NAS - Fertig oder eigenbau

  • Hallo zusammen.

    Ich bin schön länger am überlegen mir eine NAS anzuschaffen für den privat Gebrauch. Die frage ist, ob Eigenbau oder eine Fertige?

    Was ich machen möchte:

    -Backups für mein Betriebssystem (Cachyos)

    - Weg von Diensten wie (Google Drive, GMail, Icloud)

    - Nutzung von Docker Container

    - wenn ich was auf mein Smartphone mache (Photos oder Dokumente scanne), das die direkt auf der NAS landen und nicht auf andere Anbieter Server.

    Das erstmal das gröbste was ich gern tun möchte, andere dinge ergeben sich ja im laufe der Zeit.

    Was ist also gut Fertig oder Eigenbau?

    Beim Eigenbau, habe ich kein Problem mit, mich da stundenlang hinzusetzen, den aufzubauen und Software zuinstallieren und die Einrichtung vorzunehmen (für die Lernkurve)

    Hab auch nichts dagegen wenn ich schon eine Fertige NAS auf dem Tisch habe. Bei der Fertigen habe ich gehört, das der Support irgendwann mal ausläuft und man dann Blöd dasteht, wie ist das bei einer selbsbau NAS?

    Ist das Installierte Betriebssystem auf dem PC egal oder gibt es dort probleme?


    Kann man mich da irgendwie beraten?

  • Moin,

    naja, wenn du viel Zeit und Lust auf einen Eigenbau hast, hällt dich dich keiner ab, da was zusammen zu basteln. Ich würde da z.B. zum testen erst einmal mit 4 HDD reichen ja 1TB Platten anfangen, also z.B.ein Mini PC mit den nötigen Anschlüssen (Sata, und Netzwerk , 2 unabhängige Ethernet Anschlüsse, da reicht für den Anfang zum experimentieen, auch ein 2. Anschluss per USB auf Ethernet. Und dann die passende Software drauf packen. Ich für meinen Teil würde da einfach einen Ubuntu Serverinstallieren, und da drauf dann docker, oder Podman und dazu docker compose, bzw zum verwalten noch Portainer. Die Platten selber würde ich für den Anfang als Raid5 einrichten, und dann damit experimentieren. Läuft das alle zufriedenstalled dann würde ich das ganze dann in "groß" bauen, also mit größeren Platten, und zusätzlich noch eine große HDD um von dem NAS auch Backups anlegen uu jönnen. Je nach dem Geldbeute kannst du dann natürlich das ganze mit SSD, oder NVME betreiben. Netzwerk auf 10 Gbit ausbauen. Wenn du schhnell starten willst, ohne zu lange zu basteln, würde ich mir was fertiges mit mindestens 4 Einschüben besorgen. LG Olav

    Die Grundlage aller Fundamente ist die Basis. :!::?::)

    Das Linux Universum ist unendlich. groß . Daher ist es manchmal schwer die passende Lösung zu finden. A b e r es gibt immer eine :)


    Bitte beachten Sie dass nicht alle meine Kommentare für Anfänger immer geeignet sind.

  • Ist Natürlich alles eine Geld frage, aber heißt ja das es endlos erweiterbar ist, man könnte also klein Anfangen und nach und nach vergrößern?

    Gegen Bastelei und sich mit der Sache beschäftigen habe ich nichts und wie gesagt hab eich auch nichts gegen eine Fertige NAS, aber dort stört mich das der Support irgend wann endet, ist es bei eigenbau anders mit dem Support?

  • Ich wäre für Eigenbau. Nicht, weil das Ergebnis unbedingt besser ausfällt als eine fertige Lösung, aber du lernst viel dabei.

    Bei deiner Wunschliste reicht eine Minimalinstallation von Ubuntu/Debian und dann Stück für Stück Dienste wie Samba, NFS, Docker, LXD usw. ausprobieren und installieren.

    Kannst auch zuerst in einer virtuellen Maschine etwas üben, bevor es dann auf richtige Hardware geht.

  • Meine Wunschliste ist erstmal klein

    -Eventuell eigenen E-Mail Server, möchte weg von Google und Co

    -Sowie raus aus Google drive und Icloud, generell eigene Cloud betreiben wo ich halt meine gemachten Fotos und gescannte Dokumente in der NAS ablegen kann ohne die anderen anbieter in anspruch zunehmen, also mitn Smartphone

    -Backup für Betriebssystem

    - Kleinigkeiten wie Dokumtenverwaltung (glaub Paperless, wa sowas)

    - Allgemein Daten ablage für allerlei dinge

    - Wenn es möglich ist, ein Werblocker drauf bringen (pi-Hole)

    usw

  • Meine Wunschliste ist erstmal klein

    -Eventuell eigenen E-Mail Server, möchte weg von Google und Co

    Naja, einen E-mail Server selbst zu betreiben ist früher wie heute nicht gerade "klein". Das willst du nicht zuhause betreiben, höchstens als eine Backup Gesschichte. Du brauchst dafür eine IP welche nicht nur öffentlich ist, sondern auch nicht in irgendwelchen Sperrlisten auftauscht. Die meisten Viele Private Anschlüsse, ganze Netze werden heutzutage automatisch geblockt. Dem entsprechend mag den Mailserver lieber auf einem Phys. Rechner oder VPS bei einem Provider betreiben, oder muss da komische Konstrukte mit Weiterleitungen (Tunnel bauen) verwenden.

    -Sowie raus aus Google drive und Icloud, generell eigene Cloud betreiben wo ich halt meine gemachten Fotos und gescannte Dokumente in der NAS ablegen kann ohne die a

    Das ist wiederum kein Problem. Ich betreibe sowas u.a. in meinem Homelab z.B. unter Proxmox.

    LG Olav

    Die Grundlage aller Fundamente ist die Basis. :!::?::)

    Das Linux Universum ist unendlich. groß . Daher ist es manchmal schwer die passende Lösung zu finden. A b e r es gibt immer eine :)


    Bitte beachten Sie dass nicht alle meine Kommentare für Anfänger immer geeignet sind.

  • Okay, Hauptsache ich kann e-mails einrichten, die eventuell nicht nach hause telefonieren.

    Wie ist den eigentlich der Software Support, von den Fertig NAS Herstellern? wieviel jahre erhalte ich updates? möchte nicht alle zb.: 4-5 Jahre die Hardware wechseln nur weil es kein Support mehr erhält und ich denn vom Internet trennen muss weil der sonst zu unsicher ist. In der sache bin ich unsicher und frage nebenbei nach Eigenbau. Wenn man man mir jetzt aber sagt das Synology, QNap, terramaster oder Ugreen 10 Jahre updates bringen, wäre ich damit sehr zufrieden

  • Moin,

    also Synology z.B. supportet einen NAS wohl so 10-12 Jahre meines Wissens. Ich selbst hab eine DS720+ mit 2x4TB (IronWolf Red).

    Das was deine Wünsche sind, hab ich bei mir alles eingerichtet. Das meiste mit Docker bzw. Container Manager.

    PaperlessNGX wäre z.B. das Dokumentenverwaltungssystem, Pi-Hole der Werbeblocker (geht nun mit IPv4 und IPv6 - die DNS, die benutzt wird, habe ich in der FritzBox eingetragen), Watchdog habe ich noch am laufen... das schaut nach Aktualisierungen von Containern und updatet sie dann auch (wenn man möchte).

    Ansonsten noch Duplicati für Backups, Home Assistant für Smarthome, Emby für den lokalen Mediaserver für Filme, Serien usw. zudem habe ich noch mein IPTV (Zattoo) mit eingebunden. Dazu habe ich telerising benutzt. Für EPG dann easyepg lite...

    Nextcloud für die eigene Cloud...

    Vaultwarten als lokalen Bitwarden-Server...

    und natürlich Portainer, was die Verwaltung der Container um ein Vielfaches vereinfacht.

    Aber, wie oben beschrieben, brauchst du eine öffentliche IPv4 Adresse deines Internetproviders. Damit geht es am einfachsten. Soll wohl auch anders gehen, aber das war mir alles zu kompliziert. Ich habe z.B. Internet bei Vodafone. Habe dort angerufen und gesagt, dass ich eine öffentlich IPv4 brauche, weil sonst mein Smarthomezeugs nicht geht und dann haben die mir das wieder freigeschalten.

    Zudem nutze ich den NAS auch noch als Reverse-Proxy, damit ich von außerhalb auch meinen Kram verwalten kann und das mit Verschlüsselung usw.

    Dazu habe ich mir noch Heimdall als Container installiert, damit ich eine nette Oberfläche hab, worauf ich immer zugreifen kann. Egal, ob lokal, oder von außerhalb. :)

    Eigenbau wäre wohl auch ganz toll. Aber damit kenne ich mich nun nicht so wirklich aus. Aber im Großen und Ganzen sollte man theoretisch einfach einen PC zusammenbauen, der dafür genug Leistung hat und nebenbei kaum Strom zieht. Dann wählt man ein passendes OS aus und den Rest würde ich dann wieder mit Docker realisieren.

    Der Vorteil ist da halt, wenn du dir mal was zerschießt, dann löschst du den Container und machst einen neuen. Somit bleibt das alte System außen vor.


    Aber das kann jeder machen, wie er möchte. :D

  • Daniel Ketel: Easily build an awesome, fast and efficient home server in the year 2024

    Vielleicht kennst du den Link bisher nicht und ich hoffe, dass dir die mehrteilige Serie weiterhilft. Ich persönlich setze keinen Eigenbau ein, weil ich zu den Menschen gehöre, die sich eher an solchen Projekten übernehmen. Wenn ich mangels Wissen und Können meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann, dann ist es für mich besser, mein Geld direkt bei den Fachleuten zu lassen. :)

    Jetzt kann ich mich auf andere Sachen konzentrieren, nämlich Wissensaufbau im Hinblick auf mein Netzwerk daheim, Docker, Cloud. Und die Lernkurve ist steil.

  • also Synology z.B. supportet einen NAS wohl so 10-12 Jahre meines Wissens. Ich selbst hab eine DS720+ mit 2x4TB (IronWolf Red).

    Wenn das mit den 10 Jahren so hinkommt, wäre mehr als zufrieden mit einer Fertigen lösung. Wie schaut es bei den anderen herstellern aus (Qnap, terramaster oder Ugreen)?

  • Wenn das mit den 10 Jahren so hinkommt, wäre mehr als zufrieden mit einer Fertigen lösung.

    Bei Synology kann ich das bestätigen. Ich habe 3 im Einsatz. DS212+,DS213j nutze ich nur intern als Backupkisten, da ist der Support abgelaufen vor 2 Jahren aber das heißt ja nicht das sie tot sind. Es gibt eine tolle Community wo viele Dinge weiter laufen ;)

    Eine DS718+ genießt nach 7 Jahren noch vollen Support, also mach Dir keine Sorgen, 10 Jahre sind locker drin und die Teile sind wirklich leicht zu händeln und der Stromverbrauch liegt bei 12-15 Watt mit 2 Lanports. Bei einer Frickellösung liegst du vermtl um einiges drüber...

  • Obwohl ich auch ein FReudn von selbst machen bin, werkeln hier zwei Synology Systeme, eine DS216 und eine DS415+ beide tun was sie sollen und sind sparsam was den Strom betrifft. Grundsätzlich würde ich immer zu was fertigem raten und weil mir Synology gefällt, eben auch dazu.

    System: board: MSI Z77A-G43 CPU: i7-3770 3,4GHz RAM: 32 GB GraKa: NVIDIA RTX3060 Speicher: 1 x 250 GB SSD (System) + 3 x 2 TB RAID 5 für /home

  • Ist halt schwierig, wenn man die Prioritäten nicht genau kennt. Es spricht sicher nichts gegen ein fertiges NAS, außer vielleicht der Preis. Die Teile sind klein, kompakt und laufen erst mal einfach so. Gleichzeitig lieferst du dich unter Umständen aber auch den Herstellern aus, was man bei Synology gut sehen konnte, als plötzlich nur noch zertifizierte Platten von denen den vollen Leistungs bzw Funktionsumfang bei einigen NAS erhalten sollten. Dann ist man auf Druck der Community/Käufer irgendwann wieder zurückgerudert.

    Für leichte Aufgaben würde sogar schon ein kleiner Raspberry Pi 5 reichen. Den habe ich hier laufen und da ist ein Samba-Share drauf, Pi-Hole und ein paar weitere Container via Portainer. Habe mir das NVMe-Kit geholt und ne 512GB NVMe verbaut. Da läuft jetzt zusätzlich noch Immich drauf.

    Zusätzlich habe ich noch einen überdimensionierten Homeserver mit unRAID am Start, da ich hier diverse Platten mischen kann und es sehr einfach zu administrieren ist. TrueNAS ist ebenfalls spitze - wenn auch etwas anspruchsvoller und professioneller.

    Wenn du ein Mittelding willst, wäre auch ein kleiner N150 oder N250, N95, N97, etc eine Option. Die gibt es oft mit 2 oder sogar 4 NVMe Slots (Achtung Kühlung!). Die kann man via USB dann mit spinning rust erweitern. Einige haben auch ne Mischung aus 2 NVMe und 2 SATA.

    Wo genau würden denn deine Prioritäten liegen? Hast du Hardware, die du verwenden kannst? Altes Board mit Prozessor? Platten? SSD? Würdest du das Geld lieber für gute Hardware wie CPU, Board, etc ausgeben und später nachrüsten oder ein wenig sparen und dafür mehr in Laufwerke investieren? Wie viel Speicher benötigst du? PReis der Anschaffung wichtiger als Stromverbrauch? Oder soll lieber etwas mehr ausgegeben und dann weniger Strom verbraucht werden?

    Das mit den Mails Zuhause würde ich ehrlich gesagt vergessen. Gibt hier einige, die das erfolgreich gemacht haben, in der Regel ist aber immer zusätzliche Arbeit nötig - mindestens in Form eines SMTP-Relay.


    GuideOS @ 7900X/RX7800XT/64GB | MacOS @ MacBook Pro M5 | unRAID @ 9600x/32GB/40TB

  • Bei Synology kann ich das bestätigen. Ich habe 3 im Einsatz. DS212+,DS213j nutze ich nur intern als Backupkisten, da ist der Support abgelaufen vor 2 Jahren aber das heißt ja nicht das sie tot sind. Es gibt eine tolle Community wo viele Dinge weiter laufen ;)

    Eine DS718+ genießt nach 7 Jahren noch vollen Support, also mach Dir keine Sorgen, 10 Jahre sind locker drin und die Teile sind wirklich leicht zu händeln und der Stromverbrauch liegt bei 12-15 Watt mit 2 Lanports. Bei einer Frickellösung liegst du vermtl um einiges drüber...

    Das hört sich ja super an. Kurz ne Frage, die ich einwerfen möchte... bietet die Community dann auch "Firmware Updates" an? Wäre cool zu wissen, wenn meine mal EoL erreicht. :)

    Smashii was ich noch vergessen hatte... ich habe auch noch einen anderen RAM verbaut. Komme nun auf so ca. 18GB RAM. Das geht also auch. NVME Speicher kann man auch noch bei meiner einbauen, damit man wohl das als Cache nutzen kann. Das habe ich (noch) nicht getan.

    Zudem als Info... Ich sagte ja, dass ich Emby als Medienserver nutze und auch Zattoo dort eingebunden habe. D.h. ich kann z.B. wenn ich in den Urlaub gehe, oder sonst was mache...meinen FireTV Stick mitnehmen und von außerhalb dann auf mein TV-Angebot und meine Filme und Serien zugreifen. Auch außerhalb der EU, da Zattoo ja dann bei mir quasi in Deutschland läuft. Das einzige was nicht geht, ist, sobald ich was transcoden muss, dann habe ich Ruckler bei der Wiedergabe. Aber nur bei 4k Content. (Das ist wohl, weil der verbaute SoC/CPU [INTEL Celeron J4125] zu schwach dafür ist) Bei Filmen, bei Serien geht es eigentlich. Wenn dir das in den Sinn kommt, dann solltest du das auch beim Kauf einem NAS beachten.

    Ich gebe Stardenver recht. Bitte gib uns die Infos, nachdenen er Fragte. Dann kann man sicher (noch) besser helfen. :)

  • NVMe Speicher in einem NAS ist überbewertet wenn man RAID einsetzt. Für den HomeServer sind NAS HDDs (IronWulf, WD RED, N300) völlig ausreichend. SSDs im RAID verlieren ihren Vorteil von Performance. Wenn SSD würde ich ein ZFS einrichten und kein RAID. Allerdings ist der Arbeitsspeicher dann ausschlaggebend. 8GB wären ein Minimum, besser 16GB + Der Bedarf der Apps.

    Static Badge GitHub-Projekte

  • Das hört sich ja super an. Kurz ne Frage, die ich einwerfen möchte... bietet die Community dann auch "Firmware Updates" an? Wäre cool zu wissen, wenn meine mal EoL erreicht.

    Ganz ehrlich wird das Teil nach etwa 10-11 Jahren Betrieb eh zu langsam sein und man die Kiste als Backup-Nas noch benutzen kann, so wie ich das mache. Es gibt einige Seiten wo man alternative Software aufspielen kann. https://xpenology.com/forum/forum/5-german/page/2/

    In manchen Fällen kann man auch das nächste, neuere Update manuell herunter laden und installieren.

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