Umbau vom riesigen Homeserver auf ein N150 NAS

  • Hallo zusammen

    Bisher hatte ich einen - für meine Verhältnisse - echt riesigen Homeserver im Betrieb. Die Lüfter drehten 24/7, 60TB+ Speicher, Stromverbrauch für die Hardware immer noch in Ordnung, grundsätzlich aber schon hoch mit 60 Watt und mehr. Das Teil hatte aber die meiste Zeit gar nichts zu tun. Strom für nichts. Nachdem ich auch AdGuard Home mit unbound auf einen Raspberry Pi 5 und einen Raspberry Zero 2W ausgelagert hatte, liefen dort eher "Bereitschaftsdienste", die im Falle eines Falles für mich was herunterladen, archivieren, etc. Abends im Bett dann halt mal Plex und Serie oder Film.

    Nun kam es mir ganz gelegen, dass ich die letzten Tage mehrmals mit evilware666 im Gespräch war bezüglich stromsparender Mini-PC und NAS. Dabei hat er mich echt heiß gemacht auf ein kleines N150 NAS. Heute war es dann so weit und ich habe den Umbau und die Einrichtung begonnen. Kurz zum Gerät: Zum Einsatz kommt ein Mini-PC mit folgender Hardware:

    • Intel N150
    • 12GB RAM
    • 2x 2.5G Ethernet
    • 4x NVME PCIe
    • 3x USB
    • 1x USB-C

    Ich beginne einfach mal mit einem kleinen Unboxing, da mir auch immer wichtig ist, wie gut etwas verarbeitet ist, wie es verpackt ist, ob es wertig wirkt, usw.

    Das Teil kam überraschend gut und hochwertig verpackt. Da es sich um einen China-Bomber handelt, ist das nicht immer so zu erwarten. Oft bekommt man die klassischen braunen Kartons mit nem einfachen Aufdruck und das war es. In dem Fall ne richtig gute Verpackung, schwer und stabil. Keine Ahnung, ob das extra alles schwerer gemacht wird, damit es sich besser anfühlt.


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    Im Paket dann das eigentliche NAS


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    Und diverses Zubehör wie Netzteil, USB-C Stromkabel und ein HDMI-Kabel. Dazu ein Halterung, um das Teil an die Wand zu schrauben oder hinten an einem Monitor zu befestigen (VESA).


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    Das NAS selbst ist relativ unscheinbar:


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    Seitlich die 3 schnellen USB:


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    Hinten die Dual-HDMI, ein USB-C, ein weiterer USB-C zum laden, 2x Ethernet (2.5GBit) und ein Anschluss für ein Headset, falls man das Ganze als Desktop-PC nutzen will. Windows 11 Pro ist vorinstalliert.


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    Auf der Unterseite der Zugang zu den NVMe-Slots:


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    Bestückt habe ich sie mit:

    • Kingston Fury Renegade 4TB
    • Samsung 990 Evo Plus 4TB
    • Samsung 990 Evo Plus 2 TB
    • WD Black 2TB


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    Alles erst mal provisorisch angeschlossen und einen Testlauf gemacht. Dabei unRAID installiert und eingerichtet:


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    Dann direkt mal den Stromverbrauch messen. Die Messung geschah im IDLE. Für einen Test unter Last muss ich erst noch alle Programme/Docker installieren. Damit beschäftige ich mich dann später. Ich bin mit dem Verbrauch aber absolut zufrieden:


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    Ich richte jetzt erst mal fertig alles ein und mache dann erste Transfer-Tests und bereichte/ergänze dann hier weiter.

  • Ist das der mit Dualboot Win11/Ubuntu oder nur Win11?

    Das dürften die ersten Geräte sein wo Linux und Windows vorinstalliert ist.

  • Moin,

    ja cooles Gerät ! Das wird mit Sicherheit eine meiner nächsten Anschaffungen sein, im Moment habe ich noch so alte "Think-Clients" von Lenovo Fujitsu für mein Homelab mit 3 Proxmox Cluster Nodes im EInsatz, aber da will ich auf alle Fälle ran.

    LG Olav

    Die Grundlage aller Fundamente ist die Basis. :!::?::)

    Meine Hardware:
    AMD FX-8300 (8) @ 3.300GHz / 32GB / GeForce RTX 5060 16GB vRAM
    AMD Ryzen 5 2600 (12) @ 3.400GHz / 16GB / GeForce GTX 1660 6GB vRAM
    Raspberry 5 mit 8GB
    Dazu 3 Proxmox Nodes.
    Altagslaptop Lenovo T450


    Bitte beachten Sie dass nicht alle meine Kommentare für Anfänger immer
    geeignet sind.

  • Sorry Leute.. das Ganze war dann schneller vorbei als es begann :D


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    Was soll ich sagen.. Performance war okay, eigentlich sogar ganz gut. Gelegentlich musste ich warten, bis ich was machen konnte. Also wenn zum Beispiel ein Docker-Container "installiert" wurde, konnte ich solange nicht viel in der Weboberfläche machen (in zweitem Tab). 2.5GBit Ethernet konnte ich trotz der NVMe nicht ganz ausreizen. Kurze Spikes auf 160MB/s, sonst eher so im Bereich von 13x MB/s. Hat mich schon ein wenig genervt, wäre aber noch irgendwie zu verschmerzen gewesen.

    Was nun gar nicht ging, waren die Temperaturen. Ich hatte es vorher ja schon befürchtet und ich glaube, in meinem Gespräch mit evilware666 auch prophezeit und es trat dann auch ein. Mini-Gehäuse aus Kunststoff, winzige Lüfter, 4 NVMe direkt nebeneinander, kein Platz für Kühlkörper und dann die Entscheidung, die NVMe auf dem Boden, also unter dem System zu platzieren.

    Ihr müsst euch das so vorstellen, dass im Gehäuse quasi mittig das Board montiert war. Auf diesem dann RAM, CPU, Controller, usw. Darunter dann eine Pastik-Trennwand und auf dieser dann die NVMe-Aufnahmen. Die NVMe sitzen also unter dem Board. Seitlich zwei kleine 5v-Lüfter, wie man sie von Raspberries kennt. Die holen sich von unten die Luft, leiten sie um 90 Grad um und blasen diese Luft unter den NVMe entlang um diese zu kühlen.

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    Hier im Bild sieht man es relativ gut. Das Ganze führte zu einem Hitzestau und auch im IDLE, wenn alle Platten "standen" und bei 0,0x Watt waren, lag die Temperatur durchgehend bei 70 Grad. Wenn dann was gearbeitet werden musste und die NVMe aktiv waren, lag die Temperatur bei 90 Grad und mehr (!). Das schwankte so zwischen 86 und 94 Grad je NVMe. Jetzt stellt euch vier davon vor. Teilweise konnte ich nicht mal mehr das Gehäuse anfassen, so heiß wurde das.

    Habe dann heute morgen alles zurückgesendet.

  • Ohje, was für eine Enttäuschung.

    Du glaubst es ja nicht. Ich war mega enttäuscht. Das Strom-O-Meter stand auf 15 Watt und ich war so happy. Habe im Kopf ja auch die 199 EUR mit Stromeinsparung gerechtfertigt. Gut.. die Platten musste ich irgendwie unterbringen und verplanen. Hat sich jetzt erledigt, da alle 4 spinning rust wieder zurück sind im alten Gehäuse.

  • was benutzt du jetzt dann als Homi

    Relativ stromsparender i3-12100. EInen etwas teureren beQuiet CPU Kühler mit massivem Block und lautlosem Lüfter. Aktuell habe ich sämtliche Gehäuselüfter abgeschaltet. Trotzdem sind die Temperaturen moderat. PArity Build ist fast fertig, läuft jetzt aber schon seit 24 Stunden. Also 24 Stunden mit CPU-Aktivität, 4 gleichzeitig ratternden Seagate Exos und gelegentlicher Aktivität der NVMe als Cache.

    Die Platten liegen wie erwartet bei um die 50 Grad, werden aber halt auch nicht aktiv gekühlt. Die NVMe liegen im Schnitt bei 38 Grad. Lasse das jetzt mal versuchsweise so durchlaufen und notfalls wird ein Gehäuselüfter aktiviert. Temperaturen werden 24/7 erfasst und bei Bedarf Warnungen via Mail und Telegram gesendet.

  • Stardenver Sehr schade. Aber gut, Versuch macht klug und solange das Taschengeld wieder zurückkommt, ist das alles noch im Rahmen. Allerdings finde ich es schon ein wenig fragwürdig, dass solche Geräte überhaupt verkauft werden. Du scheinst ja wenigstens etwas davon zu verstehen, aber was ist mit all den Leuten da draußen, die deutlich weniger Schimmer davon haben? Ich meine 4 NVME's auf der Unterseite, die erfahrungsgemäß auch gut eine Heizung sein können oder eigentlich sind, ernsthaft? Der Hitzestau/-tod oder Wohnungsbrand ist doch vorprogrammiert.8o

    Aber letztlich war es eine Erfahrung definitiv wert und danke das Du das auch geteilt hast.:thumbup:

    Gute Gedanken, Gute Worte, Gute Taten. (Film: Bohemian Rhapsody)
    Wer nach Art 5 Abs. 1 GG schreit, muss auch Abs. 2 gelesen und verstanden haben. Nur weil mir das Eine gefällt, heißt das nicht, das ich das Andere ignorieren kann.Ich teile meine Erfahrungen und Lösungswege gerne, das heißt aber nicht, dass sie richtig sind.
  • Sorry Leute.. das Ganze war dann schneller vorbei als es begann :D

    Ups, da hätte ich jetzt nicht angenommen. Und ist es möglicherweise nur ein defektes Gerät ? Normal werden NVME doch nicht so extrem heiß ? Hmm....dann haben die wohl an einfachen Kühlblechen gespart. Schade...

    LG Olav

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    AMD Ryzen 5 2600 (12) @ 3.400GHz / 16GB / GeForce GTX 1660 6GB vRAM
    Raspberry 5 mit 8GB
    Dazu 3 Proxmox Nodes.
    Altagslaptop Lenovo T450


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  • Sorry Leute.. das Ganze war dann schneller vorbei als es begann :D

    Hi Stardenver , vielleicht hattest Du nur das falsche Modell. Habe mich beim Lesen an ein Video erinnert, da klang das alles ganz anders. Hier mal der Link

    External Content youtu.be
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    Nichts auf der Welt ist so mächtig, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

  • Dabei hat er mich echt heiß gemacht auf ein kleines N150 NAS.

    Tolles Projekt... so etwas habe ich für die Wintermonate auch geplant (als stromsparenden 24/7-Homeserver).

    Stromverbrauch für die Hardware immer noch in Ordnung, grundsätzlich aber schon hoch mit 60 Watt und mehr.

    So geht es mir mit meinem NAS, das schalte ich nur noch bei Bedarf ein. 70W ist mir für 24/7 zu viel.

    Sorry Leute.. das Ganze war dann schneller vorbei als es begann :D

    Schade, hatte gerade erst angefangen alles zu lesen...

    Hi Stardenver , vielleicht hattest Du nur das falsche Modell.

    Ich habe dieses Modell für mein Winterprojekt ins Auge gefasst, Platz für 6x NVme.

    Laptop:    Thinkpad X260 (i7 6600U, 16GB RAM) - GuideOS

    Zweitrechner: Dell 3070 MFF (i5-9500T, 32GB RAM) - derzeit Win11

    Hauptrechner: Eigenbau (Intel Core i5-12400, GTX 1060 6GB,16GB RAM, 10-Gbit-LAN) Tuxedo OS

    Server:   Eigenbau (i5-12600T, 64GB RAM, 3x NVMe-SSD 1x500GB+2x1TB, 2x SSD 1TB) - PROXMOX

    Diverse Raspis | 3D Drucker BambuLab P1S Combo | 24/7-Server Fujitsu Futro m. PROXMOX

  • Ich habe dieses Modell für mein Winterprojekt ins Auge gefasst, Platz für 6x NVme.

    Ich denke ich bin kuriert. NVMe in so einem kleinen Gehäuse ist einfach nicht wirklich dolle. Und wenn dann noch zwei mehr drin sind..

    Das Teil sieht interessant aus, aus technischer Sicht. Aber Level1Techs hat das getestet und konnte Proxmox z.B. nicht installieren.

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    Wenn ich mir diverse Videos anschaue, scheint das Teil grundsätzlich aber besser zu sein als meine Wahl war.

  • NCC1701D Habe mal paar Reviews gelesen. Die Temperatur des Gehäuses wird hier mit 46–51°C für den Gehäusedeckel bzw Oberseite und 54–60°C für den unteren Bereich/Boden angegeben. Muss man schauen, wo man so eine 50-60 Grad Heizung hin stellt. Keller sicher zu vernachlässigen - im Sommer im Wohnzimmer aber eher nicht so dolle.

    Da das Teil aktiv gekühlt wird und trotzdem bis zu 60 Grad an das Kunststoff-Gehäuse abgegeben werden, kann man sicher davon ausgehen, dass die NVMe selbst ebenfalls bei 70-90 Grad laufen.

  • Ich denke ich bin kuriert. NVMe in so einem kleinen Gehäuse ist einfach nicht wirklich dolle.

    Ja, die Erfahrung muss man ggf. selbst erstmal machen/gemacht haben... Am interessantesten ist für mich dabei auch der Strombedarf. Da alle NVme über einen PCIe-Channel angebunden sind (soweit ich weiß) bekommen die ohnehin nur "niedrige" Übertragungsraten hin, aber das wäre für mich ausreichend...

    Das Teil sieht interessant aus, aus technischer Sicht. Aber Level1Techs hat das getestet und konnte Proxmox z.B. nicht installieren.

    Bis die kalte Jahreszeit wieder da ist und ich nicht mehr so viel mit meinem Trike umher fahre vergeht ohnehin noch etwas Zeit. Bis dahin gibt es vielleicht schon etwas neues und bevor ich was bestelle schaue ich auch erstmal diverse Tests und ToDo's an...

    Laptop:    Thinkpad X260 (i7 6600U, 16GB RAM) - GuideOS

    Zweitrechner: Dell 3070 MFF (i5-9500T, 32GB RAM) - derzeit Win11

    Hauptrechner: Eigenbau (Intel Core i5-12400, GTX 1060 6GB,16GB RAM, 10-Gbit-LAN) Tuxedo OS

    Server:   Eigenbau (i5-12600T, 64GB RAM, 3x NVMe-SSD 1x500GB+2x1TB, 2x SSD 1TB) - PROXMOX

    Diverse Raspis | 3D Drucker BambuLab P1S Combo | 24/7-Server Fujitsu Futro m. PROXMOX

  • Der Hitzestau/-tod oder Wohnungsbrand ist doch vorprogrammiert. 8o

    Wenn einer SSD zu warm wird takte sie - genau wie eine CPU - einfach herunter. Heißt dann aber, dass sie unter Umständen sehr langsam ist. Allerdings habe ich im Kopf, dass SSDs Temperaturen über 70°C nicht wirklich mehr mögen, je nach Modell. Gibt sicher auch welche, die mehr können.

    Das Ganze führte zu einem Hitzestau und auch im IDLE, wenn alle Platten "standen" und bei 0,0x Watt waren, lag die Temperatur durchgehend bei 70 Grad. Wenn dann was gearbeitet werden musste und die NVMe aktiv waren, lag die Temperatur bei 90 Grad und mehr (!). Das schwankte so zwischen 86 und 94 Grad je NVMe.

    Das dürfte auch erklären, wieso das NAS so langsam war. Die SSDs waren thermisch ja schon im Stillstand am Anschlag. Ich kann mich täuschen, aber 94°C hätten die wohl nicht lange durchgestanden.

    Normal werden NVME doch nicht so extrem heiß ?

    Jaein. Sie erzeugen unter Volllast ziemliche Abwärme. Je schneller die SSDs ist desto mehr Wärme. Aber im Normalfall ist dies nur kurzfristig. Bei längerfristigen Last sollte die SSD entsprechend gekühlt werden. Habe in meinem komplett passiv gekühlten Thin Client der NVMe SSD eine großen Kühlkörper verpassen, der größte der Platz hatte. Mit dem Kühler konnte ich die Temperatur um 15 - 20°C senken. Die NVMe SSD ist immer noch wärmer als eine gleichgroße aber langsamere SATA M.2 SSD. Meine SATA SSDs habe im Schnitt so um die 38°C, mit Kühler noch ein paar Grad weniger. Bei SATA SSDs bringt eine Kühlung nicht so viel, bei NVMe SSDs aber schon.

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    Temperaturen eines passiven gekühlten HP T640 Thin Clients mit einer 1 TB NVMe SSD und Kühlkörper

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