Meine ersten 6 Monate mit Linux Mint Cinnamon und Dankeschön

ACHTUNG! Hier gehören nur Themen hinein, die unsere Community betreffen. Also Mitglieder, das Forum als solches, usw. Hier gehören keine Fragen zu Linux oder Hardware hinein.
  • Hallo Zusammen.

    Wie es ja schon im Titel steht, seit August 2025 bin ich nun zufriedener Linux Mint Cinnamon 22.1 Xia– Nutzer. Da ein Wechsel zu WIN 11 für mich nicht in Frage kam, beschäftigte ich mich im Vorfeld schon längere Zeit mit Linux, hab das Internet befragt und bin immer wieder auch in diesem Forum gelandet. Dann habe ich mich hier angemeldet und immer weiter gestöbert. Irgendwann stand dann für mich fest, es soll Mint Cinnamon werden. Gesagt, getan, ich lud mir die ISO herunter und erstellte mir unter WIN 10 den Installationsstick.

    Ich habe noch einen älteren Toshiba-Lappi auf Reserve, den wollte ich zum Probieren nutzen. Bei der Installation stellte sich dann heraus, dass die Tastatur mittlerweile Probleme machte. Eine Austausch-Tastatur war nicht mehr zu bekommen und so brach ich den Versuch ab.

    Ich bestellte mir für meinen MSi-GL75-9SC mit 16 GB RAM eine neue Crucial P3 Plus SSD-Festplatte, denn ich wollte die Originale mit WIN 10 sicherheitshalber unangetastet lassen, um sie bei Bedarf zurückbauen zu können. Beim Einbau der neuen Festplatte sah ich, dass es noch einen freien Steckplatz für eine weitere Festplatte gibt. Egal, dachte ich, und startete die Installation von Linux. Warum auch immer ging das total in die Hose, der Rechner startete nicht mehr, ich weiss bis heute nicht warum. Also die WIN- Festplatte wieder eingebaut, ich bekam auch alles wieder zum Laufen.

    Ich ließ mich nicht entmutigen und bestellte mir eine 2,5“ SSD-Festplatte. Diese baute ich ein und ließ die WIN 10-Platte drin. Dann startete ich einen neuen Installationsversuch, Linux auf die 2,5“-Platte, und siehe da, es klappte auf Anhieb. Noch ein paar Treiber u.a. für die Nvidia GeForce nachinstalliert, alles lief, ich hab mich gefreut wie Bolle. :)

    Nach und nach installierte ich mir die von mir benötigten Programme, Libre Office z.B. habe ich schon immer unter WIN genutzt, ich hatte nie MS-Office, also alles wie schon immer für mich. Ich habe mich eigentlich sowas von schnell an Linux gewöhnt, sodass schon nach kurzer Zeit für mich feststand, nie wieder was anderes haben zu wollen.

    Meinen Canon TS 5050 – Drucker zu installieren war kein Problem, das Scannen mache ich über das Terminal mit dem „simple-scan“ – Befehl, funktioniert einwandfrei.

    Dann machte ich mich an die Installation von PlayOnLinux und Wine, denn ich wollte mein altes LS 19 - Spiel mit Installations-CD zum Laufen bekommen. Das klappte leider nicht, das Spiel hing sich immer auf und ich sah auch keine Möglichkeit, die ganzen Updates, die ich als Download unter WIN habe, zu installieren. Also ist LS 19 der einzige Grund, weshalb ich hin und wieder WIN 10 auf der 2. Festplatte nutze.

    Das von mir gern genutzte Bildbearbeitungsprogramm Photoscape indes bekam ich mit PlayOnLinux zum Laufen, wie auch Notepad++ und den Downsizer 1.50 als Stapelverkleinerer und zum Einfügen der Signatur in meine Reisebilder für die entsprechenden Foren. Sogar das bestimmt 15 Jahre alte ANNO 1503 bekam ich mit der Installations-CD zum Laufen, unter WIN ging das schon ewig nicht mehr, ich glaube nur bis WIN 7, ab 8 bekam ich immer die Fehlermeldung, dass es nicht mehr kompatibel ist.

    Meine Vorliebe für ältere Offline-Spiele rührt übrigens noch aus Zeiten des Telekom-Kupferdraht-Internets, das hier oft mehr als grottig war. Seit mehr als 1 Jahr haben wir nun zwar Glasfaser, aber auch das kann ja mal ausfallen. ;)

    In regelmäßigen Abständen erstelle ich mit RescueZilla eine Sicherung auf 2 verschiedenen Festplatten, bisher gab es aber noch keinen Grund, eine Sicherung einspielen zu müssen. Aber lieber hat als hätte.

    Da ich mit Linux rundum zufrieden war, es gab wirklich keinen einzigen Tag, an dem es ein Problem damit gab und auch die WIN-Meldung „Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten“, bei der ich mich immer fragte, welcher Fehler den eigentlich erwartet wurde, in Vergesseneheit geraten war, beschloss ich, auf dem Laptop meiner Mutter ebenfalls Linux zu installieren. Ihr 6 Jahre alter ASUS-Lappi hatte noch WIN 10 drauf, war mittlerweile sehr sehr langsam geworden und die Umstellung auf WIN 11 war keine Alternative, da die Hardware nicht mehr ausreichend war und mir per Link vorgeschlagen wurde, wo ich das Gerät entsorgen könne. Auch ihr Canon TS 5150 -Drucker machte Probleme, was sich im Nachhinein zwar als Kabelfehler herausstellte (2m-Kabel ist nicht immer gleich 1m-Kabel), aber sei es drum.

    Also alle Daten gesichert und Linux mit meinem Installationsstick installiert, ca. 180 Updates getätigt und auf 22.3 upgegradet. Alles top, auch Mutter kommt damit einwandfrei klar.

    Unsere WIN-Lappiś waren mit Panda-Endpoint-Protection geschützt, meine Lizenz war abgelaufen und ich hatte sie nicht verlängert. Die bei dem ASUS-Laptop freigewordene Lizenz habe ich nun für mein doch behaltenes WIN 10 genommen. Bei der Installation fiel mir auf, dass Panda das Installationsprogramm u.a. auch für Linux vorschlug. Scheinbar beschäftigen die sich nun auch vermehrt mit Linux. Mal sehen, ob ich mir eine Lizenz zulege und die dann auf Linux mal teste.

    Das ist meine bisherige Linux-Geschichte und ich möchte mich auf diesem Wege bei Euch allen herzlich bedanken, die Ihr mit Euren wertvollen Tipps und Ratschlägen zur Abhilfe dieses Forum mitgestaltet. Sei es in den unzähligen Threads, im Lexikon, in den Artikeln, bei den Installationsanleitungen, überall habe mich belesen und dadurch lernen können.

    Auch wenn ich sicher nicht der Vielschreiber bin und sich mein Wissen, um anderen Usern Tipps und Hilfe geben zu können, sehr in Grenzen hält, bin ich mehr als froh, hier bei Euch in dieser Top Community zu sein.:thumbup:


    Liebe Grüße, Daniel.

  • Unsere WIN-Lappiś waren mit Panda-Endpoint-Protection geschützt, meine Lizenz war abgelaufen und ich hatte sie nicht verlängert. Die bei dem ASUS-Laptop freigewordene Lizenz habe ich nun für mein doch behaltenes WIN 10 genommen. Bei der Installation fiel mir auf, dass Panda das Installationsprogramm u.a. auch für Linux vorschlug. Scheinbar beschäftigen die sich nun auch vermehrt mit Linux. Mal sehen, ob ich mir eine Lizenz zulege und die dann auf Linux mal teste.

    Wofür soll das gut sein?

  • Frag ich mich auch.

    Endpoint Protection ist sinnvoll in gemischten Umgebungen, typischerweise in Unternehmen.

    Für Einzelplatz-Linux-PCs bringt das wenig, da der Fokus auf Cloud-Verwaltung für Unternehmen liegt. Offline-Nutzung ist auch gar nicht vorgesehen, der Client-PC muß sich irgendwo am Zentralsystem melden.

  • Ich frage mich auch warum noch die ganzen Windowsprogramme wie z.B. Notepad++ in Wine o.ä.

    Es sind keine Programme dabei für die es keine vernünftige Alternative gibt.

    Klar, man muss etwas umdenken, aber das ist doch immer noch besser als der ganze Wine-Gedöns.

  • Wofür soll das gut sein?

    Das ist noch ein Relikt aus der Zeit, als mein Vater seine Win-Firmenrechner damit ausstattete. Irgendwann hatte er es auch auf seinem Heimrechner und eine Lizenz hatte ich bekommen. Und es ist ja auch nicht gesagt, dass ich das auf Linux mache, war nur mal ein erster Gedankengang.

    Klar, man muss etwas umdenken, aber das ist doch immer noch besser als der ganze Wine-Gedöns.

    Womöglich habe ich mich auch nur zu früh mit dem zufriedengegeben, weil es für mich funktioniert, und darum (noch) nicht nach Alternativen gesucht.


    Viele Grüße, Daniel.

  • Daniel-666 , die Suche nach Alternativen Programmen ist nach 6 Monaten Linux erst am Anfang, nach ca. 3,5 Jahren Linux entdecke ich immer wieder Programme, nicht nur Alternativen, die ich nie vermutet hätte. Es ist beeindruckend das du den Schritt weg von Windows so umgesetzt hast. Viel Spaß weiterhin im, doch sehr umfangreichen, Linux - Universum

    GuideOS - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, NVME M2 512 GB , HDD 500 GB

    Q4OS - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, SSD 256 GB, 1TB Hdd

    GuideOS - Lenovo ThinkPad X220 Intel I5, 8 GB Ram, SSD 256 GB

  • Hallo tux64 .


    Im Prinzip habe ich es genauso installiert, wie Du es im ANNO 1602-Thread beschrieben hast.

    Mit PlayOnLinux von der CD installiert und dann den Installationsanweisungen gefolgt. Das Problem mit den Ordnern, wie Du beschrieben hast, bestand bei mir nicht.

    Ich stelle hier mal die ersten Zeilen der log ein, falls Dir das was nutzt.


    Viele Grüße, Daniel.


    Edit. Einzig die Sprachausgabe funzt nicht richtig, nach ca. 1 bis 2 Sekunden verstummt sie. Und die Hintergrundmusik spielt nicht. Habe es eben mal getestet, war mir gar nicht aufgefallen, da ich meist die Lautsprecher aus habe.

  • Daniel-666 Danke für die Rückmeldung. Das Problem mit den beiden Dateien (nicht Ordnern!), bei Anno 1602 ist darin begründet, dass Anno 1602 ein Spiel für Windows 95 bzw. Windows 98 mit FAT ist. Alle anderen Anno-Versionen, wie auch Anno 1503, sind für Windows-Systeme mit NTFS ausgelegt. Deshalb braucht man diese beiden Dateien nicht bei diesen Installationen.

    Viele Grüße, tux64

    "Darf" mich seit 1975 mit allen möglichen Computern und Betriebssystemen herumärgern. :)

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