Linux Mint verlängert Release-Zyklen

  • Die Linux-Mint-Entwickler verlängern ziemlich planlos die Entwicklungsphasen ihrer Distribution. Fest steht derzeit nur: Die nächste Version 23 mit dem Codenamen „Alfa“ erscheint erst zur Weihnachtszeit. Darin werkelt zudem ein anderer Installationsassistent.

    Bereits im Februar hatte der Maintainer Clément Lefèbvre einen anderen Release-Rhythmus angekündigt. Die verlängerten Entwicklungsphasen möchte das Team tatsächlich genau dafür nutzen: die Weiterentwicklung ihrer Desktop-Umgebung und ihrer Distribution. Bislang hätten die für ein Release notwendigen Managementaufgaben und Tests zu viel Zeit gebunden.

    In welchen Abständen neue Versionen zukünftig erscheinen sollen, steht allerdings noch nicht fest. Insbesondere bleibt unklar, wann Minor-Releases und neue Fassungen der Debian-Edition von Linux-Mint (LMDE) erscheinen sollen. Das Team weiß noch nicht einmal, wie das nächste Release heißen wird und welche Versionsnummer es trägt. Sogar das komplette Versionsnummernschema könnte sich ändern. Zumindest vielleicht.

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  • Aber mal ganz ehrlich: Ich fand die Point-Releases immer sehr anstrengend. Zumal ich zu den Glücklichen gehört habe, bei denen immer etwas schiefging. Wenn die das jetzt verlangsamen, bin ich voll dafür. Ein Point-Release bei mir ist immer so aufregend wie das Update auf eine Debian-Hauptversion. Die sollten lieber Bugfixes ganz unauffällig raushauen und neue Cinnamon-Versionen mit der Hauptversion ausliefern.

    Meine Projekte:

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    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.


    dbd.png?raw=true Don't Break Debian

  • Aber mal ganz ehrlich: Ich fand die Point-Releases immer sehr anstrengend. Zumal ich zu den Glücklichen gehört habe, bei denen immer etwas schiefging. Wenn die das jetzt verlangsamen, bin ich voll dafür. Ein Point-Release bei mir ist immer so aufregend wie das Update auf eine Debian-Hauptversion. Die sollten lieber Bugfixes ganz unauffällig raushauen und neue Cinnamon-Versionen mit der Hauptversion ausliefern.

    mit den Updates hatte ich noch NIE Probleme, nur als ich einmal in ner VM in den Paketquellen die 25.10 eingetragen hab, das hat dann nicht mehr gefunzt aber ich hab auch schon Beta Versionen benutzt

  • mit den Updates hatte ich noch NIE Probleme, nur als ich einmal in ner VM in den Paketquellen die 25.10 eingetragen hab, das hat dann nicht mehr gefunzt aber ich hab auch schon Beta Versionen benutzt

    Ja, ist bei jedem anders. Ich bin 2023 komplett zu Ubuntu gewechselt, weil mir das einfach zu anstrengend war und Point-Releases immer nicht so an die große Glocke gehängt werden.

    Ich denke einfach, dass der Aufwand, den die Betriebe haben, unnötig ist. Das merken die Entwickler gerade selbst.

    Heißt aber nicht, dass jetzt alle in der Szene in Panik ausbrechen sollten. :D

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    dbd.png?raw=true Don't Break Debian

  • Was ich bei Mint nicht so mag, ist dass sie auch an tief verankerte Systemkomponenten Hand anlegen. Sie bohren apt auf und kommen mit solchen Tools wie captain und aptkit. Damit wird sozusagen das Package-Management modernisiert und ausgebaut. Das mag ja alles super sein, aber man ist nicht mehr so ganz kompatibel zur Mutterdistribution.

  • Dass Clem Linux Mint 23 erst 8 Monate nach dem Release von Resolute Racoon veröffentlichen möchte, finde ich enttäuschend.

    Also lieber Qualität vor Quantität - RICHTIG SO

    Dann sollten die Isos zwischendurch aber auch mal aktualisiert bereitgestellt werden wie bei Debian oder Ubuntu, wenn man das bisherige Point-Release-Modell aufgeben möchte/muss.

  • man ist nicht mehr so ganz kompatibel zur Mutterdistribution.

    Ist doch normal, dass sich Distris verändern. Man macht ja bei Mint eh nicht alles mit, was Ubuntu da anstellt.

    Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. ;)

  • Dass Clem Linux Mint 23 erst 8 Monate nach dem Release von Resolute Racoon veröffentlichen möchte, finde ich enttäuschend.

    Schränkt Dich das denn so gewaltig ein, dass Du LM 23 unbedingt so schnell als möglich haben musst?

    Also ich bin unter anderem deshalb bei Linux gelandet weil ich ich mich von dieser Featuritis und dem Updatefetisch verabschieden wollte. Mein Mint 22.3 läuft klaglos, so dass ich auch keinem kommenden Update nachlaufen muss.

    Von daher kann ich die obige Meldung unter "zur Kenntnis genommen" ablegen und sehe darin bei mir keinerlei negative Auswirkungen auf meine Arbeit oder mein System.

    Gruss Alex

  • Ist doch normal, dass sich Distris verändern. Man macht ja bei Mint eh nicht alles mit, was Ubuntu da anstellt.

    Ich wollte auf das Package-Management von Debian hinaus. Das ist aus meiner Sicht gut so, wie es ist und wenn sich dort was ändern soll, dann bitte von Debian selbst.

    Ubuntu und SNAP ist ein anderes Thema.

  • Ich stimme zeltinho zu. Ich finde das auch sehr schade. Ich bin ja für den Desktop-Betrieb eh kein LTS Fan (Am Server ist es natürlich anders, dort nutze ich sehr gerne Ubuntu LTS), aber das ist jetzt schon eine sehr lange Zeit die man dann noch mit recht alter Software arbeiten muss. Debian und Ubuntu sind ja dann beide schon aktueller, was für Anfänger natürlich auch verwirrend sein kann wenn sie hören dass Linux Mint auf Ubuntu basiert und dann vielleicht nicht wissen dass Linux Mint nicht das aktuelle Ubuntu nutzt. Das kann auch zu Problemen führen. Muss wie gesagt jeder selber wissen wie er das findet, ich würde einem Anfänger aber mittlerweile eher das "Original" , also Ubuntu empfehlen.

  • Übrigens ist es dann ähnlich wie bei ZorinOS. Da kommt die neue Version auch meist erst im Dezember und basiert auf Ubuntu XX.04
    Klappt doch da auch (allerdings benutze ich Zorin nicht).

    Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. ;)

  • Mint und auch Zorin basieren auf Ubuntu, Ubuntu wieder auf Debian.

    Mint und auch Zorin benötigen lange Release-Zeiten um das Ubuntu so umzubiegen, dass es den eigenen Vorstellungen entspricht.

    Warum lassen die Distributoren denn Ubuntu nicht einmal in Ruhe.

    Debian als Basis, Mint macht das doch bereits. Auch Zorin könnte ihren schicken GNOME-Desktop darauf bauen, ist ja jetzt nicht so, dass Debian kein GNOME vorrätig hat...;)

    Das ist doch alles viel einfacher. Mint soll den wirklich guten Cinnamon weiterentwickeln. Wayland ist ja noch nicht so dolle.

    Ressourcen bündeln und sich nicht das Leben selbst schwer machen.

    Ubuntu respektiere ich so wie es ist. Das System hat inzwischen eine komplett eigene Infrastruktur entwickelt und wer es mag soll es doch so nutzen, wie von Canonical vorgesehen. Passt doch, gibt auch Menschen die nutzen Windows und bauen nicht das halbe System um.

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