Wer hat Linux wegen dem Terminal nicht nutzen wollen und verwendet es (Terminal) nun trotzdem?

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  • Hallo zusammen

    In den Vorstellungen und generell bei Linux-Umsteigern ist das Terminal ja immer ein großes und wichtiges Thema. Lange Zeit war Linux für die Masse irgendwie nur nutzbar, wenn man das Terminal bedienen konnte. Trotz DE gab es immer wieder Dinge, die sich dann nur via CLI umsetzen/lösen ließen. Das ist zum Glück ja heute nicht mehr ein so großes Thema.

    Mich würde nun interessieren, ob es unter euch auch Menschen gibt, die aus Angst oder Unwille das Terminal nutzen zu müssen, zunächst auf Linux verzichtet haben und dann später aber doch irgendwie warm damit wurden und es heute mehr oder weniger doch verwenden.

    Ist eine Art Plauderthread. Lasst uns über das Thema philosophieren, ohne zu sehr ins Technische abzudriften. Manchmal reicht den Leuten ja auch ein gutes oder schlechtes Gefühl, unabhängig von den tatsächlichen Umständen.

    Also Leute: Wer hat das Terminal abgelehnt oder gar gefürchtet und verwendet es heute nun trotzdem, da er oder sie warm damit geworden ist?

    Danke und Gruß
    Boris

  • Terminal war bei mir nie wirklich ein Thema.
    Der Hauptgrund, warum Linux früher für mich uninteressant war, lag eher bei der schlechten Kompatibilität und daran, dass man darauf kaum sinnvoll zocken konnte, das hat sich heute zum Glück stark geändert.

  • Da hatte ich nie Angst. Bin mit DOS groß geworden 8)

    Das ist ein guter Punkt. Vielleicht sind wir Pre-Windows 95 Dinosaurier einfach einiges mehr gewohnt und haben daher weniger Vorbehalte. Mein 6-Jähriger Sohn würde auch eher versuchen, auf einen Bildschirm zu tippen, statt auf die Tastatur davor.

  • Ich muss zugeben das ich wegen dem Termin gehadert habe auf Linux umzusteigen. Habe aber von dem einen oder anderen gesagt bekommen, das man unter Mint nicht so häufig verwenden muss. Ich nutze kaum, es sei denn es geht nicht anders und dann auch nur wenn ich mir vorher durchgelesen habe was ich genau machen muss.

    Ein Bespiel, vor vor kurzem hatte ich die Meldung:

    Quote

    0 Bytes auf boot

    Da stehste erstmal da wenn du nicht genau weiß was es bedeutet aber vieles ist ja Heute recht gut beschrieben. Kurz gesucht und schnell gefunden was ich im Terminal eingeben musste.

  • Also, ich war damals gar nicht darauf vorbereitet. Hatte mir einfach nur die EasyLinux gekauft und Suse installiert. Als dann auf der Seite zur Nvidia-Treiber-Installation ein 5 Meter langer `wget`-Befehl stand, um das File zu installieren, hab ich auch erstmal geschluckt. Das Problem damals war einfach, dass ich wirklich das ganze Ding abgetippt habe und mich 10 Mal verschrieben hatte. Heute ist Terminal ja viel einfacher, weil überall im Netz diese Copy-and-Paste-Einbindung ist. Ja, war damals echt nervig.

    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.


    dbd.png?raw=true Don't Break Debian

  • Ich bin auch ehemaliger DOS-User trotzdem, oder gerade des wegen, versuche ich möglichst viel ohne Terminal zu machen.

    „Viele Leute glauben zu denken, dabei ordnen sie lediglich ihre Vorurteile neu." (William James)

    „Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten.“ ( Wilhelm Busch)

  • "Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten"

    Hey, den gleichen hatte ich neulich auch...! ;)

    Ich teile die DOS-Attitüde. Und wenn wir noch weiter zurückgehen, sagen wir mal in die Ära eines ZX81 oder eines C64, es war einfach selbstverständlich, den Computer per Textbefehlen zu steuern. Das hat damals eigentlich niemanden überrascht, oder? Selbst die ersten professionellen Büro-Anwender des IBM-PC haben ihre DOS-Disketten mit Lotus123 oder Wordstar handhaben und ihre Programme per Befehl starten können. Mit dem Norton Commander und seiner flinken, intuitiven Bedienung - sogar mit der Maus - kam für mich das erste Mal ein Tool auf, an das ich mich so gewöhnt hatte, daß es bald kaum noch ohne ging (eine notwendige Neuinstallation ganz von vorn stand an, und - ach due meine Güte, äh, wie ging das nochmal - fdisk, format, mkdir, cd, dir ... bah!). Und da merkte man schon ein wenig, was da kommen wird. Unter Windows konnte ich mich nie so recht vom command.com / cmd / Windows-Terminal trennen. Powershell jedoch lehne ich bis heute ab. Beruflich dient mir das Windows-Terminal eh nur als Vehikel für die git-bash. Privat bin ich sehr froh um eine mächtige Konsole.

  • und verwendet es heute nun trotzdem

    Die Frage ist nicht ob jemand damit "warm" wird. Die Tatsache jedoch ist das man irgendwann dieses kleine schwarze Fenster nutzen muss. Egal ob man will. Da selbst eine "Klicki - Distri" an ihre Grenzen stösst, sprich nicht alles per Mausklick erledigt werden kann. Böse Zungen würden derat Distributionen eine Entmündigung der Nutzer unterstellen. Ziemlich provokant, jedoch diskussionswürdig. Zumal viele Nutzer, die darauf gehofft hatten nie eine Konsole zu nutzen daran scheitern und letzendlich aufgeben (und da rede von simplen Sachen). Die vielen bunten Bilder hier im Support sind Beweis dafür.

    Zu den Windowsnutzern: Da gibt es in der Tat auch viele die mit Freude die powsershell nutzen und deshalb, wie unter Linux auch viel schnell das Ziel erreichen. Es ist also ein Problem welches nicht nur Linux hat. Mehr eines der Bequemlichkeit und oder Faulheit. Smartphones und mangelner Bildungs (angebote) tuen ihr Übriges.

    (Symbolbild)

  • Ich war früher der Meinung, dass ich wegen der viel zu häufen Nutzung des Terminals Linux nicht nutzen wollte. Meine ersten Versuche mussten deshalb auch immer Klicki-Bunti-Distributionen sein.

    Heute nutze ich das Terminal täglich und kann es mir nicht mehr wegdenken. Da fällt es mir schwer, Distributionen zu nutzen, die für die Software-Installation ein Software-Center nutzen und darüber dann auch die Updates abfertigen. ;)

  • Ich muss zugeben das ich nie ein Freund des Terminal / powershell usw. war. Dazu sei gesagt das in meiner ursprünglichen Heimat ein Computer das war was der Westen unter Taschenrechner verstand. Mein erster richtiger Kontakt mit einem PC war erst 1998 ( Win 98 ) und da war Terminal / powershell kein Thema. Ist vermutlich mit ein Grund das SuSe in der Zeit keine Chance bei mir hatte. Seit ich den Abstand zur Windows-Welt immer mehr vergrößere nutze ich ab und an das Terminal, aber nur wenn ich genau gelesen und verstanden habe was die Befehle bewirken. Ich bin daher auch für Distris wie GuideOS, Mint, LMDE und wie sie alle heißen sehr dankbar dafür das sie uns "Terminal - Dummies" das Leben so einfach machen.

    GuideOS - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, NVME M2 512 GB , HDD 500 GB

    LMDE7 - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, SSD 256 GB

    GuideOS - Lenovo ThinkPad X220 Intel I5, 8 GB Ram, SSD 256 GB

  • Bei mir ist es gerade genau anders herum, ich nutze aktuell GuideOS im produktiven Einsatz (unglaublich aktuell wirklich kein Arch). Durch das GOS Icon in der Taskleiste mache ich alle Updates über den Updater. Das Terminal benutze ich in Bezug auf apt nur noch zum suchen.

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    PC | AMD Ryzen 7 3700X - NVIDIA GeForce RTX 2070 Super - 32 GB RAM - 1 TB NVME - 1 TB HDD - ArchLinux

    Lappi | Intel i3 - 16 GB RAM - 128 GB SSD - ArchLinux

    Homi | Intel i3 - 8 GB RAM - 1x 128 GB SSD - 2x 4 TB Seagate IronWolf HDD im RAID1 - Debian 13 mit OMV8 und Docker

  • Hatte mich Anfang 2000 von Windows verabschiedet und bin damals das erste Mal mit Linux, damals SuseLinux, zusammen gekommen. Das mit dem Terminal fand ich damals sehr unkomfortabel, zumal alles in englisch. Da war ich froh, als kurze Zeit später Vobis einen eMac700 im Sonderangebot hatte und ich auf Apple umsteigen konnte.

    Heutzutage ist Linux wirklich sehr einfach händelbar geworden und vor dem Terminal habe ich inzwischen auch keine Angst mehr.

  • Meine ersten Versuche in den 90ern mit Linux und Unix wurden aus dem Grund wieder eingestellt, da ich das Gerede der "Experten" um die Begriffe Shell? Bash? Terminal? Kommandozeile? nicht verstanden und somit ausschließlich auf eine GUI gesetzt habe.
    Das wiederum war zur damaligen Zeit wegen so mancher fehlender Unterstützung der Hardware alleinig nicht zielführend.

    Mittlerweile glaube ich aber den Sinn verstanden zu haben und möchte das Terminal nicht mehr missen.

    Seit 2025 ausschließlich auf Linux unterwegs mit Themenschwerpunkt Webdesign
    AMD Ryzen 5 3600 6-Core × 6, NVIDIA GeForce RTX 3060, 2x Acer TFT 3840x1080, Linux Mint 22.3 Cinnamon / LMDE 7

  • Da mein erstes OS DOS war, kein Problem mit dem Terminal, obwohl ich auch gerne die Maus schubse. Das Terminal hat halt den großen Vorteil, dass es sehr geschwätzig ist und ist somit bei einer Fehlersuche ein tolles Tool. Mein Standardterminal ist der Terminator.

  • Nun war mir die schwarze Box nicht fremd. Habe unter XP mal irgendwelche Befehle zum Aufräumen genutzt...2 Befehle insgesamt. Als ich auf Linux Mint umgestiegen bin und alles, was vorinstalliert war erst mal angeklickt habe, dachte ich mir beim Öffnen von Gnome-Terminal:"Der Blödsinn kann doch weg." Gesagt, getan...inklusive der ganzen Desktop-Umgebung. 8| Und SOWAS ist für mich immer ein Schlüssel-Moment, mich mal vertraut zu machen mit dem Plumpatsch.

    Heute ist das Terminal mein liebstes Prog. (aber nicht mehr gnome-terminal...wie man das entfernt, ohne den Desktop zu zerschießen, habe ich ziemlich schnell rausgekriegt). Bin sogar eine Art Distrohopper in Sachen Terminal. Alle mir bekannten ausprobiert und immer auf der Suche nach was Neuem. Wird nur noch von Texteditoren getoppt...da habe ich auch so einen Fimmel. 8)

         

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