Wie "sauber" ist die De-Installationsroutine

  • Bitte den Befehl "inxi -Fzxi" (ohne die Anführungszeichen) im Terminal ausführen und die Ausgabe dann hier hinein kopieren

    Hallo,

    als Pinguin-Anfänger interessiert mich, was nach Deinstallation eines Programmes auf der Platte bzw. im System zurück bleibt. Man kennt es ja von Windows ... Programm-Ordner werden nicht gelöscht, in der Registry bleibt oft/immer was zurück. Ich suche auch immer per "%appdata%" in den dann angezeigten Ordnern Loacal und Roaming.

    Wenn das unter Linux nicht "besser" funktionieren würde, wäre ich enttäuscht 8o

    Gruß,

    C.

  • Moin Christian!

    Zorin ist ein Ubuntu-Derivat. Daher schubse ich Dich mal hier hin:
    apt-get › apt › Wiki › ubuntuusers.de

    Beachte dort auch den Hinweis: Das heißt, dass Du im Home-Verzeichnis selbst aktiv werden musst - sprich einen Ordner löschen. Oder einfach stehen lassen, falls Du eventuell doch noch mal das Programm brauchst.

    Viele Grüße!
    Thorsten

    Meine Geräte:

    🧪 Lab → Lenovo T14s Gen 1 | i5-10310U | 16 GB RAM | 512 GB SSD | Distributionen nach Lust und Laune - primär Manjaro

    💻 Produktiv → Lenovo T450s | i5-5200U | 8 GB RAM | 256 GB SSD (root- u. home-Partition verschlüsselt) | Manjaro Xfce Testing

    🖥️ Produktiv → c‘t-Bastelbogen ‘18 | i5-9600K | GTX 1060 6 GB | 32 GB RAM | derzeit 4TB-USB-SSD | Manjaro i3 & Xfce

  • Ich bin auch ein Linux-Anfänger und schreibe mal, was mir auffiel.

    Z.B. hatte ich "Winboat" zum testen installiert und deinstallierte es wieder, da es mir nicht gefiel. Danach hatte das Home-Verzeichnis noch das Win11-Image. Andere Anwendungen verhielten sich auch so. Daraufhin löschte ich es manuell und hatte auch keine nervigen Fehlermeldungen.

    Andere Spezis können Dir da bestimmt genauere Infos geben.

  • Es kommt auch drauf an wie/als was du das Programm hinzufügst.

    (unvollständige Liste)

    … in der Registry …

    Die gibt es bei Linux nicht. Allenfalls könnte man anführen, dass es mit dconf/gsettings unter GTK (also GNOME & Co.) etwas ähnliches gibt, aber die binäre Datei bleibt in der Größe von einigen kB. Da Aufräumen lohnt kaum, da dort auch keine geheimen Daten landen sollten, es sei denn durch Bedienfehler.

    Sollte etwas unklar sein, gerne noch mal nachfragen.

  • Unter Linux gibt es Terminal-Befehle, die sauber deinstallieren können. Was die grafischen Anwendungen da so treiben, weiß man nicht so wirklich.

    Wenn ich ein Paket restlos entfernen will, nehme ich purge

    Code
    sudo apt purge Paketname && sudo apt autoremove --purge

    Letzteres deinstalliert dann auch noch Pakete, die von der nicht mehr gewünschten Anwendung mitgebracht wurden und die auch andere Anwendungen nicht mehr benötigen.

    Anstelle von purge kann man auch remove verwenden. Das deinstalliert auch die Software, lässt aber Konfigurationsdateien zurück. Kann man machen, falls man die Software später wieder installieren möchte.

    All das passiert auf Systemebene. Dein /home, also dein Benutzerprofil musst du immer manuell bereinigen. Also Ordner und Konfigurationen dort selbst löschen. Versteckte Dateien und Ordner mit . (dotfiles). Immer auch einen Blick in .config und .local/share werfen.

  • Ja, das ist unter Linux irgendwie genauso Grütze wie unter Windows. Du kannst ein Programm zwar wieder zu 100% entfernen, aber deren Einstellungen / Konfigurationsdateien eher nicht. Da musst du in deinem Home Verzeichnis oft selbst ran und nachschauen, wenn du auch das weg haben willst.

    Wenn du gelegentlich Programme nur mal ausprobieren möchtest, empfiehlt es sich, ein weiteres Linux dafür in einer VM zu installieren, so mach ich das zumindest 🙃.


    🖖🏻"e-hahn Notizen" - Deine Notizen. Dein Server. Deine Regeln.

  • Die gibt es bei Linux nicht. Allenfalls könnte man anführen, dass es mit dconf/gsettings unter GTK (also GNOME & Co.) etwas ähnliches gibt, aber die binäre Datei bleibt in der Größe von einigen kB. Da Aufräumen lohnt kaum, da dort auch keine geheimen Daten landen sollten, es sei denn durch Bedienfehler.

    Richtig, den WEG gibt nicht nicht im Gegensatz zu Windows.
    Wenn per Apt installiert auch wie von dphn empfohlen deinstallieren ist das sauberste.

  • Ja, das ist unter Linux irgendwie genauso Grütze wie unter Windows.

    Einstellungen, die der Benutzer bei der Benutzung des Programms vornimmt werden halt bei ihm im Home Verzeichnis abgelegt. Die haben mit der Installation nichts zu tun, werden also auch nicht entfernt. Entfernt wird (mit purge) alles, was auch installiert worden ist. Wenn du nur testen möchtest kannst du einfacher einen 2. Benutzer anlegen, der die Programme aufruft. Dessen Home Verzeichnis kannst du so oft putzen, wie du willst.

  • Einstellungen, die der Benutzer bei der Benutzung des Programms vornimmt werden halt bei ihm im Home Verzeichnis abgelegt. Die haben mit der Installation nichts zu tun, werden also auch nicht entfernt. Entfernt wird (mit purge) alles, was auch installiert worden ist.

    Ja, schon klar.
    Es geht um den Wildwuchs, welches Programm was wie und wo speichert, einheitlich finde ich das nicht.

    Wenn du nur testen möchtest kannst du einfacher einen 2. Benutzer anlegen, der die Programme aufruft. Dessen Home Verzeichnis kannst du so oft putzen, wie du willst.

    Dafür bevorzuge ich eine VM.


    🖖🏻"e-hahn Notizen" - Deine Notizen. Dein Server. Deine Regeln.

  • Im home-Verzeichnis werden Daten erst angelegt, nachdem das Programm das erste mal gestartet wurde. Hat also, wie schon geschrieben, mit der Installation nichts zu tun. Und somit auch nicht mit der Deinstallation. Und das ist gut. Manche Programme sind ja aufwändig zu konfigurieren. Wenn man nun so eins deinstalliert, wobei nicht sicher ist, dass man sich für immer davon trennt, lässt man die config-Dateien da. Stören ja nicht.

    Bei Neuinstallation hat man dann gleich wieder seine gewohnte Konfig. Ich sichere alle config-Dateien meiner Lieblingsprogramme auf einen Stick. Spart bei Neuaufsetzen oder Ausprobieren eines OS 'ne Menge Arbeit.

         

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