1 Clementine (Der moderne Klassiker unter den Musik-Playern)
Als Amarok mit der Version 2.0 sein Design radikal änderte, vermissten viele Nutzer die klassische, unkomplizierte Bedienung. Die Entwickler von Clementine nahmen daher den bewährten Code der alten Version, verpassten ihm ein modernes Gewand (auf Basis der Qt-Bibliotheken) und fügten clevere neue Funktionen hinzu. Das Markenzeichen von Clementine ist die namensgebende Mandarine/Clementine als Logo und die orangefarbene Optik in den Details.
1.1 🔬 Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Clementine ist weit mehr als ein einfacher Abspieler für MP3-Dateien. Es wurde für die Verwaltung von riesigen Musiksammlungen optimiert:
- Das Zwei-Spalten-Layout:
Links befindet sich eine flexible Seitenleiste, über die du blitzschnell zwischen deiner lokalen Musikbibliothek, Internet-Radio, Songtexten und Albencovern umschalten kannst. Rechts hast du deine aktuelle Playlist im Blick. - Integrierte Cloud- und Streaming-Dienste:
Clementine kann Musik nicht nur von der lokalen Festplatte abspielen, sondern lässt sich mit Diensten wie Dropbox, Google Drive, OneDrive oder Cloud-Systemen wie Nextcloud verbinden. - Internet-Radio & Podcasts:
Große Plattformen wie SomaFM, Magnatune oder Icecast sind direkt ab Werk fest in der Seitenleiste integriert. - Mächtiger Tag-Editor:
Du kannst fehlerhafte Song-Informationen (Künstler, Album, Jahr) manuell bearbeiten oder über die integrierte MusicBrainz-Schnittstelle vollautomatisch im Hintergrund korrigieren lassen.
1.2 🛠️ Wo ist es installiert und wie installiere ich es nach?
Clementine ist extrem ressourcenschonend und läuft unabhängig von der Desktop-Umgebung perfekt stabil. Es ist in allen gängigen Softwarequellen zu finden:
Unter Arch Linux / EndeavourOS:
Unter Fedora Linux:
Unter openSUSE:
1.3 ⚠️ Die klassischen Stolpersteine
1.3.1 1. "Die Entwicklung wirkt eingeschlafen – gibt es das Projekt noch?"
- Die Ursache:
Schaut man auf die offizielle Webseite von Clementine, stammt die letzte „stabile“ Version aus dem Jahr 2016. Einsteiger im Forum glauben deshalb oft, das Programm sei tot. - Die Lösung: Entwarnung!
Die Entwickler arbeiten nach wie vor im Hintergrund am Quellcode (auf GitHub). Die Linux-Distributionen (wie Debian oder Arch) liefern im Hintergrund längst modernisierte und an aktuelle Systeme (Qt5) angepasste Versionen aus. Das Programm ist absolut alltagstauglich. - Der Brücken-Verweis:
Wer dennoch ein absolut topaktuelles Programm mit aktiven, monatlichen Updates und einem Fokus auf High-End-Audioqualität sucht, dem empfehlen wir im Forum den direkten Nachfolger: Strawberry
1.3.2 2. "Die Fernbedienung per Smartphone funktioniert nicht!"
- Die Ursache:
Clementine bietet eine geniale Android-App an, mit der man den Player vom Sofa aus fernbedienen kann. Damit das klappt, muss Clementine im Linux-System der Zugriff erlaubt werden. - Die Lösung:
Der Nutzer muss in Clementine unter Werkzeuge -> Einstellungen -> Netzwerk den Haken bei „Fernsteuerung im Hintergrund aktivieren“ setzen. Zudem muss in der Linux-Firewall der Port 5500 freigegeben sein, damit das Smartphone den PC im Heimnetzwerk findet.