LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte

  • Nun bin ich gerade vor ein paar Wochen von SoftMaker Office NX Universal auf LibreOffice umgestiegen und habe mich daran gewöhnt. Das ist ja echt suboptimal … Also doch wieder zurück zu SoftMaker? :/

    Ich habe es gestern umgekehrt gemacht und von der Softmaker Aktion der kostenlosen Version Softmaker Office 2021 für kleines Geld auf 2024 upgedatet. Wer weiß, ob es bei LibreOffice eine Einigung gibt oder ob wieder eine Abspaltung gibt.

    Da nehme ich auch mal proprietäre Software in Kauf :)

    Passwörter sind wie Unterwäsche. Du darfst Sie keinen sehen lassen, musst sie regelmäßig wechseln und solltest sie nicht mit Fremden tauschen.

  • Nun bin ich gerade vor ein paar Wochen von SoftMaker Office NX Universal auf LibreOffice umgestiegen und habe mich daran gewöhnt. Das ist ja echt suboptimal … Also doch wieder zurück zu SoftMaker? :/

    Ich ärgere mich inzwischen, dass Ich SoftmakerOffice gekauft habe. Unter Wayland funktioniert drag and drop nicht bei Grafiken. Bei keiner anderen Software hab ich damit Probleme! :(

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: MX Linux (Plasma) im Dualboot mit Win11

  • Ich ärgere mich inzwischen, dass Ich SoftmakerOffice gekauft habe. Unter Wayland funktioniert drag and drop nicht bei Grafiken. Bei keiner anderen Software hab ich damit Probleme! :(

    Hast du das mal versucht ?

    Als Konsole Eingabe.

    Code
    GDK_BACKEND=X11 textmaker

    Ich hatte Probleme beim ausführen von xsane bei einer Nachbarschaftshilfe und dieser Befehl hat die Lösung gebracht. Sonst ging nichts.

  • Hast du das mal versucht ?

    Als Konsole Eingabe.

    Code
    GDK_BACKEND=X11 textmaker

    Ich hatte Probleme beim ausführen von xsane bei einer Nachbarschaftshilfe und dieser Befehl hat die Lösung gebracht. Sonst ging nichts.

    Funktioniert leider nicht!

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: MX Linux (Plasma) im Dualboot mit Win11

  • Danke für den Artikel, sehr interessant.

    Quote

    Oder auf OnlyOffice setzen, das zwar modern aussieht, aber eine völlig andere Codebasis hat und bei der ODF-Unterstützung noch Nachholbedarf zeigt?

    Ich glaube diese Frage lässt sich wirklich eindeutig beantworten. Da es sich bei dem Projekt um keine freie Software handelt, sollte es nicht mehr als Alternative betrachtet werden. Der Hintergrund zu dieser Einschätzung findet sich hier: https://isitreallyfoss.com/projects/onlyoffice/ Im Prinzip glauben deren Anwälte die AGPL mittels Copyright aushebeln zu können. Wer ein solches Verständnis von freier Software hat, sollte in der Community entsprechend ignoriert werden. (siehe auch https://www.heise.de/en/news/Euro-O…s-11241334.html ).

    EDIT: Diese Einschätzung gilt dann in dieser Form wahrscheinlich nicht für den Fork, wenn er rechtlich erlaubt ist ( https://github.com/Euro-Office/co…041056af0cd4c23 )..

  • [de-discuss] Setzen wir den Spekulationen ein Ende! – The Document Foundation Mailing List Archives

    "Setzen wir den Spekulationen ein Ende

    Im Idealfall hätten wir diesen Beitrag lieber vermieden. Die Artikel und Kommentare, die als Reaktion auf die voreingenommenen Beiträge von Collabora und Michael Meeks veröffentlicht wurden, zwingen uns jedoch dazu, diese Hintergrundinformationen zu den Ereignissen zu liefern, die zur aktuellen Situation geführt haben.

    Leider müssen wir ganz von vorne beginnen, aber wir werden versuchen, uns kurz zu fassen. Der Start des LibreOffice-Projekts und der Document Foundation wurde von der Gründergruppe mit großer Begeisterung angegangen. Sie wurden von einem edlen Ziel angetrieben, aber auch von einer Prise gesunder Tollkühnheit. Schließlich war es unmöglich, sich vorzustellen, was nach dem 28. September 2010, dem Datum der Ankündigung, geschehen würde.

    Damals konnte sich niemand vorstellen, dass die Unternehmen, die bis dahin OpenOffice.org <https://openoffice.org> unterstützt hatten, ein Projekt ins Leben rufen würden, um LibreOffice zu Fall zu bringen. Außerdem hätte das Projekt, sollte es erfolgreich sein, mehr Ressourcen erfordert, als zur Verfügung standen, und vor allem fundierte Managementerfahrung.

    Glücklicherweise wuchs das Projekt recht schnell. Die unterschiedlichen Hintergründe und Meinungen der Gründer waren jedoch zugleich der Grund für einige mutige Entscheidungen – von denen viele richtig waren – sowie für einige Fehler, die die Ursache für einige der aktuellen Probleme sind:

    * die kostenlose Nutzung der Marke LibreOffice ausschließlich Unternehmen im Ökosystem zu gewähren, damit diese die Software in den Online-Shops von Microsoft und Apple verkaufen können;
    * die Vergabe von Aufträgen für die Entwicklung von LibreOffice – neue Funktionen, Behebung von „Altlasten“-Fehlern usw. – an Unternehmen, deren Vertreter im Vorstand der Stiftung saßen und die während des gesamten Beschaffungsprozesses aktiv waren.

    Beide Entscheidungen erwiesen sich aus Gründen des Gemeinnützigkeitsrechts, an das sich The Document Foundation halten muss, als falsch. Sie verstießen gegen das Gesetz selbst. Als diese Tatsache dem Vorstand von den Rechtsberatern der Stiftung zur Kenntnis gebracht wurde, versuchten die Unternehmen, die von diesen Fehlern profitiert hatten, den Status quo aufrechtzuerhalten, anstatt eine Lösung zu finden. Zu diesem Zeitpunkt – von Ende 2021 bis Mitte 2022 – hätte dies schnell und mit minimalem Aufwand erreicht werden können.

    Diese Haltung verschärfte die Spannungen innerhalb des Vorstands und verstärkte bereits bestehende Reibereien, die 2020 begannen, als die Mehrheit des neuen Vorstands beschloss, den Plan zur Übertragung vieler Aufgaben und Vermögenswerte der TDF auf eine parallele Organisation namens TDC zu beenden. Mehrere Probleme, die der aktuelle Vorstand lösen musste, ergaben sich aus Elementen dieses Projekts, die teilweise bereits umgesetzt worden waren.

    Die Ursprünge von TDC sind umstritten. Ein Grund, der für die Gründung der parallelen Organisation angeführt wurde, war die „angebliche Ineffizienz“ des TDF-Teams, die von einigen Vorstandsmitgliedern zum Ausdruck gebracht wurde. Leider beschloss der Vorstand, anstatt das vermeintliche Problem durch eine Umstrukturierung oder Schulungen anzugehen, ein neues zu schaffen: eine parallele Struktur mit einem angeblich „hocheffizienten“ Team, das die angebliche Ineffizienz des TDF-Teams deutlich machen sollte.

    TDC wurde 2019 auf der LibreOffice-Konferenz in Almería ohne vorherige Ankündigung vorgestellt, was innerhalb des Teams und der Community Besorgnis auslöste. Dies lag zum Teil daran, dass das Projekt der Parallelorganisation vorsah, die finanziellen Ressourcen von TDF als Startkapital zu nutzen. Dieser Versuch führte zu einer dauerhaften Schädigung der Beziehungen zwischen den Projektbeteiligten, insbesondere zwischen bestimmten Vorstandsmitgliedern und dem Team.

    Nach jahrelangen Diskussionen, die von Anschuldigungen und Schuldzuweisungen geprägt waren und in denen keine wirklichen Fortschritte bei der Lösung der rechtlichen Probleme erzielt wurden, forderten die Behörden eine Prüfung an, deren Ergebnisse bestätigten, dass die Lösung der Probleme unbedingt notwendig war, um den Verlust des Gemeinnützigkeitsstatus mit unvorhersehbaren Folgen zu vermeiden.

    Leider führte die Anwesenheit von Unternehmensvertretern im Vorstand (BoD), die von Mitarbeitern eben jener Unternehmen gewählt wurden, die auch TDF-Mitglieder sind, zu weiteren Verzögerungen bei der Suche nach einer Lösung, die bislang noch nicht gefunden wurde.

    Glücklicherweise haben die Einführung restriktiver Maßnahmen – wie die Entscheidung, den TDF-Mitgliedsstatus von Collabora-Mitarbeitern zu entziehen – und das Einfrieren von Ausschreibungen sowie die Einführung einer soliden Beschaffungsrichtlinie für die Entwicklung zu einem positiven Ergebnis der dritten Prüfung geführt. Zumindest hat der Vorstand die Bereitschaft gezeigt, den seit 2022 andauernden Stillstand zu überwinden.

    Der Vorstand hat zudem Governance-Probleme aus der Vergangenheit überprüft und klare Regeln festgelegt, um das Risiko einer Wiederholung in Zukunft zu minimieren. Diese Regeln sind im Ethikkodex und in den Treuhandpflichten, der aktualisierten Richtlinie zu Interessenkonflikten und der Community-Satzung dargelegt.

    Sicherlich, könnten wir den Lauf der Geschichte zurückspulen, wären einige der seit 2010 getroffenen Entscheidungen hoffentlich anders ausgefallen, und niemand würde die Fehler oder das Fehlverhalten der Vergangenheit wiederholen.

    Wie wir eingangs sagten, hätten wir gerne auf diesen Beitrag verzichtet, aber er war notwendig, um die Dinge richtigzustellen und Spekulationen zu vermeiden.

    TDF hat sich seit einiger Zeit auf die Ankündigung von Collabora vorbereitet, indem Entwickler eingestellt und neue Partnerschaftsmöglichkeiten ausgelotet wurden, um das wachsende Interesse an LibreOffice auf dem Desktop – nach wie vor eine praktikable Option für viele Einsatzbereiche –, in der Cloud und auf Mobilgeräten sowie an ODF als bevorzugtem Dokumentenformat für Regierungen weltweit zu unterstützen.

    Dank der wachsenden Bedeutung von freier und quelloffener Software sowie offener Standards für Dokumentformate – Konzepte, für die wir uns seit über zwanzig Jahren einsetzen und die nun endlich politische Institutionen und Nutzer erreicht haben – sind The Document Foundation und das LibreOffice-Projekt für die Zukunft gut aufgestellt."

  • ... sind The Document Foundation und das LibreOffice-Projekt für die Zukunft gut aufgestellt."

    Das kann ich nur schwer glauben.
    Wenn man sämtliche Kernentwickler quasi rausgeschmissen hat, Entwickler die von Anfang an bei waren, die die den meisten Code beigesteuert haben, die das Projekt kennen, wie viele Jahre soll das dann dauern bis da sich neue Entwickler eingearbeitet haben?

    Ich weiß nicht, wenn Bürokraten bei einem Open Source Projekt auf die Entwickler, die ja die eigentliche Arbeit machen … dann kann das nicht gut sein …

  • welche, wäre vielleicht gut zu wissen ?

    Und, hat das jetzt Konsequenzen für uns Benutzer, die Libre Office durch das LM Betriebssystem installiert bzw. benutzen ?

    Ruhe bewahren - Tot-gesagte leben bekanntlich länger...

  • welche, wäre vielleicht gut zu wissen ?

    Und, hat das jetzt Konsequenzen für uns Benutzer, die Libre Office durch das LM Betriebssystem installiert bzw. benutzen ?

    Ich habe nicht alle im Kopf. Wir betreuen beisoielsweise eine Anwalts-Kanzlei mit einem OpenSource Programm auf LO-Basis und eine Physio-Praxis. Für Hebammen habe ich auch mal eine Software angeschaut. Da gibt es noch viel mehr. Ach ja ... eine Firma die Beton schneidet.

    Static Badge GitHub-Projekte Static Badge

  • Resolute Racoon

    das sagt mir jetzt nichts. Also was ich meinte war, bei LM 21.3. in der Anwendungsverwaltung kann man doch LibreOffice runterladen und jetzt ist die momentane Version (wenn ich das jetzt richtig sage) 7.3.7.2 zur Verfügung gestellt von LibreOffice Community.

    Ruhe bewahren - Tot-gesagte leben bekanntlich länger...

    Also einfach weiter benutzen, nicht das denen einfällt dass man "plötzlich und unerwartet" dafür bezahlen muß. Wer so vergeht wie kim88 das in dem Artikel beschreibt, dem muß man wohl alles zutrauen.

    Ich habe nicht alle im Kopf. Wir betreuen beisoielsweise eine Anwalts-Kanzlei mit einem OpenSource Programm auf LO-Basis und eine Physio-Praxis. Für Hebammen habe ich auch mal eine Software angeschaut. Da gibt es noch viel mehr. Ach ja ... eine Firma die Beton schneidet.

    Verstehe ich Dich richtig.....da findet sich dann schon eine Möglichkeit ?

  • Die Flatpak-Variante oder nativ?

    "Nativ" (AUR) lief da nichtmal die Installation durch.

    Code
    ==> Überprüfe source Dateien mit sha256sums...
        online ... Übersprungen
        core-co-25.04-assets.tar.gz ... FEHLGESCHLAGEN
    ==> FEHLER: Eine oder mehrere Dateien überstanden nicht die Gültigkeits-Prüfung!
     -> Fehler beim Herunterladen der Quellen: /home/<name>/.cache/yay/collabora-office 
    	 context: exit status 1

    Mindestens eine Checksumme stimmt nicht.

    Flatpak finde ich manchmal etwas behäbiger, aber bin neugierig & schaue mal rein ...

    Mein System

    ASRock X470 Taichi | AMD Ryzen 7 5800X3D | G.Skill 32GB DDR4@3600 CL16 | AMD RX 5700 XT

    BeQuiet! SP E10 700W | LG 34GL750-B | Cherry KB | Endgame Gear XM1 | Phanteks Enthoo Luxe

    EndeavourOS (Xfce) | LMDE | Win10 . . WaKü1(CPU): Kraken X61 . . WaKü2(GPU): Kraken X41+G10

    - - -

  • Also einfach weiter benutzen, nicht das denen einfällt dass man "plötzlich und unerwartet" dafür bezahlen muß. Wer so vergeht wie kim88 das in dem Artikel beschreibt, dem muß man wohl alles zutrauen.

    Mach Dir mal nicht so viele Gedanken. Mit Deinem installierten Office kannst Du erst mal arbeiten. Und es wird auch kein Inkassounternehmen vor deiner Tür auftauchen! ;)

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: MX Linux (Plasma) im Dualboot mit Win11

  • Das Collabora Desktop Office scheint sich an M$ Office bezüglich der GUI orientiert zu haben.
    Die GUI gefällt mir nicht. Ist zwar schön clean, aber viel zu dünne Striche. Die Menüs sind kaum zu erkennen.

    Ich bleibe bei LibreOffice & nebenbei OnlyOffice.
    Sollte für die Kompatibilität mit M$ Office ausreichen.

    Mein System

    ASRock X470 Taichi | AMD Ryzen 7 5800X3D | G.Skill 32GB DDR4@3600 CL16 | AMD RX 5700 XT

    BeQuiet! SP E10 700W | LG 34GL750-B | Cherry KB | Endgame Gear XM1 | Phanteks Enthoo Luxe

    EndeavourOS (Xfce) | LMDE | Win10 . . WaKü1(CPU): Kraken X61 . . WaKü2(GPU): Kraken X41+G10

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  • Mach Dir mal nicht so viele Gedanken. Mit Deinem installierten Office kannst Du erst mal arbeiten. Und es wird auch kein Inkassounternehmen vor deiner Tür auftauchen! ;)

    Naja, wenn man das so liest, kommen da automatisch Gedanken.....aber gut, mit der Antwort kann ich was anfangen. Danke

    Elvira das soll heißen, dass Du die LO Version im LM 23.x bis 2031 nutzen kannst.

    Du meinst sich "LM 22.x oder ?

  • Du meinst sich "LM 22.x oder ?

    Er meint das Du LibreOffice noch bis 2031 benutzen kannst. Das wäre bis weit nach Mint 22.3 also auch unter 21.3.

    Aber irgendwann demnächst wird Mint 23 kommen und Du solltest dir wirklich Gedanken über ein Upgrade machen.

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