Frage zu davfs2 und fstab beim installieren der Ionos HiDrive Cloud

  • Distrowahl
    Linux Mint

    Hallo Zusammen,

    bin ein Linux newbie, aber habe trotzdem schon einige Sachen zum Laufen gebracht :) . Nun eine Frage:

    Möchte gerne meine IONOS HiDrive Cloud installieren und beim booten mounten lassen. Bin nach diesem "Rezept" vorgegangen : https://ralf-peter-kleinert.de/linux-os/linux…c-client-pcloud

    Also mit webdav. Jetzt beim "apt install davfs2" gibt es eine Meldung, dass die Installation nicht geht oder nicht gibt. Ebenso kann ich im weiteren Vorgang des o.g. links feststellen, das die Datei "fstab" nicht auf meinem PC existiert. Bin jetzt echt ratlos.

    Kann mir Jemand von Euch helfen ? Wäre super.

    Grüße Axel

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

  • Go to Best Answer
  • etzt beim "apt install davfs2" gibt es eine Meldung, dass die Installation nicht geht oder nicht gibt.

    Und wie lautet die Meldung? Glaskugel ist bei mir schon als Geschenk verpackt, will ich nicht wieder auspacken.

  • das die Datei "fstab" nicht auf meinem PC

    Ein fstab hat so ziemlich jede Linux Distri.

    Code
    tux@fedora:~$ locate fstab 
    /etc/fstab

    Jetzt beim "apt install davfs2" gibt es eine Meldung, dass die Installation nicht geht ...oder nicht gibt.

    Das Paket selbst ist vorhanden:

    Code
    https://community.linuxmint.com/software/view/davfs2
  • Danke für Eure Antworten. Habe mein Problemchen mittlerweile mit "rclone" gelöst.

    Aber ich bin ja noch ein newbie und möchte noch dazu lernen. Wie oben in meinem Anfangspost (gem. dem link) geschrieben, wollte ich das mit davfs2 lösen. Der Autor gibt vor:

    apt update
    apt install davfs2

    und das geht nicht bei mir. Siehe screenshot:

    Danke im voraus für Eure Antworten warum das so nicht bei mir geht.

    Grüße Axel

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

  • Axel52


    mal bitte die Ausgabe von posten:

    Code
    inxi -r 

    bitte beachten:

    uname
    December 9, 2025 at 11:04 AM
  • uname


    Helmfuss

    In der Anwendungsverwaltung könnte ich davsfs2 installieren. Habe es aber nun mit rclone gelöst. Soll ich trotzdem die davsfs installieren ?

    Grüße Axel

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

  • Nocheinmal meine Frage zum besseren Verständnis. Wieso kann ich davsfs2 von der Anwendungsverwaltung installieren und nicht mit dem Befehl:

    sudo apt install davfs2

    Ist mir irgendwo schleierhaft.

    Grüße Axel

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

  • Weil damit einige Abhängigkeiten besser aufgelöst werden.

    Bist Du Dir da sicher?

    Bash
    sudo apt show davfs2 | grep Depends
    
    WARNING: apt does not have a stable CLI interface. Use with caution in scripts.
    
    Depends: libc6 (>= 2.38), libneon27t64, debconf (>= 0.5) | debconf-2.0, adduser

    per Terminal dürfte sogar besser sein:

  • Bist Du Dir da sicher ?

    Nö.

    Ich habe das Paket lange nicht in den Fingern gehabt und berichte nur von Erfahrungen die etwa 6 Monate zurückliegen.

    Also der Vergangenheit.

    Damals lag genau diese Problematik vor.

    Du weisst ja selber wie schnell sich was ändert.

    Was gestern aktuell war ist heute Geschichte. 🧑‍🦯🪡


    cu

  • Wenn ich im Desktop z.B. meine Fritzbox aufrufen möchte, geht das nicht mit webdav sondern mit : davs://...... Das geht einwandfrei.

    Nimmt man davsfs2 nur für das mounten ?

    Sorry für meine newbie Fragen.

    Grüße Axel

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

  • Ok, war ein schlechtes Beispiel. Im Desktop (graph. Oberfläche) kann ich ja einen Zugriff auf ein Netzlaufwerk mit smb oder davs eingeben. Damit konnte ich z.B. auf mein mein ionos-hidrive zugreifen.

    Beispiel: davs://webdav.hidrive.ionos.com/ . War halt nie gemounted !

    Meine Frage Frage war ja eigentlich was der Unterschied zwischen davs und davsfs2 ist.

    Grüße aus dem Schwabenländle
    Axel

    Edited once, last by Axel52 (December 28, 2025 at 2:09 PM).

  • Das sollte man aber schon selbst herausfinden können. Die meisten wissen das auch nicht aus dem Kopf und nutzen dann eine Suchmaschine, um Dir das Ergebnis zu präsentieren.

  • Hallo und Guten Abend Axel52 hier mal ein kleines Tutorial meinerseits zu dein IONOS HIDRIVE Cloud System.


    Fangen wir an :--)

    #############################################################################
    # #######HiDrive per WebDav (semi)automatisiert in das Linux-Dateisystem einbinden ####
    # #################Linux Bash Bash-Scripting Konfiguration HiDrive##################
    #############################################################################

    Für eine zentrale Speicherung einiger meiner Daten (u. a. Daten zum Studium) nutze ich HiDrive. Die Nutzung unter Windows ist durch das vom Anbieter bereitgestellte Tool vergleichsweise unkompliziert, für die Nutzung unter Linux werden jedoch nur verschiedene Anleitungen durch den Anbieter zur Verfügung gestellt. Allerdings umfasst Linux (in meinem Fall Linux Mint) bereits out-of-the-box die meisten Tools und fehlende können aus den Repositories heruntergeladen werden.

    "Wichtig achte auf die Vorausetzung deines IONOS Service Angebots da nicht alles im Selbstbau zu Realisieren ist!"

    Linux bietet verschiedene Wege zur Einbindung von HiDrive in das Dateisystem. Bei den verfügbaren HiDrive-Angeboten ist zunächst zu prüfen, welche Protokolle (z. B. git oder WebDAV) für die Einbindung in das Dateisystem durch den Anbieter bereitgestellt werden bzw. im gebuchten HiDrive-Angebot enthalten sind. Bei einige Anbieter muss ggf. eine Zusatzoption (z. B. unter der Bezeichnung Protokollpaket) hinzugebucht werden. In meinem HiDrive-Angebot besteht die Möglichkeit der Einbindung in das Dateisystem über FTP over TLS (FTPS), ein Git-Repository, remote sync (Rsync), Secure Copy (SCP), Secure File Transfer Protocol (SFTP), Server Message Block (SMB) und Web-based Distributed Authoring and Versioning (WebDAV).

    Ebenso ist bei der Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu beachten, dass eine automatische Einbindung ggf. nicht möglich ist und die Einbindung in das Dateisystem manuell vorgenommen werden muss. Bei meinem Anbieter wird das Einmalpasswort (engl. One-Time-Password, OTP) für die 2FA beispielsweise zusammen mit einem Doppelpunkt an das Benutzerkontopasswort angehängt (also Mein geheimes Passwort:OTP).

    Um es, etwas leichter zu gestallten habe ich ein BASH-Skript für dich damit sollte es einfacher gehen dein HIDRIVE von IONOS zu Mounten.

    Wie schon meine Vorposter dir das davfs2 Tool empfohlen haben kannst du es auch in dein HIDRIVE System einbinden.

    Zuerst mal überprüfe folgendes nach dem du das davfs2 tool installiert hast.

    sudo usermod -aG davfs2 <Benutzername>

    Kleiner Hinweis -> Die Parameter -aG stehen für add und Group (füge der Gruppe hinzu).

    In der fstab-Datei (File System Table , Pfad /etc/fstab) wird folgende Zeile hinterlegt

    <URL zum HiDrive> <Pfad Zielverzeichnis> davfs noauto,user,rw 0 0

    Beim ersten Parameter <URL zum HiDrive> wird die vom HiDrive-Anbieter für die Einbindnug per WebDAV vorgegebene URL hinterlegt. Der zweite Parameter <Pfad Zielverzeichnis> gibt den Ort zur Einbindung im eigenen Linux-Dateisystem wieder (z. B. /mnt/hidrive oder /home/<User>/hidrive bzw. ~/hidrive). Es folgt die Angabe des Dateisystemtyps davfs.

    "Das spart dir Zeit und du musst weniger in deiner URI-Datei den Quellpfad suchen."


    Der vierte Parameter umfasst die Angabe zu den Optionen. Hier sollte die Option noauto gesetzt werden, da für die Einbindung des HiDrive-Speichers eine Netzwerkverbindung zwingend und zum Zeitpunkt des Einlesens und Einbindens der Dateisysteme aus der fstab i. d. R. aber noch nicht verfügbar ist. Die Einbindung muss daher zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen (z. B. nach erfolgreichem Login am Linux-System). Die Option user gewährleistet, dass die Einbindung mit den Benutzerrechten des eingeloggten Benutzers erfolgt. Per rw wird festgelegt, dass Daten des Dateisystem gelesen und geschrieben werden dürfen. Per Option uid=username kann auch der HiDrive-Benutzername fest hinterlegt werden, sodass bei der Authentifizierung am HiDrive-Speicher nur noch das Passwort und das OTP angegeben werden müssen. Diese Option ist eine davfs-spezifische Option und nicht für jeden Dateisystemtypen verfügbar.

    Die letzten beiden Parameter (jeweils die Ziffer 0) konfigurieren die Berücksichtigung des HiDrive-Speichers durch das Backup-Programm dump (5. Parameter, erste Ziffer) und die Dateisystemprüfung (6. Parameter, zweite Ziffer). Mit der 0 wird für das Backup-Programm dump festgelegt, dass der HiDrive-Speicher nicht gesichert werden soll. Für die Dateisystemprüfung legt die 0 fest, dass keine regelmäßige Prüfung erfolgen soll.

    Die feste Konfiguration in der fstab-Datei hat den Vorteil, dass die Einbindung per mount nur mit der Angabe des Zielverzeichnisses erfolgen kann. Erfolgt die Einbindung per WebDAV beispielsweise im Verzeichnis ~/hidrive, reicht folgender Befehl zur Einbindung aus:

    mount ~/hidrive

    Es werden dann die Zugangsdaten abgefragt und nach dessen Eingabe sind die im HiDrive-Speicher verfügbaren Daten unter ~/hidrive verfügbar. Die Einbindung erfolgt hier im Home-Verzeichnis des jeweiligen Benutzers, um mögliche Konflikte bei der Einbindung von verschiedenen HiDrive-Speichern durch verschiedene Benutzer vorzubeugen.

    Ist für den HiDrive-Speicher kein 2FA konfiguriert, kann die automatisierte Einbindung durch Hinterlegung der Zugangsdaten in der Datei ~/.davfs2/secrets erfolgen.

    <WebDAV URL> <Benutzername> <Passwort>

    Die Datei muss noch per chmod im Zugriff auf 600 eingeschränkt werden, damit ausschließlich das aktuelle Benutzer-konto auf die Zugangsdaten zugreifen kann.

    chmod 600 ~/.davfs2/secrets

    Das Bash-Script

    Im Grunde reichen die vorherigen Schritte bereits aus, um den HiDrive-Speicher manuell in das Linux-System einzubinden. Ist kein 2FA konfiguriert, kann das Bash-Script für die automatische Einbindung mit den folgenden Zweizeiler realisiert werden:

    #!/bin/bash
    mount ~/hidrive

    Zur Verbesserung der Sicherheit der im HiDrive-Speicher hinterlegten Daten können verschiedene Mechanismen herangezogen werden (z. B. 2FA oder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten). Welche Sicherheitsmechanismen verfügbar sind hängt letztendlich vom Anbieter ab. Es sollte vorher geprüft werden, ob der Anbieter die Sicherheitsmechanismen auch für die Einbindung unter Linux unterstützt. Strato beispielsweise unterstützt derzeit die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unter Linux nicht [8]. In diesem Beitrag gehe ich daher nur auf die Berücksichtigung von 2FA ein.

    Wie bereits oben beschrieben, wird das OTP jeweils zusammen mit dem Doppelpunkt ans Ende des Zugangspassworts angehängt und beim Anbieter dann während des Authentifizierungsverfahrens mit abgeprüft. Das OTP wechselt alle 60 Sekunden und kann somit nicht fest bei den Zugangsdaten unter ~/.davfs2/secrets hinterlegt bzw. muss jeweils dann immer aktualisiert werden.

    Das Problem kann auf zweierlei Wege im Bash-Script gelöst werden. Lösungsweg 1 fragt jeweils die Daten (URL zum HiDrive, Benutzername, Passwort und OTP) ab und verwendet diese dann beim Einbinden des HiDrive-Speichers. Die Variante Lösungsweg 2 nutzt die in der ~/.davfs2/secrets hinterlegten Daten, fragt nur das OTP vom Benutzer ab und ändert dann in der ~/.davfs2/secrets jeweils das hinterlegte OTP.

    Es wird für beide Lösungswege der Einfachheit angenommen, dass nur ein HiDrive-Speicher/WebDAV-Verbindungen eingebunden werden soll. Um mehrere HiDrive-Speicher/WebDAV-Verbindungen einzubinden wären die Bash-Scripte zu beiden Lösungswegen entsprechend anzupassen.


    Das Bash-Script für Lösungsweg 1 ist wie folgt aufgebaut:

    #!/bin/bash
    # statische Variablen
    file=~/.davfs2/secrets

    # Schritt 1: username, passwort und otp abfragen und zwischenspeichern
    read -p "Bitte gebe die URL zum HiDrive-Speicher ein: " url
    read -p "Bitte gebe dein Benutzernamen ein: " user
    read -p "Bitte gebe das Passwort ein: " -s upw
    echo
    read -p "Bitte gebe das Einmalpasswort (OTP) ein: " otp

    # Schritt 2: Logindaten in secret File schreiben
    sed -i 1d $file
    echo $url $user $upw:$otp >> $file

    # Schritt 3: Einbinden
    echo "Verbindungsaufbau zum HiDrive-Speicher via WebDAV..."
    mount /mnt/hidrive

    nenne se statische Variablen.sh

    In Schritt 1 werden die URL zum HiDrive-Speicher und dazugehörigen Zugangsdaten samt OTP abgefragt und sind vom Benutzer einzugeben. Diese Daten werden in Schritt 2 dann in die ~/.davfs2/secrets zurückgeschrieben. Wahlweise können zumindest die Variablen url und user per url=<URL zum HiDrive-Speicher> und user=<Benutzername> fest im Bash-Script im Bereich der statischen Variablen gesetzt werden. Die entsprechenden Abfragezeilen sind dann zu löschen oder zumindest auszukommentieren.

    Schritt 2 löscht zunächst die erste Zeile zum HiDrive-Speicher (Befehl sed -i 1d $file, zu sed. Anschließend werden die Zugriffsdaten neu in die ~/.davfs2/secrets per Umleitung der Ausgabe in die Datei geschrieben.

    Im letzten Schritt 3 wird dann für den Benutzer ein Hinweis auf der Konsole ausgegeben und der Versuch des Einbindens des HiDrive-Speichers angestoßen.

    In Lösungsweg 2 wird das Bestehen der Datei ~/.davfs2/secrets und der dort enthaltenen Daten genutzt, um die statischen Zugangsdaten aus der Datei einzulesen und im Bash-Script weiterzuverwenden. Abgefragt wird dann nur noch das OTP als veränderliche Komponente der Zugangsdaten.

    Das Umleitungs BASH-Skript via sed


    #!/bin/bash
    # statische Variablen
    file=~/.davfs2/secrets

    # Schritt 1: Zugangsdaten aus $file einlesen
    read ln < $file
    IFS=' ' read -ra login <<< "$ln"
    upw=$( echo ${login[2]} | awk '{ print substr( $0, 1, length($0)-7 ) }' )

    # Schritt 2: OTP abfragen
    read -p "Bitte gebe das Einmalpasswort (OTP) ein: " otp

    # Schritt 3: Logindaten in secret File schreiben
    sed -i 1d $file
    echo ${login[0]} ${login[1]} $upw:$otp >> $file

    # Schritt 4: Verbindungsaufbau
    echo "Verbindungsaufbau zu HiDrive-Speicher via WebDAV..."
    mount /mnt/hidrive


    nenne es hidrive.sh

    Die Schritte 2 und 3 aus Variante 1 werden identisch übernommen und als Schritt 3 und 4 ausgeführt. Im vormaligen Schritt 1 (nun Schritt 2) wird nur noch das Einmalpasswort (OTP) abgefragt. In einem neuen vorgeschalteten Schritt (der neue Schritt 1) erfolgt das Einlesen der Zugangsdaten aus der Datei ~/.davfs2/secrets.

    Im neuen Schritt 1 wird zunächst die erste Zeile aus der secrets-Datei eingelesen und in der Variablen ln gespeichert. Die Zugangsdaten sind durch ein Leerzeichen getrennt, wodurch der String in der Variablen ln anhand des Trennzeichens (also dem Leerzeichen) aufgespalten werden muss (siehe [12]). Dies erfolgt anhand des Befehels IFS=' ' read -ra login <<< "$ln", in welchem anhand des Trennzeichens die Zugangsdaten in den Array gespeichert werden. Im Feld 0 des Arrays ist dann die URL zum HiDrive-Speicher, in Feld 1 der Benutzername und in Feld 2 das hinterlegte Passwort samt den OTP-Anhängsel gespeichert. Daher muss Feld 2 noch gekürzt werden.

    Das Entfernen des OTP-Anteils im Passwort-String erfolgt über den Befehl upw=$( echo ${login[2]} | awk '{ print substr( $0, 1, length($0)-7 ) }' ) (vgl. auch [13]). Der Variablen upw wird das Ergebnis des nachfolgenden Befehls zugewiesen. Es wird das Passwort samt OTP-Anteil ausgegeben und die Ausgabe per Pipe-Operator an den awk-Befehl weitergeleitet. Der awk-Befehl führt dann die substr()-Funktion aus, dessen Parameter das Passwort, die Startposition ab dem 1. Zeichen und die Länge des zurückzugebenden Strings. Die Länge des zurückzugebenen Teilstrings umfasst dabei die Länge des Passworts -7, da das OTP 6 Zeichen lang ist zuzüglich dem Trennzeichen : und sich am Ende des Passwort-Strings befinden.

    Der Rest ist wie gehabt, wobei die Dateneingabe des Benutzers auf das OTP beschränkt bleibt, die restlichen Abfragen also entfallen, und die Variablenbezeichnungen mit den in die secrets-Datei zu schreibenden Zugangsdaten angepasst werden müssen.

    Da im Lösungsweg 2 die Daten aus der secrets-Datei eingelesen werden, muss diese Datei samt den Zugangsdaten vorhanden sein. Das Bash-Script könnte noch dahingehend erweitert werden, dass zunächst auf die Existenz der secrets-Datei geprüft wird und bei Nichtbestehen die Zugangsdaten wie im Lösungsweg 1 (Schritt 1) abgefragt werden.
    (Semi-)Automatisierung der Einbindung per Bash-Script

    Das Bash-Script wird im Verzeichnis ~/.local/bin unter der Bezeichnung hidrive.sh gespeichert. Das Bash-Script muss als ausführbar markiert werden, was via chmod erfolgt:

    chmod 644 ~/.local/bin/hidrive.sh

    Somit ist das Bash-Script für die Automatisierung vorbereitet. Für den Autostart ist unter ~/.config/autostart noch eine .desktop-Datei anzulegen. In diesem Fall heißt die Datei (mit vollständigen Pfad) ~/.config/autostart/hidrive.desktop und umfasst folgende Zeilen. Nun Erstellen wir noch eine ini-Datei namens hidrive.desktop

    [Desktop Entry]
    Encoding=UTF-8
    Version=1.0
    Type=Application
    Terminal=true
    Name=HiDrive Automount
    Comment=Automatisches Einbinden einer HiDrive Ressource
    Exec=/bin/bash ~/.local/bin/hidrive.sh
    StartupNotify=true
    Autostart-Delay=30
    X-GNOME-Autostart-Delay=30


    Der Autostart soll um 30 Sekunden verzögert werden (Zeilen Autostart-Delay=30und X-GNOME-Autostart-Delay=30, letzteres für den Cinnamon-Desktop). Da das OTP abgefragt werden muss, wird die Zeile Terminal=true zum Öffnen eines Terminalfensters für die Eingabe des OTP benötigt. Per StartupNotify=true wird eine Benachrichtigung über den Start des Bash-Scripts an den Desktop gesendet.


    So das wars eigentlich schon fast :) Hier noch paar kleine Leitfäden wenn du Probleme hast mit deinem HiDRIVE -> https://www.strato.de/faq/cloud-spei…-ihrem-rechner/


    Hier mal der bessere Weg HiDRIVE als Linux V-Server einzurichten:

    Linux V-Server


    Einbindung mit Davfs2

    Die Einbindung erfolgt mithilfe von davfs2. Hiermit können WebDAV-Freigaben als Dateisystem eingebunden werden.

    Die Installation

    Unter Ubuntu:
    # apt install software-properties-common
    # add-apt-repository universe
    # apt install davfs2 ca-certificates

    Unter Debian:
    # apt install davfs2 ca-certificates

    Unter CentOS:
    # yum install epel-release
    # yum install davfs2

    Die Einbindung

    Nach der Installation lässt sich das HiDrive direkt einbinden:
    # mount -t davfs https://webdav.hidrive.strato.com/<HiDrive-Pfad> <Zielpfad>

    Für HiDrive-Pfad können Sie einen Pfad im HiDrive angeben, der eingebunden wird. So können Sie z.B. direkt das Benutzerverzeichnis einbinden, wenn Sie als Pfad “users/<benutzer>” angeben.

    Für den Zielpfad geben Sie ein Verzeichnis auf Ihrem Server an, in dass das HiDrive eingebunden werden soll. Das Zielverzeichnis muss vor der Einbindung bereits vorhanden sein.

    Bei der Einbindung werden Sie nach dem Benutzernamen und dem Passwort gefragt. Hier geben Sie die Zugangsdaten zum HiDrive ein.

    Die Verbindung lässt sich mit einem einfachen umount wieder lösen:
    # umount <Zielpfad>

    Die Zugangsdaten auf dem Server hinterlegen

    Es gibt die Möglichkeit, die Zugangsdaten auf dem Server zu hinterlegen. So ist es nicht notwendig, diese jedes Mal erneut einzugeben. Davfs2 verwendet dazu die Datei /etc/davfs2/secrets (für eine systemweite Einbindung) oder ~/.davfs2/secrets (für eine Einbindung durch einen regulären Nutzer).

    In dieser Datei geben Sie für jede WebDAV-Einbindung eine eigene Zeile, die so aufgebaut ist:
    https://webdav.hidrive.strato.com/<HiDrive-Pfad> <HiDrive-Benutzer> <HiDrive-Passwort>

    Nun noch sicher gehen, dass nicht jeder diese Datei einsehen kann:
    Als Benutzer root für eine systemweite Einstellung:
    # chmod 600 /etc/davfs2/secrets
    # chown root:root /etc/davfs2/secrets
    Als regulärer Benutzer für eine eigene Einbindung:
    $ chmod 600 ~/.davfs2/secrets

    Eintrag in der fstab

    Sie können die Einbindung auch in der Datei /etc/fstab eintragen. Wenn das erfolgreich gemacht wurde, reicht ein einfaches mount <Zielpfad> um das HiDrive einzubinden.
    Ergänzen Sie Datei /etc/fstab um Einträge nach dieser Vorlage:
    https://webdav.hidrive.strato.com/<HiDrive-Pfad> <Zielpfad> davfs rw,user,uid=username,noauto 0 0

    Verwenden Sie nicht die Automount-Funktion der fstab (Option auto statt noauto). Die Dateisysteme werden zu einem Zeitpunkt eingebunden, zu dem es noch keine Netzwerk-Verbindung gibt. Dies kann dafür sorgen, dass das System nicht mehr startet.

    Linux Root-Server und Server Cloud


    Einbindung mit sshfs

    Installation

    Unter Ubuntu:
    # apt install software-properties-common
    # add-apt-repository universe
    # apt install sshfs

    Unter Debian:
    # apt install sshfs

    Unter CentOS 7:
    # yum install epel-release
    # yum install fuse-sshfs

    Unter CentOS 8:
    # yum install dnf-plugins-core
    # yum config-manager --set-enabled powertools
    # yum install fuse-sshfs

    Die Einbindung

    Nach der Installation lässt sich das HiDrive direkt einbinden:
    # sshfs <HiDrive-Nutzer>@.sftp.hidrive.strato.com:<HiDrive-Pfad> <Zielpfad>

    Bei HiDrive-Nutzer geben Sie den Benutzernamen im HiDrive an.

    Für HiDrive-Pfad können Sie einen Pfad im HiDrive angeben, der eingebunden wird. So können Sie z.B. direkt das Benutzerverzeichnis einbinden, wenn Sie als Pfad “users/<benutzer>” angeben.

    Für den Zielpfad geben Sie ein Verzeichnis auf Ihrem Server an, in dass das HiDrive eingebunden werden soll.

    Bei der Einbindung werden Sie bei der ersten Verbindung gefragt, ob der Key des Servers okay ist:
    The authenticity of host 'sftp.hidrive.strato.com (85.214.3.70)' can't be established.
    ECDSA key fingerprint is SHA256:xxxxxxxxxxxxx.
    Bestätigen Sie den Key.

    Danach werden Sie nach dem Passwort gefragt. Hier geben Sie das HiDrive-Passwort ein.

    Die Verbindung lässt sich mit einem einfachen umount wieder lösen:
    # umount <Zielpfad>
    oder als normaler Nutzer:
    $ fusermount -u <Zielpfad>

    Die Zugangsdaten auf dem Server hinterlegen

    Da sshfs die regulären SSH-Einstellungen verwendet, kann man diese auch für die Einbindung mit sshfs verwenden. Diese werden unter ~/.ssh/config eingetragen.

    Hier wird die Konfiguration in der Form eingetragen (ohne die Zeilennummern):
    1: Host sftp.hidrive.strato.com <HiDrive-Nutzer>
    2:  Port 22
    3:  User <HiDrive-Nutzer>
    4:  Hostname sftp.hidrive.strato.com
    5:  IdentityFile /home/root/.ssh/idHiDrive

    In Zeile 1 ist die zweite Angabe des HiDrive-Nutzers optional. Es erlaubt allerdings die Angabe des Hosts bei einer ssh-Verbindung (nicht sshfs) Man kann hier auch beliebige andere Kürzel eintragen (getrennt mit Leerzeichen).

    Zeile 2: Die Port-Angabe ist optional. Wird sie weggelassen, wird der Port 22 verwendet.

    Zeile 3: Der Benutzername muss angegeben werden. Ansonsten wird der Benutzername des lokalen Linux-Benutzers verwendet.

    Zeile 4: Hier muss der eigentliche Servername eingetragen werden

    Zeile 5: Auch dies ist optional. Man kann einen ssh-Key erzeugen und diesen im HiDrive hinterlegen (im HiDrive > Einstellungen > nach unten scrollen > den Public-Key hochladen). Wenn man dann den Key hier angibt, ist eine Verbindung ohne Passwort-Eingabe möglich (selbst wenn die 2-Faktor-Authentifizierung aktiv ist). Einen Key erzeugen kann man auf dem Server mit folgendem Befehl: ssh-keygen -b 4096 -t rsa -f .ssh/id_HiDrive. Die Angabe des Dateinamens kann angepasst werden.

    Danach ist die Verbindung automatisch auf z.B. diesem Weg möglich:
    sshfs sftp.hidrive.strato.com:users/<HiDrive-Nuter> <Zielpfad>
    Wenn man einen SSH-Key eingetragen hat, wird man lediglich bei der ersten Verbindung hierhin gefragt, ob der Key in Ordnung ist. Im Anschluss ist diese Einbindung ohne weitere Angabe von Benutzernamen oder Passwort möglich.

    Eintrag in der fstab

    Sie können die Einbindung auch in der Datei /etc/fstab eintragen. Wenn das erfolgreich gemacht wurde, reicht ein einfaches mount <Zielpfad> um das HiDrive einzubinden.
    Ergänzen Sie Datei /etc/fstab um Einträge nach dieser Vorlage:
    sftp.hidrive.strato.com/<Pfad> <Zielpfad> fuse.sshfs rw,user,noauto 0 0

    Verwenden Sie nicht die Automount-Funktion der fstab (Option auto statt noauto). Die Dateisysteme werden zu einem Zeitpunkt eingebunden, zu dem es noch keine Netzwerk-Verbindung gibt. Dies kann dafür sorgen, dass das System nicht mehr startet.

    Haben Sie beim Benutzer root die SSH-Konfiguration für diesen Servernamen eingetragen (in der Regel in /root/.ssh/config) und verwenden hierbei auch einen SSH-Key, wird bei einem Einbinden des HiDrives kein Passwort benötigt.

    Hier die Quelle für den Fall du willst noch paar Infos dazu Nachschlagen -> https://www.strato.de/faq/cloud-spei…ver-einrichten/


    Und Hier wie man mit Hilfe von rsync sein HiDRIVE Synconisiert:

    Die Syntax von rsync

    Die Befehlssyntax von rsync ist einfach aufgebaut und ähnelt der von SSH, SCP und CP. Der grundlegende Aufbau sieht wie folgt aus:

    Code
    rsync [OPTION] source destination

    Bei source wird der Quellpfad eingetragen, aus dem die Daten synchronisiert werden sollen, während als destination der Zielpfad angegeben wird. Dazu bietet rsync eine Vielzahl von Optionen, mit denen der Synchronisationsprozess an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. Zu den am häufigsten verwendeten Optionen gehören:

    • -a (Archive): Behält rekursiv Dateiberechtigungen, Zeitstempel, Gruppen, Besitzer und spezielle Dateieigenschaften bei.
    • -v (Verbose): Zeigt detaillierte Informationen über den Synchronisationsprozess an.
    • -r (Recursive): Synchronisiert Verzeichnisse und deren Inhalte rekursiv.
    • -u (Update): Überträgt nur Dateien, die neuer sind als die bereits vorhandenen im Zielverzeichnis.
    • -z (Compress): Reduziert den Datenverkehr über das Netzwerk.
    • -n –itemize-changes: Zeigt eine Liste der Änderungen an, die vorgenommen werden sollen.
    • --delete: Löscht Dateien im Zielverzeichnis, die in der Quelle nicht mehr existieren.
    • --exclude: Schließt bestimmte Dateien oder Verzeichnisse von der Synchronisation aus.
    • --dry-run: Simuliert den Synchronisationsprozess, ohne tatsächlich Dateien zu übertragen.
    • --progress: Zeigt den Fortschritt der Dateiübertragung an.
    • --partial: Dateien, die teilweise übertragen wurden, verbleiben im Zielverzeichnis, wenn die Übertragung unterbrochen wird. Bei einer erneuten Übertragung wird die Datei von ihrem letzten Zustand fortgesetzt.

    rsync-Syntax: Beispiel

    Die rsync-Syntax lässt sich leicht an einem praktischen Beispiel nachvollziehen. Mit dem folgenden Befehl wird das Verzeichnis dir1 inklusive 100 leerer Testdateien und ein zweites, leeres Verzeichnis dir2 erstellt:

    Code
    $ cd ~
    $ mkdir dir1
    $ mkdir dir2
    $ touch dir1/file{1..100}


    Weiter Option und Befehl zu rsync findest du hier -> https://www.ionos.de/digitalguide/server/tools/rsync/


    Hier mal eine Alternativen Weg der bei Problemen sehr Hilfreich seien kann und zwar "HiDrive mit SSHFS mounten unter Linux."

    Zuerst installiere Bitte das sshfs module in deiner Linux Distro

    sudo apt get install sshfs

    danach lege einen Ordner an wo du dein HiDRive System mounten willst.

    beispielsweise unter "/mnt/hidrive". Den Mount-Vorgang an sich löset du dann mit folgenden Befehl:

    sshfs HiDrive-Benutzername@sftp.hidrive.strato.com:/users/HiDrive-Benutzername /mnt/hidrive

    Schritt zwei "HiDrive bei Neustart automatisch mounten".

    Damit der Mountvorgang automatisch nach jedem Neustart ausgeführt wird, ist es notwendig, einen SSH-Schlüssel zu erzeugen und diesen in Ihrem HiDrive-Account zu hinterlegen.

    Wie du den SSH-Key erstellen und Anlegst erfährst du hier -> https://www.strato.de/faq/cloud-spei…-key-einloggen/


    Schritt drei "Wichtig ist, dass der SSH-Key unter dem Namen "/root/.ssh/id_rsa" gespeichert ist, da SSHFS sonst nicht auf diesen zugreifen kann.

    Editieren Sie nun die Datei "/etc/fstab" und fügen am Ende die folgende Befehlszeile ein:

    sshfs#HiDrive-Benutzername@sftp.hidrive.strato.com:/users/HiDrive-Benutzername /mnt/hidrive fuse 
    uid=1002,gid=100,umask=0,allow_other,_netdev 0 0

    Ersetzen Bitte HiDrive-Benutzername und /mnt/hidrive jeweils durch deine Werte.

    Beachte, dass der Befehl vollständig in eine Zeile geschrieben sein muss.

    Der Parameter "_netdev" ist wichtig, da das System sonst beim booten nicht weiß, dass eine funktionierende Netzwerkverbindung zum Einbinden der Partition erforderlich ist.

    Sofern der automatische Mountvorgang nach einem Neustart nicht erfolgreich ist, kann es daran liegen, dass das Laufwerk beim Abarbeiten von "fstab" noch nicht bereit ist. Als Abhilfe trage einfach in die Datei "/etc/rc.local" vor der Zeile "exit 0" die beiden folgenden Zeilen ein:

    sleep 20
    mount -a

    Den Wert 20 kannst du schrittweise verringern, bis es gerade noch reicht, um Ihr HiDrive nach einem Neustart erfolgreich zu mounten.

    Das wars schon ich hoffe dieses kleine aber ausführliche Tutorial meinerseits Hilft dir auch aals Linux Anfänger und jeder hat mal auf einer Konsole bzw Terminal angefangen :-).


    Hier noch ein kleines Wiki zu Rsync -> https://www.strato.de/faq/cloud-spei…-ich-rsync-ein/


    LG von Schatten-Nacht

  • Axel52 December 29, 2025 at 2:02 PM

    Selected a post as the best answer.
  • Ja, was für ein Aufwand. Ganz einfach geht es auch über die Fritz!Box, die kann das von Haus aus und man muss nur in der fstab einen mount schreiben, um dann alles in System zu haben.

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