NordVPN bestreitet Nutzung von Tracker

  • Habe das auch schon verfolgt. Heißes Thema. Da sieht man mal wieder, dass man im Prinzip niemandem trauen darf. In dem Fall besonders schlimm, da Vertrauen ja im Prinzip das ist, was man den Kunden anbietet und was sie kaufen. Und es dann leugnen, obwohl es Beweise gibt und ein sehr bekannter Forensiker oder Analyst das beweisen kann..

    NordVPN ist jetzt ehrlich gesagt so ein Kandidat, bei dem ich nicht wirklich erstaunt bin, bzw es nicht überraschend für mich ist. So wie die auf YT überall Werbung rausballern und sich zum VPN für die breite Masse gemacht haben, passt das schon zum gefühlten Image.

    Das Ding bei diesen Anbietern ist halt oft, dass die Offshore sitzen und man sich damit irgendwas verspricht. Dass da deutsche Behörden nicht an Daten kommen, usw. Das bedeutet aber halt auch, dass man bei Problemen nicht an die Leute rankommt und die machen können, was sie wollen. Panama sitzen die in diesem Fall, wenn ich mich nicht täusche.

    Ein weiterer Punkt ist halt, dass viele Leute auf den Zug aufspringen, dass sie mit ner VPN im Prinzip alles machen können und niemand irgendwas nachvollziehen kann. Kann zum einen natürlich trügerisch sein - auf der anderen Seite frage ich mich aber auch, was genau die Leute da machen, wofür sie diese Sicherheit brauchen. Hinzu kommt ja auch, dass man Menschen über weit mehr als nur die IP zurückverfolgen kann. Ein VPS alleine ist da also sicher kein Garant.

    Ich kann mir durchaus Szenarien vorstellen, in denen ein VPN Sinn macht. Wenn man ins heimische Netzwerk will, ins Intranet der Firma, usw. Oder man will im Ausland deutsches TV schauen und vielleicht geht es auch mal um Geo-IP-Geschichten in Verbindung mit Streaming-Diensten. Aber gerade bei den ersten Szenarien würde ich dann eher auf eigenes Wireguard setzen und selbst was das deutsche TV im Ausland betrifft, hat man das ja easy umgesetzt.

  • Der Kampf um die Kontrolle über das Internet ist ja schon recht alt. Wenn jetzt ein VPN-Anbieter immer größer wird, gerät er automatisch in den Fokus von z.B. Nachrichtendiensten, die begehrlich auf (Überwachungs)Daten der Anbieter schielen. Dann wird Druck aufgebaut, bis diese Anbieter mehr oder weniger heimlich sich den verschiedenen Begehrlichkeiten beugen. Möchte da nicht wissen, was es da alles im Hintergrund so alles passiert.

    Solange das Internet nicht weltweit von einer schlagkräftigen, dabei unabhängigen Institution überwacht wird (nebst schlagkräftigen Durchsetzungsmitteln) wird der Krieg um das Internet weitergehen, bis sich die Nachrichtendienste in trauter Zweisamkeit mit den Big-Tech-Unternehmen durchgesetzt haben.

    Das einzige für den End-User ist, sich vorher sorgfältig überlegen, wozu und für was man das Internet nutzt (nutzen kann) - aber da muss man viel Zeit für investieren, nebst einer gewissen Grundbasis an Internetwissen.

    Das Thema ist weitaus komplexer und komplizierter, als man selbst in Fachkreisen annimmt. VPN ist da "nur" eine Randerscheinung.

    MPG Z690 CARBON WIFI (MS-7D30) v: 1.0 --- Intel Core i7-12700K --- Memory DDR 5 5600MHZ, 32 GB --- GeForce RTX 3060 --- Monitor 1: Gigabyte AORUS FV43U; Monitor 2: Smarttech 43zoll --- SSD 980 PRO 1TB (2x) + MZVLW256HEHP-00000 size: 238.47 GiB

    Linux Mint 22.3 (Zena); Cinnamon 6.6.7; Kernel: 6.8.0-101; NVidea-Treiber 590.48.01 (open)

  • Einziger sicherer VPN ist der selbst aufgebaute von unterwegs ins heimische FritzBox LAN.

    *Computer Club Itzehoe e.V./ Computer Club Elmshorn e.V.*
    Meine Umgebung: * Thinkpad X220 Ubuntu 24.04 mit Ubuntu Pro / Kanotix * MacBook Pro 2012 mit Ubuntu 24.10 / Sparky Linux 8 * Surface Pro 6 Ubuntu 24.04 mit Ubuntu Pro * ProPixel 3a Ubuntu Touch * MacBook Pro 2017 mit Kanotix * MacBook Air 2011 mit Lubuntu 24.04.

  • Ich habe bis heute nicht verstanden warum die ganzen VPN-Anbieter wie Pilze aus dem Wald sprießen. Für Geo-Location um z.B. US-TV zu sehen macht es noch Sinn. Dabei habe ich das Gefühl, daß viele Kunden nicht verstehen wie es technisch funktioniert. Da wird den Kunden das blaue vom Himmel versprochen und das muß man dan glauben - oder eben nicht. Ich vertraue bei der Datensicherheit eher meinem Provider als einer dubiosen Firma in Panama.

    Mainboard: MSI Z170-A Pro

    Prozessor: Intel i7 6700K

    Grafikkarte: AMD RX 7800 XT

    OS: EndeavourOS

    Desktop: KDE

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