Partitionen vs. BTRFS Subvolumes

  • Distrowahl
    EndeavourOS

    hallo

    Wenn man hier nach BTRFS sucht ließt man hauptsächlich über Snapshots bzw. Timeshift. Meine Frage geht in eine andere Richtung.

    Ich bin es von früher gewohnt System und Daten in separaten Partitionen zu halten um bei Neuinstallationen einfach meine Daten zu behalten. Egal ob es Windows oder Linux OS war. Ist natürlich blöd wenn man sich beim Einrichten verschätzt hat und nun /home fast voll ist und / noch viel Platz hat.

    Jetzt gibt es da BTRFS und subvolumes. Verstehe ich das richtig dass ich bei einer Aufteilung wie

    Code
    btrfs-root
     - root subvolume
     - home subvolume

    die beiden subvolumes separat formatieren kann, quasi wie Partitionen?

    Und darüber hinaus, wäre es denkbar verschiedene Linux Systeme nebeneinander zu installieren indem der Bootprozess auf das jeweilige subvolume für root zeigt?

    Code
    btrfs-root
     - root endeavouros
     - root linux mint
     - home

    danke

    EndeavourOS mit KDE & Wayland auf verschiedenen Geräten mit AMD & Nvidia in diversen Kombinationen

  • Verstehe ich das richtig dass ich [...] die beiden subvolumes separat formatieren kann, quasi wie Partitionen?

    Nein. Um Btrfs Subvolumes anlegen/nutzen zu können, muß der Datenträger natürlich mit Btrfs formatiert werden

    Und darüber hinaus, wäre es denkbar verschiedene Linux Systeme nebeneinander zu installieren indem der Bootprozess auf das jeweilige subvolume für root zeigt?

    Das ist möglich, erhöht aber selbstverständlich den Installations-/Konfigurationsaufwand.

  • Quelle: https://wiki.archlinux.de/title/Arch_auf_BtrFS

    Was ist BtrFS

    Btrfs (B-tree file system) ist ein Copy-on-Write (CoW; engl. wörtlich "Kopieren beim Schreiben") Dateisystem. Copy-on-Write Dateisystem schreiben bei Kopien Daten erst dann auf die Festplatte, wenn die Kopie gegenüber dem Original verändert wurde.

    Eine BtrFS-Partition stellt ein Volumen dar, welches weiter in Subvolumen unterteilt werden kann. Subvolumen stehen in ihren Eigenschaften zwischen Partitionen und Ordnern. Im Gegensatz zu Partitionen haben Subvolumen keine festgelegte Größe sondern verhalten sich wie Ordner (theoretisch können Subvolumen mit Quotas belegt werden, was einer Maximalgröße gleich käme. Allerdings wird noch darüber gestritten wie stabil diese Funktion ist). Im Verzeichnisbaum erscheinen und verhalten sich Subvolumen eines eingehängten BtrFS-Volumens als Ordner und werden automatisch eingehängt. In Ubuntu-Derivaten und OpenSUSE hat es sich eingebürgert Top-Level-Subvolumen mit einem vorangestellten @ zu benennen. Dies ist eine reine Konvention unter den Nutzern diese Linux-Derivate und formell nicht nötig. Subvolumen bedürfen keiner speziellen Nomenklatur. Es ist sogar hinderlich, da jedes Subvolumen welches anders heißt als wie vom System erwartet explizit eingehängt werden muss.

    BtrFS erlaubt es spezielle Subvolumen, sogenannte Snapshots (engl. "Momentaufnahmen") zu erstellen. Ein Snapshot kopiert ein Volumen, nicht jedoch die darin enthaltenen Subvolumen (und damit auch keine darin enthaltenen Snapshots). Da Snapshots Momentaufnahmen von Volumen darstellen, können vorherige Zustände einfach und ohne viel Aufwand wieder her gestellt werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Snapshots keine Sicherungskopien im Sinne von Backups sind und daher zwar gegen fehlerhafte Updates oder versehentlich überschriebene/gelöschte Dateien helfen, nicht jedoch gegen Festplattenschäden.

    BtrFS unterstützt RAIDS und kann diese im Betrieb vergrößern, verkleinern und zwischen verschiedenen RAID Typen konvertieren. Warnung: Die RAID 5 und RAID 6 Implementation ist fehlerbehaftet und anfällig für Datenverlust. Von der Verwendung von RAID56 mit BtrFS ist daher dringend abzuraten! aktuelle Informationen sind im offizielle Btrfs wiki (englisch) zu finden the Btrfs page on RAID5 and RAID6 for status updates.

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    PC | AMD Ryzen 7 3700X - NVIDIA GeForce RTX 2070 Super - 32 GB RAM - 1 TB NVME - 1 TB HDD - ArchLinux

    Lappi | Intel I3 - 16 GB RAM - 128 GB SSD - GuideOS

    Homi | Intel Atom 3 - 8 GB RAM - 1x 128 GB SSD - 2x 4 TB Seagate IronWolf HDD im RAID1 - Debian 12 mit OMV und Docker

  • Nein. Um Btrfs Subvolumes anlegen/nutzen zu können, muß der Datenträger natürlich mit Btrfs formatiert werden

    Äh ja, natürlich. "Formatieren" war der falsche Begriff bzw. nicht wörtlich gemeint. Also: Eine Partition kann ich neu formatieren oder löschen und neu anlegen. Beim Subvolume gibt es kein "Formatieren" aber löschen und neu anlegen sollte auch alle Daten beseitigen.

    Ich seh schon, ich muss mal damit rumspielen um zu sehen wie sich das genau verhält.

    Danke KTT73 für die Doku

    EndeavourOS mit KDE & Wayland auf verschiedenen Geräten mit AMD & Nvidia in diversen Kombinationen

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