral der IT um die Unterhosen von Linux Torvalds handelt, die er beim Programmieren von Linux getragen hat! :P

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: CachyOS, MX Linux (Plasma) im Multiboot mit Win11

  • Tooling vor Frickeln

    und

    Distrohopping vor Tooling.

    In der Reihenfolge. :)

    Manchmal ist es besser, einfach eine (neue) Distro auszuprobieren, als lange an einer rumzuschrauben, weil man die Tiefe der Fehler und deren Behebung garnicht durchblicken kann. Dann könnte man einfach eine neue Distro ausprobieren, die Einem "verspricht", dass Dieses oder Jenes anders funktioniert. Die Leute wären weitaus zufriedener, weniger auf halbgare "Empfehlungen" zu hören, als einem gewissen Instinkt und Neugier zu folgen, und einfach mal was Neues zu probieren.

    Beispielweise habe ich vor 20 Jahren, nach Erfahrungen mit SUSElinux, Red Hat Linux (Vorgänger von Fedora) und irgend etwas anderem, einfach Slackware probiert. Das hielt für mich kein halbes Jahr. Am Ende dieser Probierphase war ich mir über zweierlei Dinge im klaren: Erstens ist das Angebot an Paketen, so wie in den Slackware-Repos vorhanden, von der Qualität her das Beste; aber Andererseits war der weitaus größere Erfahrungsschatz, dass ein gutes Paket-Management (was jeder für sich anders auslegen kann) für mich von viel höherem Rang. Also habe ich die Erfahrung gerne angenommen, und Slackware nachgelassen.

    Und habe CentOS erstmal genommen, was Einerseits keine 50 bis 150 Updates pro Nacht wie Red Hat (alt) realisieren wollte, und andererseits endlich Kernel-Updates funktionierten, die damals bei Suse eine reine Katastrophe waren, so wie ich das damals 1991 bis 1993 oder sowas erlebt habe.

    Das war übrigens alles eine "Warte-Position" zwischen KDE 3.5 und 4.7, weil KDE damals auch eine Katastrophe war, als sie das System völlig neu konzipierten. So ähnlich wie heute von X11 nach Wayland. Und die Zeit mit CentOS habe ich zwar mit Gtk2 einen so grobschlächtig einfachen Desktop gehabt, aber ein saustabiles Linux-System unten drunter. Ich wusste also, dass nach CentOS die nächste Distro anstand. Aber immerhin waren das fünf Jahre effektives Arbeiten unter CentOS.

    Das wiederholt sich bei mir gerade. Oreon Linux ist ein Red Hat Linux (heute Enterprise, nicht Frickel-Linux wie damals), quasi als CentOS-Nachfolger, mit gut zurecht gemachten Gnome Desktop (Outfit-Anlehnung an Win). Dafür habe ich jetzt Ubuntu aus meinem Portfolio rausgeschmissen, weil mir deren Kernel-Handling schon lange nicht mehr gefällt.

    Wie ich finde, gehört das Wechseln einer Distri genauso zum PC-Handling, wie der regelmäßige Handtuchwechsel im Badezimmer. :)

    Das ist Übrigens jedes Mal eine sehr schöne Lern-Erfahrung. Bei mir seit exakt 25 Jahren. ;)

  • Also immer wenn ich eine Distro mit KDE installiere, denke ich danach immer : "dann kannste ja auch Windows 11 nehmen" , deshalb nehme ich oft Gnome. Und ich hoppe auch sehr viel. Habe auch schon Freebsd probiert, aber nicht für meine Hardware so geeignet.
    Mageia 10 möchte ich mir noch anschauen.

  • Wichtig ist, sich immer eine stabile Version zum Arbeiten zu bewahren.

    Das ist der Grund, weshalb ich eine Zwei-Distri-Strategie betreibe - neben allem Experimentellen. :)

  • Wichtig ist, sich immer eine stabile Version zum Arbeiten zu bewahren.

    Dafür gibt es reguläre Backups...

    Das ist der Grund, weshalb ich eine Zwei-Distri-Strategie betreibe - neben allem Experimentellen. :)

    Kein Mensch braucht zwei Distros, auf denen er arbeitet :|

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

  • Quote

    Zitat von Mastertac

    Kein Mensch braucht zwei Distros, auf denen er arbeitet :|

    Habe ich auch nicht behauptet.


    Dafür gibt es reguläre Backups...

    So ein Quatsch.

    Backups macht man, um seine Daten zu retten. Eine zweite Distri installiert man, damit man die Erste nicht löschen muss. Das ist ja nicht wie Hose wechseln, wo man ein paar Sekunden nackig ist.

    Meine Erste Installation schmeiße ich ja nicht einfach weg, wenn ich damit arbeite.

    Edited once, last by Lnhrd (March 4, 2026 at 3:56 PM).

  • Man kann auch zwei oder mehr Zitate in einem Posting unterbringen.

    Das Thema ist übrigens Distrohopping und warum. Ich kann das nur beantworten, wenn die Frage lautet, "warum nicht?" Ich habe es so wie viele andere gemacht - mit VirtualBox angefangen, mehrere VMs, zig Installationen, viel probiert, dann irgendwann Dualboot, bei mir tlw. Quadrupelboot, viel probiert, und dann für eine Distro entschieden, die auf den neuen PC (der eh anstand) kommt. Da mir FOMO weitgehend fremd ist, fühle ich mich mit der klaren Entscheidung sehr wohl und habe "mein" System gefunden.

  • Eine zweite Distri installiert man, damit man die Erste nicht löschen muss.

    Ist das so ein Zwang ? Warum soll man eine zweite Distro installieren, damit man die erste Distro
    nicht löschen muss ? Warum will man die erste Distro überhaupt löschen ??
    Sorry, aber ich verstehe diesen Sinn nicht dahinter.

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

  • Das würde ich so nicht behaupten. 😉

    Eine stabiles Arbeitsumfeld(Debian) und eins wo man Neuentwicklungen(Arch) testen kann.

    Gut. DAS macht in der Tat Sinn ^^

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

  • Bei mir läuft Devuan. Stabil. Als aktive Arbeitsumgebung.

    Und ich habe Gentoo installiert. Ein neues Arbeitsgebiet. Eine Installation im Entstehen. Baustelle.

    Wenn das irgendwann stabil und zu meiner Zufriedenheit läuft, dann kann ich Devuan löschen.

    DAS ist Zwei-Distri-Strategie.


    Rückgriff in die Vergangenheit

    2001: Suselinux 7.0 (die dritte Installation überhaupt, nach Debian 2.2 und Suselinux 6.3)

    Die lief richtig Scheiße, aber es waren erste Erfahrungen mit der 7er-Reihe, die deutlich mehr bot als die auf den 13 Disketten der vorherigen Version. In Abstimmung mit meinem Kumpel, haben wir die 7.1 gekauft (musste man im Laden auf CD kaufen), haben es auf meiner Maschine parallel installiert, und uns dann gemeinsam beides angeschaut. Die 7.1 lief deutlich besser, also haben wir seinen Rechner mit Suselinux 7.1 installiert.

    Das war Zwei-Distri-Strategie, die Erste.

    2025: Die erste Installation von Arch (das Januar-Image) auf dem neuen Rechner war überraschend positiv. Aber das konnte noch nicht alles gewesen sein, CachyOS wurde gehyped. Aber über Tage mit mehreren Installations-Versuchen ließ es sich nicht installieren. Dann das Februar2025-Image von Arch nochmal auf Stick gebrannt, und parallel neu zu installieren versucht. Das gleiche. Und noch ein paar andere Installations-Versuche. Während Arch auf der ersten Partition problemlos lief. Dann das Hirn eingeschaltet. Alle hatten ein gemeinsames Kriterium: systemd. Also nehmen wir mal Artix mit OpenRC, und testen das. Und siehe da, das ließ sich installieren. Gesagt getan, wegen der Zukunfts-Festigkeit, Arch raus, Artix rein. Erst später stellte sich heraus, dass es auch an einer neu gekauften, aber sehr langsamen m.2-NVME gelegen haben konnte, die systematisch vom Arch-Installer ignoriert und rausgeschmissen worden sein könnte. Nein, tatsächlist IST. Aber egal. Weitermachen.

    Das war Zwei-Distri-Strategie, die Hunderfünfundzwanzigse (oder so) ;)

    2025, zweite Jahreshälfte. Es gab Kriterien, das Experiment mit Arch-Distris zu beenden. Trotz, dass es erstmal stabil lief, und alle Arbeitsbedingungen erfüllte. Im September 2025 kam Devuan heraus. Also in der freigewordenen ersten Partition Devuan installiert. Das lief überraschend gut, mit OpenRC als Init-System. Also dann aufgebohrt und alle Pakete installiert. Wie schon zuvor, einen neuen, den eigentlichen User eingerichtet und das Home-Verzeichnis aus Artix übernommen. Wie zuvor (Mint zu Arch) konnte das vollständige User-Verzeichnis wieder zurück aus der Arch-Welt in die Debian-Welt übernommen werden, mit allen Konfigurationen für Cinnamon, wie unter Mint eingerichtet. Nur "Saubermachen" war diesmal etwas mehr.

    Das war Zwei-Distri-Strategie, die Hundertsechsundzwanzigste (oder so) ;)

    Februar 2026: Nach fast sechs Monaten Beobachtung, der Entschluss, wieder auf den alten Pfad zurück zu kehren, der nicht unbedingt beabsichtigt war. Da lautete der Entschluss auf Basis der Fragestellung "Arch oder Gentoo, welche ist die bessere?" Der Entschluss viel damals so aus, das Arch nicht das Bessere sei, und ich teste grundsätzlich erstmal das vermeintlich Schlechtere, um letztendlich bei dem vermeintlich Besseren zu landen. Also wurde jetzt parallel zu Devuan eine Gentoo-Distribution installiert, während Devuan stabil weiterläuft, aber Gentoo halt die Möglichkeiten eines deutlich umfangreicheren Paket-Systems bietet, die jetzt, mit den Arch-Erfahrungen, eine wie-auch-immer saubere Rolling-Release-Distro aufzubauen, mit dem Ziel, auch selber gut kompilieren zu können ohne das voller Zwangsjacken steckende bisher genutzte Paketsystem weiterhin nutzen zu müssen. Eine Entscheidung zugunsten eines neuen Paketsystems.

    Das ist Zwei-Distri-Strategie 2026.

    Devuan läuft weiter, Gentoo wird aufgebaut. Der Entscheid für den Wechsel wird, wie immer, Linux-typisch sein: "Es läuft, wenn es läuft". Ohne zeitliche Vorgabe. Solange kann ich erstmal weiterhin mit Devuan arbeiten. Aktiv und ohne Unterlass, wie immer.

    Gentoo ist übrigens die Original-Distribution für OpenRC - das hatte ich immer im Blick.

    Das ist Distro-Hopping. :)


    Ihr braucht mich nicht Ernst zu nehmen. Bitte weiterklicken. ;) Wer Beispiele für seine Linux-Zukunft findet, kann sie mitnehmen. :) Viel Glück, und immer eine Handbreit sauberen Code unter'm Desktop. :)

  • Woher willst Du das wissen?

    Bis auf Entwicklungen sehe ich da keinen Sinn. Das ist ja wie an mehreren Orten einen Wohnsitz zu haben und nie heimisch zu werden.

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!