[Projekt] Linux Mint Atomic Workplace/Btrfs (MAW)

  • Hallo demer1983, ich finde da einen Ansatz total interessant und würde es toll finden, wenn du deine Software veröffentlichen kannst. Das kann ja ruhig auch erst mal eine Beta-Version sein, die bei dem einen oder anderen vielleicht noch nicht so hundertprozentig funktioniert. Einfach mal zum Testen. Du kannst es natürlich auf GitHub veröffentlichen, obwohl jetzt viele von GitHub weggehen. Kannst du Codeberg oder GitLab oder eins von den anderen freien Codehostern dann verwenden? Das würde ich eigentlich empfehlen.

    Toll, dass du die Mühe gemacht hast für Linux Mint. Ich denke, das ist grundsätzlich dann auch für die entsprechende Ubuntu-Version evtl. nutzbar. Wie man merkt, ist das in der Arch-Linux-Welt ja schon sehr weit verbreitet, und da gibt es die Tools auch schon fix und fertig.

    Ich habe mal geguckt: Für Linux Mint bzw. Ubuntu müsste man das grub-btrfs nochmal neu kompilieren, und dann kommt man vielleicht auch mit den Anleitungen weiter. Aber du sagst, du hast auch noch eine GUI geschrieben, die das vereinfacht. Das wäre total super, und ich möchte dir nur Mut machen, das wirklich auch zu veröffentlichen. Vielen Dank!

  • Ich hatte mir vor über einem Jahr eine Skript-basierte Lösung auf Basis von grub-btrfs für meine Debian-Installation implementiert und hier auf Anfrage vorgestellt: BTRFS-Snaphosts und Backup mit btrbk

    Das aber ohne GUI und ohne den Ehrgeiz, das zu veröffentlichen und zu pflegen.

    Ganz einfach erklärt: Ich habe auf eine Art, ein Immutable Distro aus Linux Mint gemacht aber nenne es eher Mint Atomic Workplace. Man kann sich sichere Arbeitsplätze sichern(Snapshots) und als Vorlage verwenden, und diese als Haupt @ Arbeitsplatz einrichten. Man kann auch andere verwenden und diese Speichern. Alle Vorlagen oder selbstgesicherte Snapshots sind nur read only und erst bei der ausdrücklichen Aktivierung werden diese beschreibar und gestartet. Natürlich wird alles im Grub korrekt erzeugt und angepasst.

    Das Herzstück kommt noch: Es gibt eine Automatisierung welche den gesamten erfolgreichen Bootprozess überwacht und nicht nur das, dieser schaut auch bei jedem Apt Update oder Programm Installation was passiert und macht unmittelbar vorher und nachher einen Snapshot. Diese Automatisierung erzeugt einen weiteren Boot Eintrag im Grub Menü welchen ich Rettungsanker getauft habe. Dort kann man zu jeder Zeit den verfizierten und getesteten Snapshot auswählen, meistens wird der letzte oder vorletzte Erfolgreiche Snapshot verwendet, aber auch seine eigenen freigegeben Schnappschüsse werden dort angezeigt. Wenn man einmal dort einen aktiviert hat, wird dieser geladen und das System bootet gleich neu, danach kann man einfach wieder Linux Mint anwählen und man bootet in diesen Snapshot. Er hat den ausgewählten Rettungsanker in dieser Zeit genommen und mit dem alten defekten System ausgetauscht und zum "Haupt Boot System" gemacht.

    Bootbare BTRFS-Snapshots machen ein System weder "Immutable" noch "Atomic". "Immutable" heißt, dass die Systempartition (oder wichtige Teile davon) nicht beschreibbar, also unveränderbar sind. "Atomic" bezieht sich auf Updates, die entweder erfolgreich abgeschlossen werden oder keine Auswirkungen auf das laufende System haben. BTRFS-Snapshots kann man mMn am besten mit dem Begriff "Wiederherstellungspunkte" beschreiben.

    Ist dir klar, dass ein read-only Snapshot der Systempartition normalerweise nicht bootbar ist (genauer: der Bootprozess kann nicht so weit abgeschlossen werden, dass man als User mit dem System arbeiten kann)? Das geht mir aus deinen Beschreibungen nicht hervor. Deswegen erzeugen die Installer auf Basis von Timeshift oder Snapper eine Reihe von beschreibbaren BTRFs-Subvolumes, die von dem Snapshot der Rootpartition ausgenommen werden. Die Alternative ist, readonly Snapshots manuell oder nach bestimmten Kriterien automatisch auszuwählen und die in beschreibbare Subvolumes zu konvertieren und ins Bootmenü einzutragen. Letzteres war der Ansatz, den ich in meinem Skript verfolgt hatte.

    Eine Übersicht, welche Snapshots wie viel Platz belegen, ist jedenfalls eine gute und hilfreiche Idee.

    Da ich meine Debian/Ubuntu/ZorinOS/Fedora-Workstation Systeme auf NixOS umstelle, hat sich das Thema für mich persönlich vorerst erledigt.

    Zotac ZBox ID91: Zorin OS 18 (GNOME) und NixOS 26.05 (GNOME)
    Geekom Mini IT11: Fedora 44 Silverblue (GNOME)
    Macbook Pro 2015: NixOS 26.05 (GNOME)

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