Speichern von Fingerabdrücken

  • Das war meine Frage:

    Ich stelle hier mal folgende Frage in den raum:

    Warum sind viele Menschen gegen eine Speicherung der Fingerabdrücke?

    Nun kann man aber sehen wie dieser Beitrag ausgeartet ist.

    Mein Frage bezog sich nur auf die Speicherung der Fingerabdrücke, und heraus gekommen ist ein Diskussion über alle möglichen Datenschutzverletzungen, Datenspeicherungen usw. .........

    Edited once, last by Tuxine (June 21, 2025 at 9:25 AM).

  • Ich habe kein Problem mit den Fingerabdrücken in Ausweisen und Pässen.

    Die Fingerabdrücke werden ja nach der Verarbeitung - also Erstellung des Ausweis wieder aus den Datenbanken gelöscht daher das Argument von @TriTop mit Amsterdam macht keinen Sinn. Die Fingerabdrücke sind am Ende ja nur "dezentral" auf den jeweiligen Ausweisen verfügbar.

    Ich kenne keine Zahlen aus DE oder der EU.

    Aber alleine hier in der kleinen Schweiz wurden im Jahr 2024 1863 gefälschte Ausweise eingezogen. Oft in Zusammenhang mit schwerer Kriminalität wie Menschenhandel, Identitätsdiebstahl oder Schleuserkriminialität. Logischerweise geht man davon aus, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist.

    Fingerabdruck in Ausweis sorgt am Ende dafür, dass das fälschen von Ausweisen komplexer und aufwendiger wird und anderseits dafür das Grenzschutz und Zoll sehr schnell feststellen können ob eine Person wirklich die Person ist dem der Ausweis gehört - und nicht z.B. jemand der ähnlich aussieht.

    Ich denke, dass das zum einen gegen die informationelle Selbstbestimmung verstößt. Das Recht erlaubt es ja jedem Menschen, selbst zu entscheiden, welche persönlichen Daten er preisgibt und wie sie verwendet werden.

    Dein Fingerabdruck hat aber nichts mit deiner Persönlichkeit zu tun. Ob du Abends lieber mit einem Mann oder Frau ins Bett gehst, an welchen Gott du betest und an welcher Krankheit du leidest - das sind persönliche Dinge die am Ende so ziemlich niemanden was angehen. Aber du definierst dich als Person doch nicht über deine Fingerabdrücke.

    Wenn ich richtig informiert bin und sich da zwischenzeitlich auch nichts geändert hat, gibt es keine verlässlichen Belege dafür, dass die generelle Erfassung und Speicherung von Fingerabdrücken die Sicherheit signifikant erhöht. Effektive Polizeiarbeit basiert eher auf gezielter Ermittlung als auf Massenüberwachung.

    "Sicherheit" ist halt immer so ein "Wabbelbegriff". Die Idee ist hier auch nicht die gnerelle Sicherheit zu erhöhen. Wie ich bereits geschrieben habe, nach dem der Ausweis erstellt wurde werden die Fingerabdrücke aus der Datenbank gelöscht. Die werden nicht an Polizei oder sonst wem weitergegeben.

    Sprich an der generellen Sicherheit oder wenn z.B. ein Mord oder so passiert wird sich da nichts ändern. Die Fingerabdrücke im Ausweis sind für "normale" Strafverfolgung irrelevant.

    Es geht hier um wirklich nur um Grenzübertritte - vor allem um Einreise und Ausreise in den Schengenraum, um Menschenhandel, Schleuserkriminalität, etc

    Gefälschte Ausweise sind hier ein Mega Problem.

  • Ich werde jetzt noch etwas Öl ins Feuer gießen :P

    So ganz pauschal kann man das in meinen Augen nicht sehen:

    Hier ist es eine detaillierte Einkaufsliste im Supermarkt, weil man doch das eine Prozent Rabatt bekommen möchte. Dann lädt man alle Telefon- und Kontaktdaten freiwillig zu Google und Co., weil es doch so schön bequem ist, wenn geräteübergreifend synchronisiert wird. Damit werden auch die Daten der Kontakte - ohne vorherige Zustimmung - einfach weitergereicht.

    Diese Daten gibt jeder Nutzer absolut freiwillig ab.
    Es zwingt dich niemand, die Supermarkt App zu nutzen und von Rabatten zu profitieren.
    Wenn du die Vorteile nutzen möchtest, ist das der Preis den zu zahlst, also Angebot und und Nachfrage.

    Frei nach dem Motto "Wer das Eine will, muss das Andere mögen"

    Auf der Autobahn werden Kennzeichen gescannt, natürlich nur zur Abrechnung der Maut. Die Daten aller wurden aber nicht gelöscht und schwupps gab es schon Begehrlichkeiten seitens der Polizei. Wenn ich in Spanien in ein Parkhaus fahre, dann wird mein Kennzeichen gescannt. Ich bekomme beim Bezahlen gar keine Quittung mehr, wird beim Rausfahren durch das Kennzeichen abgeglichen.

    Das Problem ist nicht die Erfassung sondern die nachträgliche Speicherung. Allerdings müssen lt. Steuergesetz auch Rechnungen mit deiner Adresse mehrere Jahre archiviert werden. Hier ist es eben dein Kennzeichen.

    Es ist auch bequem, mit dem Smartphone bezahlen zu können, damit landen sämtliche Zahlungsdaten in den USA.

    Auch dazu zwingt dich niemand 8o

    Bargeld soll nach dem Willen der Politiker abgeschafft werden, damit würde auch die letzte private Bezahlmöglichkeit wegfallen. Und der digitale Euro soll auch noch kommen.

    Da bin ich auch strikt dagegen, wer will denn schon "digitales Schwarzgeld"? :P

    Ich denke, vieles was heute gespeichert wird, ist die Konsequenz unserer "schönen, neuen, digitalen und vernetzten Welt".
    Andererseits gibt es sicher auch andere Möglichkeiten, mit diesen Daten umzugehen, man muss es einfach nur wollen.
    Und natürlich versucht jeder (auch der Staat und die Behörden) seinen Nutzen daraus zu ziehen.

    Die Idee an sich, wie z. B. die digitale Patientenakte, ist nicht schlecht, so lange diese Daten nicht missbraucht werden.
    Wenn du wegen eines Unfalls ins Krankenhaus eingeliefert wirst, bist du froh, wenn der behandelnde Arzt schnell an deine Krankendaten kommt und nicht erst aufwändig rumtelefonieren muss, damit er dir nicht ein Medikament gibt, dass dich eher umbringt als dir zu helfen.

    Wenn nun alle diese Daten miteinander verknüpft werden...ich mag gar nicht daran denken. Aber vielleicht ist es ja schon Realität.

    Hier liegt das Kernproblem. Die Daten für sich gesehen und nur für den speziellen Zweck gespeichert, sind nicht schlecht.

    Und ich bin sehr sicher, dass das schon lange Realität ist und dass wir nur ein Bruchteil davon wissen.

  • Die Fingerabdrücke werden ja nach der Verarbeitung - also Erstellung des Ausweis wieder aus den Datenbanken gelöscht daher das Argument von TriTop mit Amsterdam macht keinen Sinn. Die Fingerabdrücke sind am Ende ja nur "dezentral" auf den jeweiligen Ausweisen verfügbar.

    Das ist Blödsinn und Augenwischerei, auf Backups z.B. existieren sie weiterhin und die werden nicht alle gelöscht und kann man bei Bedarf durchforsten. Davon redet nämlich kein Mensch...

  • Das Quatsch. Das Gesetz sagt klar, dass die Daten spätestens nach 90 Tagen nach Ausstellung des Ausweises gelöscht werden müssen. Selbstverständlich betrifft das auch die Daten in den Backups.

  • Meine biometrische Merkmale sind meine persönlichen Merkmale und meine persönlichen Daten.Das geht den Staat überhaupt nichts an.Diese Sammelwut des Staates,aber auch von allen möglichen kleinen und großen Unternehmen geht sowieso schon viel zu weit und ist total übergriffig.

    Der Staat hat nicht möglichst viel über seine Bürger zu erfassen.Darum geht es nicht im Grundgesetz.Der Staat soll die Menschenwürde (Artikel 1) und die Grundrechte der Bürger achten und sicherstellen,dass die Grundrechte nicht verletzt werden.

    Dazu gehört auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung:

    Woher stammt das informationelle Selbstbestimmungsrecht?

    "Das informationelle Selbstbestimmungsrecht bezeichnet das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.

    Dieses Recht hat in Deutschland das Bundesverfassungsgericht 1983 im Volkszählungsurteil als Grundrecht anerkannt, das sich aus den Artikeln 1 und 2 Grundgesetz (GG) ergibt:

    „Freie Entfaltung der Persönlichkeit setzt unter den modernen Bedingungen der Datenverarbeitung den Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten voraus. Dieser Schutz ist daher von dem Grundrecht des Artikel 2 Abs. 1 in Verbindung mit Artikel l Abs. 1 GG umfasst. Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.“ (BVerfGE 65, 1, Urteil vom 15. Dezember 1983)

    Anlass für dieses Urteil war die Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung.

    Das Bundesverfassungsgericht leitet in seiner Entscheidung die informationelle Selbstbestimmung vom allgemeinen Persönlichkeitsrecht und der Menschenwürde ab. Als „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ bekommt der Schutz personenbezogener Daten die Qualität eines Grundrechts.."

    https://www.datenschutz-praxis.de/grundlagen/inf…stimmungsrecht/

  • Die einen haben wirklich sehr gute und sachliche Argumente gebracht und andere haben eine Art vorgefasster Meinung aus den verschiedensten Internet-Kanälen wieder gegeben.

    Damit hast du so was von Recht! :)

  • Meine biometrische Merkmale sind meine persönlichen Merkmale und meine persönlichen Daten.Das geht den Staat überhaupt nichts an.Diese Sammelwut des Staates,aber auch von allen möglichen kleinen und großen Unternehmen geht sowieso schon viel zu weit und ist total übergriffig.

    Nochmal zum Mitlesen. Die Daten werden nicht gesammelt. Es gibt kein "zentrales Fingerabdruckdatenbanksystem" die Daten sind nur auf deinem Ausweis hinterlegt nicht mehr und nicht weniger.

    Dazu gehört auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung:

    Ich finde es halt schon immer wieder spannend. Scheinbar hat niemand ein Problem damit das man seinen Wohnadresse bei einem Einwohnermeldeam melden muss. Diese Daten werden zentral gespeichert und verarbeitet und können wirklich missbraucht werden. Und kein Mensch sagt da was, das ist für alle völlig in Ordnung.

    Aber wenn Fingerabdrücke - dezentral auf deinen Ausweis kommen ist das alles ganz schlimm.

    Ich finde diese ganze Empörung - ganz ehrlich - ziemlich lächerlich.

  • Es gibt kein "zentrales Fingerabdruckdatenbanksystem" die Daten sind nur auf deinem Ausweis hinterlegt nicht mehr und nicht weniger.

    BKA - Erkennungsdienst - Erkennungsdienst


    Quote

    Erkennungsdienst im Bundeskriminalamt

    Das Bundeskriminalamt speichert in seinen erkennungsdienstlichen Datenbanken behördlich erhobene Fingerabdrücke, Lichtbilder und DNA-Profile von Personen sowie Daten von Tatortspuren, die auch für einen automatisierten Abgleich im Rahmen nationaler und internationaler Recherchen zur Verfügung stehen. Erhebung und Speicherung erfolgen im Rahmen konkreter gesetzlicher Vorgaben.

  • Nochmal zum Mitlesen. Die Daten werden nicht gesammelt. Es gibt kein "zentrales Fingerabdruckdatenbanksystem" die Daten sind nur auf deinem Ausweis hinterlegt nicht mehr und nicht weniger.

    Ich finde es halt schon immer wieder spannend. Scheinbar hat niemand ein Problem damit das man seinen Wohnadresse bei einem Einwohnermeldeam melden muss. Diese Daten werden zentral gespeichert und verarbeitet und können wirklich missbraucht werden. Und kein Mensch sagt da was, das ist für alle völlig in Ordnung.

    Aber wenn Fingerabdrücke - dezentral auf deinen Ausweis kommen ist das alles ganz schlimm.

    Ich finde diese ganze Empörung - ganz ehrlich - ziemlich lächerlich.

    Lächerlich ist deine Naivität gegenüber dem übergriffigen Staat,der längst mehr sammelt als nur deine Fingerabdrücke.IN welcher Welt lebst du denn? Kriegt ihr denn nicht mit,wo und wie schon überall Daten gesammelt werden?

    Es gibt Software von Palantir,die von deutschen Polizeibehörden genutzt wird,um Datenbankbestände nach bestimmten Merkmalen und Personen zu durchsuchen,zum Beispiel ob manch ein "psychisch Kranker" gefährlich sein könnte...(Palantir hängt an Peter Thiel und der USA)

    Es geht längst nicht mehr darum,ob Fingerabdrücke oder nicht,und wie sie gespeichert werden oder nicht.Wer das denkt,er ist naiv und macht sich lächerlich.

  • Und kein Mensch sagt da was, das ist für alle völlig in Ordnung.

    Das ist so falsch wie es pauschal dahergesagt ist.

    Es gibt jede Menge Rechtsstreitigkeiten dazu.

    Dennoch leben wir zum Glück nicht in einer schwarz-weiß Welt. Auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist ebenso wie das Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt, und das ist ab und zu notwendig und richtig so, wenn das Allgemeininteresse – etwa die Funktionsfähigkeit der Verwaltung oder das berechtigte Interesse Dritter – überwiegt und gesetzlich geregelt ist.

  • @1.61803 Das hat aber nichts mit Fingerabdruck im Ausweis zu tun.

    Richtig nur bei einer Täter Profilierung.

    Aber es gibt diese.

    Nur was bringt die Zukunft , wenn die Strukturen sich durch politische Unterstatements (Asyldebatte,Vorbeugung zur Tat,Assemblierung etc.. ) ändern ?

  • Das war meine Frage:

    Nun kann man aber sehen wie dieser Beitrag ausgeartet ist.

    Mein Frage bezog sich nur auf die Speicherung der Fingerabdrücke, und heraus gekommen ist ein Diskussion über alle möglichen Datenschutzverletzungen, Datenspeicherungen usw. .........

    Warum "ausgeartet"? Klingt wie Krebs. Keine gute Wortwahl, aber vermutlich absichtlich gewählt.
    Ist es nicht in die Richtung gelaufen, die du dir vorgestellt hast?

    Dann bist du im Falschen Forum.


    Oder ist dir aufgefallen, wieviele Daten du zu deiner Person schon "mal so eben" ins Netz gegeben hast oder anderen Organisationen überlassen hast?
    Dann hast du wohl doch was zu verbergen. Komisch.

  • Lächerlich ist deine Naivität gegenüber dem übergriffigen Staat,der längst mehr sammelt als nur deine Fingerabdrücke.IN welcher Welt lebst du denn? Kriegt ihr denn nicht mit,wo und wie schon überall Daten gesammelt werden?

    Alles was "der Staat" macht ist gesetzlich legitimiert.

    Manchmal frage ich mich auf welcher Seite er steh

    Was für Seiten?

    Ich bin am Ende Demokrat. Was die Mehrheit will soll umgesetzt und gemacht werden.
    Da wir in Demokratien leben sind Gesetze ja grundsätzlich Mehrheitsmeinung.

    Und Nein, das ist nicht böse Unterdrückung. Und wenn jemand das nicht so toll findet kann sich ja politisch betätigen und Dinge ändern. Und / oder in ein Land gehen das aus seiner "subjektiven" Sicht besser ist.

    Alle Freiheiten sind da, man muss sie nur nutzen.

  • Dein Fingerabdruck hat aber nichts mit deiner Persönlichkeit zu tun. Ob du Abends lieber mit einem Mann oder Frau ins Bett gehst, an welchen Gott du betest und an welcher Krankheit du leidest - das sind persönliche Dinge die am Ende so ziemlich niemanden was angehen. Aber du definierst dich als Person doch nicht über deine Fingerabdrücke.

    Deine Definition empfinde ich in dem Zusammenhang auch als unzutreffend.

    Quote

    Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist im Recht Deutschlands das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen

    Ich empfinde Fingerabdrücke als absolut personenbezogen. Personenbezogener geht ja gar nicht mehr. Ich zitiere mal den BfDi:

    Quote

    Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) versteht unter „biometrischen Daten“ mit speziellen technischen Verfahren gewonnene personenbezogene Daten zu den physischen, physiologischen oder verhaltenstypischen Merkmalen einer natürlichen Person, die die eindeutige Identifizierung dieser natürlichen Person ermöglichen oder bestätigen, vgl. Art. 4 Nr. 14 DSGVO. Als Beispiele werden Gesichtsbilder oder daktyloskopische Daten genannt.

    Ich verstehe nicht ganz, wie du hier von personenbezogenen Daten auf "die Persönlichkeit betreffende" Daten kommst. Nach so ziemlich jeder Definition sind Fingerabdrücke personenbezogene Daten.


    "Sicherheit" ist halt immer so ein "Wabbelbegriff". Die Idee ist hier auch nicht die gnerelle Sicherheit zu erhöhen. Wie ich bereits geschrieben habe, nach dem der Ausweis erstellt wurde werden die Fingerabdrücke aus der Datenbank gelöscht. Die werden nicht an Polizei oder sonst wem weitergegeben.

    Sprich an der generellen Sicherheit oder wenn z.B. ein Mord oder so passiert wird sich da nichts ändern. Die Fingerabdrücke im Ausweis sind für "normale" Strafverfolgung irrelevant.

    Sämtliche Behörden, die etwas mit Ausweis, Identität, etc zu tun haben, dürfen aber auf diese Daten im Ausweis zugreifen (§ 16 PAuswG). Dazu gehören Polizeivollzugsbehörden, die Zollverwaltung, die Steuerfahndungsstellen der Länder sowie die Personalausweis-, Pass- und Meldebehörden. Die dürfen nicht nur deine Fingerabdrücke aus dem Ausweis auslesen, sondern auch mit deinen eigenen Fingerabdrücken vergleichen.

    Undenkbar, dass ein findiger Polizeibeamter auf so eine verrückte Idee käme, aber theoretisch könnte man dich als Zeuge zu einer Vernehmung einladen, zu der du dann erscheinen musst, deinen Ausweis verlangen und dann "sicherstellen, dass dieser Ausweis authentisch ist". Dann ruft man die Abdrücke ab, lässt dich selbst noch deine Finger scannen und schon hat man alles. Das was früher noch einen gerichtlichen Beschluss erforderte, kann man heute problemlos machen, weil man ja einfach nur authentifizieren will, dass der Ausweis echt ist (also das Abnehmen deiner Fingerabdrücke).

    Es gibt ja viele Fälle in Deutschland, bei denen ein eigentlich Verdächtigter zunächst als Zeuge geladen wird. Weil Zeugen halt weniger Rechte haben. Betroffene haben auch mehrfach angegeben, dass es während der Zeugenbefragung den Hinweis gab, dass es eine weitere Ladung als Beschuldigter gäbe und man ja einfach beides kombiniert abfrühstücken könnte. Weil die Herren halt einfach so nett sind. Und die selben Menschen verwenden dann die biometrischen Daten aus Ausweis und Abgabe vor Ort auf keinen Fall? Da bin ich halt einfach unsicher.

    Mit Sicherheit kann ich nur sagen, dass man als Zeuge zu einer Befragung erscheinen muss und die Polizei dann deine Fingerabdrücke nehmen darf. Wir gehen einfach mal davon aus, dass da alles streng nach Vorgabe und Gesetz laufen wird.

    Wieso werden da eigentlich ausgerechnet Fingerabdrücke genommen? Wenn es ja nur darum geht, die Authentizität meines Ausweises mit meinen eigenen biometrischen Daten abzugleichen und zu verifizieren könnte man doch auch einen Iris-Scan machen. Das ist doch sogar noch sicherer, die verändern sich im Laufe der Zeit weniger als und selbst Zwillinge haben unterschiedliche Augen.

  • Warum "ausgeartet"? Klingt wie Krebs. Keine gute Wortwahl, aber vermutlich absichtlich gewählt.
    Ist es nicht in die Richtung gelaufen, die du dir vorgestellt hast?

    Ich meine Damit - dass ich nur eine Antwort auf meine Frage haben wollte.

    Dann bist du im Falschen Forum.

    Na gut, dann werde ich mich halt hier verabschieden.

    Oder ist dir aufgefallen, wieviele Daten du zu deiner Person schon "mal so eben" ins Netz gegeben hast oder anderen Organisationen überlassen hast?

    Das ist mir sehr wohl bewusst.

  • Dadurch, dass die kriminellen Elemente, Terroristen etc. immer moderner und digitaler werden, muss der Rechtsstaat die gleichen Wege zur Bekämpfung dieser Kriminalität gehen. Das geht leider nur durch Datenbanken und Speicherung, wie es das BKA praktiziert. Aber auch nur zu diesem Zweck!

    Bei diesen Gruppierungen gibt es sicherlich kein Datenschutz, die nutzen die vollen Möglichkeiten der digitalen Welt aus.

    Ich möchte mich nach wie vor in der Öffentlichkeit bewegen können ohne ständig über meine Schulter schauen zu müssen.

  • Na gut, dann werde ich mich halt hier verabschieden.

    Darüber habe ich auch schon bei anderen Themen nachgedacht und es bestätigt sich erneut.

    Ich danke allen, die mir diese Entscheidung leicht gemacht haben.

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