Betreibt hier noch jemand seinen Main-PC virtualisiert statt Bare Metal?

  • Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, ob hier noch jemand seinen Haupt-PC virtualisiert betreibt, anstatt klassisch auf Bare Metal zu arbeiten.

    Ich selbst nutze folgendes Setup:

    • Proxmox / KVM als Host
    • Main-Desktop als VM mit GPU-Passthrough
    • Sunshine läuft direkt in der VM
    • Zugriff vom Client über Moonlight
    • Client-Hardware: Intel NUC 5PPYH

    Ein weiterer großer Vorteil für mich ist die Ortsunabhängigkeit:
    Durch eine VPN-Anbindung über meine OPNsense-Firewall kann ich meinen PC praktisch von überall nutzen – egal ob:

    • bei Freunden an deren PC
    • unterwegs mit Tablet oder Smartphone
    • oder an einem beliebigen Fremdrechner

    Für mich fühlt sich der virtuelle Desktop dadurch eher wie ein persönlicher Cloud-PC an, den ich jederzeit erreichen kann, statt an einen festen Arbeitsplatz gebunden zu sein.

    Im Alltag funktioniert das Setup erstaunlich gut – inklusive normaler Desktop-Arbeit und auch Gaming.
    Die Vorteile liegen für mich klar bei:

    • Snapshots & Backups
    • sauberer Trennung von Host und System
    • schneller Wiederherstellung
    • maximaler Flexibilität beim Zugriff

    Mich würde interessieren:

    • Wer fährt ein ähnliches Setup?
    • Welchen Hypervisor nutzt ihr?
    • GPU-Passthrough ja/nein?
    • Lokal oder Remote als primärer Zugriff?
    • Wo seht ihr Grenzen oder Probleme im Alltag?

    Kein „richtig oder falsch“ – ich bin einfach neugierig auf eure Erfahrungen.

    Viele Grüße
    SystemMaster

    Informatiker · Netzwerk- & Infrastrukturarchitektur

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  • Durch eine VPN-Anbindung über meine OPNsense-Firewall kann ich meinen PC praktisch von überall nutzen – egal ob:

    Und wo ist da jetzt der Unterschied zu einem "Metal-PC"?
    Das kann man auch, sogar ohne opnsense, einfach nur mit seiner Fritzbox oder dem "Plastik-Router".

  • Vielleicht zur Klarstellung, weil hier ein paar Dinge durcheinandergehen:

    Ich kann mit dem Setup ganz normal zocken, inkl. GPU-Passthrough, niedriger Latenz und vollem Zugriff auf die Hardware. Gaming ist also kein Ausschlusskriterium und auch kein Kompromiss.

    Der VPN-Zugriff ist kein Workaround, sondern schlicht notwendig, um sicher von extern auf mein System zuzugreifen. Das ist unabhängig davon, ob der PC virtualisiert oder bare metal läuft.

    Die OPNsense-Firewall setze ich nicht ein, weil es „cool“ ist, sondern weil ich schützenswerte Projekte und Infrastruktur betreibe. Ja, technisch würde auch eine Fritzbox funktionieren – aber mit deutlich weniger Kontrolle, Segmentierung und Sicherheitsoptionen.

    Der eigentliche Punkt ist:
    Mein PC ist Teil einer zentralen Infrastruktur (Homeserver + Virtualisierung). Rechenleistung und GPU laufen dort, der Client ist austauschbar.

    Mich interessiert daher nicht, ob man auch per VPN auf einen Gaming-PC zugreifen kann – sondern wie viele ihren Main-PC bewusst so betreiben, mit Virtualisierung, GPU-Passthrough und infra-zentriertem Ansatz.

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  • Interessant ist sowas für Windows-Spiele, die man unter Linux nicht zocken kann. Problem dabei ist das Gefrickel für TPM2.0 und SecureBoot, um z.B. BF6 zu spielen. Die setzen das mit Win11 auch noch voraus.

    Das frisst Zeit.

    Proxmox unterstützt:

    • vTPM (TPM 2.0) nativ pro VM
    • UEFI (OVMF) inkl. Secure Boot
    • Windows 11 lässt sich damit vollständig konform installieren und betreiben

    BF-Titel & Co. scheitern dabei nicht an Proxmox selbst, sondern eher an:

    • Anti-Cheat-Restriktionen einzelner Spiele
    • bewusstem Blockieren von Virtualisierung durch Hersteller
      (unabhängig davon, ob technisch alles korrekt umgesetzt ist)

    Ja, das Setup kostet initial Zeit, aber das gilt für jede Infrastruktur-Entscheidung.
    Für jemanden, der seinen PC infra-zentriert betreibt (Snapshots, Trennung, Remote-Zugriff, GPU-Sharing, Security), amortisiert sich das sehr schnell.

    Mein Punkt war auch nicht „Gaming per VM ist für alle sinnvoll“,
    sondern: Wer ohnehin einen Homeserver + Proxmox betreibt, für den ist das kein Gefrickel, sondern ein legitimer Betriebsmodus.

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  • Es ist auch ein Kostenfaktor. Nicht jeder kann und will sich das leisten. Der Mehrwert für den Aufwand sollte schon im Verhältnis zum Nutzen sein.

    Ich sehe bei mir tatsächlich keine Kostennachteile, sondern eher Vorteile.
    Wer ohnehin einen Homeserver mit Proxmox betreibt, braucht sich keinen zusätzlichen leistungsstarken Gaming-PC mehr aufzubauen.

    Stattdessen läuft die Workstation zentral auf dem Host, und lokal reicht ein Thin-Client für 100–150 € völlig aus.

    Damit betreibt man eine leistungsstarke Workstation statt zwei separater High-End-Systeme, die am Ende beide Strom verbrauchen, Platz brauchen und gewartet werden müssen.

    Für klassische Desktop- oder Gaming-First-Setups ist Bare Metal absolut sinnvoll – mein Ansatz richtet sich explizit an Leute, die ihre Infrastruktur ohnehin serverzentriert aufbauen.

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  • Dass kann jeder handhaben wie er will, aber für mich kommt dass nicht in Frage.

    Wir will ich an einem "Laptop" 2 x 144Hz Monitor (okay es würde auch einer reichen + 1x 60Hz) betreiben? Dann brauche ich eine Maus und eine Tastatur und genug Platz. Noch dazu hast man immer eine zusätzliche Latenz.

    Ich persönlich möchte auch meine Home Server Hardware strickt von meiner Gaming Hardware getrennt haben. Ein Grund hierfür ist, sind zwar selten geworden, aber gelegentlich gibt es noch LAN Partys.

  • Dass kann jeder handhaben wie er will, aber für mich kommt dass nicht in Frage.

    Wir will ich an einem "Laptop" 2 x 144Hz Monitor (okay es würde auch einer reichen + 1x 60Hz) betreiben? Dann brauche ich eine Maus und eine Tastatur und genug Platz. Noch dazu hast man immer eine zusätzliche Latenz.

    Ich persönlich möchte auch meine Home Server Hardware strickt von meiner Gaming Hardware getrennt haben. Ein Grund hierfür ist, sind zwar selten geworden, aber gelegentlich gibt es noch LAN Partys.

    Habe eine Latenz von unter 5ms also faktisch nicht spürbar!

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  • Dein Netzplan sagt aber was anders :/

    Stimmt der ist noch alt. Das Setup was ich aktuell habe, habe ich erst seit 6 Monaten.
    Außerdem steht da "Der Plan zeigt den logischen Aufbau des Netzes. Details zur tatsächlichen Hardware-Umsetzung sind bewusst abstrahiert – wichtig ist nur, dass alle Netze zentral gefiltert und sauber getrennt werden."...

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  • Wer ohnehin einen Homeserver + Proxmox betreibt, für den ist das kein Gefrickel, sondern ein legitimer Betriebsmodus.

    Ich betreibe 2 proxmox Server im Hause auf denen viele Maschinen für verschiedenste Aufgaben laufen, aber als Arbeitsdesktops nutze ich nur eine einfache Installation von Betriebsystem(en).

    "Wissenschaft ist immer nur der aktuelle Stand des Irrtums."

  • Ich betreibe 2 proxmox Server im Hause auf denen viele Maschinen für verschiedenste Aufgaben laufen, aber als Arbeitsdesktops nutze ich nur eine einfache Installation von Betriebsystem(en).

    Hab ich am Anfang auch gemacht aber hatte 2 fette geräte also Homeserver und Gaming PC. Hab es dann einfach kombiniert und spare somit auch Strom. Der Bare Metal PC meiner Freundin wird demnächst auch Virtuell. Und man zahlt dann nur noch gemeinsam für ein Großen Server statt 3 Endgeräte

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  • Warum denn so gereizt, sorry das ich mich da nicht so gut auskenne wie Du

    Sry aber wirkt die letzten Posts so als müsste ich mich dauernd rechtfertigen oder Fehlannahmen klarstellen. Also Firewall ist Virtuell und was du auf der Webseite siehst ist der Netzwerkplan sprich wo welche Geräte ihre IPs haben in welchem IP-Segment. Firewall ist sozusagen der Master und verwaltet alles von rein kommendem Internet, wer mit wem kommunizieren darf, welche Netze gibt es usw.

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  • Hab ich am Anfang auch gemacht aber hatte 2 fette geräte also Homeserver und Gaming PC. Hab es dann einfach kombiniert und spare somit auch Strom. Der Bare Metal PC meiner Freundin wird demnächst auch Virtuell. Und man zahlt dann nur noch gemeinsam für ein Großen Server statt 3 Endgeräte

    Ansichtssache, meine proxmox laufen ja ständig aber brauchen nur zwischen 11-30 Watt, je nachdem was los ist. Meine Desktoprechner sind nur stundenweise bei Bedarf an. Und Freundin habe ich derzeit gar keine. Also ich spare auch gut Strom ^^

    "Wissenschaft ist immer nur der aktuelle Stand des Irrtums."

  • Ansichtssache, meine proxmox laufen ja ständig aber brauchen nur zwischen 11-30 Watt, je nachdem was los ist. Meine Desktoprechner sind nur stundenweise bei Bedarf an. Und Freundin habe ich derzeit gar keine. Also ich spare auch gut Strom ^^

    Ja gut komplett anderer Anwendungsfall xD.
    Mein Server hat 128GB RAM, einen Ryzen 9 5900X, eine RTX 2070S und 16TB Speicherplatz:D

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