Ubuntu 25.10 - das dürfen wir erwarten :)

  • Morgen erscheint die finale Version von Ubuntu 25.10

    Auf folgendes dürfen wir uns freuen:

    Logisch, das aktuelle Ubuntu wird Gnome 49 mitbringen. Gnome war eher ein "hinter" den Kulissen Release optisch hat sich wenig verändert. Auffallen wird, dass der "Nicht stören" schalter nicht mehr bei den Benachrichtigungen, sondern bei allen anderen Schaltern (Wlan, Bluetooth, etc) ist - was eine einheitliche Konsistenz in der UI gibt. Im Dateimanager (nautilus) gibt es ein neues Icon. Wenn man eine oder mehrere Dateien markiert und "ausschneidet" verwandelt sich das Icon dieser Dateien in eine Schere.

    Beispiel: Ordner Downloads, Music und snap wurrden "ausgeschnitten"

    Bei der Bildschirmsperre, zeigt der Lockscreen neu Player Elemente an (sofern eine Wiedergabe läuft). Sprich ihr lässt Musik laufen, und die Displaysperre aktiviert sich, könnt ihr die Musik direkt auf dem LockScreen steuern - ohne das Gerät zu entsperren.

    Dazu werden ein paar der Standard Apps durch moderne libadwaita Varianten ausgewechselt. Das neue Standard Terminal ist "Ptyxis", als Bildbetrachter ist nun "Loupe" als neuer Standard vor-installiert, als PDF Betrachter kommt "Papers" als neuer Standard vor-installiert.

    Aber neben den Standard Gnome Änderungen gibt es auch viele Änderungen bei Ubuntu selbst:

    Etwas das direkt auffallen wird, das Programm "Startprogramme" gibt es nicht mehr. Das war ein seit gefühlt 20 Jahren Ubuntu eigenes Programm um zu verwalten welche Software automatisch gestartet werden soll oder nicht nicht. Das Programm ist nun verschwunden. Das macht aber nichts, da Gnome inzwischen diese Aufgabe übernimmt. In den Systemeinstellungen bei den Anwendungen kann man ebenfalls auswählen welche Anwendungen automatisch gestartet werden sollen.

    Bei der Installation von Ubuntu wird nun die Verschlüsselung per TPM (sofern die Hardware es unterstützt) prominenter platziert und wird damit im Grunde die "Standard Option". Damit schliesst Ubuntu endlich an Betriebssysteme wie Windows, MacOS, Android und iOS auf.

    Auch wachsen Ubuntu und Fedora auf technischer Ebene etwas näher zusammen. Da Ubuntu nun ebenfalls "Dracut" nutzt um das initramfs zu bauen.

    Neu wird bei Ubuntu auch nicht mehr "sudo" vorinstalliert sondern "sudo-rs". "sudo-rs" ist ein eine "sudo" Kopie geschrieben in Rust. Wer einfach nur "sudo befehl" benutzt wird die Änderung nicht merken. Wer komplexe Skripte hat, die sudo noch mit weiteren Parametern nutzt wird diese Skripte neu testen müssen. Das "alte" Sudo ist aber auch noch in den Paketquellen vorhanden - falls man darauf angewiesen ist.

    Neben "sudo" wurden auch die "coreutils" ersetzt und damit geht Ubuntu ganz neue Wege. Die Coreutils, sind die Linux Standardbefehle die wir alle kennen "ls, cd, rm, touch, mkdir, usw" und im Grunde nutzen hier alle Distributionen der Welt das selbe Paket. Ubuntu wechselt das nun, ebenfalls in einen Rust nachbau - und geht damit ganz neue und eigene Wege. Auch hier als Anwender sollte man keinen Unterschied merken. Canonical erhofft sich dank den Rust umbauten eine verbesserte Stabilität des Systems.

    Ansonsten gibt es noch ein paar Anpassungen an den Yaru Icons (einerseits für die neuen Programme, aber auch das Papierkorb Icon und ein paar weitere wurden überarbeitet).

  • Neben "sudo" wurden auch die "coreutils" ersetzt und damit geht Ubuntu ganz neue Wege. Die Coreutils, sind die Linux Standardbefehle die wir alle kennen "ls, cd, rm, touch, mkdir, usw" und im Grunde nutzen hier alle Distributionen der Welt das selbe Paket. Ubuntu wechselt das nun, ebenfalls in einen Rust nachbau - und geht damit ganz neue und eigene Wege. Auch hier als Anwender sollte man keinen Unterschied merken. Canonical erhofft sich dank den Rust umbauten eine verbesserte Stabilität des Systems.


    Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Beitrag!

    Gibt es nun für Ubuntu (und diesem Rust-Nachbau) so etwas, wie eine neue Befehlszeilenreferenz?

    Ich meine Ubuntu geht hier wieder einmal sehr eigenwillige Wege, vielleicht bewährt es sich, vielleicht ist das der Grund, für einen neuen Shitstorm in RIchtung Canonical, was auch immer, auf jeden Fall ist Ubuntu (jedenfalls 24.04) ein definitiv stabiles System.

    (Wäre dieses Flatdingens nicht, nebst einigen anderen "Kamufteleien", ich glaube, Ubuntu wäre meine "Leib und Magendistro").

  • Moin,

    ich hab letzte Woche mir einen Ubuntu 25.10 Server für meine Nividia RTX 5060 installiert. Mit den anderen Ubuntu Versionen wurde die Karte nicht richtig erkannt,aber jetzt rennt die Karte :) Damit ich an meine gewollte Software rankomme, von Haus aus war da nix gutes zu finden, hab ich den den Apt-Sourcen noch "Suites: noble noble-updates noble-backports" hinzu geführt.

    LG Olav

    Die Grundlage aller Fundamente ist die Basis. :!::?::)

    Das Linux Universum ist unendlich. groß . Daher ist es manchmal schwer die passende Lösung zu finden. A b e r es gibt immer eine :)


    Bitte beachten Sie dass nicht alle meine Kommentare für Anfänger immer geeignet sind.

  • kubuntu 25.10 läuft optimal auf meinem laptop, habe upgrade von 25.04 gemacht. komischerweise kann der hwe kernel der lts version meinen sound nicht aktivieren ich hoffe die nächste lts wird den fehler beheben. stinkt mir auf sts zu sein

    Immer schön Cremig bleiben!:)

  • Da ich mit der aktuellen LTS-Version 24.04 sehr zufrieden bin, warte ich mal auf die nächste LTS 26.04 und überlege mir, ob ich diese neu installiere.

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  • Oho, da bekomme ich direkt Lust, Ubuntu 25.10 mal zu testen. :)

    Mach lieber einen Ausflug in archive.org und die Wayback-Machine auf die damalige ubuntu.com Seite von damals so um 6.06 "Dapper Drake" herum. Ubuntu und Mark Shuttleworth haben da wirklich einen radikalen und revolutionären Kurs gefahren, den ich bis heute vermisse.

  • Da ich mit der aktuellen LTS-Version 24.04 sehr zufrieden bin, warte ich mal auf die nächste LTS 26.04 und überlege mir, ob ich diese neu installiere.

    Jo, genau so. Ich brauche keine neuen Features für irgendeinen Scheiß den ich eh nicht nutze. System stabil, keine großen Fummeleien und alles ist gut. Sicherheitspatches habe ich nicht gegen aber ich brauche nicht alle. Funktionsupdates will ich eigentlich keine haben, meißtens geht es um mehr Kontrolle von außerhalb, das nervt zusehends und wird uns einfach durch einen Klick untergeschoben

  • MacBookAir 2014 4GB RAM

    Ubuntu 25.10 scheint schlanker geworden zu sein als die Versionen zuvor. Läuft richtig fix - gefällt mir.

    Aber die bisherigen Broadcom-WiFi-Treiber funktionieren nicht mehr - somit kein WLAN.

  • Neu wird bei Ubuntu auch nicht mehr "sudo" vorinstalliert sondern "sudo-rs". "sudo-rs" ist ein eine "sudo" Kopie geschrieben in Rust. Wer einfach nur "sudo befehl" benutzt wird die Änderung nicht merken. Wer komplexe Skripte hat, die sudo noch mit weiteren Parametern nutzt wird diese Skripte neu testen müssen. Das "alte" Sudo ist aber auch noch in den Paketquellen vorhanden - falls man darauf angewiesen ist.

    Möchte als Linux Laie fragen:

    Sollte man sich sudo-rs gleich angewöhnen? Wie ist das zu verstehen, kann ich neu einfach zum Beispiel sudo-rs apt update eingeben?

  • Ja kannst du - dann wird die Rust-Version von sudo verwendet.

    Was bedeutet das für Sie?

    Keine Panik, wenn Sie denken, dass Sie jetzt jahrelang erlerntes Muskelgedächtnis-Typisieren aufarbeiten müssen sudo Und stattdessen tippen müssen sudo-rs: das wirst du nicht.

    Der Befehl zum Ausführen von sudo ändert sich nicht, nur die Sprache sudo ist programmiert. Du rennst immer noch sudo in Ubuntu 25.10, und wenn Sie es tun, verwenden Sie jetzt sudo-rs.


    Ubuntu 25.10 Switches to Rust-based Sudo
    Ubuntu 25.10 will replace the sudo command with sudo-rs, a new Rust rewrite designed to improve memory safety and security. What does this mean for users?
    www.omgubuntu.co.uk

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