Seit GNOME 46 ist es möglich, bzw. soll es sein, sich über das RDP-Protokoll zu einem Linux-System mit GNOME und Wayland zu verbinden.
Die Verbindung zu einer laufenden Session funktioniert seit letztem Jahr von Windows zu Fedora ganz gut, aber mit einigen Einschränkungen:
- Bis vor kurzem war sie Verbindung ziemlich instabil, das scheint sich aber in den letzten Wochen verbessert zu haben.
- Man muss auf dem laufenden Desktop eingeloggt sein
- Wenn aufgrund von Energiespareinstellungen der Bildschirm abgedunkelt wird (ist ja Standard), dann friert die Verbindung ein und lässt sich nicht mehr aktivieren.
Der Headless-Modus, bei dem man sich remote zum Login-Screen verbindet, hat out-of-the Box nie funktioniert.
Dazu habe ich einen Artikel gefunden: https://jamesnorth.net/post/grd-46-setup und die Kommandos auf Debian 13 angepasst (winpr3-utils ist das Paket, dass das Kommando winpr-makecert bereitstellt:
sudo apt install winpr3-utils
sudo -u gnome-remote-desktop winpr-makecert3 -silent -rdp -n 192.168.0.XXX -path ~gnome-remote-desktop rdp-tls
grdctl --system rdp set-tls-key ~gnome-remote-desktop/rdp-tls.key
grdctl --system rdp set-tls-cert ~gnome-remote-desktop/rdp-tls.crt
grdctl --system rdp set-credentials "gdm" # Ohne Passwort! Wird interaktiv abgefragt. gdm ist der remote User für den Loginscreen, nicht für eine normale User-Id. Name frei wählbar.
grdctl --system rdp enable
Damit kann ich mich von Fedora mit GNOME-Verbindungen tatsächlich zum GDM verbinden.
Anders als es eine KI (Google) verspricht, ist aber die Performance nicht besonders berauschend, insbesondere bei Interaktionen mit der Maus. Anders als Windows Remote-Desktop setzt GNOME-Verbindungen eine feste Bildschirmgröße von 1024x768, die in GNOME Einstellungen nicht verändert werden kann.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tipps für alternative, freie Opensource-Tools?