Auf der Suche nach der Distribution –

  • Hier meine Vorschläge für deine weitere Recherche:

    • OpenSuse
    • Fedora
    • EndeavourOS
    • Ubuntu (Snap kann man entfernen) oder Linux Mint

    Warum kein Debian oder Arch direkt?
    Persönliche Meinung: Ich muss zu viel einrichten, bis es das kann, was ich möchte. Hier würde ich dann eher Linux Mint empfehlen, welches über Jahre bei mir ohne einmal zu mucken lief - "out-of-the-box"

    LG Eule

    LAPTOP ▪️ i7-1065G7 | GeForce MX250 | 16 GB RAM | 500 GB NVME | 250 GB SSD | OpenSUSE Slowroll
    SERVER ▪️ Gigabyte C246M-WU4-CF | Xeon E-2244G | 32 GB RAM ECC | ...viel GB ;-p | Radeon RX550 | unRAID OS Pro
    RASPBERRY ▪️ 2x 3B+, 2B+ | Raspberry Pi OS
    3D-Drucker ▪️ Creality Ender 3 V3 SE (rooted)

  • Was den Aufwand des Betriebs und die langfristige Stabilität betrifft, bist du mit Linux Mint oder Debian Stable mindestens genauso gut bedient.

    Da kommen sehr viele subjektive Geschmacksentscheidungen ins Spiel.

    An Debian hatte ich auch schon gedacht, da ich das unter Proxmox benutzen "muss" und mir nicht mehr Herangehensweisen (i.E. Paketmanager-Befehle) merken möchte, als nötig.

    Wie aufwändig ist es denn, Snapper/Timeshift bzw. Hyprland etc. unter Debian installieren?

    LG
    Andrea

  • Wie aufwändig ist es denn, Snapper/Timeshift bzw. Hyprland etc. unter Debian installieren?

    Debian und Mint sind stabil genug, sodass du ohne Snapper auskommst. Leg sicherheitshalber eine andere Partition für /home an, damit deinen Daten nichts passieren kann. Kleine Widrigkeiten nach Updates lassen sich praktisch immer mit apt beheben. Auch Timeshift kommt mir unnötig vor, wenn du nicht viel am System herumbastelst.

    Hyprland einzurichten ist eher aufwändig, oder? Ich kenne dazu nur einige Videos, beispielsweise rund um den Hype zu Omarchy.

    Mach es dir nicht zu schwer und starte mit Mint oder GuideOS. ;)

  • Auch Timeshift kommt mir unnötig vor, wenn du nicht viel am System herumbastelst.

    Timeshift macht schon Sinn, weil dir z.B. ein Update auch mal das System zerschießen kann, egal welche Distri.

    Allerdings sollte das zumindest auf eine andere Partition, besser noch auf eine andere Platte.

  • Timeshift macht schon Sinn, weil dir z.B. ein Update auch mal das System zerschießen kann, egal welche Distri.

    Allerdings sollte das zumindest auf eine andere Partition, besser noch auf eine andere Platte.

    Danke für den Tipp, ich hatte TimeShift immer auf der Pallte mit dem Linux drauf.
    Werde mir etzela eine extra HD kaufen, nur für TimeShift.

  • Mhhh.... also wem soll ich jetzt glauben schenken?

    Timeshift tut nicht weh, aber das Gejammer hätte ich doch... wenn dann doch mal was schiefgeht...

    Muss jeder selbst wissen, mir hat es schon diverse Male viel Frust erspart.

  • Hallo,

    es geht – wie so oft im Leben – nicht nur um Fakten.

    Alle unsere Windows-Maschinen zu Hause und im Büro machen wöchentlich ein System-Image-Backup, und zwar seit etwa 30 Jahren. Anfangs noch mit Boot-Diskette, als es noch nicht im laufenden Betrieb ging (und es keine USB-Sticks gab). Wir haben das noch nie gebraucht, aber es gibt uns ein gutes Gefühl.

    Im Auto schnallen wir uns immer an, haben das aber noch nie gebraucht. Ist das ein Argument, auf den Gurt zu verzichten?

    LG
    Andrea!

  • Mhhh.... also wem soll ich jetzt glauben schenken?

    Spielt keine Rolle, normal brauchst du es nicht, kann man aber nutzen. Man sollte sich nur am Anfang damit beschäftigen, was man damit sichert.

    System-Image-Backup

    Hat mit Timeshift nichts gemein, ist ein anderes Thema. Aber recht hast du, es dient der Beruhigung, genauso wie Timeshift.

  • Hallo,

    es geht – wie so oft im Leben – nicht nur um Fakten.

    Alle unsere Windows-Maschinen zu Hause und im Büro machen wöchentlich ein System-Image-Backup, und zwar seit etwa 30 Jahren. Anfangs noch mit Boot-Diskette, als es noch nicht im laufenden Betrieb ging (und es keine USB-Sticks gab). Wir haben das noch nie gebraucht, aber es gibt uns ein gutes Gefühl.

    Im Auto schnallen wir uns immer an, haben das aber noch nie gebraucht. Ist das ein Argument, auf den Gurt zu verzichten?

    LG
    Andrea!

    Du kennst den Unterschied zwischen tödlich verunglücken und ein System neu installieren?

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: MX Linux (Plasma) im Dualboot mit Win11

  • Wenn dir bei einer Debian-Installation mit eigener /home-Partition ein Update das System so zerschießt, dass du es mit apt nicht mehr reparieren kannst, machst du halt eine Neuinstallation.

    Aber wenn dir Timeshift und ein Backup-Tool ein besseres Gefühl geben, spricht nichts dagegen, das zu verwenden.

  • Was spricht denn dagegen es zu nutzen? So viel ich weiß, ist Timeshift ein Systemwiederherstellungstool, dass ähnlich wie die Systemwiederherstellung unter Windows oder Time Machine (?) unter macOS funktionirt, indem es Snapshots des Dateisystems erstellt, um Änderungen rückgängig zu machen zu können. Auch wenn ich es noch nie nutzen musste, finde ich es nützlich im Fall des Falles.

    LG,

    Matthias


    Dum Spiro Spero (Cicero)

    __________________________________________________________________________________________________________________

    Meine Systeme!

    Manjaro 25.0.3 / Windows 10 Pro auf: HP Elite 8300 MT mit Intel Core i3-3220 (3 MB Cache, 3,30 GHz), 8GB (DDR3)
    Windows 11 Pro auf HP EliteBook 840 mit Intel Core i5-6300U (3 MB Cache, 3.00 GHz), 16GB (DDR4)
    LMDE 7 auf HP EliteDesk 800 Ultra Slim mit Intel Pentium G3220 (3 MB Cache, 3.00 GHz), 8GB (DDR3)

  • Was spricht denn dagegen es zu nutzen? So viel ich weiß, ist Timeshift ein Systemwiederherstellungstool, dass ähnlich wie die Systemwiederherstellung unter Windows oder Time Machine (?) unter macOS funktionirt, indem es Snapshots des Dateisystems erstellt, um Änderungen rückgängig zu machen zu können.

    Ja genau.

    Snapper ist das, was man früher Freezer nannte. Der komplette Systemzustand wird "eingefroren" und kann bei Bedarf wiederhergestellt werden. Snapper kann man sogar noch starten, wenn Linux so kaputt ist, dass es nicht mehr bootet. Man sollte Snapper nicht mit einem Backup verwechseln. Auch wenn sich die Funktionen von "Freezer" und Backup überschneiden.

    Timeshift kann in etwa dieselbe Sicherung wie Snapper und zusätzlich eine Sicherung auf ein externes Laufwerk, ist also thematisch näher am Backup. Wenn Linux nicht startet, läuft Timeshift auch nicht.

    LG
    Andrea!

  • Wenn Linux nicht startet, läuft Timeshift auch nicht.

    Du kannst aber eine Timeshiftsicherung mit einem Live-Linux wiederherstellen.

    Vorausgesetzt es ist nicht auf der defekten Partition sondern zumindest auf einer weiteren auf die man Zugriff hat.

  • Mahlzeit,

    OpenSuse (Leap) wollte ich ausprobieren, aber Agama finde ich furchtbar. Natürlich ist es toll, wenn man ein Easy-Setup für Leute hat, die noch nie etwas von Partitionstabelle gehört haben. Keine Frage und auch nichts gegen diese Leute. Nicht jeder kann alles wissen. Wenn das Easy-Setup die einzige Möglichkeit ist, dann lieber Slackware. 🤬

    LG
    Andrea!

  • Wenn das Easy-Setup die einzige Möglichkeit ist, dann lieber Slackware. 🤬

    hoffe mal daß dies nicht als Kritik an slackware gemeint ist? :)

    slackware ist super stabil und problemfrei

    habe damals damit angefangen und fast 10 Jahre damit gearbeitet

    als KLEINEN Nachteil kann man vielleicht sehen, daß die distro recht minimalistisch daherkommt und textbezogen ist.

    didn't say you're stupid, just mentioned you had bad luck by thinking

  • Die Wahrscheinlichkeit sollte hoch sein, dass die Distribution in 15 Jahren noch existiert.

    Ob es in 15 Jahren überhaupt noch Linux gibt, weiß ich nicht. Oder Windows. Oder sonst irgendwas, was es heute noch gibt!
    Rein rechnerisch wäre man dann beispielsweise bei Ubuntu 40 LTS oder Mint 30.
    Das in der Startlöchern stehende Ubuntu 26 LTS könnte man theoretisch sogar bis 2041 nutzen, wenn man alles an erweiterten Support (ESM) mitnehmen würde; das aktuelle 24er LTS-Ubuntu ergo bis 2039. Also 15 Jahre sogar mit derselben Version einer Distribution!
    Ähnliches wird auch für Debian angeboten. Wobei ich nicht weiß, inwieweit auch Debian-basierte Distributionen davon profitieren können. Bei Ubuntu aber gilt das Angebot nur für die hauseigene Variante. Also beispielsweise für Kubuntu oder Mint gilt das nicht. Da bleibt es bei 3 bis 5 Jahre Support pro Version. Das hier schon vorgeschlagene Fedora muss spätestens nach 15 Monaten auf die nächste Version geliftet werden.

    Das heißt, Snapper (o.ä.) muss möglich sein.

    Wenn es darum geht, den augenblicklichen Zustand einer Installation bitgenau zu sichern, dann gibt es zumindest diese beide Möglichkeiten:

    • das 'Laufwerke'-Tool (gnome-disks-utility) kann u.a. das System als Image sichern und wieder zurückspielen.
    • Rescuezilla macht dasselbe, speichert das Image aber platzsparender.

    Beide Tools erledigen ihren Job von einen Live-System aus ('Laufwerke' ist sogar schon auf den meisten Install-Medien mit drauf.)


    Die Grafik-Performance ist zweitrangig, ich habe sowieso eine ältere Karte, dazu noch Nvidia (Geforce 1030). Firefox, Office und Videowiedergabe müssen bei 2560x1080@60 Hz flüssig sein. Gaming brauche ich nicht.

    Ich werkele noch unter Auflösungen von 1920x1080@60Hz. Zumindest da gibt es keine Performance-Probleme; auch wenn man keine HighEnd-Grafikkarte hat.


    Winboat soll möglich sein, falls ich für die eine oder andere Anwendung nicht so schnell adäquaten Ersatz finde.

    Um Windows-Programme unter Linux betreiben zu können, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten:

    • Wine erzeugt den notwendigen Unterbau zum Betrieb eines Windows-Programms unter Linux. Das Ergebnis variiert zwischen perfekt bis indiskutabel. Das muss man von Fall zu Fall selbst ausprobieren.
    • VirtualBox fährt komplette, aber virtuelle Betriebssysteme. Beispielsweise in einem virtuellen Windows laufen Windows-Programme so wie gewohnt, aber etwas langsamer.
    • Virt-Manager ist ein weiteres, leistungsstarkes Virtualisierungsprogramm für Qemu/KVM. Grafikintensive Windows-Programme (wie Games) laufen aber schlechter als unter VirtualBox.
    • sonstige Virtualisierungsprogramme (VMware Workstation, Gnome Boxes)
    • Winboat wird von Vielen als auch nur ein weiterer Virtualisierer angesehen. Das Tool sieht sich noch in der Beta-Phase und ist sehr resourcenhungrig. Da bedarf es wohl sehr spezieller Gründe, ausgerechnet diese Lösung gegenüber den vorgnannten Methoden zu favorisieren.

    Für Windows wird natürlich eine (zusätzliche) Windows-Lizenz vorausgesetzt. Außer für den Betrieb mittels Wine (benötigt keine originale Windows-Umgebung)!


    Bitte ohne Flatpak und Snap

    An Snap kommst Du nur dann nicht wirklich vorbei, wenn Du Ubuntu nutzt.
    Flatpak (sowie AppImage) sind weitere, alternative Darreichungsformen von Programmen. Man verwendet diese eigentlich nur, wenn es ein Programm nicht (oder nicht in geeigneter Form) in der jeweiligen Paketverwaltung gibt. In praktisch jeder Distribution wird man früher oder später mal mit dem Problem konfrontiert werden, dass man ein gewünschtes Programm an der Paketverwaltung vorbei beziehen muss. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass man ein Programm (DEB-Datei für Debian- und Ubuntu-basierte Systeme) direkt vom Anbieter holen und installieren muss. Das ist aber ein weites Feld, das man schwer in ein zwei Sätzen hinreichend erläutern kann. Wann was notwendig wird, lernt man aber schnell über die Alltagspraxis.


    Eine konkrete Empfehlung für eine optimale Distro kann man eigentlich nie aussprechen, weil man die Vorlieben und Abneigungen des jeweiligen Linux-Einsteigers nicht genau genug kennt. Es bleibt nur der Verweis auf die üblichen Verdächtigen und die Tatsache, dass die meisten Einsteiger mit Mint beginnen (und vielfach auch dabei bleiben).

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