Root Konto

  • Distrowahl
    Sonstiges

    Hallo, hier geht es um GuideOS, das ich heute das erste mal installiert habe. Alles funktioniert gut und gefällt. Jedoch habe ich ein Problem. Kann es sein, das GuideOS über kein Root-Konto verfügt? Weil, mit su und su - laufe ich gegen eine Wand. Kennt er nicht. Wie kann ich hier ein Root Konto einrichten und, ist das überhaupt vorgesehen?

    Beste Grüße

    --- „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ ---

  • Dein angelegter User ist Superuser. Also einfach ein z.B.

    Code
    sudo apt update

    Oder ein

    Code
    sudo su

    und dann bist du root

    MfG Nico


    1: Intel Core i7-13700KF | GeForce RTX 4070 Ti | 32 GB RAM | 1000 GB M.2 SSD | 4000 GB SATA --- Windows 11

    2: Intel Core i5-12450H | NVIDIA GeForce RTX 3050 | 16 GB RAM | 500 GB nvme | 256 GB SSD | 2 TB SSD --- CachyOS / Nobara 43 KDE / Mint 22.3 / GuideOS 1.0

    3: AMD Ryzen 5 3500U | Vega 8 Graphic | 16 GB RAM | 256 GB nvme | 1000 GB SATA --- Debian 13.3 KDE / EndeavourOS Gnome

  • root Konto gibt es schon lange nicht mehr. Du kannst aber ein Root-Passwort erstellen. Dann funktioniert auch su! Bei fünf Distributionen solltest du es eigentlich wissen, wie es geht!

  • nkn80

    Wie man updatet ist mir schon klar. Das war nicht die Frage. Dennoch hast du die Frage beantwortet, denn sudo su war mir irgendwann entfallen.

    Helmfuss

    Das es schon lange kein Root Konto mehr gibt, ist so nicht richtig. Unter openSUSE gibt es das durchaus noch.

    --- „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ ---

  • Es gibt nach wie vor einen Benutzer root. Nur ist das Kennwort deaktiviert und damit auch das einloggen als solcher unmöglich. Wenn man unbedingt das kürzere su nutzen möchte, kann man sich einen alias einrichten, (sofern man nicht mehrere Benutzer auf dem Rechner hat und su für den Benutzerwechsel zu diesen benötigt).

    bspw. alias su="sudo su"  bzw. alias su="sudo -i"

    Oder aber tatsächlich ein Kennwort für root vergeben, wovon ich aber abrate, da dieser Benutzername weltweit bekannt ist. Da muss ein Angreifer nur noch das Kennwort erraten. Ich finde die Schelle höher, wenn erst der Benutzername und dann auch noch dessen Passwort erraten werden muss.

    Aber jeder wie er mag. Ich habe schon oft genug gelesen, dass sudo als das größere Übel angesehen wird.

    Sollte etwas unklar sein, gerne noch mal nachfragen.

  • Ich habe schon oft genug gelesen, dass sudo als das größere Übel angesehen wird.

    Oh ja ... unter openSUSE ist das geradezu verpönt ;)

    --- „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ ---

  • root Konto gibt es schon lange nicht mehr.

    Oder aber tatsächlich ein Kennwort für root vergeben, wovon ich aber abrate,

    Dass ist falsch. Richtig ist (unter Linux) dass es vollkommen egal ist wie der "Superuser" heißt. Es geht um die uid/gid und die muss 0 sein. Wenn diese uid nicht existiert kann kein User root rechte erhalten, der Namen kann frei geändert werden.

  • Dass ist falsch. Richtig ist (unter Linux) dass es vollkommen egal ist wie der "Superuser" heißt. Es geht um die uid/gid und die muss 0 sein. Wenn diese uid nicht existiert kann kein User root rechte erhalten, der Namen kann frei geändert werden.

    Ich glaube, das kann es unter Linux gar nicht geben, da ja die Bootprozesse mit der User-ID 0 gestartet werden. Es ist wohl doch einfach so, dass für den User mit der ID 0 einfach kein Passwort gesetzt ist. Richtig ist, dass der Name dafür egal ist.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Oha, das wird wohl eine längere Sache, aber interessant ist das allemal. Okay, wo fange ich an?

    Es gibt ein vordefiniertes Benutzerkonto root. Ganz einfach zu prüfen.

    Code
    linux@GuideOS:~$ head -1 /etc/{passwd,group}
    ==> /etc/passwd <==
    root:x:0:0:root:/root:/bin/bash
    ==> /etc/group <==
    root:x:0:
    linux@GuideOS:~$ 

    Wie sieht der Status aus?

    a) im Livesystem (nur der Vollständigkeit halber)

    Code
    linux@GuideOS:~$ sudo passwd -S
    root NP 2026-01-08 0 99999 7 -1
    linux@GuideOS:~$ 

    b) im installierten System

    Code
    gint@nix:~$ lsb_release -d
    Description:    GuideOS_1.0_24.12.25-_x86-64 (Cubic 2025-12-23 21:34)
    gint@nix:~$ sudo passwd -S
    [sudo] Passwort für gint:      
    root L 2026-01-08 0 99999 7 -1
    gint@nix:~$ 

    Was „NP“ und „L“ bedeuten, kann man in der manpage passwd nachlesen:

    Quote

    Das zweite Feld zeigt an, ob das Benutzerkonto ein gesperrtes Passwort (L), kein Passwort (NP) oder ein verwendbares Passwort hat (P).

    Davon unabhängig ist der Benutzer, den man während der Installation anlegt. Dieser kann fast so heißen wie man möchte, solange man sich an die Regeln für die Namensgebung hält. Dieser Benutzer erhält die UID 1000 und wird Mitglied in der Gruppe „sudo“ und darf daher alles im System machen (auch es kaputt). (Ja, bei anderen Distros gibt es die Gruppe „wheel“, aber wovon reden wird hier?)

    Jetzt wurde behauptet man könne root so nennen wie man möchte. Schwierig! Es wären mehrere Dateien gleichzeitig zu bearbeiten und konsistent zu halten. Und mit den Bordmitteln (mitgelieferte Programme) geht es nicht, da das Benutzerkonto root von einigen Prozessen benutzt wird. Auch vom Livesystem mittels chroot ist der Benutzer root aktiv und dessen Konto kann nicht umbenannt werden. Also muss es manuell erfolgen.

    Und es sind nicht nur die beiden Dateien, die ich oben bereits erwähnt habe. Und bei meinem letzten Versuch, der schon ein paar Jahre zurückliegt, war es noch so, dass einige Skripte nicht nach der UID 0 fragten, sondern explizit nach dem Benutzer root. Die musste ich also auch noch anpassen. Mit viel Mühe startete das System dann immerhin bis in die Kommandozeile, aber nicht in die grafische Oberfläche.

    Aber ich lasse mich gerne belehren. Wenn man mir einen funktionierenden Weg zeigt, wie man es bewerkstelligt, das vorgegebene Benutzerkonto root umzubenennen, wäre ich sogar froh und dankbar.

    Sollte etwas unklar sein, gerne noch mal nachfragen.

  • Um den Eingangspost

    Das er kein su hatte.

    Um was sonst ?

    Den Rest des Threads also nicht durchgelesen, da steht nämlich dass su sehr wohl vorhanden ist.


    Wenn man mir einen funktionierenden Weg zeigt, wie man es bewerkstelligt, das vorgegebene Benutzerkonto root umzubenennen, wäre ich sogar froh und dankbar.

    Umbenennen vermutlich nicht, besonders bei Distributionen die relativ viel Konfigurationen übernehmen. Bei Linux from Scratch oder Gentoo wäre dass vermutlich eher zu realisieren.

    Aber warum nicht den Weg gehen und root deaktiviert lassen und einem 2ten User die uid=0 geben? Ist wohl der schnellste Weg.

  • Aber warum nicht den Weg gehen und root deaktiviert lassen und einem 2ten User die uid=0 geben? Ist wohl der schnellste Weg.

    Eine User-ID kann nicht 2 Mal vergeben werden. Nach jeder Erstinstallation hat root die User-ID 0. Und du wirst ihn nicht löschen können. Umbenennen würde wahrscheinlich gehen, wenn man das direkt in den Dateien /etc/passwd, passwd-, shadow, shadow-, und wahrscheinlich einigen anderen macht mit großem Risiko zur Selbstzerstörung. :)

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Nur mal der Vollständigkeit halber

    su ist Bestandteil des Pakets "debian util linux."

    Nachinstallieren und gut ist

    sudo apt install util-linux
    util-linux ist schon die neueste Version (2.41-5).


     su
    Passwort: 
    su: Fehler bei Authentifizierung

    su -
    Passwort: 
    su: Fehler bei Authentifizierung

    ;)

    Man sollte einfach die Distri so bauen, das der Root-Zugriff im Terminal funktioniert. Unter Debian 13 geht’s ja schließlich auch. Und GuideOS baut auf Debian 13 auf. Warum macht man also so etwas?

    --- „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ ---

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