Linux Kernel 7 und alle anderen: Wann wechselt Ihr oder euer Linux bzw. mein Linux Mint auf einen neuen Kernel?

  • Im Fall von Ubuntu 24.04 bzw. Linux Mint 22.x wir der 7.0 also auch bis 2029 unterstützt.

    Also bei mir (Mint 22) steht in der Aktualisierungsverwaltung unter Kernel in der Gruppe 7.0 lediglich ein einziger Eintrag mit der Bezeichnung 7.0.0-14 und dem Vermerk 'Wird unterstützt bis Februar 2027'. (Vielleicht wird diese Liste ja noch bis nächstes Jahr vom OS aktualisiert.)

    Auf meinem Mint gehören derzeit alle installierten Kernelvarianten der Gruppe 6.8 an. (Selber deinstalliert habe ich bis jetzt noch keinen Einzigen.) Für mich wäre also ein 7.0er EOL ohne Effekt, da ich diese Kernelreihe derzeit gar nicht in Benutzung habe und der 6.8er bis zum Laufzeitende von Mint 22 reicht (2029).

  • Hallo Forum, ich habe noch eine allgemein Frage: Wann wechselt Ihr oder euer Linux bzw. mein Linux Mint auf einen neuen Kernel?

    Bei mir wird der Kernel gleich nach der Installation gewechselt, und zwar auf die zu dem Zeitpunkt aktuell höchste LTS-Version, die vom Paketmanagement angeboten wird. Und dann nicht mehr. Ab da mache ich ganz normale Updates.

    Warum mache ich das?

    Der "normale" aktuelle Kernel bekommt von Linus Torvalds immer die Anpassungen auf neueste Technologien, so wie Unterstützer und Sponsoren das gerne hätten. Wenn aber der LTS-Kernel all meine Hardware, die für mich aktuell ist, unterstützt, brauche ich keine neuesten Technologien und muss dafür nicht den Betatester spielen.

    Die LTS-Kernel sind, wie man so sagt, "abgehangen" (Software ist entweder veraltet, oder fehlerhaft - gängiger Spruch aus meinem früheren Leben), und werden mit Fehlerkorrekturen versorgt. Dafür werden sie gemanagt. Genauso wie alle anderen Kernel. Das reicht.

  • Bei mir wird der Kernel gleich nach der Installation gewechselt, und zwar auf die zu dem Zeitpunkt aktuell höchste LTS-Version, die vom Paketmanagement angeboten wird. Und dann nicht mehr. Ab da mache ich ganz normale Updates.

    Warum mache ich das?

    Der "normale" aktuelle Kernel bekommt von Linus Torvalds immer die Anpassungen auf neueste Technologien, so wie Unterstützer und Sponsoren das gerne hätten. Wenn aber der LTS-Kernel all meine Hardware, die für mich aktuell ist, unterstützt, brauche ich keine neuesten Technologien und muss dafür nicht den Betatester spielen.

    Die LTS-Kernel sind, wie man so sagt, "abgehangen" (Software ist entweder veraltet, oder fehlerhaft - gängiger Spruch aus meinem früheren Leben), und werden mit Fehlerkorrekturen versorgt. Dafür werden sie gemanagt. Genauso wie alle anderen Kernel. Das reicht.

    Deine Argumentation hinkt fachlich an einigen Stellen. Du tust so, als wären alle Kernel abseits der allerneuesten LTS-Version entweder instabile Beta-Software oder total veraltet. Das stimmt so einfach nicht.

    Schau dir Distributionen wie AlmaLinux oder Rocky Linux an. Die laufen im Enterprise-Bereich auf Millionen von Servern weltweit, wo Ausfälle Millionen kosten würden. Warum? Weil die Entwickler dort Backporting betreiben. Sie nehmen eine stabile Kernel-Basis und pflegen neue Fixes und Treiber ein.

    Die Entwickler von Linux Mint (und Ubuntu, worauf es basiert) machen übrigens einen ähnlichen Job und testen die Kernel intensiv. Man spielt dort nicht den ‚Betatester‘, wenn man den Standard-Kernel nutzt. Linux-Distributionen sind extrem modular und durchdacht – sie mit so einfachen Sprüchen abzutun, wird der Arbeit der Maintainer nicht gerecht.

  • Deine Argumentation hinkt fachlich an einigen Stellen. Du tust so, als wären alle Kernel abseits der allerneuesten LTS-Version entweder instabile Beta-Software oder total veraltet. Das stimmt so einfach nicht.

    Schau dir Distributionen wie AlmaLinux oder Rocky Linux an. Die laufen im Enterprise-Bereich auf Millionen von Servern weltweit, wo Ausfälle Millionen kosten würden. Warum? Weil die Entwickler dort Backporting betreiben. Sie nehmen eine stabile Kernel-Basis und pflegen neue Fixes und Treiber ein.

    Die Entwickler von Linux Mint (und Ubuntu, worauf es basiert) machen übrigens einen ähnlichen Job und testen die Kernel intensiv. Man spielt dort nicht den ‚Betatester‘, wenn man den Standard-Kernel nutzt. Linux-Distributionen sind extrem modular und durchdacht – sie mit so einfachen Sprüchen abzutun, wird der Arbeit der Maintainer nicht gerecht.

    Dem hab ich nichts hinzu zu fügen. So ähnlich hätte ich es jetzt auch geschrieben.

    Linux und Mac User

    Aktuelle Linux-Distris: Fedora (Silverblue und Kinoite), OpenSuse (Leap 16 und Tumbleweed), Ubuntu 26.04 LTS, dieverse Test-Distris

    • MacBook Pro mit MacOS
    • Lenovo Thinkpad A285 mit Fedora 44 Kinoite
    • Lenovo ThinkCentre M75Q Gen2 Fedora 44 Silverblue und Thinkcentre M75Q Gen 5 mit Fedora 44 Kinoite
    • Lenovo ThinkCente M90T Gen1 mit OpenSuse 16 Leap
    • Lenovo TinkCente M90a Gen1 mit Ubuntu 26.04 LTS
    • Asus F3JP mit OpenSuse Tumbleweed + Test-Partition
  • Mit Kernel Wechsel wäre ich auch vorsichtig. Gerade bei Mint, wo alles gut zusammenspielt.

    Auch Software wie z.B. Virtualbox, Grafikkarten u.ä. laufen u.U. mit neueren Kernel nicht oder nicht mehr richtig. Dann musst du wieder Software Updaten, was auch wieder nicht so einfach ist usw. Das bringt meist mehr Durcheinander als der nutzen ist.

  • Mit Kernel Wechsel wäre ich auch vorsichtig. Gerade bei Mint, wo alles gut zusammenspielt.

    Auch Software wie z.B. Virtualbox, Grafikkarten u.ä. laufen u.U. mit neueren Kernel nicht oder nicht mehr richtig. Dann musst du wieder Software Updaten, was auch wieder nicht so einfach ist usw. Das bringt meist mehr Durcheinander als der nutzen ist.

    Grundsätzlich gilt: Läuft das System mit dem aktuell verwendeten Kernel ohne Probleme, gibt es eigentlich keinen zwingenden Grund, ein Kernel-Upgrade durchzuführen. Wer es dennoch tun möchte - ein Systembackup sorgt für Sicherheit...

  • Kernelwechsel, bei einem System wo alles gut läuft kann bei Notebooks sehr oft Sinn machen. Da immer wieder viel an den Energiespar Einstellungen und Treiber Optimierungen gearbeitet wird - was oft zu etwas längeren Akkulaufzeiten führen kann.

    Linux Nutzer seit über 20 Jahren. I ❤️ Freedom!

    Praxisnahe Einblicke in Self Hosting, Linux und eigene Infrastruktur. Für Entwickler:innen und Macher:innen, die ihre digitale Souveränität selbst in die Hand nehmen. https://rueegger.me

  • Kernelwechsel, bei einem System wo alles gut läuft kann bei Notebooks sehr oft Sinn machen. Da immer wieder viel an den Energiespar Einstellungen und Treiber Optimierungen gearbeitet wird - was oft zu etwas längeren Akkulaufzeiten führen kann.

    Deine Aussage, dass ein Kernelwechsel bei einem gut laufenden System „sehr oft Sinn macht“, ist etwas missverständlich formuliert und kann leicht so verstanden werden, als würde jedes Upgrade automatisch Verbesserungen bringen. Das ist nicht korrekt. Zwar werden im Linux-Kernel kontinuierlich Optimierungen - insbesondere im Bereich Energiemanagement und Treiber - vorgenommen, diese wirken sich jedoch stark hardwareabhängig aus und führen nicht zwangsläufig zu messbaren Vorteilen. In manchen Fällen können neue Kernel-Versionen sogar Regressionen verursachen, etwa bei der Energieeffizienz oder der Stabilität bestimmter Treiber. Ein Kernel-Upgrade kann daher sinnvoll sein, wenn konkrete Probleme bestehen, sollte aber nicht pauschal als empfehlenswerte Maßnahme für bereits stabil laufende Systeme dargestellt werden.
    Es ist halt sehr viel kann und könnte...

  • Deine Aussage […] kann leicht so verstanden werden […]
    Es ist halt sehr viel kann und könnte...

    Der letzte Satz fasst es zusammen. Kann heißt nicht muss. Ansonsten müsste man auch deine Aussage so verstehen, dass wiederum die Aussage vom kim88 missverstanden werden muss, weil auch du das Wort „kann“ verwendet hast. :whistling: :saint: Du hingegen, hast kim88's Aussage umformuliert (auf kann verzichtet) und baust darauf deine steile These auf – nur um am Ende dann doch genau die wörtliche Aussage kim88's zu betätigen.

    Sollte etwas unklar sein, gerne noch mal nachfragen.

  • Der letzte Satz fasst es zusammen. Kann heißt nicht muss. Ansonsten müsste man auch deine Aussage so verstehen, dass wiederum die Aussage vom kim88 missverstanden werden muss, weil auch du das Wort „kann“ verwendet hast. :whistling: :saint: Du hingegen, hast kim88's Aussage umformuliert (auf kann verzichtet) und baust darauf deine steile These auf – nur um am Ende dann doch genau die wörtliche Aussage kim88's zu betätigen.

    Manchmal hilft auch zweimal lesen um es zu verstehen...

  • Der Thread-Verlauf bringt mich auf die Idee, mal ganz konkret nachfolgende Frage zu stellen:

    Kann ein unbedarfter Nutzer von Linux(-Mint), der
    - keine Ahnung von Kernelversionen hat
    - nie eigenhändig einen Kernel gewechselt hat
    - aber immer brav die Aktualisierungsverwaltung ausführt

    Kann so einer sicher sein, dass ihm die Distribution immer einen unkritischen Kernel aktiviert hat, welcher im Falle einer bekannt gewordenen Sicherheitslücke automatisch repariert bzw. durch einen alternativen Kernel ausgetauscht wird?

    Wohlgemerkt: es geht nicht darum, dass die Distribution automatisch den für das konkrete System bestmöglichen Kernel auswählt (da kann auch etwas Eigeninitiative des Users erwartet werden), sondern nur darum, ob eine sicherheitskritische Kernel-Version (bzw. nunmehr obsolete) beim nächsten Aufruf der Aktualiasierungsverwaltung automatisch repariert bzw. ersetzt wird.

  • Sehr gute Frage! Aber, ich glaube nicht, dass dies möglich ist. Falls in der Aktualisierungsverwaltung auf "autom. Wartung" alter Kernel aktiviert ist, sollte dies möglich sein. Aber ein Ersatz für neuere Kernel ermöglichst dies m.E. nicht.

  • welcher im Falle einer bekannt gewordenen Sicherheitslücke automatisch repariert bzw. durch einen alternativen Kernel ausgetauscht wird?

    Bei Point Release wird bei bekannt geworden Bugs im Kernel diese zeitnah behoben, aber nein es wird kein alternativer Kernel installiert.

    Ich kenne nur von Rolling Releases wie Arch das sie regelmäßig aktuelle Kernel bei Updates mit installieren.

    Rege dich nicht über Andere auf!, das Leben ist zu kurz dafür!

    Ich ignoriere Beiträge mir "KI generierten Inhalt" !🙄

    Meine Systeme:

    Produktiv System: GMKtec NucBox K8 Plus Mini PC AMD Ryzen 7 8845HS 96GB RAM 780M GPU mit CachyOS KDE6

    HTPC: Intel NUC mit Q4OS mit KDE an UHD Fernseher

    Gamesystem: Steamdeck LCD mit 512GB SSD mit Dockingstation und XQHD Monitor.

  • Bei Point Release wird bei bekannt geworden Bugs im Kernel diese zeitnah behoben

    Heisst das nun, dass zumindest eine Warnung erscheinen würde (von der Aktualisierungsverwaltung), sodass ein betroffener User im Falle eines unsicher gewordenen Kernels diesen eigenständig wechseln könnte?
    (Die Aktualisierungsverwaltung von Mint erklärt das Prozedere kurz und bündig, wenn man auf Ansicht > Kernel geht.)

  • das heißt, dass gepatchte Kernel in der Regel automatisiert ausgerollt werden und als zu installieren gekennzeichnet sind.

    Nochmal nachgefragt, damit es ein Jeder auch eindeutig verstehen kann: ist nach den beiden vorgenannten Maßnahmen und der erneuten Durchführung der Aktualisierungsverwaltung seitens des Nutzers (plus anschließendem Neustart) noch irgendwas offen, was ein Nutzer zusätzlich noch zu tun hätte, damit er wieder sicher auf seinem System unterwegs ist?

    Die Logik sagt mir, dass kein Linux-OS es sich leisten kann, seine Nutzer bei so einer Sache einfach unwissend im Regen stehen zu lassen (nach dem Prinzip: hättest Du ja selber auf irgendeiner Internet-Seite nachlesen können). Andernfalls müssten im Netz diesbezüglich ja so Shitstorm-Stories zu finden sein.

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass sehr oft im Zuge der Aktualisierungsverwaltung neue Kernel-Subversionen hinzugefügt bzw. installiert werden. Ob da die derzeit aktive Kernel-Version schon mal gepatcht wurde, darauf habe ich nie geachtet. Sollte ich also selber jemals mit einem unsicher gewordenen Kernel unterwegs sein, müsste mir das OS das unzweideutig mitteilen oder automatische Korrekturmaßnahmen einleiten.

  • So kompliziert ist es nicht.

    Nutzt die die Mint/Ubuntu Default Kernel Versionbekommst du 5 Jahre lang patches dafür. Wechselst du Kernel auf einen neueren hat der 9 Monate Patch Support - die du ebenfalls bekommst. Wenn die auslaufen, wechselt Mint automatisch auf den nächsten neueren der wieder 9 Monate support hat, usw

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