Linux Mint: Probleme beim Benutzerwechsel

  • Hallo zusammen,

    ich habe gerade unser Lenovo Laptop von Windows 10 auf Linux Mint (22.2 Cinnamon) umgestellt, das wir bisher in der Familie gemeinsam genutzt haben. Installation war total unauffällig, hat super funktioniert.

    Ich habe mich somit als "Systemverwalter" als User angelegt und dann noch einen zweiten User als "Standard-User" hinzugefügt. Beim Einrichten des zweiten Users ist es jetzt schon zum zweiten Mal vorgekommen, dass ich mit dem Benutzerwechsel wieder auf meinen User (Systemverwalter) zurückwechseln wollte und mich dann nicht mehr anmelden konnte.

    Es kam ein Anmeldefenster, bei dem mein Passwort nicht mehr akzeptiert wurde. Ich musste den Laptop dann hart ausschalten. Danach konnte ich mich wieder anmelden.

    Woran kann das liegen?

    Vielleicht auch an dieser Stelle die Frage, wie man das prinzipiell am geschicktesten Einrichtet, wenn mehrere Personen den Laptop benutzen. Soll jeder lieber einen Standard-Nutzer bekommen und zusätzlich ein extra Systemverwalter, oder lieber großzügig die Systemverwalter-Rechte vergeben? Das hat dann ja Auswirkungen auf automatische Updates, Backups, Firewall usw.

    Vielen Dank schon mal

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Ob du den Anderen Admin-Rechte zugestehst hängt einzig davon ab, ob du ihnen zutraust, damit vernünftig umzugehen.

    Wie wechselst du zwischen den Benutzern? Meldest du dich ab und als anderer Benutzer an (also immer nur ein Benutzer gleichzeitig) oder gehst du auf "Benutzer wechseln" (oder so ähnlich). Dann sind nähmlich beide Benutzer gleichzeitig angemeldet. Müsstest du mit Strg-Alt F7 bzw. F8 zwischen ihnen hin und her wechseln können. Dann kannst du dich natürlich nicht nochmal durch Benutzerwechsel anmelden, denn du bist ja schon in einer grafischen GUI angemeldet.

    Mit Strg-Alt-F1 bis Str-Alt F6 könntest du in eines von 6 Text-Terminal wechseln und dich anmelden. Da kannst du dich auf jeden Fall mehrfach anmelden.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Ich habe mich somit als "Systemverwalter" als User angelegt und dann noch einen zweiten User als "Standard-User" hinzugefügt.

    Super das dein Linux läuft.

    Bei Linux musst du umdenken:
    Bei Linux ist "root" der Systemverwalter.
    Jeder User hat keine "Systemrechte" wie du es von Windows kennst.

    Die kann aber jeder User erlangen, wenn er das "root (Systemverwalter) Passwort" kennt.

    Dies wird ja bei der Installation abgefragt und angelegt.

    Du kannst also beliebig viele User anlegen und niemand hat "Systemrechte", wenn du das Passwort nicht verraten hast.

    Wenn du selbst aber immer als "root (Systemverwalter)" arbeiten willst ist das deine Sorge.

    Ich würde es auf keinen Fall machen, denn so ist die Gefahr das dein System durch einen unbedachten Befehl schnell vermurkst ist, sehr groß.

    Edit:
    Hier eine kleine Übersicht:

    Der Unterschied: User vs. Root


    MerkmalUser (Normaler Benutzer)Root (Administrator / Superuser)
    RollenanalogieBürger oder Gast 🧑‍🤝‍🧑Staatsoberhaupt oder Hausherr 👑
    ZugriffEingeschränkt. Darf nur eigene Dateien ändern und Programme in seinem eigenen Bereich installieren.Uneingeschränkt. Darf alles im System: alle Dateien ändern, neue Benutzer anlegen, Kern-Einstellungen ändern, Systemsoftware installieren/entfernen.
    BerechtigungStandardberechtigungen. Kann das System nicht beschädigen oder kritische Änderungen vornehmen.Höchste Berechtigungen. Kann das System absichtlich oder unabsichtlich zerstören.
    ZweckTägliche Arbeit, Surfen, Dokumente bearbeiten, Programmieren.Systemwartung, Installationen, Fehlerbehebung, Administration.
    VorsichtMuss nicht viel beachtet werden.Sollte nur bei Bedarf genutzt werden, da Fehler große Auswirkungen haben können.
  • Lege für dich lieber noch einen normalen Benutzeraccount an.

    Ich nehme stark an, das meint er mit

    Ich habe mich somit als "Systemverwalter" als User angelegt

    und hat es nur falsch ausgedrückt. Aber da kann er uns sicher aufklären.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Vielen Dank schon mal. Also dann sollte ich das wirklich so machen:

    1. User: Admin/Systemverwalter - Nur für Admin-Aufgaben nutzen
    2. User: Ich - Für die alltägliche Nutzung
    3. User: Familienmitglied 1 - Für die alltägliche Nutzung
    4. User: usw.

    An meinem Gaming-PC habe ich nur einen User, also einen Systemverwalter, den ich immer nutze (auf eigene Gefahr^^)

    Bei den ganzen Linux-Tutorials, hat man immer den Eindruck, dass man nur einen User braucht, und der hat ja dann automatisch Admin-Rechte (root oder Systemverwalter, womit ja wahrscheinlich alles das Gleiche gemeint ist)

    Das mit dem Benutzerwechsel irritiert mich allerdings. Wenn ich jetzt beide User nacheinander angemeldet habe, sollte ich nicht noch einmal einen Benutzerwechsel machen, da schon alle User angemeldet sind?

    Ich nutze den Button "Benutzer wechseln" (wie ich das auch von Windows gewohnt bin :)


    Bei Linux Mint soll ich nur noch mit der Tastenkombination STR-ALT-F7 usw. wechseln? Das kommt mir komisch vor. Kann doch nicht sein, dass ich beim zweiten Mal "Benutzer Wechseln" den Laptop hart ausschalten muss, oder?

    Edit: Und ich kann das meiner Familie garantiert auch nicht vermitteln, dass jetzt jeder so eine Tastenkombination nutzen muss ;)

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

    Edited once, last by Al_Pio (October 26, 2025 at 9:59 PM).

  • Vielen Dank schon mal. Also dann sollte ich das wirklich so machen:

    1. User: Admin/Systemverwalter - Nur für Admin-Aufgaben nutzen
    2. User: Ich - Für die alltägliche Nutzung
    3. User: Familienmitglied 1 - Für die alltägliche Nutzung
    4. User: usw.

    1. brauchst du nicht - da jeder User - mit dem root Passwort - Admin Rechte erlangen kann.

    Alles andere ist ok - denn, wie schon gesagt kann der User "Ich" mit dem root Passwort Systemrechte erlangen.
    Das root Passwort darfst du halt niemandem geben .....

    Bei den ganzen Linux-Tutorials, hat man immer den Eindruck, dass man nur einen User braucht, und der hat ja dann automatisch Admin-Rechte (root oder Systemverwalter, womit ja wahrscheinlich alles das Gleiche gemeint ist)

    Hast du nicht ganz richtig verstanden - siehe oben ⬆️

    Das mit dem Benutzerwechsel irritiert mich allerdings. Wenn ich jetzt beide User nacheinander angemeldet habe, sollte ich nicht noch einmal einen Benutzerwechsel machen, da schon alle User angemeldet sind?

    Du hast nicht immer mehr Nutzer angemeldet.
    Wenn du auf einen anderen User wechselst, wird der vorherige automatisch abgemeldet.

    Edit:

    Sorry für meinen Fehler ....

  • Hmm, ich habe auch Familien-Benutzer (Gruß an Loriot) auf meinem System, und ich kann fröhlich zwischen diesen wechseln, und dabei bleiben deren Sitzungen auch komplett erhalten, die werden nicht automatisch abgemeldet.

  • Hmm, ich habe auch Familien-Benutzer (Gruß an Loriot) auf meinem System, und ich kann fröhlich zwischen diesen wechseln, und dabei bleiben deren Sitzungen auch komplett erhalten, die werden nicht automatisch abgemeldet.

    Hmm, sorry für meinen Fehler, bezüglich Abmeldung des Users - habe es oben korrigiert.

  • Vielleicht doch noch ein paar Erläuterungen zu obigem:

    1: Benutzer

    In Linux heißt der Benutzer, der unter Windows der Administrator ist, root. Dieser Benutzer existiert immer, man legt ihn nicht explizit an. Sein Heimatverzeichnis ist /root und liegt nicht unter /home. Einige Distributionen vergeben kein Passwort für root und somit kann man sich da nicht direkt als root anmelden.

    Jeder beim Installieren bzw. später angelegte Benutzer bekommt einen eigenen Bereich (Ordner) unter /home für seine Daten. Der erste Benutzer bekommt (unter Debian / Ubuntu / Mint) die Möglichkeit, mit seinem Passwort Root-Rechte zu erlangen, er ist dann damit automatisch ein Admin, da er alles am System machen darf. Dazu benutzt er das sudo Kommando. Die Vorgehensweise mag bei anderen Distributionen davon abweichen.

    Vielen Dank schon mal. Also dann sollte ich das wirklich so machen:

    1. User: Admin/Systemverwalter - Nur für Admin-Aufgaben nutzen
    2. User: Ich - Für die alltägliche Nutzung
    3. User: Familienmitglied 1 - Für die alltägliche Nutzung
    4. User: usw.

    Damit ist aus meiner Sicht deine Liste nicht ganz richtig. Der erste angelegte Benutzer bist du und du hast damit die Möglichkeit, dir Admin-Rechte zu verschaffen. Punkt 1 und 2 Fallen zusammen. Dann kommen Benutzer 2, 3, ...

    2. Benutzerwechsel

    Hier verstehe ich dich vielleicht noch nicht richtig oder kenne die Methodik unter Windows nicht, die ihr benutzt. Willst du wohl, wenn ein anderer Benuter am Rechner arbeiten will, angemeldet bleiben? Dann ist "Benutzer wechseln" der Richtige Weg, allerdings sind dann beide Benutzer mit ihren grafischen Oberflächen auf den "Konsolen" F7 und F8 gleichzeitig angemeldet und man kann mit Strg-Alt F7, F8 zwischen ihnen wechseln. Würde sich der 2. Benutzer ausloggen wärst du automatisch wieder mit deiner Oberfläche vorn (letzteres eine Vermutung). Ob sich damit mehr als 2 Benutzer gleichzeitig anmelden können wage ich zu bezweifeln. Ob man hier mit "Benutzer wechseln" dann zwischen GUI auf F7 und GUI auf F8 wechseln kann weis ich nicht.

    Aus meiner Sicht ist es aber doch normal, dass entweder eine Person oder eine andere am Rechner arbeitet. Dann meldest du dich einfach ab und ein anderer Benutzer meldet sich an. Er hat dann exklusiv die GUI auf der "Konsole" F7. Dies kannst du mit so vielen Benutzern machen wie du magst.

    Vielleicht ist dein System auf "automatisch anmelden" eingestellt und du kommst gar nicht an der ersten Anmeldedialog, an dem sich deine anderen Benutzer einloggen können. Dann würde ich deine Verwirrung verstehen. Das wäre bei einem System, das von mehreren Personen benutzt wird aus meiner Sicht auch kontra produktiv. Die anderen müssten sich ja immer aus deinem Benutzer heraus weiter anmelden.

    Aber vielleicht kannst du aus dem bisher geschriebenen noch mal näher erläutern, wo es bei dir klemmt.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Benutzer
    Vielen Dank für die Erläuterungen und die Korrektur von Tuxine, das deckt sich dann auch damit, was ich vorhin mit ChatGPT besprochen habe :)

    Und somit ist dann meine ursprüngliche Konfiguration der Benutzer korrekt gewesen:

    1. Benutzer: Ich (Kontotyp: Systemverwalter)
    2. Benutzer: Familienmitglied 1 (Kontotyp: Standard)

    Mit meinem Benutzer habe ich dann auch die automatischen Updates, Firewall, Systemschnappschüsse und die Backups konfiguriert und hoffe, dass das jetzt auch für die "Standard"-Benutzer gilt.


    Benutzerwechsel
    Mit Windows 10 haben wir über Microsoft 365 die ganze Familie als Benutzer angelegt gehabt. Wenn jemand am Laptop gearbeitet hat, hat er ihn einfach zugeklappt und der nächste hat ihn aufgekappt und hat den Sperrbildschirm gesehen. Dann wurde man entweder mit Gesichtserkennung erkannt oder musste zur Not die Pin des eigenen Benutzers eingeben und kam dann wieder in die eigene Session zurück. Eigentlich wurden immer nur alle abgemeldet, wenn man wegen einem Windows-Update ein Neustart durchführen musste :)
    Das hat interessanterweise jahrelang fast problemlos funktioniert.

    Mit Linux Mint gibt es keine Gesichtserkennung mehr, aber sonst dachte ich, dass man das genauso machen könnte. Also einfach nur den Desktop sperren und jemand anderes kann sich parallel dazu anmelden. So sollte man sich dann ewig hin und her ummelden und kann seine Session offen lassen.

    Jetzt komme ich aber beim Benutzerwechsel oft in ein Deadlock, da mein Passwort beim Benutzerwechsel nicht mehr akzeptiert wird. Das ist bisher immer in folgendem Szenario aufgetreten:

    1. Laptop eingeschalten (Bootvorgang)
    2. Angemeldet mit "Ich"
    3. Benutzerwechsel auf 2. Benutzer (keine Abmeldung des Ich-Benutzers)
    4. Benutzerwechsel auf "Ich" (keine Abmeldung des 2. Benutzers)

    Dann erscheint ein Anmeldefenster mit meinem Benutzer (Ich) und ich kann das Passwort eingeben, was aber nicht akzeptiert wird. Ich habe dann keine Optionen ein Terminal aufzurufen oder einen Neustart durchzuführen.

    Mir ist nicht ganz klar, was mit "Konsolen" mit graphischer Oberfläche gemeint ist bzw. warum man sich da einfach mit einer F-Taste ummelden kann. Bei Windows habe ich das immer als Benutzer-Session bezeichnet, aber ich bin auch kein Systemadmin :)

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Danke für deine Erklärungen zum Benutzerwechsel unter Windows. Mir ist nicht bekannt, ob man unter Linux (Mint) so arbeiten kann. Ich benutze es nur als Single-User System. Ich hoffe, dass Andere hier mehr Erfahrung mit so einem Szenario haben.

    Linux Mint Mate auf ASUS Zenbook Flip UX360U; Armbian auf Banana Pi

  • Hallo,

    ich habe dies mal bei mir auf meinem Linux Mint Rechner ausprobiert. Da habe ich ein Sysadminkonto und meine Kinder ein Benuterkonto.

    Wenn mein Sohn schon angemeldet ist und ich diesen über Abmelden verlasse und dann mit Benutzerwechsel mich anmelde. Funktioniert es noch ohne Probleme. Melde ich mich wieder über Abmelden ab und log mich bei meinem Sohn ein Erscheint nach der Eingabe seines PW eine Legitimiierungsabfrage. Bei dieser sollte das PW des Sysadmin eingegeben werden. Ist schon merkwürdig.

    Jetzt habe ich dies auch bei der Tochter durchgespielt und nach ca 1min ist die Abfrage verschwunden ohne dass ich mein PW eingegeben habe.

    Allerdings kommt dies bei wiederholten An- und Abmenden nicht mehr.

    Ich vermute dies ist was dich irritiert?

  • Nachtrag:

    Beim Wechsel von der Tochter zum Sohn gleiche Legitimierungsabfrage. Sie verschwindet nicht von selbst und mein PW wird nicht akzeptiert. Es bleibt nur wie von Al_Pio beschrieben ein Neustart, in dem ich 5sec auf Aus drücke und erneut einschalte.

  • Nachtrag:

    Beim Wechsel von der Tochter zum Sohn gleiche Legitimierungsabfrage. Sie verschwindet nicht von selbst und mein PW wird nicht akzeptiert. Es bleibt nur wie von Al_Pio beschrieben ein Neustart, in dem ich 5sec auf Aus drücke und erneut einschalte.

    Genau so ist das Verhalten bei mir auch. Genau genommen kommt nach dem "normalen" Anmeldefenster (Vollbild) eine Legitimierungsabfrage, die so aussieht (kleines Fenster):

    Dieses "kleine Fenster" erscheint, wenn man eigentlich schon das Gefühl hat, dass der Benutzerwechsel funktioniert hat. Es ist mein Benutzer, aber mein Passwort wird nicht akzeptiert, wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob es überhaupt geprüft wird. Bei meinem Test gerade eben, gab es noch nicht mal eine Fehlermeldung.

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Ich könnte mir vorstellen, daß auch für die Nicht-Admin-User in der "Startprogramme"-Konfig bestimmte Tools (evtl. im Hintergrund) starten, die Legitimierung brauchen, wie z.B. Update-Manager oder PackageKit. Vielleicht hast du ja auch mit erhöhten Rechten etwas global eingerichtet, was besser nur für deinen User konfiguriert sein sollte. Das wäre jetzt mein Ansatz, in der Richtung mal zu forschen.

  • Ich könnte mir vorstellen, daß auch für die Nicht-Admin-User in der "Startprogramme"-Konfig bestimmte Tools (evtl. im Hintergrund) starten, die Legitimierung brauchen, wie z.B. Update-Manager oder PackageKit. Vielleicht hast du ja auch mit erhöhten Rechten etwas global eingerichtet, was besser nur für deinen User konfiguriert sein sollte. Das wäre jetzt mein Ansatz, in der Richtung mal zu forschen.

    Ich habe das Verhalten gerade ChatGPT beschrieben und da wurde mir eine ähnliche Antwort gegeben. Daraufhin habe ich deaktiviert:

    - Automatische Updates
    - Automatisches Backup
    - rclone mount-Befehl in den Startprogrammen um OneDrive "einzuhängen"

    Und danach konnte ich den Benutzer wechseln ohne Legitimierung. Jetzt ist nur die Frage, woran es genau liegt.

    ChatGPT Ausgabe:

    Display Spoiler

    Das Verhalten, das du beschreibst — das Fenster „Legitimierung erforderlich – Authentication is required to update information about software“ nach einem Benutzerwechsel bei Linux Mint 22.2 Cinnamon — ist ein bekanntes bzw. nachvollziehbares Verhalten, das mit PackageKit, mintUpdate oder APT-Daemon zusammenhängt.

    Ich erkläre dir kurz, warum das passiert und wie du es beheben oder verhindern kannst.


    🔍 Ursache

    Wenn du dich bei einem Benutzer abmeldest oder den Benutzer wechselst, laufen im Hintergrund eventuell noch Prozesse, die mit Softwareaktualisierung zu tun haben, z. B.:

    • mintUpdate (Update Manager)
    • packagekitd (wird z. B. von GNOME Software oder den Update Tools verwendet)
    • apt-daily.timer / apt-daily-upgrade.timer (Systemd-Timer für automatische Updates)

    Nach einem Benutzerwechsel versucht der Dienst, Informationen zu aktualisieren oder Berechtigungen zu bestätigen — aber da sich der aktive Benutzer geändert hat, erscheint das Dialogfenster „Authentifizierung erforderlich“.


    🛠️ Mögliche Lösungen

    1. mintUpdate verzögert starten

    Öffne „Startprogramme“ und ändere den Start des Update-Managers, sodass er z. B. 20 Sekunden nach der Anmeldung startet:

    1. Menü → „Startprogramme“
    2. Eintrag „Update Manager“ (oder „mintUpdate“) suchen
    3. Bearbeiten → Verzögerung auf 20 Sekunden setzen

    → Dadurch startet der Updater erst, wenn die Sitzung stabil ist.


    2. PackageKit deaktivieren (wenn du ihn nicht brauchst)

    Wenn du Updates manuell über den Update-Manager machst, kannst du den automatischen PackageKit-Dienst deaktivieren:

    sudo systemctl stop packagekit
    sudo systemctl disable packagekit

    👉 Das verhindert, dass PackageKit beim Benutzerwechsel im Hintergrund Berechtigungen anfordert.

    Nachteil: Programme wie GNOME Software oder Discover zeigen dann evtl. keine Update-Infos mehr.


    3. Systemd-Timer für automatische APT-Updates deaktivieren

    Wenn du deine Updates manuell machst, kannst du auch die automatischen apt-Timer abschalten:

    sudo systemctl disable --now apt-daily.timer apt-daily-upgrade.timer


    4. Update-Manager-Bug umgehen (falls es einer ist)

    In manchen Mint-Versionen (inkl. 22.x Beta) gab es Berichte, dass der Update-Manager nach Benutzerwechseln immer versucht, sich erneut zu authentifizieren.

    Abhilfe schafft dann oft:

    sudo apt update
    sudo apt upgrade
    sudo reboot

    und sicherstellen, dass alle mintupdate, mintsystem und mint-common Pakete auf dem neuesten Stand sind.


    5. Workaround: PolicyKit-Regel

    Wenn dich das Fenster nicht sicherheitsrelevant stört, kannst du eine PolicyKit-Regel erstellen, damit normale Benutzer diese Abfrage nicht mehr sehen:

    sudo nano /etc/polkit-1/rules.d/45-allow-updateinfo.rules

    Inhalt:

    polkit.addRule(function(action, subject) {
    if (action.id == "org.freedesktop.packagekit.system-update" && subject.isInGroup("sudo")) {
    return polkit.Result.YES;
    }
    });

    Dann speichern und Rechner neu starten.


    ✅ Empfehlung

    Am sichersten und saubersten ist:

    • Verzögerten Start von mintUpdate aktivieren
    • System aktualisieren, um eventuelle Bugfixes zu bekommen

    Das deaktiviert keine Sicherheitsmechanismen, verhindert aber die lästige Abfrage beim Benutzerwechsel.

    CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D, GPU: AMD Radeon 7900 XT
    CachyOS (KDE-Plasma)

  • Das ist ja schon mal ziemlich cool.

    Für die nächste Ursachenforschung: immer nur eine Sache auf einmal deaktivieren und testen. Erst, wenn das nicht reicht, zwei Sachen, usw., etwa nach dem Prinzip:

    a | b | c
    ------------
    n | n | y
    n | y | n
    y | n | n
    n | y | y
    y | n | y
    y | y | n
    y | y | y

  • Ohne das ich jetzt alle Kombinationen getestet habe, scheint es an der Aktualisierungsverwaltung (Mint Update) zu liegen. Wenn ich die automatischen Updates deaktiviere, gibt es beim Benutzerwechsel keine Probleme mehr.

    Allerdings ist die Empfehlung von ChatGPT, den Start um 20 Sekunden zu verzögern, schon im default in Mint eingestellt und scheint das Problem nicht zu lösen.

    Ist das ein Bug in Linux Mint?

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