Windows 11 unter VirtualBox interne Festplatte einbinden

  • Hallo Zusammen,

    ich bin neu in der Linux-Welt und habe Linux-Mint 22 installiert. Danach habe die VirtualBox mit Windows 11 eingerichtet. Läuft soweit alles super. Da ich nicht auf Lightroom verzichten kann oder möchte, soll Lightroom installiert werden. Die Installation kann aber nicht auf der der gleichen Platte wie Windows installiert werden.

    Da ich noch eine zweite Platte, geteilt in vier Partitionen habe, möchte ich Lightroom auf der 1. Partition (sdb1) installieren. Wie stell ich es an, die physische Platte in die VBox mit Windows 11 einzubinden?

    Gruß Alexander

  • Du erstellst einfach eine zusätzliche, virtuelle Festplatte in Virtualbox im Pfad Deiner Wahl (also z. B. auf Deiner physischen sdb1) und weist diese dann Deiner VM in den Einstellungen als Laufwerk zu.


    Oder hab ich Dich falsch verstanden?

    Dann erkläre bitte genauer, was Du meinst.

  • Moin Axelinux,

    ich viele Sachen probiert, aber Platte sdb1 lässt sich nicht einbinden. Es ist eine 1TB Platte vier gleichgroßen Partitionen. Unter Linux-Mint sind alle Dateien zu sehen.

    Wahrscheinlich mache ich etwas falsch?

  • Das einbinden der Platten, als Ordner würde zwar gehen, aber darauf installieren kannst du nichts. Hier wäre bei deinem Vorhaben erstmal gut zu wissen, weist du wie Virtualbox funktioniert bzw. aufgebaut ist und warum muss es unbedingt wo anders installiert werden.

    Die eigentliche Lösung hat dir ja Axelinux schon geschrieben. Ich vermute aber das du damit nichts anfangen kannst und dir jetzt keiner mehr antwortet, weil keiner weiß wie dein Wissensstand ist bei dem Thema.

  • Moin Helmfuss,

    zumindest habe ich schon mal eine Antwort erhalten, dass es nicht so geht, wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Ich überlege derzeit, der Windows-Welt Adieu zu sagen. Aber auf die Adobe-Welt mit Lightroom möchte ich nicht verzichten. Ich habe mich die letzten 10 Jahre gut eingearbeitet. In Darktable habe ich schon mal reingeschuppert, ist aber vollkommen anders.

    Daher dachte ich, dass ich mit der VBox weiter komme. Vielleicht muss ich Linux-Mint und Win11 parallel laufen lassen? Muss dann aber in den sauren Apfel beißen, weiterhin die MS-Welt auf dem Rechner zu haben.

  • Mit VBox bist du auf den richtigen Weg. Ich habe auch noch eine Windows 7 VM nur für Adobeprogramme. Nutze tue ich es nicht mehr, aber damals beim Umstieg auf Linux war das genau richtig.

    Wenn du schon eine Windows 11 Installation hast als VM, verstehe ich nicht warum du diese nicht nimmst dafür.

  • Die Installation kann aber nicht auf der der gleichen Platte wie Windows installiert werden.

    Kannst du das mal näher erklären? Im Windows-Speech - weigert sich Lightroom auf C: ,installiert zu werden und du musst es auf D: installieren und dir fehlt im virtuellen Windows 11 die D: Partition?

    Ich bin schon länger von VirtualBox weg und beim Virtuel Machine Manager mit QEMU, aber ist es nicht auch in VBox so, dass du weiter virtuelle Plattenimages einbindest statt direkte Hardware-Partitionen?

  • Ich verstehe auch noch nicht so ganz, warum Lightroom sich nicht in einer VM installieren lassen sollte.
    (Es sei denn, dass Programm weigert sich generell, in einer VM betrieben zu werden.)

    Anders herum, wenn das Programm auf einem nativ laufenden Windows zu installieren wäre, würde es doch in die C:-Partition geschrieben und auch D: als Ziel wäre kein Hinderungsgrund, wenn das Programm tatsächlich eine andere Partition als C: verlangen würde.

    Alles was es braucht, ist eine VM, die mindestens so groß ist, dass es ausreichend Platz für Windows 11 plus Lightroom bietet. Bedenke, dass Du die virtuelle Disk für die VM auch partitionieren kannst. Zum Beispiel bei Start der Installation von Windows 11. (Wenn Windows nach dem Installationsziel fragt.) Oder Du startest die Windows-VM mit einem Live-Linux (als virtuelle CD/DVD) und partitionierst die virtuelle Disk in mehrere Partitionen, denen Du später unter dem virtuellen Windows passende Laufwerksbuchstaben zuweist.

    Du kannst bei der Vorabkonfiguration der VM unter VirtualBox auch mehrere virtuelle Disks erzeugen, die ebenfalls später als C:, D: usw. bezeichnet werden. Auch ganze Partitionen lassen sich zur Not als virtuelle Laufwerke einbinden. Das wäre aber in dem Zusammenhang unnötig.

    Wenn es ein Problem sein sollte, dass die VM vom Platzbedarf her nicht auf die erste physikalische Disk mehr passt, dann erzeuge zunächst eine Partition auf der zweiten physikalischen Disk, die groß genug ist, für die zu errichtende VM. Und weise dann in VirtualBox der VM diesen Pfad zu.

    Achte aber darauf, dass in der Konfiguration für die Windows-VM im Register 'Massenspeicher/Controller:SATA' ein Haken vor 'Host I/O-Cache verwenden' steht. Zumindest bei Linux-VMs wäre nämlich andernfalls die VM im Betrieb quälend langsam.

  • Moin Axelinux,

    ich viele Sachen probiert, aber Platte sdb1 lässt sich nicht einbinden. Es ist eine 1TB Platte vier gleichgroßen Partitionen. Unter Linux-Mint sind alle Dateien zu sehen.

    Wahrscheinlich mache ich etwas falsch?

    Vielleicht helfen Dir ein paar Screenshots von meiner VM weiter:


  • Achte aber darauf, dass in der Konfiguration für die Windows-VM im Register 'Massenspeicher/Controller:SATA' ein Haken vor 'Host I/O-Cache verwenden' steht. Zumindest bei Linux-VMs wäre nämlich andernfalls die VM im Betrieb quälend langsam.

    Gut, dass Du es hier ansprichst ^^

    Hab ich natürlich nicht gemacht. Hole ich mal direkt nach.


    Das es ohne Host I/O-Cache quälend langsam ist, kann ich aber so nicht bestätigen. Zumal Virtualbox dann seinen eigenen Cache benutzt. Und es hat wohl auch Nachteile (z.B. höhere Wahrscheinlichkeit von einem Datenverlust bei Abstürzen). Deshalb ist der Haken bei SATA auch standardmäßig deaktiviert. So steht's zumindest auf deren Webseite:

    https://www.virtualbox.org/manual/ch05.html#iocaching

    Edited once, last by Axelinux (August 12, 2025 at 5:01 PM).

  • Das es ohne Host I/O-Cache quälend langsam ist, kann ich aber so nicht bestätigen.

    Hatte ich im Zusammenhang von Linux-VMs unter VirtualBox (6) auf Linux-Hosts festgestellt. VMs mit Windows 11 habe ich unter Linux noch nicht probiert.

    Unerwünschte Seiteneffekte (Stabilität der VM) habe ich keine feststellen können. Allerdings würde ich die Option deaktiviert lassen, wenn die VM auch so ausreichend schnell ist. Es wird schon seinen Grund haben, wenn das Einschalten der Funktion bloß optional ist. Da gebe ich Dir recht.

  • Jetzt ist's zu spät ;). Hab's gerade schon umgestellt.

    Sollte mein System mal abstürzen, bevor alle Daten auf die Virtuelle Platte zurückgeschrieben wurden, muss ich halt ein Backup zurückspielen.

    Aber ich denke nicht, dass dies passieren wird. Bisher hatte ich damit auch noch keine Probleme.

    Mal gespannt, ob es sich merklich auf die Geschwindigkeit auswirkt. Aber wie schon geschrieben lief mein Win11 auch vorher schon überraschend schnell auf diesem Laptop.

    AHRL: Da Du Dein Windows produktiv nutzen willst, würde ich den Haken aber dann vielleicht besser raus lassen

  • Jetzt ist mir auch eingefallen, wann genau diese sehr geringe Performance zu beobachten war. Nämlich während der Installation des OS in die VM. Ich wunderte mich nur, warum das so viel langsamer vonstatten ging als gewohnt. Nochmal versucht mit gesetztem Haken, und es lief viel schneller.

    Ich glaube aber, dass dieses Problem nicht bei beliebigen Hard- und Software-Umgebungen auftreten wird. Außerdem gibt es auf einem bereits installierten OS natürlich deutlich weniger Schreib-/Lesezugriffe im Betrieb. Da fällt es vermutlich kaum auf.

    Bin jetzt aber gespannt, ob das Rätsel um die Lightroom-Installation endlich gelöst wird.

  • Einen Zwischenstand kann ich geben.

    1. Lightroom CC habe ich auf der Platte C: (sda) installieren können; im Verzeichnis C:\Programme\Adobe\....


    2. Die Hinweise bzw. Screenshots von AXELINUX waren insofern hilfreich, dass ich die 1. Partition (sdb1) als virtuelle Platte einbinden konnte. Habe diese auf 80 GB gesetzt, aber tatsächlich werden nur 2 MB angezeigt. Ich vermute, aufgrund der bereits bestehenden 4 Partitionen die restlichen 2 MB nicht aufgeteilt wurden.

    Ich versuchte eine bestehende Partition zu verkleinern, um eine fünfte Partition zu erstellen. Da hat das System gemeckert. Maximale Anzahl erreicht.


    3. In der VBox habe ich über die Funktion "Gemeinsame Ordner" die 4 Partitionen der 2. Platte (sdb1-4) einbinden können. Der Zugriff von Win 11 funktioniert problemlos. Die 4 Partitionen werden als Netzlaufwerke angezeigt.

    Auf die gemeinsam erstellen Ordner kann Lightroom auf keine Daten, wie Kataloge zugreifen, weil es Netzlaufwerke sind. Dort liegen nämlich die Kataloge. Gibt es eine Möglichkeit Lightroom zu überlisten und vorzugaukeln, dass es "normale" Laufwerke sind?


    4. Die Hinweise bzw. Screenshots von AXELINUX waren insofern hilfreich, dass ich die 1. Partition (sdb1) als virtuelle Platte einbinden konnte. Habe diese auf 80 GB gesetzt, aber tatsächlich werden nur 2 MB angezeigt. Ich vermute, aufgrund der bereits bestehenden 4 Partitionen, hat sich die VBox die restlichen 2 MB genommen.

    Ich versuchte eine bestehende Partition zu verkleinern, um den freien Speicherplatz in VBox nutzen zu können. Da hat das System gemeckert - maximale Anzahl erreicht. Wahrscheinlich muss ich eine Partition löschen und diese der VBox als virtuelle Platte zur Verfügung stellen.


    Viele Fragen und vielleicht viele, hilfreiche Antworten!? :)

    Edited 3 times, last by AHRL (August 13, 2025 at 5:51 PM).

  • In diesem Thread müssen die Mitlesenden genau aufpassen, dass nicht physikalische Partitionen mit virtuellen Partitionen durcheinander gebracht werden.

    Also Lightroom befindet sich jetzt auf einer virtuellen Disk unter VBox. Das virtuelle Windows 11 sieht das als Laufwerk 'C:\Programme\Adobe\...'. Richtig?

    Sdb1 meint hingegen eine Partition auf der zweiten Host-Platte, die als zweites virtuelles Laufwerk konfiguriert wurde. Das hätte ich anders gemacht, indem ich einfach von VBox eine zweite virtuelle Disk auf einer Partition der zweiten Host-Disk hätte erzeugen lassen, statt eine exakte physikalische Partition dafür zu nehmen.

    Dann würde es vermutlich auch nicht das Problem mit den widersprüchlichen Kapazitätsanzeigen geben.

    Sofern eine Disk (auf dem Host oder bloß virtuell) im Legacy-Format (MBR) errichtet wurde, können maximal 4 primäre Partitionen oder 3 primäre Partitionen plus eine sogenannte Erweiterte Partition kreiert werden. Wobei die Erweiterte Partition beliebig viele Subpartitionen (Logische Laufwerke) aufnehmen kann. Solche Logischen Laufwerke sind vollgültige Partitionen (unter Windows wie auch unter Linux).

    Gemeinsame Ordner sind in erster Linie gedacht, um Daten zwischen Host und Gast austauschen zu können. Sie werden, wie Du siehst, als Netzlaufwerke eingebunden. Ob man diese innerhalb von VBox zu normalen Laufwerken 'umfrisieren' kann, ist mir nicht bekannt (vermute eher nicht).

    Dein Konzept der Datenträgerorganisation mit einem Mix aus virtuellen und physikalischen Partitionen ist zwar originell, bietet aber möglicherweise zu viele Stolperfallen. Daher würde ich empfehlen, wenn möglich, die VM komplett mit virtuellen Datenträgern zu realisieren. Die virtuellen Disks dürfen aber auf verschiedenen physikalischen Datenträgern untergebracht sein; nur eben als normale (VDI-)Dateien und nicht als gekaperte Host-Partitionen.

    Und wie schon gesagt, virtuelle Disks dürfen genauso initialisiert, partitioniert und formatiert werden wie physikalische.

  • Es stimmt, dass Lightroom sich jetzt auf einer virtuellen Disk unter VBox. Das virtuelle Windows 11 sieht das als Laufwerk 'C:\Programme\Adobe\... befindet.

    Die sdb1 ist eine zweite physische Platte, welche aus vier Partitionen, sdb1 - sdb4, besteht.

    Ich dachte mir auf die Platte sdb1 den Katalog zu speichern. Wenn die gemeinsamen Ordner nicht die richtige Wahl ist, würde ich die Partition sdb1 als virtuelle Platte in die VBox einbinden.

    Die Platte sdb1 ist 250 GB groß und wollte von dieser 80 GB als virtuelle Platte für den Lightroom Katalog verwenden. Es werden lediglich 2 MB angezeigt. Oder muss ich die gesamte Größe der sdb1 nehmen? Auf der Platte waren die Windows-Programme installiert. Kann ich auch platt machen. Soll ich sdb1 als ext4 formatieren oder weiterhin NTFS? Wie gehe ich am besten vor?

  • Oder muss ich die gesamte Größe der sdb1 nehmen?

    Nein, ich denke der Ratschlag von Neumann ist, gar keine physikalische Partition dafür zu nehmen sondern von VBox eine Virtuelle Disk irgendwo, wo du Platz hast, erzeugen zu lassen. Unter Linux ist das dann nur eine Datei irgendo im Dateisystem. Ob du dafür sdb1, 2, 3 oder 4 nimmst ist völlig egal wenn nur genug Platz in der Partition hast.

  • Da schließe ich mich an.
    Ich bin mir auch gar nicht mehr sicher, ob der TE wirklich eine ganze physikalische Partition in die VBox-VM einbinden will.
    Aber falls doch, im Handbuch von VirtualBox wird das genau erklärt (Advanced Storage Configuration/Using a Raw Host Hard Disk From a Guest).
    Das geht sowohl mit einer ganzen Disk als auch mit einzelnen Partitionen davon.

    Aber wenn der bisherige Inhalt der physikalischen Partition ohne Belang ist (und somit gelöscht werden darf), dann kommt es nur noch darauf an, dass die projektierten 80 GB auf der physikalischen Partition verfügbar sind, um die virtuelle Disk-Datei aufnehmen zu können.

    Man beachte, dass die virtuelle Disk innerhalb der VM zwar mit einer Gesamtkapazität von 80 GB angezeigt wird; die zugehörige virtuelle Disk-Datei auf der Host-Partition dagegen nur in ihrer augenblicklichen Größe (anfänglich also nur ein paar MB). Sie wächst dann dynamisch in dem Maße wie innerhalb der VM nachfolgend Daten darauf geschrieben werden.

  • Ich habe am Rechner weiter gearbeitet, mit folgendem Ergebnis:

    1. Die gemeinsamen Ordner habe ich erst Mal wieder entfernt.

    2. Eine neue virtuelle Disk habe ich in der VBox Windows 11 verbunden. Erst durch ein Video habe ich herausgefunden, dass man die VDI-Platte unter Windows einrichten muss. Das hat gut funktioniert. Die Platte wird angezeigt.

    3. Einen Lightroom Katalog habe auf die neue Platte kopiert. Jetzt öffnet Lightroom auch den Katalog.

    4. Eine Frage habe ich noch zu den physischen und virtuellen Platten. Wenn nur eine physische Platte im Rechner ist, wird Speicherplatz für die VDI-Platte entnommen. Wenn weitere physische Platten verbaut sind; kann auf einer dieser auch eine VDI-PLATTE eingerichtet werden? Ich meine, daß ich es so gemacht habe (Platte sdb1), aber ich kann es nicht erkennen, ob dem so ist. Wo kann man das sehen?

    Im Grunde genommen habe ich mein Ziel erreicht.

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