Ein paar Gedanken eines Noobs zum Thema Wechsel von W11 zu Linux und warum soviele wieder zurückspringen

  • Ich hoffe der Platz für den Fred ist richtig gewählt.

    Ich bin jetzt nach einen guten Monat mit der ersten Ausbaustufe fertig.

    Aber allein die Kopfstände die notwendig waren um meine gr. Itunes Sammlung auf Fedora hören zu können vertreibt schon jeden "Normaluser"

    Die von Fedora standardmäßig gebotenen Lösungen zur Integration haben alle nicht funktioniert. (Auch nicht die Webapps da Apple Music mittlerweile die Accounts sperrt wenn zuviele Anfragen aus dem Internet kommen).

    Ein Kontakt in reddit verwies mich auf Github und Cider. Doch das Ciderpaket auf Fedora war veraltet (2.5.x aktuell ist 3.1.10) und die Homepage von Cider scheinbar umgezogen.

    Also dank den Infos aus dem Netz das neue rpm Paket von Cider auf der neuen Homepage erstanden.

    Per Hand auf Fedora installiert und Heureka die Kiste läuft seither.

    Unter dem Strich betrachtet wenn ich nicht selbst 20 Jahre Admin gewesen wäre und gelernt hätte wo ich was wie bekommen kann bzw. die Informationen finde die zum Ziel führen wäre ich schon an der kleinen Aufgabe der Integration einer Musikapp gescheitert und eventuell frustriert wieder zu Windows zurückgegangen.

  • Je abhäniger Du von einem goldenen Käfig bist, desto schwerer wird der Wechsel. Wenn Du eine große iTunes-Bibliothek hast, waren da vielleicht proprietäre Dateiformate, DRM-Lösungen und so dabei.
    Ich führe meinen iTunes-Katalog nicht mit, sondern Streame. Und auch keine Probleme bisher mit der Webapp für AppleMusic.

    Viele Grüße!
    Thorsten

    Meine Geräte:

    🧪 Lab → Lenovo T14s Gen 1 | i5-10310U | 16 GB RAM | 512 GB SSD | Distributionen nach Lust und Laune - primär Manjaro

    💻 Produktiv → Lenovo T450s | i5-5200U | 8 GB RAM | 256 GB SSD (root- u. home-Partition verschlüsselt) | Manjaro Xfce Testing

    🖥️ Produktiv → c‘t-Bastelbogen ‘18 | i5-9600K | GTX 1060 6 GB | 32 GB RAM | derzeit 4TB-USB-SSD | Manjaro i3 & Xfce

  • Wenn "viele" zurückgehen, liegt das daran, dass erwartet wird, dass es wie Windows funktionieren muss. Dann ist man erstaunt, dass es doch anders ist.

  • Je abhäniger Du von einem goldenen Käfig bist, desto schwerer wird der Wechsel. Wenn Du eine große iTunes-Bibliothek hast, waren da vielleicht proprietäre Dateiformate, DRM-Lösungen und so dabei.
    Ich führe meinen iTunes-Katalog nicht mit, sondern Streame. Und auch keine Probleme bisher mit der Webapp für AppleMusic.

    Alles was Probleme macht war dabei, DRM und eine Mischung aus Dateien welche am Heruntergeladen und welche nur cloudebased sind. Wie ich gelernt habe ist dieser Fakt gemeinsam mit dem DRM ein Hauptfaktor warum WebApp nicht funktioniert bzw. Apple mir die Internetzugriffe eingeschränkt hat.

  • Also einerseits kann ich nachvollziehen, worauf du hinaus möchtest, aber es gibt auch Möglichkeiten als Normaluser ans Ziel zu kommen.

    • Die Community um Hilfe bitten
    • die KI und es gibt einige Modelle die man hierfür ranziehen kann
    • sowie sich selbst neue Dinge anlernen.
    • Audiodateien (ACC) von Itunes können auch direkt von vielen MP3 Playern auf Linux abgespielt werden, einfach die Sammlung manuell übertragen auf die Platte und direkt abspielen. Jede Methode hat seine Vor- und Nachteile.

    Aber das Argument für den Wechsel zu Linux sollte auch schrittweise erfolgen. Erstmal testen, ob die gewünschten Anwendungen auch auf Linux vorhanden sind oder entsprechende Alternativen bestehen.

    Für Anwendungen wo es keine Alternative gibt, besteht die Möglichkeit einer VM (Windows mit Itunes), um auch hier gewissermaßen Abhilfe zu schaffen. Von mir aus auch mit Wine versuchen Itunes zum laufen zu bringen, oder falls man die Möglichkeit hat Daapd (iTunes) media server with support for AirPlay devices, Apple Remote auf einen Docker laufen zu lassen.

    Ich könnte immer so weiter machen und mir ist klar dass nicht alle Vorschläge unbedingt Anfängerfreundlich sind, aber der erfolgreiche Wechsel sollte nicht davon abhängen, dass es nicht alles out of the box läuft. Und es gibt mittlerweile eine neue Generation die ohne Windows aufwächst und mit der Bedienung vermutlich ebenfalls überfordert wäre, das merke ich sogar Privat in meinem Umfeld.

    Lange Rede kurzer Sinn. Klar hast du irgendwo einen Punkt, aber keinen finde ich entscheidenden, der uns abhalten sollte, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen. 😊

    CachyOS Hauptdistro8)

  • Wenn "viele" zurückgehen, liegt das daran, dass erwartet wird, dass es wie Windows funktionieren muss. Dann ist man erstaunt, dass es doch anders ist.

    Die Leute erwarten sich Plug & Play weil es Ihnen von Apfel und Fenster so vorgelebt wird. Diese Erwartungshaltung herrscht mittlerweile auch bei vielen techn. Softwarepaketen vor. Somit wer das nicht bietet ist nicht "Userproof" und das ist glaube ich ein Hauptproblem von Linux: Du musst denken und solltest wissen was du machst.

  • (…) ein Hauptproblem von Linux: Du musst denken und solltest wissen was du machst.

    Das gilt nicht nur für Linux und in anderen Bereichen viel mehr.

    Viele Grüße!
    Thorsten

    Meine Geräte:

    🧪 Lab → Lenovo T14s Gen 1 | i5-10310U | 16 GB RAM | 512 GB SSD | Distributionen nach Lust und Laune - primär Manjaro

    💻 Produktiv → Lenovo T450s | i5-5200U | 8 GB RAM | 256 GB SSD (root- u. home-Partition verschlüsselt) | Manjaro Xfce Testing

    🖥️ Produktiv → c‘t-Bastelbogen ‘18 | i5-9600K | GTX 1060 6 GB | 32 GB RAM | derzeit 4TB-USB-SSD | Manjaro i3 & Xfce

  • Ein Kontakt in reddit verwies mich auf Github und Cider. Doch das Ciderpaket auf Fedora war veraltet (2.5.x aktuell ist 3.1.10) und die Homepage von Cider scheinbar umgezogen.

    Also dank den Infos aus dem Netz das neue rpm Paket von Cider auf der neuen Homepage erstanden.

    Ich nutze Cider ebenfalls, um meine Musik von Apple Music zu streamen. Die Jungs und Mädels hinter Cider bieten sogar passende Repositories für den Download an. Allerdings benötigt man eine gekaufte Lizenz, um den Client nutzen zu können.

    Cider Collective - Package Repositories

    Inzwischen komme ich mit Cider sehr gut klar. Die Version 4.0.0 steht übrigens schon in den Startlöchern und bietet einige interessante Neuerungen. Ich bin gespannt.

    Cider 4.0.0 | Cider Collective

  • Unter dem Strich betrachtet wenn ich nicht selbst 20 Jahre Admin gewesen wäre und gelernt hätte wo ich was wie bekommen kann bzw. die Informationen finde die zum Ziel führen wäre ich schon an der kleinen Aufgabe der Integration einer Musikapp gescheitert und eventuell frustriert wieder zu Windows zurückgegangen.

    Ich denke das Hauptursache ist das die Menschen gewöhnt sind mit einem Klick alles abzunicken ohne sich Gedanken darüber zu machen.

    Hauptsache läuft.
    Jeder wie er will…

  • wenn ich nicht selbst 20 Jahre Admin gewesen

    Da Du jetzt beide Konsolen kennst und ich nie das "Vergnügen" hatte: Wie ist das Fahrgefühl auf einer bash gegenüber der Powershell. Oder ist da ein Vergleich vergebens (Äpfel mit Birnen)?

    have a lot of fun

  • Ich finde das Thema hier im Bereich doch eher schwierig.

    Gepostet in "Linux allgemein", mit der offenbar etwas zu viel versprechenden Überschrift zum Wechsel Win Linux und zurück, und dann geht es unterm Strich doch nur um iTunes?

    Der goldene Käfig wurde schon erwähnt. Und auch, wenn es (iTunes) sicher viele Leute nutzen - die Deutung, dass durch die damit verbundenen, angedeuteten persönlichen Probleme "jeder Normaluser" vertrieben würde, halte ich für zu pauschal und viel eher von der eigenen Warte bestimmt.

    Es ist also nur ein - sehr individueller - Gedanke, und Linux allgemein sehe ich dadurch auch nicht berührt.

  • Der goldene Käfig wurde schon erwähnt. Und auch, wenn es (iTunes) sicher viele Leute nutzen - die Deutung, dass durch die damit verbundenen, angedeuteten persönlichen Probleme "jeder Normaluser" vertrieben würde, halte ich für zu pauschal und viel eher von der eigenen Warte bestimmt.

    Die Masse streamt heute Musik über Spotify, Apple Music und Co und die funktionieren alle einwandfrei auf Linux entweder durch native Apps oder über die Webseite.

    iTunes selbst wurde von Apple inzwischen eingestellt. Auf dem Mac gibt es das gar nicht mehr und auf Windows nur noch eine Legacy Version die kaum noch gepflegt wird. Auch unter Windows arbeitet Apple daran alles (Musik, Podcast, Hörbücher, etc) in separate Apps aufzuteilen.

    Da heute ein Grossteil der Musik gestreamt wird, gibt es eben auch kaum noch Entwicklung bei den Mediaplayern. Finde es aber spannend das hier noch niemand "Amarok" erwähnt hat was ja so quasi das iTunes für Linux ist: https://flathub.org/de/apps/org.kde.amarok

    Ein paar Statistiken zur Musik Nutzung vom IFPI Global Music Report:

    Bei Musikhörern:

    • 10% Nutzen ein bezahltes Streaming-Abo
    • 30-40% ein kostenloses Streamingabo (Spotify mit Werbung, YouTube, etc)
    • Nur 2% kaufen noch Musik (einzelne Lieder oder Alben)
    • Der Rest hört Musik nur passiv: z.b. über Radio

    Linux Nutzer seit über 20 Jahren. I ❤️ Freedom!

    Praxisnahe Einblicke in Self Hosting, Linux und eigene Infrastruktur. Für Entwickler:innen und Macher:innen, die ihre digitale Souveränität selbst in die Hand nehmen. https://rueegger.me

  • Ich denke, wenn die Leute wieder zurück wechseln, haben sie die Sache oft nicht gut durchdacht. Spontan wechseln kann nur scheitern, wenn man jahrelang mit Windows gearbeitet hat.

    Es geht schon mit der schieren Flut an Distributionen los, da kann man schon überfordert sein und schnell zur falschen greifen.

    Ich denke, Vorbereitung ist alles.
    Schon im Vorfeld unter Windows schauen, was es an Software für Linux und Windows gibt und das dann schon unter Windows nutzen bzw. ausprobieren.
    Nicht jeder kann das, aber wenn es um die richtige Distribution geht, ist es natürlich von Vorteil, sich diese schon unter Windows in einer VM zu installieren und auszuprobieren.

    Ansonsten YouTube, es gibt etliche Kanäle, die dieses Thema behandeln und hilfreiche Tipps geben.

    Ich spreche da ja auch etwas aus Erfahrung :S

  • Ich für meinen Teil (kein PC- oder OS-Profi) wollte schon nach 2 Tagen nie mehr zu Win zurück. Und das jetzt schon seit ca. 12 Jahren. Ich habe seinerzeit LM 17.x ausprobiert und es genau so bedient wie Win. Die Installation von Programmen und das Einrichten war natürlich etwas Neues...aber nicht sonderlich kompliziertes. Die Einstellungen und der Aufbau des OS waren eh sehr verständlich für einen Neueinsteiger gehalten.

    Muss aber dazu sagen, dass ich keine speziellen Dinge damit machen wollte. Der Drucker sollte funktionieren (was er auch tat) und die gängigsten Programme (Office, FF) habe ich eh schon unter Win genutzt.

    Das ist jetzt meine Sicht, die ich keinesfalls auf alle übertragen möchte. Aber wenn man was völlig anderes als gewohnt nutzen möchte, ist es doch natürlich, dass man damit nicht gleich in die Vollen geht.

    Wenn man jahrelang einen Smart gefahren hat und steigt dann auf einen Rennwagen um, wird man bei Anwendung der alten Fahrgewohnheit sicherlich vor die nächste Hauswand krachen.

         

  • Ich habe 1 1/2 Anläufe gebraucht, bis ich final WIN den Rücken kehrte.

    Es war, wie e-hahn im Beitrag schrieb, im ersten Fall eine spontane Entscheidung ohne mir im Klaren zu sein, welche Konsequenzen dies für mich hat und wie abhängig ich eigentlich geworden bin (MS Office + Outlook, Adobe Produkte). Zusätzlich traf ich im Nachhinein eine falsche Wahl des Betriebsystemes (= OpenSuse). Im zweiten Fall war ich vorbereitet und schaffte ein paar Monate, bis ich feststellte, dass meine Spielesammlung eher schlecht als recht lief.

    Von da an lief WIN im Dualboot mit Linux. Mehr und mehr hatte ich aber den Wunsch Linux zur Gewohnheit zu machen (Boot-Priorität auf Linux und ich wurde älter & hatte keine Lust/Zeit mehr auf daddeln 😂). Dies verlief super, bis ich mich Anfang letzten Jahres entschied komplett den Stecker zu ziehen und "Goodbye WIN" zu sagen.

    Es gibt meiner Meinung nach heute in 2026 sehr viel Aufklärung und Tutorials, die dem etwas weniger versierten Nutzer helfen.

    Im Bekanntenkreis juckt den wenigsten das Betriebssystem - es könnte Linux sein. Hauptsache ist, die gewohnten Programme laufen.

    LAPTOP ▪️ i7-1065G7 | GeForce MX250 | 16 GB RAM | 500 GB NVME | 250 GB SSD | OpenSUSE Slowroll
    SERVER ▪️ Gigabyte C246M-WU4-CF | Xeon E-2244G | 32 GB RAM ECC | ...viel GB ;-p | Radeon RX550 | unRAID OS Pro
    RASPBERRY ▪️ 2x 3B+, 2B+ | Raspberry Pi OS
    3D-Drucker ▪️ Creality Ender 3 V3 SE (rooted)

  • Die Leute erwarten sich Plug & Play weil es Ihnen von Apfel und Fenster so vorgelebt wird. Diese Erwartungshaltung herrscht mittlerweile auch bei vielen techn. Softwarepaketen vor. Somit wer das nicht bietet ist nicht "Userproof" und das ist glaube ich ein Hauptproblem von Linux: Du musst denken und solltest wissen was du machst.

    Das ist über die Jahre bei Linux auch besser geworden mit der "Userproof ". Im übrigen finde ich Windows jetzt auch nicht gerade Userproof. Macos mag sein, habe ich keine Ahnung von.

    Alleine alles rund um die Updates finde ich bei Windows sowas von katastrophal. Es wird keiner gezwungen, zu Linux zu wechseln. Tut man es aber doch, sollte man doch eine gewisse Offenheit und Lernbereitschaft mitbringen. Die Sache mit iTunes ist nun aber auch schon sehr speziell. Und da höre ich auch immer wieder, das so gut wie alles von Apple an Software am besten in deren Universum selbst läuft.

  • Ich habe etliche Jahre Dualboot Win/Linux genutzt. Mit der Zeit immer weniger Windows und mehr Linux. Heute fahre ich Windows nur noch zum Updaten hoch. Aber warum eigentlich? :/

    Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. ;)

  • Jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

    Hab ein Image der Windows-Partition gemacht und konnte dann herumsauen (Win-Partition verkleinert, Mint [Empfehlung für Umsteiger] als Dual-Boot installiert). Meine Daten waren immer schon auf anderen HDs.

    Für mich war wichtig: Welche Programme brauche ich, an welche Daten muss ich ran. Hab es nach und nach abgearbeitet (Zettel). Ich brauchte ca. 14 Tage.

    Durch das Dual-Boot konnte ich jederzeit notfalls das Windows starten.

    Dann lief alles unter Mint, ich brauchte nie wieder Windows starten. Als ich mir einen neuen PC kaufte, vorinstalliertes Windows gelöscht und nur noch Mint installiert.

    Ich will nie wieder zurück! 8)

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