- Distrowahl
- Ubuntu
Hallo zusammen,
ich habe vor 20 Jahren zum ersten Mal Linux getestet und habe der ganzen Sache (nicht zuletzt aufgrund der YouTube Videos von Linux Guides) nun tatsächlich mal wieder eine Chance gegeben. Ich nutze normalerweise Windows, habe sogar einiges an Software gekauft, die nur für Windows verfügbar ist, nutze auch das Microsoft 365 Abo mit OneDrive Cloud Storage usw. Auf Serverseite nutze ich schon immer Linux.
Bislang war das Setup Windows-Client und Linux-Server auch fein für mich, aber ich wurde neugierig. Nach Fedora, Linux Mint, OpenSuSE bin ich nun bei Ubuntu gelandet und muss sagen: Eigentlich eine ziemlich schöne und runde Sache.
Aber ich habe einiges an Knackpunkten, die natürlich rein persönlich sind:
1) Mir fehlt schon teilweise meine Software, die ich unter Windows nutze (Microsoft Office ist schon ziemlich gut, ich teste gerade Free Office parallel, und es gibt einiges mehr an Win-only Software, für die ich nun Ersatz finden muss)
2) OneDrive unter Linux ist eher schwierig. Habe einiges probiert, aber es ist super langsam, virtuelle Filesyncs gehen gar nicht, daher ist es ein: Alles syncen oder nur mounten. Bidirektionales Syncen mit rclone klappt bei mir nicht zuverlässig. rclone mount ist sehr langsam.
3) Die Installation einiger Tools war schon aufwändig. Bis ich Signal installiert hatte usw... ich bin von Snap auf Flatpak gewechselt und es hat schon gebraucht, bis ich alles hatte.
4) Bis heute habe ich keinen Email Client gefunden, der mich überzeugt, tatsächlich finde ich Geary noch am besten.
5) Meine Hardware wird nur semi unterstützt, der Akku von meinem Notebook ist nach 3h leer.
6) Gefühlt sind YouTube Videos nicht ganz lippensynchron
...
Die Liste könnte ich noch fortsetzen. Warum schreibe ich das? Ich habe mir die Frage gestellt: "Ist es mir das wirklich wert?" Und rein aus Produktivitätsgründen müsste ich nein sagen, weil ich z.B. schon Stunden nun damit verbracht habe, Cloudspeicher vernünftig und schnell anzubinden
(ja einige von Euch wären hier schneller). Andere Stunden habe ich damit verbracht Winboat zum Laufen zu bekommen und zu testen usw. usf. Ich glaube ihr wisst, was ich meine
Trotzdem bin ich weiterhin neugierig und würde daher gerne folgende Frage stellen:
Ich nehme an, viele von Euch haben auch so eine Situation gehabt. Wieso seid Ihr diesen Schritt trotzdem weitergegangen trotz mancher Einbußen? Was ist für Euch denn vor allem auf der Habenseite entstanden?
Danke Euch
Mike