Distro Umzug

  • Hallo Leute,

    Mal ne ganz dumme Frage

    habe gerade ein Video von Jan gesehen.

    Hab ich das richtig verstanden das man wenn man die Distro ändert verschiedene Ordner einfach übernimmt und sich dann das neue Einrichten von Programmen sowie Thunderbird und evtl. auch Virtual Box sparen ?

  • "Jein" - so meine Erfahrung.

    Beispiel Thunderbird: Früher genügte das Kopieren von dem versteckten Ordner ./thunderbird aus dem /home. Heute nutze ich dazu die Import-/Export-Funktion des Thunderbird. Hier gibt es eine gemeine Falle: Ein Export z. B von TB 140 mit anschließenden Import in TB 143 funktioniert nicht mehr. D. h., Quelle und ZIel müssen die gleiche TB-Haupt-Versionsnummer habe, weil sich das Datenbankformat mit jeder neuen Hauptversion ändert - sprich nicht abwärtskompatibel ist.

    terra PC-Micro 6000C GREENLINE von Wortmann AG mit Intel Core i5-1334U / Intel Iris Xe Graphics / SODIMM Samsung M425R2GA3PB0-CWM 2 x 16 GB = 32 GB / WD Red SN700 NVMe SSD 2 x 500 GB = 1 TB / Mainboard Clevo R100AU mit UEFI von insyde Software an LG 27U59 4k Ultra-HD, 27",16:9 / Das Keyboard 6 Pro Kabel / ergoleben VM Maus kabellos - rechts - groß / brother MFC-L2710DN / Fritz!Box 6490 Cable via LAN, 250 MBit Down / 25 MBit Up, Vodafone Kabel Deutschland

  • Früher genügte das Kopieren von dem versteckten Ordner ./thunderbird aus dem /home.

    So mache ich das noch immer. Allerdings nehme ich nicht den kompletten Ordner, sondern nur den Inhalt des Profilordners, wie z. B. 1234.default-default oder 1234.default-esr, sichere ihn und spiele den Inhalt anschließen in den neuen Ordner der neuen Installation. Jedoch ändert sich dann der Name des Profilordners! Deshalb nur den Inhalt. Alten Inhalt löschen und gesicherten Inhalt rein.

    Ein Export z. B von TB 140 mit anschließenden Import in TB 143 funktioniert nicht mehr.

    Beim Kopieren des Inhaltes vom Profilordner geht das ohne Probleme. Nur beim Kopieren einer neueren Version in eine ältere Version gibt es ein Problem. Hier erscheint dann beim Start von Thunderbird die Fehlermeldung, dass das genutzte Profil von einer neueren Version stammt und nicht genutzt werden kann.

    Hier muss man dann beim neu installierten Thunderbird ein wenig tricksen.

    • "compatibility.ini" aus Profilordner löschen
    • "thunderbird -p --allow-downgrade" im Terminal ausführen
    • Profil auswählen

    Damit sollte dann Thunderbird mit dem eigentlich neueren Profil starten.

    Das sind meine Erfahrungen mit dem Sichern vom Thunderbird-Profil. ;)

  • Mitnehmen kann man fast alles, aber es ist ggf. mit Nacharbeit verbunden. Je ähnlicher sich die Distros, desto leichte könnte es sein, muss aber nicht.

    Und dann gibt es ja auch noch die Falle mit der Art der Installation der Programme. Bspw. bei einem halbwegs aktuellen Ubuntu ist Thunderbird ein snap und daher die Konfiguration in einem anderen Verzeichnis abgelegt. Der Umzug des Thunderbird-Profils ist eigentlich keine große Sache, obwohl man immer wieder in Foren davon liest, dass Benutzer daran scheitern.

    PS:

    Wenn man auch noch die Desktopumgebung wechselt, dann sind die Unterschiede natürlich gravierender. Sollte eigentlich klar sein, aber manchmal übersieht man ja solche „kleinen“ Details.

  • Ich habe mir für jede wichtige App die Einstellungen gesichert. Dazu habe ich die jeweiligen Konfigurationsdateien, die mal in .config, .local oder sogar .var für die Flatpaks liegen.

    Beim Zurückspielen der Konfigurationsdateien muss man eben nur darauf achten, ob es sich bei der App in der neuen Distribution dann um ein System-, ein Flatpak- oder ein Snap-Paket handelt. Dann unterscheiden sich die Ablageordner für die Konfigurationsdateien.

    Hier mal ein paar Beispielkonfigurationen, wie ich sie nutze. ;)

  • Heute nutze ich dazu die Import-/Export-Funktion des Thunderbird.

    Da gibt es noch den Fallstrick der 2GB-Grenze. Wenn du drüber bist mußt du sowieso dein Profil kopieren.

    Mainboard: MSI Z170-A Pro

    Prozessor: Intel i7 6700K

    Grafikkarte: AMD RX 7800 XT

    OS: EndeavourOS

    Desktop: KDE

  • Ja Bulvai,so groß ist das Profil bei mir nicht ...

    .Nur beim Kopieren einer neueren Version in eine ältere Version gibt es ein Problem.

    DenalB , danke für die Richtigstellung. Mann, werde ich alt ....:huh:

    terra PC-Micro 6000C GREENLINE von Wortmann AG mit Intel Core i5-1334U / Intel Iris Xe Graphics / SODIMM Samsung M425R2GA3PB0-CWM 2 x 16 GB = 32 GB / WD Red SN700 NVMe SSD 2 x 500 GB = 1 TB / Mainboard Clevo R100AU mit UEFI von insyde Software an LG 27U59 4k Ultra-HD, 27",16:9 / Das Keyboard 6 Pro Kabel / ergoleben VM Maus kabellos - rechts - groß / brother MFC-L2710DN / Fritz!Box 6490 Cable via LAN, 250 MBit Down / 25 MBit Up, Vodafone Kabel Deutschland

  • Die manuelle Migration (Kopieren) der Profile von Thunderbird und Firefox habe ich all die Jahre letztlich immer irgendwie hinbekommen. Auch wenn es manchmal etwas fummelig war und nicht gleich im ersten Anlauf geklappt hat.

    Fallstricke wurden schon angesprochen. Versionen von Quelle und Ziel passen nicht zueinander (z.B. Wechsel auf ESR-Reihe, die aber versionsmäßig älter ist als die 'normale' Version auf dem Quellsystem oder am neuen System wird nun Snap benutzt).

    Bei VirtualBox darf gebetet werden, dass die Version auf dem neuen System auch wirklich alle existierenden VMs weiterhin wie gewohnt laufen lässt. Vor rund einem halben Jahr war es zuletzt wieder mal soweit. Zum Glück klappte es anstandslos. Im wesentlichem waren nur die VBOX-Konfigurationsdateien auszuführen gewesen, um die (11) VMs automatisch in das neue VirtualBox zu integrieren (sogar die Gruppierungen wurden übernommen).

    Da die VMs allesamt vom unveränderten Standort auf externen Partitionen starten, war nur hier und da ein Tauschordnerpfad anzupassen, wenn dieser zuvor auf der Partition des gelöschten OS residierte.

    Noch ein Tipp: nicht den Grafikmodus einer bestehenden Linux-VM ändern, wenn VirtualBox das vorschlägt. Es mag sein, dass man die VM mit dem monierten Grafikmodus nicht mehr neu errichten könnte. Aber ein Wechsel auf den vorgeschlagenen Modus kann dazu führen, dass die VM gar nicht mehr läuft. Also lieber erstmal testen, ob es auch ohne Wechsel geht.

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