Wir Computer-Dinosaurier: Erzählt von euren Anfängen und Rechnern

  • Es wurde nur immer mehr "versteckt".

    Ja, leider. Weil ich auch zu Windows-95-Zeiten noch hauptsächlich DOS verwendet hatte, hatte ich mir die autoexec.bat so angepasst, dass der PC mit MS-DOS startete und ich bei Bedarf Windows aus der Kommandozeile gestartet hatte. Das war das beste DOS von MS und der Anlass, mich von DR-DOS zu verabschieden - was ja sowieso sein musste, da, wenn ich mich recht erinnere, Windows 95 damit nicht lief.

  • Und das wusstest du schon seit den 90er Jahren? Ja, nee ... ist klar. Um weiterhin Kümmel zu spalten ... DOS gibt es heute noch. Nennt sich Freedos.

    Danke für die Beleidigung.

  • Habe mir 1987 einen C64 gekauft, aber auf dem wurde nur gespielt. Die Spiele habe ich auf einem Doppel-Kassettendeck kopiert.

    Ende 1988 schickte mich mein damaliger Chef zu einer Info-Veranstaltung für eine brandneuen Telefonanlage.
    Die wurde mit einem Laptop eingerichtet und für mich war es der erste Kontakt mit einem PC.
    1989 habe ich mir dann einen eigenen PC gekauft. Desktop-PC i386SX mit 1MB Ram, 5.25" und 3,5" Diskettenlaufwerk, 40MB Festplatte, einen VGA Monitor mit 16 Farben und einen 24 Nadeldrucker. Zusammen hat das etwa 4500 DM gekostet. Windows 2.8 lag mit dabei, wurde aber nie installiert.

    Den habe ich erst 1999 gegen einen Pentium 3 getauscht, da gab es schon Windows 98, welches ich dann auch genutzt habe. Nachfolgende PC's wurden dann alle selbst gebaut.

    L.G. Markus

    PC: Ryzen7 5800x, RTX 4070, Win11 Pro 23H2 / Linux Mint 22
    NB: Lenovo Legion 5 Pro Serie 7, Windows 11 Home / Manjaro

  • Im den 80ern war ich auf der Hauptschule. Da gab es keine Computerausstattung wie auf den Gymnasien. dh. der erste Kontakt war ein Atari-ST meines Großcousin. Der studierte und war schon mal akademisch gut gefördert. Ich nutzte dieses Bildbearbeitungsprogramm.

    my Atari software archive

    Dazu muss ich schreiben, dass meine Eltern alles abgelehnt haben, was sie nur konnten. Am besten neben ihn sitzen,wie ein Hund und den ganzen Tag Sprüche anhören. Mein Zimmer war eh sehr schlicht dh. Poster oder so, gab es nicht. Radio, bloß nicht zu laut..Klar, Spielsachen hatte man genug gehabt, aber so mit 10 -12 Jahren Teenageralter war alles uninteressant. Da wollte man nur von den Eltern weg. z.B. ein C64 gab es nicht, weil die Aufmerksamkeit gehörte den Eltern, nicht einer kleinen Mattscheibe. Zumal es evtl. noch "Spaß" machen könnte. Spiele tauschen, statt Taschengeld in die Arcade-Automaten zu stecken. Da gab es nur Fußball und Mädchen.

    Aufgrund des neuen Rektor Herr Wodara gab es dann eine Sparkassen-Förderung einer Computer-AG. Da wurden wir mit dem Bus dann zu einem Computerkurs gefahren. Ich habe noch schnell mit einer Sport -AG getauscht. Ich glaube meine Eltern wussten davon nichts. Der Computerkurs war eine Basic-Anwendung z.B. Zinsen ausrechnen, mit for/next-Schleife usw. Große Herausforderung war dann in der Abschlussarbeit dann eine Einladung über ein Adresse-Feld auszudrucken. Das gab dann ein Zertifikat Ich glaube eine Schleife über LPT..Deswegen war LPT schon ein Begriff. Austattung waren IBM-Modell 5150.

    So dann gab es zwei Filme, das war Tron und Wargames. z.B. Modem-Verbindung. Irgendwie hat man Amerika bewundert. Die Möglichkeiten die man da hatte. Akustikkoppler, den ersten habe ich im Kaufhaus 1987 gesehen. Die Geräte kannte man nur aus dem WDR-Computerclub mit Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph.

    Jetzt kommt aber die Sache. Mein Vater hatte unwahrscheinlichen Druck im Unternehmen dh entweder er geht die Umstellung über die EDV mit, oder er kann gehen. Also musste er sich mit der Sache ab 1985 beschäftigen und hatte die Vorzüge erkannt z.B. über Multiplan und Excel. Buchhaltung nicht mehr schriftlich. Er wurde dann auch im Geschäftsbericht erwähnt. Er musste da ein Bericht verfassen, da gab es noch eine große Gehaltserhöhung. Komisch dann, er kaufte sich ein Amiga 1000, dann ein Amiga 2000 mit XT-Karte. Dabei hat er dann zu Hause komplett das Arbeitszimmer über die Steuer abrechnen lassen. Wir hatten sogar Besuch vom Finanzamt.

    Tja , dann war ja natürlich klar, wer das Gerät genutzt hatte. Ich habe dann noch in Basic ein Haus-Abrechnungsprogramm programmiert. Dann ging ich noch in die Ausbildung und Geld kam herein. Auch die Kontakte wurde ausgebaut. Ich glaube ich hatte 1000 Disketten mit Spiele gehabt. Nebenbei hat man am Auto geschraubt. Während meiner Abi-Zeit kaufte ich mir dann einen 486er-Rechner bei Atelco, z.B für die Technikerausbildung im Bereich Autocad. Turbo-Pascal gab es dann als Kurs und auf der FH dann Fortran 77. Der erste Streich war dann ein VAC-Rechenanlage. Datenbank mit 0 und 1 gefüllt. Die blähte sich auf wie ein Hefekuchen. Schön die Areas gefüllt. In einer Schleife. Die Anlage wurde dann immer langsamer...Da mussten dann die Uni-Spezialisten heran. Die konnte sich gar nicht erklären, was da los ist...

    Das erste Modem war dann ein 4200er. In eine Mailbox (BBS) eingewählt zum Ortstarif. Resultat: 200 DM Telefonrechnung. Da gab es dann erst mal richtig Ärger zu Hause. Ich mir mal ein teures DFÜ-Programm auf Diskette gekauft. Das konnte man unter Dos betreiben, der erkannt viele Modemtypen und kontrollierte die Verbindungen. Den Namen habe ich aber vergessen, war auch in den Computerzeitschriften vorgestellt worden, irgendetwas mit BIT... Das Internet hatte sich eh schon durchgesetzt mit dem Netscape-Browser. Unter Windows musst man noch das TCP-IP-Protokoll nachinstallieren.

  • Ich bin in Ost-Berlin aufgewachsen und war damals schon vor der "Wende", in einer Automation AG im Pionierpalast (Wuhlheide). Dort haben wir mit KC "irgendwas" in Basic, Automationen programmiert. Klassische Ampelsteuerung bis zu industrielle Anwendungen, Blech abkanten, Loch bohren, Förderband ansteuern, Venturidüse etc. Das war so 1988/89.

    Mein erster eigener PC (vorherige gehörten meinem Vater C64, Amiga 500 etc) war ein Amiga 600 HD (20MB Festplatte), endlich "Monkey Island" ohne Diskettenwechsel zocken... (ca. 1991)

    Im beruflichen Werdegang hatte ich dann mit Solaris und Alphastation zu tun. Habe damals für Siemens gearbeitet und war 3 Jahre für diese in China um die chinesische Post mit Briefsortiermaschinen glücklich zu machen. Die Alphastation war für die Maschinensteuerung (30k Briefe in einer Stunde). Der Solaris PC war für die Adresserkennung (Imagehandler) zuständig. Damals hatte ich auch die ersten Berührungspunkte mit Glasfaser. Die Rechner wurden auf der Baustelle mit Datasette aufgespielt. Speziell in CN gabe es auch einen chinesischen W95 Rechner nur für die Übersetzung, W95 auf chinesisch, gab es damals nur auf Diskette und das waren viele :) (1996-1999)

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    PC | AMD Ryzen 7 3700X - NVIDIA GeForce RTX 2070 Super - 32 GB RAM - 1 TB NVME - 1 TB HDD - ArchLinux

    Lappi | Intel i3 - 16 GB RAM - 128 GB SSD - ArchLinux

    Homi | Intel i3 - 8 GB RAM - 1x 128 GB SSD - 2x 4 TB Seagate IronWolf HDD im RAID1 - Debian 13 mit OMV8 und Docker

  • Und das wusstest du schon seit den 90er Jahren? Ja, nee ... ist klar. Um weiterhin Kümmel zu spalten ... DOS gibt es heute noch. Nennt sich Freedos.

    Klick mich

    Darf ich bitte auch Klugscheißen? ^^ Es heißt FreeDOS. In exakt dieser Schreibweise.

    Weiterhin gibt es u. a. noch SvarDOS mit Enhanced DR-DOS-Kernel oder FreeDOS-Kernel.

  • Hallo,

    der erste Rechner war ein Atari mit Dos 3, schon mit Festplatte aber 5 1/4 zoll Diskette und ohne Maus. Ich hatte keine Ahnung was eine ESC oder Entertaste war. Aber an der Uni in Kassel gab ein ein Weiterbildungsstudium Informationsorganisation für Berufstätige . Da habe ich dann die Computer Grundkenntnisse gelernt einschließlich Scheme und Pascal. Etlich Jahre habe ich dann auch Informatik in der Schule unterrichtet.

  • Nachdem ich auf dem Schneider PC1640 angefangen hatte GW-Basic, dann Turbo Basic / Borland und letztendlich Powerbasic / Kirschbaum zu programmieren, habe ich mich nach einem Leistungsstärkeren Teil geschaut und konnte günstig einen gebrauchten 80486 bekommen. Der hatte nur eine Herkuleskarte (die hab ich ersetzt durch VGA-Karte), da es sich um einen ehemaligen Server einer kleinen Firma gehandelt hatte. Dafür waren aber zwei externe SCSI-HD dabei, die im Raid 1 gelaufen sind.

  • Erste Berührung mit Computern hatte ich bei Verwandten, die einen Schneider CPC 6128 mit dem eingebauten 3"-Diskettenlaufwerk, externem 5¼"-Laufwerk, Grünmonitor und Drucker im Haus hatten. Das war echt besonders.

    Von anderen Verwandten erhielt ich dann einen Sinclair ZX81, allerdings in der Ausbaustufe mit 16K RAM. Diesen durfte ich an einem alten S/W-Fernseher betreiben. Und das Speichern und Laden der mühsam getippten oder abgetippten BASIC-Listings von Tonband war ein Abenteuer. Was habe ich darauf gezockt? Ich glaube ein cooles Spiel hieß Pitfall, ein Senkrecht-Scroller.

    Ein Schulfreund hatte dann bald einen C128D mit zwei 1571er-Laufwerken, und als er herausfand, wie man die recht potenten Prozessoren in den Laufwerken in die Rechenprozesse mit einbinden konnte, haben wir u.a. 3D-Animationen mit Sprites darauf programmiert.

    Mit Amigas und Atari ST's hatte ich leider nie Berührung.

    Mein erster PC im Jahr 1985 oder 1986 war ein Atari PC3 mit MS-DOS 3.21, GW-Basic 3.22, GEM Desktop mit Paint und Write, einem 8088-Prozessor mit 8 MHz-Turbomodus, einer 30MB-Festplatte und einem 360K 5¼"-Laufwerk. Als Bildschirm diente der Atari PCM124, ein schöner 12"-Bernstein-TTL-Monitor. Und natürlich konnte ich die ikonische Atari-Maus benutzen. Die Tastatur war eine XT-Version, also mit nur 10 F-Tasten, die links senkrecht angeordnet waren, und ohne den mittleren Block mit den dedizierten Page- und Pfeiltasten. Ein proprietärer Anschluß für ein externes 3,5"-Diskettenlaufwerk blieb nicht lange unbelegt, aber für das Gerät namens "Mandax 3A" mußte ich DM 350,- berappen, und dann konnte der 8088 ja nur mit 720K-Disketten (also DD, Double Density) umgehen. Als Drucker diente der 24-Nadler Seikosha SL-80 IP mit Traktor für Endlospapier und ziemlich coolen 360 dpi. Als der TTL-Monitor irgendwann ausstieg, habe ich eine TSENG ET4000-SuperVGA-Karte in den ISA-Bus geklöppelt und einen Vobis Highscreen LE1024-Monitor angeschlossen. Endlich Farbe!

    Und, Bulvai

    Defender of the Crown war damals ein richtiger Augenschmaus

    so sieht die EGA-Version vom Defender aus - gerade in der DOSBox mal angespielt:

    Mein zweiter PC war ein 486-DX2-66, den ich 1993 bei Computer2000 gekauft hatte - die hatten damals genau wie Alternate häufig doppelseitige Anzeigen - oder eher Preislisten - in der c't. Es war ein High-Tower. Ich glaube, zur weiteren Ausstattung gehörte neben Windows 3.1 auf sieben Disketten die damals obligatorische Festplatten-Wechseleinrichtung mit Schloß, die Platte selbst hatte 240 MB oder so, es gab 4 MB RAM und immerhin schon VLB (VESA Local Bus) mit einer 512K RAM starken Grafikkarte. Und endlich ein 1,2MB-Diskettenlaufwerk in der 5¼"-Version und ein 1,44MB-LW in der 3,5"-Version. Dieser Rechner erhielt dann auch eines der ersten CD-ROM-Laufwerke, was damals ja noch richtige CD-Player waren - mit Außenbedienung für Musik (Play, Pause, Skip sowie 3,5mm-Klinken-Kopfhörerausgang und sogar analogem Lautstärkeregler) - und angeschlossen werden mußte es über eine zugehörige Slotcard. Wer erinnert sich noch an MSCDEX-Konfig-Orgien? Als Soundkarte kam natürlich nur eine Soundblaster in Frage, ich glaube es war die SB16. Als dann noch ein Game-Controller eingebaut werden mußte, um den Joystick QuickShot II anzuschließen, wurde es im Gehäuse langsam eng. Und ich weiß noch, daß ich bei A-Z Computer für je 76 DM vier weitere 1 MB-Riegel gekauft hatte. Mit 8 MB war das Gerät ganz vorn dabei, und es ließ sich Wolfenstein 3D mit vollen Details spielen, wenn man mittels Memmaker von DOS eine spezielle, darauf abgerichtete Config in der config.sys und in der autoexec.bat eingerichtet hatte. Das galt umso mehr für Wing Commander III - vor allem dessen für damalige Verhältnisse umwerfenden Video-Sequenzen.

    Der dritte PC war eine individuelle Bestellung mit Zusammenbau bei einem kleinen lokalen Händler. Wieder ein High-Tower, dafür mit dem Pentium MMX 200 MHz, dazu eine Matrox Mystique mit 4 MB und später noch ergänzt durch die Matrox m3d - in Zeiten, in denen eigentlich alle nur auf die Voodoo von 3dfx setzten. Und Windows 95 hielt Einzug.

    Der vierte PC war ein Multimedia-Monster von Feinkost Albrecht aus 2003 mit einer der unsäglichen, nach einem Jahr ausfallenden 160 MB-Festplatten von Seagate, einer TV-Card samt Fernbedienung, der Cyberlink Suite und irgend einer speziellen ATI-Grafikkarte mit Lüftern, die schnell mit Staub zusetzten.

    Der fünfte PC war ein Eigenbau aus 2014, FractalDesign Define R4 (glaube ich), Asus Z87-Deluxe mit i7-4771 (4x 3,5 Ghz) und 32 MB DDR3-RAM sowie einer Samsung EVO 840 (1 TB). Zu diesem hatte ich mir noch Windows 8.1 Pro 64bit als echten Datenträger gekauft, habe das Upgrade auf W10 noch mitgemacht und dann angefangen, Windows beiseite zu schieben und via Dual-, Triple- und schließlich Quadrupel-Boot mehrere Linuxe auszuprobieren und mich auf die Runderneuerung vorzubereiten.

    Der aktuelle PC ist wieder ein Eigenbau, von 2024, und hat von Anfang an nichts anderes als Arch Linux gesehen.

  • Nachdem ich auf dem Schneider PC1640 angefangen hatte GW-Basic, dann Turbo Basic / Borland und letztendlich Powerbasic / Kirschbaum zu programmieren, habe ich mich nach einem Leistungsstärkeren Teil geschaut und konnte günstig einen gebrauchten 80486 bekommen. Der hatte nur eine Herkuleskarte (die hab ich ersetzt durch VGA-Karte), da es sich um einen ehemaligen Server einer kleinen Firma gehandelt hatte. Dafür waren aber zwei externe SCSI-HD dabei, die im Raid 1 gelaufen sind.

    Der Schneider Amstard 1640 hatte Lokomotiv-Basic. Das war erheblich leistungsstärker als GW-Basic. Ich hatte damal im Markt&Technik Verlag ein Buch dazu als Co-Autorin geschrieben.

    Das war übrigens schon das Betriebssystem auf dem CPC. das 2" Diskettenlaufwerk lief bereits unter CP/M (Das Original DOS von Digital Research auch DR-DOS später genannt)

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  • Mit GW-Basic geriet ich sehr bald an dessen Grenzen. Während ich in Turbo Pascal / Turbo C ganz easy hardwarenahe ASM-Routinen unterbringen konnte, war das in GW-Basic nur mit Riesenaufwand möglich (Stichwort Speicherbereich mittels POKE-Befehl mit Maschinencode füllen und dann mittels CALL aufrufen... ein Krampf)

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