Debian und Backports

  • Distrowahl
    Sonstiges

    Moin!

    Ich beziehe mich auf diesen Artikel hier: https://linux-bibel.at/index.php/2026…mit-den-mythen/

    Stichwort: Debian & Programm-Aktualität über Backports.

    Im Artikel steht geschrieben:

    Backports sind Pakete, die aus der kommenden Debian-Version stammen und so angepasst wurden, dass sie
    stabil unter Trixie laufen. Damit können Nutzer aktuelle Anwendungen und Treiber nutzen, ohne auf die
    Stabilität und Sicherheit von Debian Stable zu verzichten."

    Mir ist noch nicht ganz klar, was ich mir jetzt unter "Backport" genau vorstellen kann. Wenn man Anwendungen und Treiber
    bereits angepasst hat, warum gibt man sie nicht regulär frei ? Ist das so etwas wie eine Sammlung für die nächste Debian
    Versionsnummer ?

    Vielleicht kann mir das mal jemand erklären und vielleicht bekommen wir den @DenalB damit endlich auf die
    Debian Seite gezogen =O^^

    ASUS ROG Crosshair X870E Glacial \\ 64GB Kingston \\ Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition 16GB \\ Ryzen 7 9800X3D \\ MasterFrame 600 \\ Focus GX 1000 W \\ Arctic Liquid Freezer III Pro 420 A-RGB \\ ASUS ROG Azoth

  • Nänänä, die ist auf der dunklen Seite der Macht. 8o

    Wie "die" ? Ist DenalB etwa weiblich ? =O=O=O=O

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  • Ein Debian Backport ist eine neue Version einer Software (Aus Debian Testing oder Unstable) die sauber auf Debian Stable zurückportiert und entsprechend angepasst wurde (so dass die Software mit den Bibliotheken die in Debian Stable verfügbar sind funktioniert).

    Typisch dafür sind Kernel, Treiber und auch Entwickler Tools. Wichtig dabei ist, ein Paket kann es nur als Backport geben wenn es keine neuere Bibliothek braucht.

    Ganz simples Beispiel. Würde es Debian Stable zurzeit nur mit KDE 5 und QT 5 in den Paketquellen geben. Kann es kein offizielles KDE 6 Backport geben, da KDE 6 zwingend QT6 benötigt und das eben nicht in Debian Stable zur Verfügung steht. Warum man die Software generell nicht freigibt liegt ja an der Definition von "stable".

    Auf den meisten Maschinen willst du nicht, das ohne Vorwarnung ein Update plötzlich eine neue Version einer Software installiert haben. Als Beispiel du hast ein Python Script das einwandfrei mit Python 2 läuft. Das macht irgendeinen Hintergrundprozess auf deinem Server und läuft dort ohne Probleme. Nun wir durch ein Update plötzlich Python 2 durch Python 3 ersetzt - dein Script ist damit nicht mehr kompatibel und du hast einen Serviceausfall den du debuggen musst und unter massiven Zeitdruck lösen musst.

    Deswegen gibt es bei Debian und anderen Point Release Distributionen (eben auch Ubuntu, Red Hat Linux, Suse Enterprise Linux, etc) keine Versionsaktualisierungen in einem Release. Sondern erst mit dem nächsten Release. So kannst du deine Upgrades eben gut planen wenn Morgen eine komplett neue Debian Stable Version rauskommt - habe ich immer noch Monate zeit um zu testen ob alle meine Services und Programme noch so funktionieren wie bisher - und wenn nicht kann ich das in Ruhe anpassen - und dann ein kontrolliertes Upgrade durchführen.

    Im Grunde ist das ja der konkrete Unterschied zwischen "Point Release Distributionen" und "Rolling Release Distributionen". Bei Rolling Release Distributionen wie z.b. Arch Linux gibt es keine Versionen. Es gibt kein Archlinux 5 und dann ein Upgrade auf Arch Linux 6. Es gibt einfach Arch Linux - und wenn es von einem Paket eine neue Version gibt wird die einfach als Update direkt angeboten.

    Das ist auch der Grund warum man oft sagt Rolling Release Distributionen sind nicht "stable". Diese Aussage bezieht sich nicht darauf dass eine Rolling Release Distribution häufiger abstürzt oder instabil ist. Sondern darauf das es keinen "stabile Version" gibt. Und sich Software Versionen ständig ändern. Was auch der Grund ist, warum du im professionellem Umfeld auf Servern, etc in der Regel keine Rolling Release Distributionen findest - und alle Enterprise Distributionen (Ubuntu, Suse, RedHat) Supportzeiträume von 10, 12 bis 15 Jahre anbieten - damit eben ein Service der irgendwo läuft - 15 Jahre 1:1 so laufen kann ohne das man ihn anfassen, anpassen noch sonst was machen muss.

    Zu Debian Backports zurück. Die sind dafür gedacht das wenn du wirklich unbedingt bei einer Software eine neuere Version brauchst das du die installieren kannst. Du solltest das aber nicht Just 4 fun machen. Weil ein Backport Paket hat auch Nachteile.

    Zum Beispiel das Debian Security Team kümmert sich nicht um Backport Pakete - sondern der entsprechende Maintainer. Bedeutet bei einer Sicherheitslücke kann es länger dauern bis ein Sicherheitsupdate da ist oder auch gar nicht kommen.

    Linux Nutzer seit über 20 Jahren. I ❤️ Freedom!

    Praxisnahe Einblicke in Self Hosting, Linux und eigene Infrastruktur. Für Entwickler:innen und Macher:innen, die ihre digitale Souveränität selbst in die Hand nehmen. https://rueegger.me

  • Zwar ein alter Debian Wiki Eintrag aber bestens erklärt.

    https://wiki.debianforum.de/Backports


    Ob das einen Distrohopper überzeugt wage ich zu bezweifeln.

    Auf die Dauer zu Langweilig.

    Vielen Dank :)

    Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung :)

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  • vielleicht bekommen wir den DenalB damit endlich auf die Debian Seite gezogen

    Niemals! Vorher fällt der Strom hier in Berlin mehrmals hintereinander aus ... Moment ... Da war was ...

    Als ich vor Kurzem meine Odyssee mit den vielen Distributionen hatte, war auch Debian dabei. Ich versuchte mich an diesen Backports, aber irgendwie gelang es mir nicht. Ich bekam weder einen neueren Kernel noch eine neuere Linux-Firmware an den Start und bin eigentlich nach Anleitung auf Debian Backports vorgegangen. Das tue ich mir zu 95% nicht mehr an.

  • Niemals! Vorher fällt der Strom hier in Berlin mehrmals hintereinander aus ... Moment ... Da war was ...

    Als ich vor Kurzem meine Odyssee mit den vielen Distributionen hatte, war auch Debian dabei. Ich versuchte mich an diesen Backports, aber irgendwie gelang es mir nicht. Ich bekam weder einen neueren Kernel noch eine neuere Linux-Firmware an den Start und bin eigentlich nach Anleitung auf Debian Backports vorgegangen. Das tue ich mir zu 95% nicht mehr an.

    Debian hat eine Schutzfunktion gegen Distrohopper! 8o

    Per aspera ad astra

    Hardware: MEG X570 UNIFY | AMD Ryzen 9 5950X | 64 GB Ram | AMD Radeon RX 6600 | Hauppauge Starburst 2

    System: CachyOS, MX Linux (Plasma) im Multiboot mit Win11

  • Debian hat eine Schutzfunktion gegen Distrohopper! 8o

    Kernelpanic ^^

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  • Mir ist noch nicht ganz klar, was ich mir jetzt unter "Backport" genau vorstellen kann.

    Ist quasi das Pendant zum HWE-Kernel von Ubuntu.
    Bei Debian geht mit den Backports minimal etwas an Stabilität verloren, gewinnt aber dafür an Aktualität.

    Läuft auf LMDE7 (und lief auch bereits auf LMDE6) bisher problemfrei. Upgrade von v6 zu v7 lief 1a durch.

    Mein System

    ASRock X470 Taichi | AMD Ryzen 7 5800X3D | G.Skill 32GB DDR4@3600 CL16 | AMD RX 5700 XT

    BeQuiet! SP E10 700W | LG 34GL750-B | Cherry KB | Endgame Gear XM1 | Phanteks Enthoo Luxe

    EndeavourOS (Xfce) | LMDE | Win10 . . WaKü1(CPU): Kraken X61 . . WaKü2(GPU): Kraken X41+G10

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