Windows unter Linux (in der Reihenfolge)

  • Moin zusammen und vorab ein gesundes neues Jahr an alle User.

    Wenn die Rubrik hier falsch ist, bitte gerne verschieben.

    Ich nutze nach jahrzehntelangem Windows nun begeistert POP_OS. Funktioniert auch, mehr oder weniger, alles sehr gut.

    Bis auf: 3 Windowsprogramme, die ich dringend brauche. Die Installation der VM von Oracle funktionierte gut, aber es gibt massive USB Probleme, die sich nicht so einfach lösen lassen.

    Um mir mehr Zeit zu verschaffen, möchte ich jetzt gerne Windows nachinstallieren. Also (irgendwie) eine Partition für Windows abzwacken und dort (wieder) ein 64 mit Win11 installieren.

    Hat jemand ne Idee dazu? Fallstricke? Vorgehensweise?

    Danke vorab

  • Habe auch Windows in einer VM (VirtualBox) fürs Navi und einen TV-Editor (gibts nicht für Linux).

    Folgendes führte zum Erfolg:

    • VirtualBox installieren
    • Gast-ISO installieren
    • Benutzer zur Gruppe vboxusers hinzufügen
    • im Menü von VB USB-Gerät anhaken

    Viel Erfolg!

  • Zuerst zum USB Problem: Du hast wahrscheinlich die VirtualBox Version aus dem Repository installiert. In dieser Version fehlt die USB Unterstützung. Installiere die Version inkl. Extension Pack direkt von der Webseite: https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads

    Die unterstützt auch USB.

    Windows nach der Linux Installation installieren zerstört erst mal deinen Bootmanager. Die Windows Installation kümmert sich nur um andere Windows Installationen. Eine Lösung ist es nach der Installation den Rechner per Supergrup2 iso zu starten. Die ISO findet Deine Linux Installation und Du kannst diese Starten. Im laufendem System dann einfach Grub reparieren nach dieser Anleitung.

    Ryzen 5 5600G, 32 GB DDR4, Crucial P3 M.2 2TB, Deskmeet X300, Linux Mint 22.3 Cinnamon.
    Server Gigabyte Brix , Debian 11 + OMV

  • Zuerst zum USB Problem: Du hast wahrscheinlich die VirtualBox Version aus dem Repository installiert. In dieser Version fehlt die USB Unterstützung.

    Ich hab alles von der "Anwendungsverwaltung" installiert. Meine o.g. Vorgehensweise führte zum Erfolg. Ich kann sein Problem gut nachvollziehen, brauchte auch mehrere Stunden, um mir alle Infos zusammenzutragen.

  • Unabhängig davon, welche Installationsquelle gewählt wird, müssen diese Komponenten installiert bzw. aktiviert sein:

    • VirtualBox (in einer Version, die von der aktuellen Version des Betriebssystems laut VBox-Website unterstützt wird)
    • Extension Pack der gewählten VirtualBox-Version (sofern nicht automatisch mitinstalliert)
    • ISO mit den Gasterweiterungen für VirtualBox (zur Installation INNERHALB einer virtuellen Maschine)
    • Benutzer auf dem Host muss der Gruppe 'vboxusers' angehörigen (vor allem wegen USB-Unterstützung)
    • Benutzer in einer VM muss der Gruppe 'vboxsf' angehören (vor allem für Tauschordner-Unterstützung)

    Und schließlich nicht vergessen (wie Steffen schon geschrieben), ein USB-Gerät, das man in der VM nutzen möchte, in der VBox-Konfiguration auch vorab zu selektieren.


    Natürlich kannst Du Windows auch nativ auf Deinem Rechner installieren (sofern das Gerät die Hardware-Anforderungen von Windows 11 erfüllt).

    Dazu bräuchten wir hier allerdings mehr Infos, um Empfehlungen geben zu können (als Screenshots oder in Textform):

    • Rechner läuft als UEFI-System mit oder ohne (CSM-)Legacy-Unterstützung (oder sogar noch ohne UEFI)?
    • wie ist die Festplatte, auf die Windows installiert werden soll, derzeit aufgebaut (GPT/MBR, Partionen, deren Belegung)?

    Die benötigten Informationen liefern beispielsweise die (vorinstallierten) Programme 'Laufwerke' (Disks) und 'Gparted'.

  • Bin aufgrund der Antworten des Vorposters verwirrt und habe nachgeschaut. Das Extention-Pack ist nicht installiert, auch die Gruppe 'vboxsf' habe ich nicht (weder als vorhanden, noch als hinzugefügt).

    Er hat ja Pop-OS und ich Mint-OS. Ist das Extention-Pack und die Gruppe dort nicht nötig? =O

  • Bin sehr verwirrt und habe mal Screenshots angefertigt.

    Anwendungsverwaltung (Extention-Pack ist nicht installiert):

    Einstellungen VB, dort müsste Extention-Pack stehen lt. Download-Websites:

    Gruppen (es fehlt vboxsf):

  • Bin sehr verwirrt und habe mal Screenshots angefertigt.....

    vboxusers ist die Gruppe

    MfG Nico


    1: Intel Core i7-13700KF | GeForce RTX 4070 Ti | 32 GB RAM | 1000 GB M.2 SSD | 4000 GB SATA --- Windows 11

    2: Intel Core i5-12450H | NVIDIA GeForce RTX 3050 | 16 GB RAM | 500 GB nvme | 256 GB SSD | 2 TB SSD --- CachyOS / Nobara 43 KDE / Mint 22.3 / GuideOS 1.0

    3: AMD Ryzen 5 3500U | Vega 8 Graphic | 16 GB RAM | 256 GB nvme | 1000 GB SATA --- Debian 13.3 KDE / EndeavourOS Gnome

  • Also: Die USB Probleme kommen nicht vom Vboxusers etc. Ich sehe das USB Gerät unter Win11 in der Vbox, aber hier (in diesem falle garmin XT) kommt wegen des MTP Übertragungsprotukolles kein Kontakt zustande. Im Windows Dateimanager sehe ich das Gerät und auch die Dateien auf dem gerät (nicht aber die der SD Karte im Gerät). Siehe auch hier:

    Huetti
    November 26, 2025 at 5:17 PM


    Danke erstmal für die Infos. Bisher habe ich noch niemanden getroffen, der Garmin Basecamp und/oder Garmin express in einer virtuellen Maschine ans Laufen gebracht hat.

    Was ich also mitnehme ist, dass bei "normal" installiertem Linux, das die gesamte 500GB SSD belegt, nicht so ohne weiteres Win11 nachträglich installiert werden kann?

  • Bisher habe ich noch niemanden getroffen, der Garmin Basecamp und/oder Garmin express in einer virtuellen Maschine ans Laufen gebracht hat.

    Ich aktualisiere mein Navi (nüvi 57LMT) mit Garmin Express in einer VM. Ich habe nur Mint. Meine Schritte habe ich oben beschrieben.

  • Was ich also mitnehme ist, dass bei "normal" installiertem Linux, das die gesamte 500GB SSD belegt, nicht so ohne weiteres Win11 nachträglich installiert werden kann?

    Das hängt davon ab, was "nicht so ohne weiteres" bei dir heißt. Du musst natürlich Platz auf der Platte schaffen indem du die Linux Partition verkleinerst (falls du es auf dieselbe Disk installieren willst) - ich mache das normalerweise mit gparted - und nach der Windows Installation den Grub Bootloader wieder zurecht biegen den Windows überschrieben hat. Ja, die beiden Schritte sind nicht zu vermeiden.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Hat das mal jemand mit QEMU/KVM probiert?

    Ich habe nur eine Forerunner, kein Navi. Die kann ich aber in einer W10 VM mit Garmin Express managen:

    EndeavourOS mit KDE & Wayland auf verschiedenen Geräten mit AMD & Nvidia in diversen Kombinationen

  • Wie ist die Terminal Ausgabe davon?

    Code
    [ -d /sys/firmware/efi ] && echo UEFI || echo BIOS

    und:

    Code
    sudo parted --list

    Den Text hier ins Forum kopieren und als Codeblock formatieren. (Schaltfläche Code-Block einfügen beim überfahren)

  • Eine andere Möglichkeit wäre, eine zweite Festplatte in den Rechner einzubauen oder ggf sogar das Windows auf einem USB-Datenträger genau zu diesem Zwecke zu installieren. Dazu solltest du aber trotzdem temporär die Linux-SSD ausbauen. Der Boot geht dann direkt übers BIOS Boot Menü. Vortei: Du kannst ohne dir dein Linux zu zerschießen und umständliche Boot-Eingriffe ein Dualboot hinbekommen. Manche BIOSE booten zb auch von SD-Card. Eventuell findet sogar der grub nach einem Grub-Update später dann auch die Windows-Installation.

  • Stichworte Extension Pack und vboxsf:

    Das Extension Pack (bei mir 7.1.10) ist in der VBox-GUI unter Werkzeuge/Erweiterungspakete-Manager als installiert gelistet. Der Grund für die Separierung dieses Packs vonseiten VirtualBox liegen einige Jahre zurück. So weit ich es in Erinnerung habe, handelt es sich beim ExtPack um proprietäte Komponenten.

    Die Gruppe vboxsf kommt in Linux-VMs zum Einsatz (zumindest bei mir unabhängig vom Linux-OS in der VM). Wenn ein Benutzer innerhalb der VM Zugriff auf einen Tauschordner auf dem Host haben möchte, muss er Mitglied der Gruppe vboxsf sein. Denn der Tauschordner gehört VM-seitig 'root'. Andere haben überhaupt keinen Zugriff, ausser den Mitgliedern der Gruppe vboxsf. An bequemsten geht es mit dem Hinzufügen, wenn das Tool 'Benutzer und Gruppen' installiert ist (in der VM). Dann kann man das per GUI erledigen.
    Die Gruppe vboxsf wird von VirtualBox nur innerhalb von VMs generiert. Auf dem Host gibt es diese nicht.

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