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CUPS

  • Forwared from „cups“
  • Tuxine
  • June 9, 2026 at 9:42 AM
  • June 28, 2026 at 11:37 AM
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  • CUPS (Abkürzung für Common Unix Printing System) ist das Standard-Drucksystem für Linux- und andere Unix-basierte Betriebssysteme (wie auch macOS). Es fungiert als universelle Software-Schicht (Druckserver) zwischen den verschiedenen Anwendungsprogrammen (z. B. LibreOffice, Firefox oder GIMP) und den physisch angeschlossenen oder im Netzwerk erreichbaren Druckern.

    Klick für mehr ...

    1 CUPS (Common Unix Printing System)

    Ursprünglich im Jahr 1997 von der Firma Easy Software Products entwickelt, wurde das Projekt 2007 von Apple übernommen und wird heute als eigenständiges Open-Source-Projekt unter der Apache-Lizenz weitergeführt.

    1.1 🔬 Wie funktioniert CUPS? (Der Druck-Workflow)

    Wenn ein Nutzer in einem Programm auf „Drucken“ klickt, passiert im Hintergrund Folgendes:

    1. Der Druckauftrag (Job):
      Die Anwendung schickt die Daten nicht direkt an den Drucker, sondern übergibt sie an den CUPS-Dienst (Scheduler).
    2. Die Konvertierung:
      Da Drucker die Daten meist in speziellen Sprachen (wie PostScript, PCL oder PDF) benötigen, konvertiert CUPS das Dokument mithilfe interner Filter in das passende Zielformat.
    3. Die Warteschlange (Spooling):
      CUPS verwaltet die Druckaufträge in einer Warteschlange. Das bedeutet, dass mehrere Aufträge nacheinander abgearbeitet werden können, ohne dass der PC blockiert.
    4. Die Übertragung: CUPS sendet die fertigen Daten über die entsprechende Schnittstelle (USB, WLAN oder LAN-Kabel) an den Drucker.

    1.2 🌐 Das Web-Interface: Die geheime Schaltzentrale

    Das geniale Hauptmerkmal von CUPS ist sein integrierter Webserver. Unabhängig davon, welche Desktop-Umgebung (Gnome, KDE, XFCE) oder ob überhaupt eine grafische Oberfläche installiert ist, lässt sich CUPS auf jedem Linux-System über den Webbrowser verwalten.

    • Die Adresse: http://localhost:631

    Über diese lokale Webseite können:

    • Neue Drucker manuell hinzufügen oder bestehende löschen.
    • Die Standardeinstellungen des Druckers festlegen (z. B. Duplexdruck, Graustufen, Papierformat).
    • Die aktuelle Druckwarteschlange einsehen, Aufträge pausieren oder abbrechen.
    • Den Drucker im lokalen Netzwerk freigeben, damit andere PCs im Haus ihn nutzen können.

    1.3 ⚠️ Die klassischen Stolpersteine

    Wenn Nutzer melden, dass ihr Drucker nicht funktioniert oder sie keinen Zugriff haben, helfen folgende Lösungsansätze:

    1.3.1 1. "Zugriff verweigert" im Web-Interface

    Möchte ein Nutzer über die Weboberfläche (localhost:631) einen Drucker hinzufügen oder Einstellungen ändern, fordert der Browser zur Eingabe von Benutzername und Passwort auf. Gibt der Nutzer seine normalen Daten ein, bricht CUPS oft mit der Meldung „Forbidden“ oder „Zugriff verweigert“ ab.

    • Die Ursache:
      Aus Sicherheitsgründen dürfen nur Benutzer administrative Änderungen an CUPS vornehmen, die Mitglied einer speziellen Systemgruppe sind.
    • Die Lösung:
      Der Benutzer muss der Gruppe lpadmin (bei manchen Distributionen auch sys) hinzugefügt werden. Das geht im Terminal wie folgt:

      • Debian / Ubuntu / Linux Mint:

        Code
        sudo usermod -aG lpadmin dein_benutzername
      • Arch Linux / openSUSE:

        Code
        sudo usermod -aG sys dein_benutzername

      Danach muss sich der Nutzer einmal ab- und wieder anmelden, damit die Gruppenrechte greifen.

    1.3.2 2. Der moderne Standard: Driverless Printing (IPP Everywhere)

    Früher mussten für fast jeden Drucker komplizierte, oft proprietäre Treiber-Pakete des Herstellers mühsam installiert werden (z. B. die berüchtigten .deb- oder .rpm-Pakete von Brother oder Canon).

    • Der Rat:
      Moderne Drucker, die innerhalb der letzten Jahre erschienen sind, unterstützen fast alle den Standard IPP Everywhere (auch bekannt als AirPrint oder Mopria). Aktuelle CUPS-Versionen benötigen für diese Geräte keine Treiber mehr. Der Drucker wird im Netzwerk vollkommen automatisch erkannt und ist sofort einsatzbereit. Daher bei der Einrichtung zuerst nach der treiberlosen Option zu suchen.

    1.4 📥 Installation und Dienst-Verwaltung unter Linux

    Sollte CUPS auf einem minimalistischen System (z. B. einem frisch aufgesetzten Debian- oder Arch-Server) fehlen, lässt es sich schnell nachinstallieren:

    • Debian / Ubuntu / Linux Mint:

      Code
      sudo apt update && sudo apt install cups cups-client
      sudo systemctl enable --now cups
    • Arch Linux / EndeavourOS:

      Code
      sudo pacman -S cups
      sudo systemctl enable --now cups
    • openSUSE (Leap & Tumbleweed):

      Code
      sudo zypper install cups
      sudo systemctl enable --now cups
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Table of Contents

  • 1 CUPS (Common Unix Printing System)
    • 1.1 🔬 Wie funktioniert CUPS? (Der Druck-Workflow)
    • 1.2 🌐 Das Web-Interface: Die geheime Schaltzentrale
    • 1.3 ⚠️ Die klassischen Stolpersteine
      • 1.3.1 1. "Zugriff verweigert" im Web-Interface
      • 1.3.2 2. Der moderne Standard: Driverless Printing (IPP Everywhere)
    • 1.4 📥 Installation und Dienst-Verwaltung unter Linux

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