Linux-System neu aufsetzen - Vorgehensweise, Sicherung, Wiederherstellung etc.

  • jose29 October 10, 2025 at 10:34 PM

    Changed the title of the thread from “Linux-System neu aufsetzen - Vorgehensweise” to “Linux-System neu aufsetzen - Vorgehensweise, Sicherung, Wiederherstellung etc.”.
  • Guten Morgen jose29,

    neuer Tag, neues Glück. :D
    Wir wollen das hier als Unterhaltung führen, um grundlegende Gedanken dazu einmal zu erörtern.

    Entscheidungen über Entscheidungen

    Da Du Dich schon nach diversen Testläufen für "TuxedoOS" als neues System entschieden hast, ist schon einmal eine ganz große Entscheidung gefällt worden, die uns die Arbeit erleichtern wird. :)

    Die nächste Entscheidung die Du für Dich fällen solltest ist: Soll Tuxedo als alleiniges System stehen? Ich denke einmal ja, denn nach den ganzen Spielereien bzw. Testläufen, wollen wir jetzt auch ein System haben, dass Du produktiv im Arbeitsalltag verwenden möchtest. Daher ist meine Empfehlung auch, später bei der Installation, die volle Platte auszunutzen, anstatt an den Partionierungen herumzuspielen. Warum setze ich das an diese Stelle? Hier gehts darum was mit den Daten geschieht, die sich noch auf dem derzeitigen System befindet, bzw. auf der Partition die wir im anderen Thread unangetastet lassen haben. Wenn diese Frage für Dich geklärt ist, können wir mit dem nächsten Teil weitermachen.

    Was eine Neuinstallation betrifft und wie man möglichst seine Dinge vom Altsystem auf das Neue bringt, so gibt es unterschiedliche Ansichten bzw. Vorgehensweisen. Die Einen wollen ein möglichst sauberes neues System, die Anderen wollen so wenig Arbeit wie möglich und ziehen ohne weiteres ihre "Altlasten" auf das neue System rüber. Das bei letzterem auch ordentlich Schmu dabei sein kann, brauche ich garnicht großartig erwähnen, denn im Laufe der Zeit sammelt sich ja doch das Eine oder Andere an, was man mal ausprobiert hat und letztlich hat liegengelassen. Ich zähle zu der ersten Fraktion, die es lieber größenteils aufgeräumt mag und nur wirklich für mich wichtige Dinge herüberzieht. Da diese schon im Vorfeld regelmäßig auf externen Datenträgern (NAS/USB-Festplatte) gesichert werden, mache ich mir so weiter keine Gedanken. Wie Du jetzt also feststellen wirst, ist für Dich die Entscheidung zu fällen, was für Dich wirklich wichtig. Willst Du ein sauberes System mit den notwendigsten Dingen oder sollen die "Verfehlungen" ^^ der Vergangenheit mit rübergezogen werden? Man kann aus beiden Positionen lernen.

    Jetzt Du. :P:D

    PS: Und immer Ruhe bewahren, auch wenn manchmal der Puls nach oben gehen mag.:)

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.

    Edited once, last by MyLibertad (October 11, 2025 at 9:54 AM).

  • Guten Morgen MyLibertad !

    Eigentlich hatte ich heute auch schon einen ellenlangen Beitrag verfasst :D Na gut, ich zerpflücke ihn mal.

    Ihr zwei schon wieder, freu mich auf's mitlesen ;)

    Du kannst ja gerne auch Deinen Senf dazugeben! MyLibertad sagt ja:

    Unterhaltung

    Ich bin bereit, erst einmal zu reden, bevor ich überhaupt etwas mache.

    Da Du Dich schon nach diversen Testläufen für "TuxedoOS" als neues System entschieden hast, ist schon einmal eine ganz große Entscheidung gefällt worden, die uns die Arbeit erleichtern wird. :)

    Die nächste Entscheidung die Du für Dich fällen solltest ist: Soll Tuxedo als alleiniges System stehen? Ich denke einmal ja, denn nach den ganzen Spielereien bzw. Testläufen, wollen wir jetzt auch ein System haben, dass Du produktiv im Arbeitsalltag verwenden möchtest. Daher ist meine Empfehlung auch, später bei der Installation, die volle Platte auszunutzen, anstatt an den Partionierungen herumzuspielen. Warum setze ich das an diese Stelle? Hier gehts darum was mit den Daten geschieht, die sich noch auf dem derzeitigen System befindet, bzw. auf der Partition die wir im anderen Thread unangetastet lassen haben. Wenn diese Frage für Dich geklärt ist, können wir mit dem nächsten Teil weitermachen.

    Ja, es soll TuxedoOS werden, und als alleiniges System. Ich bevorzuge außerdem eine eigene DATA-Partition. Die aktuelle ist schon gesichert.

    Was eine Neuinstallation betrifft und wie man möglichst seine Dinge vom Altsystem auf das Neue bringt, so gibt es unterschiedliche Ansichten bzw. Vorgehensweisen. Die Einen wollen ein möglichst sauberes neues System, die Anderen wollen so wenig Arbeit wie möglich und ziehen ohne weiteres ihre "Altlasten" auf das neue System rüber. Das bei letzterem auch ordentlich Schmu dabei sein kann, brauche ich garnicht großartig erwähnen, denn im Laufe der Zeit sammelt sich ja doch das Eine oder Andere an, was man mal ausprobiert hat und letztlich hat liegengelassen. Ich zähle zu der ersten Fraktion, die es lieber größenteils aufgeräumt mag und nur wirklich für mich wichtige Dinge herüberzieht. Da diese schon im Vorfeld regelmäßig auf externen Datenträgern (NAS/USB-Festplatte) gesichert werden, mache ich mir so weiter keine Gedanken. Wie Du jetzt also feststellen wirst, ist für Dich die Entscheidung zu fällen, was für Dich wirklich wichtig. Willst Du ein sauberes System mit den notwendigsten Dingen oder sollen die "Verfehlungen" ^^ der Vergangenheit mit rübergezogen werden? Man kann aus beiden Positionen lernen.

    Es sollte eine Balance sein zwischen "so wenig Arbeit wie möglich" (brauche das System ja dringend zum produktiven Arbeiten, mit den ganzen vertrauten Workflows) und "Neuanfang". Wäre gut, möglichst viel herüberholen, was nützlich ist, aber nicht blindlingst. Das System etwas zu entschlacken wäre also ein netter Nebeneffekt.

    Mir ist bewusst, dass manches automatisiert bzw. per Copy&Paste repliziert werden kann, manches aber händisch gemacht werden muss.

    Hier einige grundsätzliche Gedanken und Fragen, die mir als Einjährig-Freiwilligem "Einjährigem" Linuxer und weitgehend Durchschnittsnutzer einfallen:

    Zu sichern:
    - Daten (im Vorhinein erledigt)
    - Desktop-Einstellungen (Widgets, Farben, Positionen, Menüs etc., inkl. Detaileinstellungen wie Fensterverhalten)
    - App-Einstellungen
    - wichtige Verzeichnisse mit Config-Files
    - Passwörter (eventuell, wenn noch kein Passwort-Manager genutzt wird)
    - evtl. Screenshots speziell angepasster App-UIs, damit man sie ggf. später visuell nachbauen kann.

    1. Was kann ich alles aus meinem laufenden System (mit GUI und normalem Terminal) noch Nützliches herausholen, bevor ich die Festplatte lösche und das System neu installiere?
    2. Es gab doch einen Terminal-Befehl, um alle installierten Apps aufzulisten. Aber kann ich auch diejenigen herausfiltern, die ich per Hand installiert habe, die also nicht mitgeliefert waren? (Der andere Weg wäre natürlich der rein visuelle, über die Menüs und Softwarecenter.)
    3. Wie kann mir Timeshift helfen? Wäre es z.B. möglich, einen Schnappschuss von TuxedoOS auf einer externen Festplatte abzulegen und dann in einer VM (oder auch auf dem neuen System ...) mit dem gleichen TuxedoOS wiederherzustellen? Oder die Desktopumgebung besser auf jeden Fall neu aufbauen?

    Das sind nur erste Gedanken, bestimmt kommt noch etwas dazu. Zu manchen Punkten habe ich schon Lösungen, würde mich aber gerne noch einmal mit Euch erfahrenen Nutzern hier im Forum austauschen. Die Antworten von MyLibertad haben jedenfalls Manual-Qualität :)

    Eigentlich ein lebenswichtiges Thema für jeden Durchschnittsnutzer, der auf einmal damit konfrontiert wird, seinen PC neu aufsetzen zu müssen. Vielleicht könnte aus dem Thread am Ende eine Checkliste zusammengestellt werden, den man hier im Forum als Richtschnur nutzen könnte.

  • Ihr zwei schon wieder, freu mich auf's mitlesen

    Ich mich auch, auf jeden Fall bin ich in meiner Entscheidung " never change a running system" bei meinem Produktiv - Läppi bekräftigt worden. Zum probieren und rumspielen nutze ich eine andere Maschine. Viel Spass und Glück euch. :thumbup:

    GuideOS - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, NVME M2 512 GB , HDD 500 GB

    Q4OS - HP Elitebook 840 G4, Intel Core I5vPro, 16 GB Ram, SSD 256 GB, 1TB Hdd

    GuideOS - Lenovo ThinkPad X220 Intel I5, 8 GB Ram, SSD 256 GB

  • Hänge ich mich mal kurz mit rein. Das mit Timshift, so wie Du es beschrieben hast, könnte klappen. Es spricht nichts dagegen. Am besten das System nochmal "entschlacken", bevor Du einen externen Wiederherstellungspunkt mit Timeshift machst.

    Ich bin auch (für mich jedenfalls) das System neu aufzusetzen. Vorher sichere ich nur die configs von FF, Vivaldi und Thunderbird. Da kann man gleich loslegen. Thuderbird und vor allem Vivaldi einrichten ist nämlich ziemlich langwierig.

         

  • Eigentlich hatte ich heute auch schon einen ellenlangen Beitrag verfasst :D Na gut, ich zerpflücke ihn mal.

    Oh, ein vertrautes Szenario. :D

    Was das Mitwirken anderer Teilnehmer betrifft, sehr, sehr gerne, bitte. :) Ich teile lediglich meine Gedanken und Erfahrungen. Jeder ist sehr herzlich eingeladen, seine Überlegungen mit zu äußern, denn so lerne ich ebenfalls dazu und jose29 hat eine Fülle von Möglichkeiten.

    Ja, es soll TuxedoOS werden, und als alleiniges System. Ich bevorzuge außerdem eine eigene DATA-Partition. Die aktuelle ist schon gesichert.

    Sehr gut. Damit haben wir schon eine gute Basis.:thumbup:

    Es sollte eine Balance sein zwischen "so wenig Arbeit wie möglich" (brauche das System ja dringend zum produktiven Arbeiten, mit den ganzen vertrauten Workflows) und "Neuanfang". Wäre gut, möglichst viel herüberholen, was nützlich ist, aber nicht blindlingst. Das System etwas zu entschlacken wäre also ein netter Nebeneffekt.

    Wäre das auch geklärt. :)

    Mir ist bewusst, dass manches automatisiert bzw. per Copy&Paste repliziert werden kann, manches aber händisch gemacht werden muss.

    Hier greife ich kurz mit einem Nebengedanken ein. C&P kann man mit Sicherheit bei einer überschaubaren Menge an Daten machen und dazu eignet sich jeder Dateibrowser. Wenn es allerdings um größere Datenmengen geht, gebe ich "rsync" den Vorrang. Es kann immer mal passieren, dass beim Kopieren ein Fehler auftritt, egal auf was für einem System. Daher ist C&P nur bedingt geeignet, denn wenn ich den Vorgang wiederholen muss, weiß ich selten wo er aufgehört hat und muss zwangsweise wieder von vorn anfangen. Mit rsync wiederum, kann die Session auch einmal abstürzen, es wird nur kurz geprüft was erfolgreich übertragen wurde und der Vorgang wird genau an der Stelle fortgesetzt wo er aufgehört hat. Besonders bei heiligen Dingen, unschätzbar.

    Ein Befehl mit rsync ist schnell abgesetzt und die wenigen Parameter nach 2-3x Nutzung gemerkt. Es gibt noch mehr, ebenfalls wichtige Parameter, das hier ist nur ein Grundbefehl.

    Code
    rsync -av <Quelle> <Ziel>

    Aber dazu später vielleicht mehr.

    Neben den Hauptordnern wovon nur Du weißt, was zu sichern ist und die ein Benutzer in der Regel zu sehen bekommt, gibt es ja wie Du weißt die versteckten Ordner in welchem sich die ganzen Konfigurationen tummeln. Allerdings kann sich das bei Dir selbstverständlich ein bißchen anders gestalten. Zudem habe ich eine andere Nutzung hinsichtlich Passwörter, also kann ich dazu nicht viel sagen. Doch wenn es um PW's geht, die Du im Browser und Thunderbird speicherst, so sind diese in den Profilordnern enthalten.

    Folgende zusätzliche Verzeichnisse die ich persönlich sichere, vorher ggf. auch noch einmal mit Bleachbit bereinige.:

    Falls Bleachbit nicht installiert, kannst Du es nachinstallieren.

    Code
    sudo apt install bleachbit

    Und weiter gehts mit den Ordnern.:)

    • ~/.config #Achtung, hier sind auch Leichen von alten Programmen enthalten. Du kannst ihn vollständig rüberziehen oder vorher von Dingen bei welchen Du Dir sicher bist bereinigen
    • ~/.fonts #Hier sind alle meine Schriftarten drin, die ich im Laufe der Zeit gesammelt habe.
    • ~/.icons #Nicht zwingend erforderlich, denn die Ersteller der Sets aktualisieren auch ihre Sets, da ist ein neues Herunterladen oftmals besser. Aber wenn Du Configs sicherst, sollte das dabei sein.
    • ~/.local #Achtung, auch hier sind Leichen drin. Verzeichnis beinhaltet auch installierte Desklets, Applets, Actions und Scripte für Nemo etc.
    • ~/.themes #Das Gleiche wie bei icons
    • ~/.mozilla #Firefoxprofile, die werden vor der Sicherung noch einmal mithilfe von Bleachbit bereinigt.
    • ~/.vivaldi #Wenn in vorhanden und in Nutzung
    • ~/.ssh #Hier sind meine SSH Keys drin, wahrscheinlich für Dich eher unwichtig.
    • ~/.thunderbird #Alles von Thunderbird, wird auch noch einmal mit Bleachbit bereinigt.
    • ~/.var #Sofern vorhanden, die Konfigurationen von Flatpaks
    • ~/.snap oder so ähnlich (führe ich nur wegen der Vollständigkeit auf, selbst nutze ich es nicht, daher weiß ich auch nicht, ob der Ordnername richtig ist.)

    Zu diesen Dingen sichere ich noch die Dateien ...

    • .bash_history #alle Deine Eingaben die Du im Terminal eingegeben hast, sind hier drin. Bitte mit eigenem Namen sichern, um eine Referenz später zu haben.
    • .bashrc #Vermutlich für Dich weniger relevant. Ich habe ein paar Anpassungen für mich gemacht, wie mein Terminal aussehen soll.

    Ich hoffe ich habe gerade nichts übersehen oder vergessen. Das sollte aber in jedem Fall ein Grundstock sein.

    1. Was kann ich alles aus meinem laufenden System (mit GUI und normalem Terminal) noch Nützliches herausholen, bevor ich die Festplatte lösche und das System neu installiere?
    2. Es gab doch einen Terminal-Befehl, um alle installierten Apps aufzulisten. Aber kann ich auch diejenigen herausfiltern, die ich per Hand installiert habe, die also nicht mitgeliefert waren? (Der andere Weg wäre natürlich der rein visuelle, über die Menüs und Softwarecenter.)

    Ich fasse 1 und 2 einmal zusammen:

    Mit folgenden Befehlen kannst Du Dir eine Liste von installierten Programmen erstellen. Hier muss ich mit roten Backen zugeben, dass ich obwohl immer geplant, stets zu faul das Ganze zu automatisieren, Sorry. Also erhälst Du mit den Listen nur die Infos. Mit ">" wird die Ausgabe in eine Datei geschrieben, sodass Du sie sichern kannst und im nächsten System wieder verwenden.

    Flatpaks

    Flatpaks kann man sowohl als Benutzer als auch als sudo installieren. Das hat zur Folge, dass wenn man das im Laufe der Zeit vermischt gemacht hat, eine Liste an Flatpaks unterschiedlich sein kann.

    Daher meine Empfehlung: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Hatte mir zwar angewöhnt alles mit sudo zu machen, aber bei einem Paket hab ich das wohl vergessen, demzufolge variieren die einzelnen Listen bspw. bei mir.

    Code
    # Flatpaks als Benutzer
    flatpak list --app > flatpak_pakete.txt

    noch einmal als Sudo

    Code
    # nochmal als sudo
    sudo flatpak list --app >> flatpak_pakete.txt

    ">>" hängt den Inhalt der Ausgabe an den die bestehende Datei an.

    Snaps

    Da ich selbst keine Snaps nutze, hier nur ein Anriss

    Code
    # Snaps (falls in Verwendung)
    snap list > snap_pakete.txt

    APT-Pakete

    Bei Apt-Paketen wird es etwas spannender. Ja es gibt einen Befehl, der APT- Befehl listet alle installierten Pakete auf. Für mich persönlich nicht so nützlich, aber wenn man sich durchwühlt, wird man auch fündig.

    Code
    # 
    apt-mark showmanual > tuxedo_manuell_installierte_pakete.txt
    
    # Meine Variante funzt auch
    zgrep -h 'apt install' /var/log/apt/history.log* | awk -F': ' '{for (i=2; i<=NF; i++) print $i}' | sort -u > selbst_installierte_pakete.txt

    Solltest Du auch noch "AppImages" verwenden, dann brauchst Du die nur kopieren. Wo hiervon Configs gespeichert werden, weiß ich nicht.

    3. Wie kann mir Timeshift helfen? Wäre es z.B. möglich, einen Schnappschuss von TuxedoOS auf einer externen Festplatte abzulegen und dann in einer VM (oder auch auf dem neuen System ...) mit dem gleichen TuxedoOS wiederherzustellen? Oder die Desktopumgebung besser auf jeden Fall neu aufbauen?

    Bei Timeshift wäre es super, wenn andere Teilnehmer dazu etwas sagen. Ich sichere zwar damit, neben anderen Methoden (für's gute Gefühl), aber kam nie in die Gelegenheit es bei einem Recovery zu verwenden. Dazu verwende ich meine manuellen Methoden. Ich glaube ich musste bisher nur ein einziges Mal eine Datei wiederherstellen.

    Eigentlich ein lebenswichtiges Thema für jeden Durchschnittsnutzer, der auf einmal damit konfrontiert wird, seinen PC neu aufsetzen zu müssen. Vielleicht könnte aus dem Thread am Ende eine Checkliste zusammengestellt werden, den man hier im Forum als Richtschnur nutzen könnte.

    In der Tat, aber das würde ich eher als Communityprojekt betrachten, wo eine Vielzahl von Erfahrungen mit einfließen. Denn wie gesagt, es gibt verschiedene Ansichten und Vorgehensweisen. Aber die Idee selbst ist super! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.

    Edited 5 times, last by MyLibertad: Ergänzungen bei den zu sichernden Ordnern. (October 11, 2025 at 11:18 PM).

  • Ein super Beitrag. Kommt mir sehr gelegen, weil ich auch um Weihnachten evtl mein Dual Boot in ein reines Linux umbauen werde. Gut zu sehen, dass man Flatpaks auch in eine Textdatei gießen kann.

    Ich hatte mir für die Mint Nutzung noch notiert, dass man Programme noch so exportieren und importieren kann:

    Code
    dpkg --get-selections > ~/Paketliste.txt

    Diese liegt dann in deinem /home/Username

    Paketliste einspielen:

    Code:

    Code
    sudo apt-get install dselect && sudo dselect access && dselect update && sudo dpkg --set-selections < ~/Paketliste.txt && sudo apt-get dselect-upgrade

    Linux Mint Anfänger und dankbar für Tipps und Ticks

  • Super gugidudugie, das ist auch eine Variante.

    In Anlehnung an mein Versäumnis mich mal mit einer Automatisierung zu beschäftigen, habe ich mich jetzt der Sache angenommen und mir hierfür ein Script geschrieben, dass die jemals installierten Pakete aus der Apt-History liest und in ein anderes Script packt, was ich auf dem Zielrechner einfach nur noch ausführen brauche. Installiert dann gleich alle Programme, ohne das ich irgendwie was einzeln installieren muss. Es beinhaltet auch installierte Flatpaks. Ich muss nur nach Ausführung des "Erstellungsscripts" noch einmal prüfen, ob denn die Dinge im reinstall Script auch alle noch aktuell sind. 2 Zeilen löschen kriege ich dann noch hin. :D

    Wenn Interesse besteht, packe ich es hier auch mit rein.

    Hier ein Beispiel des generierten Scripts, dass nur noch auf dem Zielrechner ausgeführt wird....

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.
  • Ok. Im Anhang ist das Script als Zip-Datei, weil hier kein *.sh Upload erlaubt ist. An einem beliebigen Ort herunterladen, entpacken und ggf. noch einmal ausführbar machen.

    Wenn bei der Sicherung die Configs mit gesichert wurden, sollte die Einstellungen der Programme aus der alten Installation wieder greifen.

    :!:Es ist für Debianpakete und Flatpaks. Ich habe das für mich geschrieben und es funktioniert auch bei mir. Ich gebe keine Garantie, dass es bei anderen ebenso funktioniert. :!:

    Ich bin für Vorschläge, Verbesserungen, Ergänzungen jederzeit offen. Auch könnt Ihr es so modifizieren, wie es Euch beliebt.

    Achtung, habe das Script entfernt, weil mir ein entscheidener Fehler unterlaufen ist. Den muss ich erst korrigieren, bevor ich es wieder freigebe. Der Fehler war, das zwar "apt install <paket>" übernommen wurde aus der history, aber nicht "apt install <paket1> <paket2 ...", also keine Ketten. Ich überarbeite das noch einmal und lade es noch einmal hoch in diesen Beitrag. Desweiteren fehlen bspw. Paketquellen, wenn man wie ich PPA's verwendet. Also @KP59 (Ex-Scheinich) , noch nicht verwenden.

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.

    Edited 2 times, last by MyLibertad (October 11, 2025 at 7:32 PM).

  • MyLibertad Vielen vielen Dank auch von mir für die übersichtliche Zusammenstellung! Und Danke auch an alle anderen für ihren Beitrag.

    An die Skripte habe ich mich allerdings nicht mehr gewagt, kommt noch.

    Bezüglich Timeshift und VM, dunkelklausner: Meine Überlegung wäre, ob ich man nicht den Schnappschuss eines alten Systems in einer VM wiederherstellen könnte, um eine Referenz für das neue zu haben. Aber jetzt erst einmal keine Experimente mehr (wie war das nochmal: never change ...) - ich brauche einen funktionierenden "Läppi". Außerdem hatte ich kein so großes externes Gerät mit ext4 zur Hand (ext4, weil sonst nicht alle Sonderzeichen reibungslos übernommen werden, wie sich herausstellt). Wäre allerdings bestimmt eines eigenen Themas wert.

    das würde ich eher als Communityprojekt betrachten, wo eine Vielzahl von Erfahrungen mit einfließen

    Das wäre tatsächlich eine schöne Sache, denn per Suchmaschine findet man immer weniger gute Artikel. Ich habe den Verdacht, dass schon viel zu viel Maschinelle Übersetzung und KI-Müll dabei ist - so was liest man gar nicht gern.

    Ich meine jetzt alle Nötige gesichert zu haben und wäre für weitere Tipps und Vorschläge bezüglich Fortsetzung offen - sofern es noch etwas zu beachten gibt. Ein neues System installieren kann ich ja schon (hust), aber bestimmt gibt es wieder Feinheiten beim "Befüllen" des neuen Systems mit den alten config-Files.

    Da TuxedoOS mit KDE Plasma läuft, will ich heute noch versuchen, die Desktop-Konfiguration zu exportieren, entweder mit kde-migrant oder konsave. Hätte jemand Erfahrung mit den Tools oder könnte ein anderes Vorgehen vorschlagen?

    Wenn alles gut läuft, kann ich mein System im Laufe des Tages neu aufsetzen. Grüße allerseits!

    Edited 2 times, last by jose29 (October 12, 2025 at 7:48 AM).

  • Guten Morgen jose29,

    An die Skripte habe ich mich allerdings nicht mehr gewagt, kommt noch.

    Da ich nur sehr mäßig begeistert bin von meinem Script, bin ich erst einmal dabei es noch einmal zu überarbeiten. Am meisten macht mir apt Kopfzerbrechen, wie sich herausstellte, liefert es entweder viel zu viel oder viel zu wenig. Nicht das was ich möchte, bzw. das Gelbe vom Ei. Also davon besser erst einmal die Finger weg. Hab es auch vorerst wieder aus meinem Beitrag gelöscht. Aber ich hab zumindest mal damit angefangen. :D

    Aber jetzt erst einmal keine Experimente mehr (wie war das nochmal: never change ...) - ich brauche einen funktionierenden "Läppi". Außerdem hatte ich kein so großes externes Gerät mit ext4 zur Hand, damit auch alle Sonderzeichen etc. reibungslos übernommen werden. Wäre allerdings bestimmt eines eigenen Themas wert.

    Definitiv. :thumbup:

    Das wäre tatsächlich eine schöne Sache, denn per Suchmaschine findet man immer weniger gute Artikel. Ich habe den Verdacht, dass schon viel zu viel Maschinelle Übersetzung und KI-Müll dabei ist - so was liest man gar nicht gern.

    Ich will mal abwarten was hier im Thread vielleicht von den anderen offenbart wird. Meine eigene Lösung ist mir zu wenig, um sie als einen Artikel zu verfassen. Hätte gerne verschiedene Möglichkeiten, die ich dann offerieren könnte.

    Ich meine jetzt alle Nötige gesichert zu haben und wäre für weitere Tipps und Vorschläge bezüglich Fortsetzung offen - sofern es noch etwas zu beachten gibt. Ein neues System installieren kann ich ja schon (hust), aber bestimmt gibt es wieder Feinheiten beim "Befüllen" des neuen Systems mit den alten config-Files.

    Da mein Script immo nicht tauglich ist, wäre ggf. auch eine Liste Deiner installierten Programme sinnvoll, also die die Du nachträglich installiert hast. Kurz noch einmal ins Menü geschaut und noch einmal durchgegangen. Zudem wäre vielleicht auch noch die Sicherung von Paketquellen sinnvoll, falls Du noch andere Quellen genutzt hast. Einfach eine Kopie als Sudo von /etc/apt um ggf. noch einmal eine Referenz zu haben.

    Da TuxedoOS mit KDE Plasma läuft, will ich heute noch versuchen, die Desktop-Konfiguration zu exportieren, entweder mit kde-migrant oder konsave. Hätte jemand Erfahrung mit den Tools oder könnte ein anderes Vorgehen vorschlagen?

    Persönlich denke ich, dass die Sicherung der Verzeichnisse ausreichen sollte. Weiß nicht, was diese Tools noch extra machen. Ich sage jetzt einmal, sicher ist sicher, nutze ein Programm davon, um auch damit eine Sicherung zu machen. Lieber einmal mehr, als zu wenig. Löschen kann man immernoch.

    Wenn alles gut läuft, kann ich mein System im Laufe des Tages neu aufsetzen. Grüße allerseits!

    Yippie Yay :D

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.
  • Da ich nur sehr mäßig begeistert bin von meinem Script, bin ich erst einmal dabei es noch einmal zu überarbeiten. Am meisten macht mir apt Kopfzerbrechen, wie sich herausstellte, liefert es entweder viel zu viel oder viel zu wenig. Nicht das was ich möchte, bzw. das Gelbe vom Ei. Also davon besser erst einmal die Finger weg. Hab es auch vorerst wieder aus meinem Beitrag gelöscht. Aber ich hab zumindest mal damit angefangen. :D

    Viel Erfolg damit!

    Persönlich denke ich, dass die Sicherung der Verzeichnisse ausreichen sollte. Weiß nicht, was diese Tools noch extra machen. Ich sage jetzt einmal, sicher ist sicher, nutze ein Programm davon, um auch damit eine Sicherung zu machen. Lieber einmal mehr, als zu wenig. Löschen kann man immernoch.

    :thumbup:

    Eine Rückfrage noch:

    Daher ist meine Empfehlung auch, später bei der Installation, die volle Platte auszunutzen, anstatt an den Partionierungen herumzuspielen.

    Verstehe ich das richtig: Es ist besser bei der Installation zunächst die ganze Festplatte für das Betriebssystem zu reservieren, und die Datenpartition erst anschließend [ÜBER EIN LIVE-SYSTEM !!] zu erstellen?

  • Verstehe ich das richtig: Es ist besser bei der Installation zunächst die ganze Festplatte für das Betriebssystem zu reservieren, und die Datenpartition erst anschließend [ÜBER EIN LIVE-SYSTEM !!] zu erstellen?

    Huch, da hast Du etwas missverstanden, aber sehr gut dass Du noch einmal nachhakst. Zu dem Zeitpunkt, hab ich die sda3 garnicht weiter auf dem Schirm gehabt.

    Aber: Was meine Empfehlung allerdings war/ist, dass Du die Platte vollständig während der Installation repartitionierst, bloß nicht danach. Das kennen wir doch irgendwo her und wollen es NICHT wiederholen. ;):P Der Grund dieser Empfehlung ist, ich weiß einfach nicht, was da bei Deiner Platte und letzten Endes beim Ping Pong schiefgegangen ist und ob noch Reste davon irgendwo rumschwirren. :) Daher hoffe ich auch, dass Du Deine Datenpartition gesichert hast.

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.
  • Oh! Tatsächlich gut, dass ich nachfrage 😅 Ok, jetzt habe es jetzt verstanden: keine nachträgliche Partitionierung vornehmen. Meine Datenpartition ist sicher. Ich probe die Installation wohl besser zuerst mal in einer VM...

  • Oh! Tatsächlich gut, dass ich nachfrage 😅 Ok, jetzt habe es jetzt verstanden: keine nachträgliche Partitionierung vornehmen.

    ;(:D

    Meine Datenpartition ist sicher.

    Was anderes will ich nicht lesen. :D

    Ich probe die Installation wohl besser zuerst mal in einer VM...

    Sehr guter Ansatz. :thumbup::thumbup::thumbup:Vor allem den Part mit dem Partionieren ein bischen üben. Gucken was gebraucht wird und dann anlegen.

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.

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