[Ausgekoppelt] Ist Arch nicht für Anfänger geeigent?

  • Finde den Fehler?

    Deine Einstellung dazu ? Macht Sinn!

    Dann ist Arch nichts für dich?

    Bitte nicht soviel unsinniges Zeug hinein interpretieren. Danke!

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

  • Mastertac für deine Fragen aus #67 vielleicht lieber ein eigenes Thema? ;)

    Passt ! :)

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  • Deine Einstellung dazu ? Macht Sinn!

    JensA Genau deshalb finde ich die "Arch-Jünger" so liebenswert: Arch ist nix für Anfänger. Gegenfrage: welchen Kenntnisgrad muss ich dem Hohe Arch Rat denn nachweisen, dass ich die Distribution verwenden darf? Und btw. auch Du verwendest kein Arch, sondern eine auf Arch-basierende angepasste Distribution.

  • Ich hab euch mal ausgekoppelt. BTW :D


    Ich finde übrigens auch nicht, dass Arch etwas für Einsteiger ist, und muss sagen, dass es grob fahrlässig ist, dass jeder und seine Mutter, der einen Blog oder Vlog hat, den Leuten CachyOS empfehlen. Mein KDE ist in letzter Zeit so instabil, und auch Steam ist echt laggy. Das hatte ich unter Ubuntu und Mint nie.

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger|
    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.
    – Nur weil jemand sein Gesicht in eine Kamera hält, hat er noch lange keine Ahnung von Linux!


    dbd.png?raw=true Don't Break Debian

  • Ich nutze Ubuntu (Aktuell Kubuntu) seit mehr als 15 Jahren. Ich habe schon vor längerer Zeit gelesen man soll bei Aur den PKGBuild kontrollieren und zwar bei jeder Aktualisierung einer Aur Paket. Das ist für mich verständlich.

    Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen jeder Nutzer kann einfach Orphaned - also vom Original Betreiber aufgegebene Aur Pakete übernehmen.

    Das ist strukturell für meine Begriffe nicht Einsteigerfreundlich oder nur für Einsteiger die sich wirklich einlesen wollen.


    Daneben sollten wohl die Arch-news gelesen werden, weil man manchmal eingreifen muss.

    Also nix mit Automatisch aktuell gehaltenen Systemen. Das muss jeder Anwender selbst Wissen ob man selbst dafür (von der Zielgruppe) geeignet ist - egal ob Einsteiger oder Erfahrenerer Nutzer,

  • Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen jeder Nutzer kann einfach Orphaned - also vom Original Betreiber aufgegebene Aur Pakete übernehmen.

    Bei Ubuntu kann man das auch. Ich kann problemlos ein PPA einrichten und dort VLC Paketieren und anbieten. Und du musst dann entweder selber prüfen oder hoffen, dass ich nichts böses eingebaut habe.

    Der Untershcied ist, halt das Canonical die PPAs nicht promotet. Wenn du auf die Ubunut oder Kubuntu Webseite gehst findest du da keinen Link zu PPAs oder so. Bei ArchLinux ist das halt sehr prominent im Hauptmenü verknüpft, durch das wirkt es offiziell - obwohl es das nicht ist.

    Linux Nutzer seit über 20 Jahren. I ❤️ Freedom!

    Praxisnahe Einblicke in Self Hosting, Linux und eigene Infrastruktur. Für Entwickler:innen und Macher:innen, die ihre digitale Souveränität selbst in die Hand nehmen. https://rueegger.me

  • Bei ArchLinux ist das halt sehr prominent im Hauptmenü verknüpft, durch das wirkt es offiziell - obwohl es das nicht ist.

    Für EndeavourOS, die den AUR-Helper yay mitliefern, sowie für Manjaro, die das ins grafische Pamac integrieren, mag das stimmen, aber Arch promotet AUR überhaupt nicht, im Gegenteil. Die Helper verwischen die eingebaute Sicherheit von pure Arch mit ihrem Komfort, wenn sie sich wie pacman nutzen lassen. Das wird Arch angelastet und das halte ich für falsch.

  • Ich frage mich nur schon seid einiger Zeit welchen Nimbus Arch ausstrahlt das viele meinen damit anfangen zu müssen. Sowas gab es ja früher auch mit Slackware,Kali,Gentoo was zieht die User zu sowas ?


    Will jeder ein Indiana Jones in Linux sein, eine Wiedereinführung des Conqueror des Hac.. . Systems ?

  • Hmm, habe lange überlegt ob ich hier zu diesem Thema "Ist Arch Linux für Anfänger geeignet?"

    Ich selbst habe sehr, sehr lange Arch genutzt und würde diese Frage mal mit "NEIN" beantworten.

    Als Arch User sollte man schon Grundkenntnisse in Linux vorweisen können.

    Klar ist es einfach alles aus dem AUR bzw. Chaotic-AUR zu holen.

    Meiner Meinung nach ist das AUR schon ein Segen, speziell für Treiber. Aber man sollte schon schauen was man sich ins Boot holt.
    Ich bin eben eine Verfechterin von Flatpak und Appimage und ich verwende auch in Debian so wenige PPA's wie nur möglich. Das hat jetzt aber nichts mit irgendwelchen Ängsten oder so zu tun, sondern ist dem Umstand geschuldet, dass ich bei einem Eventuellen Upgrade auf die nächste Version von Debian keine Probleme haben will.

    Also noch einmal zurück zum eigentlichen Thema:

    Arch Linux ist ein super System, aber man sollte schon Wissen was man tut und was man lieber lassen soll.

  • Ich frage mich nur schon seid einiger Zeit welchen Nimbus Arch ausstrahlt das viele meinen damit anfangen zu müssen. Sowas gab es ja früher auch mit Slackware,Kali,Gentoo was zieht die User zu sowas ?


    Will jeder ein Indiana Jones in Linux sein, eine Wiedereinführung des Conqueror des Hac.. . Systems ?


    Nein, wenn du von Windows kommst, willst du ja immer das neuste. Treiber etc. Ist doch klar das du unter Linux dann auch immer das neuste willst. Hinzukommen irgendwelche YouTuber, die gerade seit 2 Wochen Arch nutzen und meinen sie hätten es drauf. Die labern dann wie geil das ist und vermittelt den Sehern, dass Arch easy ist.


    Auch wenn die immer mal sagen, das man sich damit beschäftigen muss, denken die Seher nur "Wenn der Hans-Jürgen das kann muss das wirklich einfach sein".

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  • JensA Genau deshalb finde ich die "Arch-Jünger" so liebenswert: Arch ist nix für Anfänger. Gegenfrage: welchen Kenntnisgrad muss ich dem Hohe Arch Rat denn nachweisen, dass ich die Distribution verwenden darf? Und btw. auch Du verwendest kein Arch, sondern eine auf Arch-basierende angepasste Distribution.

    Fühle mich da nicht angesprochen (Jünger). Ich sehe das nur realistisch. Arch gibt dem Anwender mehr Freiheit aber auf Kosten der größeren Gefahr sich das System zu zerschießen. Und zum Reparieren sind Nutzung der Konsole und grundlegende Programmier-Kenntnisse bzw. Verständnis SEHR hilfreich. Gibt sicher "Anfänger" die sich damit auseinandersetzen möchten: :thumbup:


    Es ist aber eben kein Mint das ich meiner Oma installieren würde.

    Oder wenn Mastertac Probleme sieht ein PKGBUILD zu verstehen/kontrollieren dann ist AUR nichts für ihn und damit Arch vermutlich auch nicht da man nur schwerlich um das eine oder andere Paket aus dem AUR herum kommt.

    Ok, ich habe nicht nachgefragt ob Mastertac das lernen möchte - vielleicht habe ich ihm damit unrecht getan.


    EndeavourOS? Das ist Arch plus Graphischer Installer und EOS Welcome damit ich "yay" mit einem Button-Klick auslösen kann :)

    Beide Tools haben übrigens nicht verhindert dass ich mich durch Deinstallation des falschen Firmware-Pakets kurzzeitig aus einem meiner PCs ausgesperrt habe. Wieder was gelernt, ich bleib bei Arch (-basierter Distro)

  • aber Arch promotet AUR überhaupt nicht, im Gegenteil.

    Wenn ich auf im Hauptmenü auf meiner Projektwebseite, sowohl international wie auch auf der deutschen Seite direkt auf das AUR verlinke - ist das für mich eben schon "Werbung für das AUR".


    Als gegenbeispiel, weder auf der Startseite von Ubuntu oder Fedora findest du einen Hinweis zu PPA oder Copr. Daher bei Arch wirkt es offiziell.

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  • Wenn ich auf im Hauptmenü auf meiner Projektwebseite, sowohl international wie auch auf der deutschen Seite direkt auf das AUR verlinke - ist das für mich eben schon "Werbung für das AUR".

    Screenshot-From-2026-06-18-15-50-02.png

    Screenshot-From-2026-06-18-15-50-20.png


    Als gegenbeispiel, weder auf der Startseite von Ubuntu oder Fedora findest du einen Hinweis zu PPA oder Copr. Daher bei Arch wirkt es offiziell.

    bei Arch finde ich es eigentlich sogar ziemlich gut weil man es selbst einrichten muss wenn man AUR Pakete benutzen will. Wenn ichs richtig weiß ist das bei Manjaro etc schon aktiviert und man denkt es ist einfach nen normales Paket


    Acer Nitro 5 | i5 11400h | Nvidia GeForce GTX 1650/Intel UHD | 16 Gigabyte DDR4 RAM | 512 GB SSD | Fedora 44

    Raspberry Pi 5 | 4 Gigabyte RAM | Ubuntu Server 26.04 Pro


  • Ok, ich habe nicht nachgefragt ob Mastertac das lernen möchte - vielleicht habe ich ihm damit unrecht getan.

    Was lernen wir daraus ? Vorurteile ist schlecht für die Gesellschaft!

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  • Ob Arch für Anfänger ist, ist eine Frage des Wollens, nicht des Wissens. Wenn der Anfänger unbedingt Arch will und bereit ist, sich einzuarbeiten, wird das funktionieren: Mit einer steilen Lernkurve, manchen Rückschlägen und mehr Erfolgserlebnissen.

    Viele Grüße!
    Thorsten

    Meine Geräte:

    🧪 Lab → Lenovo T14s Gen 1 | i5-10310U | 16 GB RAM | 512 GB SSD | Distributionen nach Lust und Laune - primär Manjaro

    💻 Produktiv → Lenovo T450s | i5-5200U | 8 GB RAM | 256 GB SSD (root- u. home-Partition verschlüsselt) | Manjaro Xfce Testing

    🖥️ Produktiv → c‘t-Bastelbogen ‘18 | i5-9600K | GTX 1060 6 GB | 32 GB RAM | derzeit 4TB-USB-SSD | Manjaro i3 & Xfce

  • Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen jeder Nutzer kann einfach Orphaned - also vom Original Betreiber aufgegebene Aur Pakete übernehmen.

    Antwort von kim88

    Bei Ubuntu kann man das auch. Ich kann problemlos ein PPA einrichten und dort VLC Paketieren und anbieten. Und du musst dann entweder selber prüfen oder hoffen, dass ich nichts böses eingebaut habe.

    Ja man muss dem Ersteller des PPA vertrauen, vielleicht noch mehr als einem Aur Paket, weil es in Binärform daherkommt. Aber in meinem Zitat oben geht es klar darum das der Besitzer/Betreuer des Aur Paketes wechselt und da muss ich den Kopf schütteln.

  • ist das für mich eben schon "Werbung für das AUR".

    Hmm, so gesehen mag ich dir folgen. Ich halte das auch für ein Paradoxon: Offiziell lautet das Mantra von Arch Linux: "Das AUR wird nicht unterstützt, die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr und Pakete sind nicht überprüft." — Gleichzeitig prangt das "AUR" prominent in der Hauptnavigation auf der offiziellen Webseite – direkt neben essenziellen Links wie Download, Packages oder Wiki.

    Arch zwingt den Nutzer jedoch aktiv wenigstens einmal zur manuellen Installation eines Helpers, was eine Hürde ist. Es zeigt zwar auf die Existenz des AUR, verweigert aber jegliche Automatisierung ab Werk, um sich rechtlich und technisch abzusichern – was angesichts hier bereits besprochener und älterer Sicherheitsvorfälle auch nötig ist.


    Unterm Strich: Ist Arch für Anfänger geeignet, heißt das Thema. Ich glaube, das kann man so pauschal nicht beantworten. Selbstverständlich steht und fällt alles mit der Auslegung von "Anfänger".

    Arch Linux ist didaktisch hervorragend, aber ergonomisch anspruchsvoll. Es ist ungeeignet für Anfänger, die ein fertiges Werkzeug suchen. Aber es ist perfekt für Anfänger, die ein neues Hobby suchen. Arch setzt keine Linux-Kenntnisse voraus – aber es setzt die Zähigkeit voraus, das Arch-Wiki zu lesen und nachzuvollziehen, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert.

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