Ich habe mir einen Multibootstick mit Hilfe von Ventoy erstellt und dabei nun auch die aktuelle Desinfec't erfolgreich drauf gepackt.
Hier wollte ich Euch meine Vorgehensweise vorstellen:
Ich habe den Stick zunächst mit Ventoy eingerichtet und dabei Möglichkeit genutzt, Speicherplatz am Ende frei zu lassen.
Mit GParted habe ich dann zwei zusätzliche Prtitionen in dem freien Bereich erstellt. Eine soll eine Daten-Partition werden, auf der ich dann bei Verwendung der verschiedenen Live-Umgebungen Daten dauerhaft speichern kann; diese habe ich mit exfat formatiert, damit sie auch von anderen System gelesen werden kann. Dann muss für Desinfec't eine ext4-Partition erstellt werden, die den Namen (Label) desinfSIGS bekommt. Auf letzterer werden von Desinfec't die Virensignaturen bei der Aktualisierung dauerhaft gespeichert.

Die Datenpartition habe ich mit dem Label "Daten" Versehen, das ist aber kein muss bzw. der Name kann frei gewählt werden. Für mich waren 4 GB ausreichend, bei Verwendung größerer Sticks und je nachdem wie viele ISO-Abbilder drauf sollen, kann das natürlich größer gemacht werden.

Die Partition zur Aufnahme der Aktualisierungen von Desinfec't muss zwingend die Bezeichnung (Label) "desinfSIGS" erhalten und in ext4 formatiert werden.
Der Stick hat am Schluss also 4 Partitionen.
Die Datenpartition habe ich erstellt, da ich in manchen Live-Umgebungen nicht auf die Ventoy-Partition zugreifen konnten (oder zumindest für mich nicht offensichtlich). Da ich aber die Möglichkeit haben will, in jeder Live-Umgebung auch Daten speichern zu können, fiel mir da nichts besseres ein und es scheint zu funktionieren. Natürlich kann man auch einen zweiten USB-Stick einstecken, sofern noch ein USB-Anschluss frei ist. Aber als reiner Gelegenheits-Datenretter würde ich mir dort auch noch einiges an Doku drauf speichern, da ich mir mangels Erfahrung nicht alles so im Detail merken kann.
Die ISO-Abbilder müssen auf der Partition mit der Bezeichnung "Ventoy" gespeichert werden. Sobald von diesem Stick gestartet wird, erscheinen dann alle Abbilder im Boot-Menü. Zum Einrichten von Desinfec't muss beim ersten mal noch ein Skript ausgeführt werden.
Es darf dann im Folgenden nicht(!) der erste Punkt mit "USB-Stick in nativen Desinfec't-Stick umwandeln" verwendet werden, sonder der zweite Punkt "Desinfec't starten" muss ausgewählt werden. Natürlich könnte man vorher noch mit isomaster die Konfiguration verändern und den Punkt aus dem Grub-Menü entfernen, das habe ich mir aber jetzt erst mal gespart.
In der Desinfec't-Session muss dann das Skript create_persistent_signatures.sh mit sudo ausgeführt werden
Anschließend muss der Rechner mit eingestecktem Stick neu gestartet werden.
Dann erst können die Updates dauerhaft gespeichert werden.
Wenn die Umgebung lediglich für einen späteren Scan aktualisiert werden soll, kann zunächst mit
das System aktualisiert werden und im nächste Schritt mit dem Skript update_all_signatures.sh die Signaturen aktualisiert werden
Auch kann auf die zuvor erstellte Datenpartition zugegriffen werden.
Sobald dann eine neue Desinfec't-Version erscheint, kann man einfach die ISO-Datei auf der Ventoy-Partition ersetzen. Wichtig ist, dass die ext4-Partition mit der Bezeichnung "desinfSIGS" dann zunächst gelöscht und neu erstellt werden muss, ansonsten wird das nicht sauber funktionieren. Danach muss zunächst beim erstmaligen Starten der neuen Desinfec't-Umgebung wieder die Einrichtung mit dem Skript erfolgen, bevor die dauerhafte Speicherung der Aktualisierungen erfolgen kann.
Die Infos zu Desinfec't stammen aus dem heise-Forum Install-Alternative: ventoy & Desinfec't inkl. persistente Updates, ich wollte es lediglich hier etwas ausführlicher zeigen, da ich selbst grad den Bedarf hatte und das ganze durchexerziert habe.
Auf meinem Stick befinden sich dann noch die folgenden Rettungstools
Es gibt sicherlich noch mehr, aber für einen Gelegenheits-Anwender wie mich reicht das völlig aus. Vielleicht kann auch noch das Live-Medium der Lieblings-Distribution drauf, da gibt es sicher noch unzählige Möglichkeiten.