Boot Mate - Meine erste öffentliche Linux App

  • Heute veröffentliche ich meine erste öffentliche Linux App. Ihr Name ist Boot Mate.

    Wer sie direkt sehen will hier bitte:

    Source Code: https://github.com/srueegger/bootmate

    DEB File: https://github.com/srueegger/bootmate/releases

    -------------------------------------------------------------------------------

    Was kann die App? Die App kann die Autostart Einträge von deinem Nutzer und vom System verwalten. Man kann bestehende Autostart Einträge löschen, bearbeiten oder neue hinzufügen. Kompatibel ist die App mit allen Desktops die die "Desktop Application Autostart Specification" von freedesktop.org nutzen. Soweit mir bekannt sind das alles grossen Desktops: Gnome, KDE, XFCE, Cinnamon, etc

    Und so sieht die App jeweils im Light- und Darkmode aus:

    Zum Hintergrund: Wie einige ja wissen, bin ich ein Ubuntu-User. Und Ubuntu bietet seit ich denken kann eine grafische App an um seine Autostart Einträge zu verwalten. Mit Ubuntu 25.10 wurde diese App aber entfernt. Als Ersatz kann man nun direkt in den Gnome Einstellung bei jeder App anwählen ob sie beim Systemstart gestartet werden soll oder nicht.

    Und für viele wird das völlig ausreichen und cool sein. Für einige aber nicht, da die Gnome eigene Lösung aus meiner Sicht zwei fundamentale Nachteile hat.

    1. Hat man keinen Vogelblick auf die Autostarts, man sieht nicht auf einen Blick welche Apps alle automatisch starten. Sondern mühsam bei jeder App einzeln schauen ob sie startet oder nicht.
    2. Man kann beim Start eines Programms keine Startparameter mitgeben

    Also dachte ich mir okay, das ist nervend. Die Autostarteinträge über Textdateien von Hand zu schreiben ist aber auch nervend. Also schreibe ich mir eine kleine App.

    Erst wollte ich die APP in der Programmiersprache Vala schreiben, da ich mit der vertraut bin. Aber ich wollte mich auch schon länger mal mit Rust beschäftigen. Daher habe ich mich für Rust entschieden - und tadaa die App ist hier. Als GUI-Toolkit habe ich mich (als Gnome Kind) für libadwaita entschieden.

    Wenn du mich bei der Entwicklung der App unterstützen willst, kannst du gerne Fehler melden. Was ebenfalls benötigt wird sind noch Übersetzungen - zurzeit gibt es die App nur in Englisch und Deutsch. Ansonsten bin ich schon glücklich, wenn ihr dem GitHub Repository einen Stern gibt :)

    Verfügbarkeit:
    Über das oben verlinkte GitHub Repository wird immer ein aktuelles DEB Paket bereit stehen. Ich habe das DEB nur unter Ubuntu 24.04, Ubuntu 25.05 und Linux Mint 22.x getestet. Falls jemand Debian oder sonst was am laufen hat, kann ja gerne mal Feedback geben ob das ganze funktioniert.

    Grundsätzlich ist aber geplant die App in den Snap Store zu bekommen. Und ja ich habe auch bereits funktionierende Snap-Builds. Da die Snap aber auf den Benutzerordner (genauer auf den Autostart-Ordner) zugreifen muss brauche ich hier spezielle Berechtigungen die mir von Snapcraft erst gegeben werden müssen. Dazu befindet sich das Snap noch in einem "ausführlichen Review" Prozess. Normalerweise kann der bis zu 2 Wochen dauern - ich wurde aber schon vor-gewarnt wegen Festtage, etc kann es etwas länger dauern.

    Mein Ziel ist es, das beim Release der nächsten Ubuntu LTS 26.04, wenn ganze viele Nutzer merken das es das Ubuntu eigene Autostart Programm nicht mehr gibt - mein Programm im Snap Store finden und direkt installieren können.

  • kim88 December 1, 2025 at 6:56 PM

    Approved the thread.
  • Wow, toll, ich bewundere immer Leute, die Software entwickeln können. ( ich kann es nicht).

    *Computer Club Itzehoe e.V./ Computer Club Elmshorn e.V.*
    Meine Umgebung: * Thinkpad X220 Ubuntu 24.04 mit Ubuntu Pro / Kanotix * MacBook Pro 2012 mit Ubuntu 24.10 / Sparky Linux 8 * Surface Pro 6 Ubuntu 24.04 mit Ubuntu Pro * ProPixel 3a Ubuntu Touch * MacBook Pro 2017 mit Kanotix * MacBook Air 2011 mit Lubuntu 24.04.

  • Und wir armen Raspberry Pi-Menschen müssen natürlich mal wieder selbst kompilieren!

    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.

    --

    Wir sind hier alle Trekkis, Star Wars müffelt!

  • Also so sieht's unter Debian (LMDE7) aus. Plank, was ich selber in den Autostart eingetragen habe, wird nicht angezeigt. Desweiteren sehe ich nicht, ob die Autostarts aktiv oder deaktiviert sind. Nur ein Test. Es zeigt das ganze systemtypische an...das ist nicht schlecht. Aber ein sichtbares deaktiviert und deaktivieren ohne löschen wäre gut.

         

  • kim88

    Würdest du noch Toggle Switches zum Ein- und Ausschalten hinzufügen?

    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.

    --

    Wir sind hier alle Trekkis, Star Wars müffelt!

  • Hallo kim88 ,

    ich nutze schon seit längerem ein ähnliches Tool namens "Ignition" als Flatpak. Das sieht im Grunde genauso aus und macht das Gleiche. Dennoch habe ich Dein Tool als DEB installiert und freue mich darauf. :)

    terra PC-Micro 6000C GREENLINE von Wortmann AG mit Intel Core i5-1334U / Intel Iris Xe Graphics / SODIMM Samsung M425R2GA3PB0-CWM 2 x 16 GB = 32 GB / WD Red SN700 NVMe SSD 2 x 500 GB = 1 TB / Mainboard Clevo R100AU mit UEFI von insyde Software an LG 27U59 4k Ultra-HD, 27",16:9 / Das Keyboard 6 Pro Kabel / ergoleben VM Maus kabellos - rechts - groß / brother MFC-L2710DN / Fritz!Box 6490 Cable via LAN, 250 MBit Down / 25 MBit Up, Vodafone Kabel Deutschland

  • Und wir armen Raspberry Pi-Menschen müssen natürlich mal wieder selbst kompilieren!

    Du kannst gerne ein PR machen, und nen GitHub Workflow für den ARM64 Build hinzufügen - ich hatte ehrlich gesagt massive Probleme damit den GitHub Build für ARM zu bauen und hab es dann einfach aufgegeben :D

    Würdest du noch Toggle Switches zum Ein- und Ausschalten hinzufügen?

    In einer der nächsten Versionen ja.


    ich nutze schon seit längerem ein ähnliches Tool namens "Ignition" als Flatpak

    Ich habe gesehen, dass es die App gibt. Aber einerseits wollte ich ja was lernen (Rust) anderseits - will ich die App halt im Snap Store - so das alle Ubuntu Users in Zukunft eine "Autostart" App haben ohne das sie erst Flatpak installieren müssen.

  • Du kannst gerne ein PR machen, und nen GitHub Workflow für den ARM64 Build hinzufügen - ich hatte ehrlich gesagt massive Probleme damit den GitHub Build für ARM zu bauen und hab es dann einfach aufgegeben :D

    Teste noch

    Meine Projekte:

    GuideOS Logo PiGro-Aid Logo

    Auf Linux seit 2003 | Python-Jünger| Wir reden ja hier über Computer, das sind Arbeitsgeräte und keine Religion.

    --

    Wir sind hier alle Trekkis, Star Wars müffelt!

  • harihegen jo genau. Ubuntu Desktop hat bisher auch eine eigene App dafür mitgeliefert. Die haben sie aber mit Ubuntu 25.10 eingestampft.

  • Sehe ich das richtig, dass bei deinem Tool die Autostarts nur deaktiviert werden können, wenn man sie löscht?
    Ein Aktivieren/Deaktivieren per Häkchen, wie bei gnome-session-properties oder bei Autoruns - Sysinternals ist nicht möglich?

    Wenn das so ist, halte ich das für keine gute Idee, gerade bei System-Autostarts. Ich habe zwar aktuell keinen Bedarf an Boot Mate, da unter Ubuntu 24.04 gnome-session-properties existiert, allerdings finde ich es gar nicht so verkehrt, bei jeder App einzeln zu schauen, ob sie startet oder nicht. Einige Apps bieten nämlich an dieser Stelle noch jede Menge weiterer Einstellungen (was mir bis heute nicht bewusst war), die man aktivieren oder deaktivieren kann. Als Beispiel kann man einfach mal bei Firefox, Firmware, LibreOffice, Vivaldi oder FreeCAD nachsehen.

  • Edit:Ich sehe gerade du hast auch mit Claude gearbeitet.Wie hilfreich ist die AI ?

    Ich arbeite sehr viel mit Claude - auch beruflich nutzen wir Claude extremintensiv - daher ich finde Claude extrem hilfreich.

    Sehe ich das richtig, dass bei deinem Tool die Autostarts nur deaktiviert werden können, wenn man sie löscht?

    Ja. Das wurde hier schon angemerkt und werde ich mit der Version 1.2 anpassen - die ist schon in der Mache. Ich selber nutze das aktivieren / deaktivieren gar nicht. Sondern habe immer nur mit "File ist da oder nicht da gearbeitet".

    Wenn das so ist, halte ich das für keine gute Idee, gerade bei System-Autostarts.

    Die System Autostarts lösche ich nicht. Weil das wirklich keine Gute Idee. Dazu benötigt man auch Root Rechte und ich mache keine Passwort Abfrage. Wenn du einen "System Autostart löschst" erstelle ich in deinem Benutzerordner eine Autostart Datei mit dem gleichen Namen die im Grunde nichts ausführt.

    So bleibt die Originaldatei unangetastet, und das System ignoriert die Systemdatei beim booten, da die Datei im Benutzerordner priorisiert wird.

  • Heute habe ich Bootmate in der Version 1.2.0 veröffentlicht.

    Als erstes möchte ich mich bei Actionschnitzel bedanken, dank seinen Code-BEiträgen, gibt es Bootmate nun auch als ARM Version (für alle die z.b. einen Raspberry PI oder so nutzen).

    Und wir armen Raspberry Pi-Menschen müssen natürlich mal wieder selbst kompilieren!

    Deine Mitarbeit wurde sowohl im GitHub Repository aber auch direkt in der App hinterlegt.

    Aber ein sichtbares deaktiviert und deaktivieren ohne löschen wäre gut.

    Würdest du noch Toggle Switches zum Ein- und Ausschalten hinzufügen?

    Das ist neben dem ARM Build die grösste Neuerung an dem Programm. Man kann nun Autostart Einträge aktivieren und deaktivieren. Das gilt sowohl für "Nutzereinträge" wie auch für "Systemeinträge".

    Download: https://github.com/srueegger/bootmate/releases

  • Ja...jetzt sieht man, was ausgeschaltet ist und kann es wieder einschalten. Und aktive ausschalten ohne zu löschen. :thumbup:Sieht gut aus und funktioniert. Gefällt mir.

    Nur zur Info, vllt. kann es ja nützlich sein: Habe das parallel mit dem Mint-eigenen Tool getestet. Alles was ich mit bootmate gemacht habe, wurde auch so übernommen. Das einzige Prog., welches ich selber schon lange in meinen Autostart eingetragen habe, es ist Plank, ist im bootmate nicht zu sehen.

    PS: Habe mal probehalber über bootmate ein Prog. hinzugefügt. Das sehe ich weder bei bootmate noch im Mint-eigenen Autostart. Ich habe LMDE7 mit Cinnamon. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht Alacritty im Autostart. =O

         

  • Ich habe keine Ahnung ob Linux Mint hier ausserhalb vom Freedesktop.org Standard arbeitet. Bzw wie dort die Autostarts verwaltet werden.

  • Habe Dank KI alle Ordner und Dateien durchgesehen, in denen sich Autostarts eintragen können. Habe Alacritty (zum Glück) nicht gefunden.

    Wollte ja auch bisschen Input geben, damit Du weißt, wie's auf anderen Systemen so funktioniert.

         

  • Mit der aktuellen Version ist es für mich gut geworden, so dass ich bisherige Tool (Ignition) deinstalliert habe.

    terra PC-Micro 6000C GREENLINE von Wortmann AG mit Intel Core i5-1334U / Intel Iris Xe Graphics / SODIMM Samsung M425R2GA3PB0-CWM 2 x 16 GB = 32 GB / WD Red SN700 NVMe SSD 2 x 500 GB = 1 TB / Mainboard Clevo R100AU mit UEFI von insyde Software an LG 27U59 4k Ultra-HD, 27",16:9 / Das Keyboard 6 Pro Kabel / ergoleben VM Maus kabellos - rechts - groß / brother MFC-L2710DN / Fritz!Box 6490 Cable via LAN, 250 MBit Down / 25 MBit Up, Vodafone Kabel Deutschland

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!