Dateien auf Korrektheit prüfen auf HD

  • Distrowahl
    Linux Mint

    Ich will Dateien auf der HD prüfen auf Korrektheit/Lesbarkeit. Ich kann mich daran erinnern, daß es sowas unter Windows gab, wo jede Datei gelesen wurde. Unter Linux fand ich bisher nichts. Ich brauche kein SMART (HDs sind i.O.), Terminalbefehle etc. und es sollte ein GUI-Tool ("klickibunti" :D) sein.

    Hat jemand einen Tipp?

  • Meinst Du Videos?

    Probier mal "mediainfo-gui" aus.

    Nein alle Typen. Hab mal meine Daten (ca. 6TB) durchforstet und bemerkt, daß ich mich nichtmal an alle Dateien erinnern kann. Hab bei "mediainfo-gui" gleich mal gelesen und festgestellt, daß er nur Audio- und Videodateien prüft. Das reicht bei weitem nicht. Trotzdem danke für den Tipp.

  • Ich will Dateien auf der HD prüfen auf Korrektheit/Lesbarkeit.

    Das sind 2 paar Schuhe. Was willst du genau wissen? Wenn es um Lesbarkeit geht brauchst du mit dem Dateimanager den Inhalt der HD nur nach /dev/null kopieren (die Dateien werden gelesen und ins Nirwana geschrieben), der sagt dir schon, wenn er Dateien nicht lesen kann.

    Wenn du sie auf Korrektheit prüfen willst brauchst du "die Originale / korrekten Dateien", gegen die du vergleichst indem von beiden Dateien Hashs gebildet und verglichen werden.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Dateimanager den Inhalt der HD nur nach /dev/null kopieren

    Gibt's da 'nen Trick? Musste ich gleich mal ausprobieren, da ich das nur vom Terminal kenne. Nemo (und auch Caja) meckert aber über fehlende Berechtigung, wenn ich Dateien oder Ordner auf /dev/null ziehe. Könnte man natürlich mit einer Action lösen.

  • Das sind 2 paar Schuhe. Was willst du genau wissen?

    Ich habe Daten seit ich Rechner habe (habe noch alle seit 1991) und weiß nicht, ob sie noch funktionieren bzw. lesbar sind (Magnetisierungsfehler, Übertragungsfehler etc.). Ich erinnerte mich an ein Tool, daß alle Dateien las und sie somit auf Lesbarket prüfte. Ich glaube, das ist es.

    Auch die Prüfung des SMART-Status zeigt nur unzuverlässig den Gesundheits-Status der HD (liegt bei 60% glaube ich).

  • Vielleicht kannst du dich doch überwinden, das Terminal zu nutzen:

    Code
    find "DEIN_VERZEICHNIS" -type f -exec cat {} + 2>&1 >/dev/null | sed 's/^cat: //'

    Ersetze DEIN_VERZEICHNIS (lass die Anführungszeichen stehen) durch das Verzeichnis mit den zu prüfenden Dateien. Dabei werden Unterverzeichnisse berücksichtigt und die Dateien darin auch gelesen.

    Könnte man sicher auch als Action implementieren und mit Zenity oder so ausgeben, aber du brauchst das ja wahrscheinlich nur ein Mal und da lohnt sich der Aufwand nicht.

  • Nemo (und auch Caja) meckert aber über fehlende Berechtigung,

    Ja, war ein Schnellschuss, wollte eigentlich nur drauf hinweisen, dass man die Dateien eigentlich nur kopieren muss um festzustellen - ob sie noch lesbar sind. Ginge auch mit cat Datei > /dev/null und da /dev/null für alle Lese- und Schreibberechtigung hat war meine Vermutung ... falsch.

    Offensichtlich geht's mit dem Dateimanager nicht so einfach.

    Edit: sehe gerade, du hast ja cat benutzt in deinem find Kommando.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • wollte eigentlich nur drauf hinweisen, dass man die Dateien eigentlich nur kopieren muss

    Das wäre die letzte Option für mich (hatte es bereits im Kopf). Bei 6TB ist es mühsam. Beim Backup werden sie ja nicht mehr angefasst. Ein Programm, daß das übernimmt wäre super.

  • Mich würde auch interessieren, ob es so ein Tool gibt, gerne auch (bzw. besser) als Kommandozeilen-Tool.

    Mein Geekom-MiniPC hatte anfangs eine defekte SSD, was sich aber erst nach einem knappen Jahr schleichend bemerkbar gemacht. Bis kurz (wenige Tage) vor dem endgültigen Crash war der SMART-Status OK. Beim Backup mit einer Kombination aus rsync und btrbk gab es aus Sicht des Betriebssystems nie Fehlermeldungen, obwohl einige Dateien fehlten oder andere (insbesondere virtuelle Disks von VMs) nur unvollständig kopiert wurden. (Wenn rsync eine Datei nicht kopieren kann, bricht es mit einer Fehlermeldung ab). Deswegen halte ein reines Kopieren nach /dev/null für nicht zielführend.

    Man bräuchte also Checksummen der Originaldateien (zu einem Zeitpunkt wo die Festplatte noch in Ordnung ist) und müsste dann jede Kopie auf seine Checksumme testen.

    Mein Backup-Medium hat eine BTRFS-Partion und nach jedem Backup wird ein Snapshot erzeugt. So konnte ich fehlende oder defekte Dateien aus älteren Snaphots wiederherstellen. Das könnte man auch nutzen, um Dateien, die sich laut Änderungszeitpunkt nicht geändert haben sollten, aus verschiedenen Snapshots zu vergleichen. Das ist aber nur eine Idee, ich kenne kein Tool, das so was automatisch umsetzt.

    Zotac ZBox ID91: Zorin OS 18 (GNOME) und GuideOS 1.0
    Geekom Mini IT11: Fedora 43 Silverblue (GNOME)
    Macbook Pro 2015: Fedora 43 Workstation (GNOME)

  • Mich würde auch interessieren, ob es so ein Tool gibt, gerne auch (bzw. besser) als Kommandozeilen-Tool.

    Was sollte dieses Tool deiner Meinung nach können und welche Infos sollte es anzeigen? Ein Tool, das langfristig im Hintergrund läuft und Änderungen meldet (z.B. via smartd mit der Option -H für den Self-Assessment-Status), oder eines das einfach nur auf Anfrage die aktuellen Infos ausgibt?

  • Man bräuchte also Checksummen der Originaldateien (zu einem Zeitpunkt wo die Festplatte noch in Ordnung ist) und müsste dann jede Kopie auf seine Checksumme testen.

    Meinst du so was hier: hashdeep? Gibt's als Systempaket unter Mint und sollte sicher auch unter Arch verfügbar sein.

    hashdeep -r -c md5,sha256 /dein/pfad/ > hashes.txt erzeugt eine Hashliste, hashdeep -x -r -k hashes.txt /dein/pfad/ zeigt geänderte Files an.

    Ist aber nicht das, was der TA will, da soll geprüft werden, ob die Files lesbar sind. Und das eben mit GUI, copy & paste wie mit meinem Kommando oben ist schon zu viel.

  • Was sollte dieses Tool deiner Meinung nach können und welche Infos sollte es anzeigen? Ein Tool, das langfristig im Hintergrund läuft und Änderungen meldet (z.B. via smartd mit der Option -H für den Self-Assessment-Status), oder eines das einfach nur auf Anfrage die aktuellen Infos ausgibt?

    Ich habe an ein Tool gedacht, dass auf Anfrage die aktuellen Infos ausgibt.

    Als sich die SSD-Defekte bemerkbar gemacht hatten, hatte ich folgende Tools genutzt, mit unbefriedigendem Resultat:

    Code
    smartctl -a /dev/nvme0
    smartctl -t short /dev/nvme0
    smartctl -t long /dev/nvme0
    
    btrfs scrub -B /
    btrfs scrub -B /var/home/joachim
    dmesg

    Meinst du so was hier: hashdeep? Gibt's als Systempaket unter Mint und sollte sicher auch unter Arch verfügbar sein.

    hashdeep -r -c md5,sha256 /dein/pfad/ > hashes.txt erzeugt eine Hashliste, hashdeep -x -r -k hashes.txt /dein/pfad/ zeigt geänderte Files an.

    Ist aber nicht das, was der TA will, da soll geprüft werden, ob die Files lesbar sind. Und das eben mit GUI, copy & paste wie mit meinem Kommando oben ist schon zu viel.

    Der TE "will Dateien auf der HD prüfen auf Korrektheit/Lesbarkeit". Es kann sein, dass Dateien zwar lesbar sind, aber aufgrund von Defekten nicht mehr vollständig.

    Danke für den Tipp zu hashdeep. Ist wohl ein Klassiker, die Manpage ist aus dem Jahr 2014. Wäre aber auch nur ein Baustein für eine Gesamtlösung.

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    Geekom Mini IT11: Fedora 43 Silverblue (GNOME)
    Macbook Pro 2015: Fedora 43 Workstation (GNOME)

  • Man bräuchte also Checksummen der Originaldateien (zu einem Zeitpunkt wo die Festplatte noch in Ordnung ist) und müsste dann jede Kopie auf seine Checksumme testen.

    So was gibt es! Hashdatei schreiben und beim nächsten Mal vergleichen und anzeigen lassen, was geändert ist.

    Website

  • Ich habe an ein Tool gedacht, dass auf Anfrage die aktuellen Infos ausgibt.

    Als sich die SSD-Defekte bemerkbar gemacht hatten, hatte ich folgende Tools genutzt, mit unbefriedigendem Resultat:

    Code
    smartctl -a /dev/nvme0
    smartctl -t short /dev/nvme0
    smartctl -t long /dev/nvme0
    
    btrfs scrub -B /
    btrfs scrub -B /var/home/joachim
    dmesg

    Du bekommst bessere Ergebnisse, wenn du dir entsprechende Daten langfristig anzeigen lässt. SMART kann dir zwar den aktuellen Status melden oder warnen, wenn etwas grenzwertig wird, aber es zeigt dir nicht direkt an, dass sich der Zustand des Laufwerks allmählich verschlechtert.

    Das Problem dabei ist ..
    smartctl -H ist ein binärer Zustand (geht/geht nicht). Eine SSD kann aber "gesund" sein, während des Laufwerk rapide Reserveblöcke verbraucht.

    Die Idee eines Tools mit einer logischen, mathematischen Berechnung, ob ein Laufwerk in X Tagen/Wochen den Geist aufgibt, ist gar nicht mal so abwegig. :/

  • Der TE "will Dateien auf der HD prüfen auf Korrektheit/Lesbarkeit".

    Das war meine erste Frage in #4 und aus seiner Antwort in #6 entnehme ich, dass er eigentlich Lesbarkeit meint. Alles andere geht auch gar nicht mit 6 TB uralten Dateien deren Korrektheit er nur prüfen könnte, wenn er sie noch mal irgendwo vorliegen hat.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Tipp???

    Das kleine Werkzeug Checkit verspricht, manipulierte und defekte Dateien zu erkennen. Das macht Backups zwar nicht überflüssig, deckt aber zumindest Dateifehler frühzeitig auf. Zudem läuft man nicht Gefahr, ein defektes Dokument weiterzubearbeiten und somit die Situation zu verschlimmern. Des Weiteren erhält man einen Hinweis darauf, ob ein Programm die Datei (heimlich) verändert hat. Abschließend kann man mit Checkit auch noch leicht feststellen, ob die Kopie einer Datei ordnungsgemäß im Zielverzeichnis angekommen ist.

    Code
    #DL
    https://sourceforge.net/projects/check-it/

    Der Parameter -s erzeugt eine Checksumme und heftet sie an die Datei. Sollte bereits eine solche Checksumme an der Datei kleben, wird sie überschrieben – dies erlaubt man mit dem Parameter -o

    Um gleich alle Dateien in sämtlichen Unterverzeichnissen mit einem Fingerabdruck zu bestücken, hängt man noch ein -r an:

    Code
     tux  ~ | Schreibtisch  checkit -s -o -r /home/tux/Schreibtisch/
    Storing checksum for file Bildschirmfoto_2026-01-10_15-26-25.png
    Storing checksum for file 11_beide Sonder.pdf
    Storing checksum for file checkit_0.5.4-1_amd64.deb
    Storing checksum for file Bildschirmfoto_2025-12-28_12-09-29.png
    Storing checksum for file userfiles.desktop
    Storing checksum for file Bildschirmfoto_2026-01-10_15-24-23.png
    Storing checksum for file Bildschirmfoto_2025-12-14_09-40-05.png
    Total of 7 file(s) processed.

    Jetzt kann man jederzeit prüfen, ob sich die Dateien verändert haben:

    Code
     tux  ~ | Schreibtisch  checkit -c -r /home/tux/Schreibtisch/
    /home/tux/Schreibtisch//Bildschirmfoto_2026-01-10_15-26-25.png    [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//11_beide Sonder.pdf     [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//checkit_0.5.4-1_amd64.deb    [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//Bildschirmfoto_2025-12-28_12-09-29.png    [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//userfiles.desktop       [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//Bildschirmfoto_2026-01-10_15-24-23.png    [  OK  ]
    /home/tux/Schreibtisch//Bildschirmfoto_2025-12-14_09-40-05.png    [  OK  ]
    Total of 7 file(s) processed.

    Infos aus:

    Code
    https://www.linux-community.de/blog/mit-checkit-dateiintegritaet-pruefen/
  • heftet sie an die Datei

    Was heißt das? Da werden doch hoffentlich nicht die Dateien manipuliert, die man vor Manipulation schützen will, und eine Prüfsumme angehängt?

    Edit: In der Beschreibung steht: "Diese tackert es standardmäßig als Attribut an die Datei." Aber wie geht das, kenne ich bislang nicht?

  • Ich dachte schon Helmfuss hat die Lösung. :D

    Habe mir die Programmbeschreibung angeschaut, aber er vergleicht ja nur Ordner oder Dateien. Wenn dann eine defekte Datei mit einer defekten Datei verglichen wird ist es doof. :D

    Wie einige hier erwähnen: SMART. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Ich hatte eine HD die Trilliarden neu zugewiesener Sektoren hatte (SMART-Ausgabe), die flog dann raus. Das Tool "Laufwerke" in der Rubrik SMART sagte die HD hat nichts und ist absolut super. :D Dann sah ich, daß SMART nur zu 60% sicher ist. Es war die einzige meiner HDs, deren SMART-Ausgabe so verrückt war.

    Meine nächste Option wäre das Windows-Programm zu suchen und es in einer VM laufen zu lassen (sind nur Daten-HDs die keinen ständigen Zugriff benötigen) oder wenn es eine Standalone-Version gibt, die z.B. per HBCD laufen zu lassen.

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